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	<title>Mons Porphyrites - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T12:58:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nicowa: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2025-12-18T09:56:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mons Porphyrites&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein römischer [[Steinbruch]] in der östlichen Wüste [[Ägypten]]s. Er liegt etwa 45&amp;amp;nbsp;Kilometer vom Meer entfernt an der Straße zwischen Maximianopolis/[[Kainopolis]] im [[Niltal]] und [[Myos Hormos]] ([[Abu Sha’ar Al-Qibli]] am [[Rotes Meer|Roten Meer]]), 55&amp;amp;nbsp;Kilometer westlich von [[Hurghada]] am nordöstlichen Steilhang des [[Dschebel Duchan|Dschebel-Duchan]]-Gebirges (Rauchberge), dessen höchster Berg 1626&amp;amp;nbsp;Meter hoch ist. Das Gebirge selbst besteht aus [[Präkambrium|präkambrischen]] Ergussgesteinen. Im Steinbruch selbst wurde ein purpurroter oder schwarzer [[Porphyr]] (Andesit) mit weißen oder rosa [[Einsprengling]]en aus [[Feldspat]] abgebaut, der extrem selten und damit wertvoll war. Der kaiserliche Porphyr findet sich nur in einem kleinen Bereich von etwa sechs Quadratkilometern Ausdehnung. Andere Abbaustellen (Barton) lieferten schwarzen Porphyr. Eine zweite Variante ist grünschwarz mit weißen bis schwach grünlichen [[Phänokristall]]en, die bis zu fünf Millimeter groß sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Bergwerk war zwischen 29&amp;amp;nbsp;und 335&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. in Betrieb, der Nordwest-Steinbruch war wohl der älteste.&lt;br /&gt;
Nach Steinfunden ist auch ein Betrieb in der späten [[Prädynastik (Ägypten)|prädynastischen]] Zeit und im frühen [[Altes Reich (Ägypten)|Alten Reich]] sowie in ptolemäischer Zeit anzunehmen, wofür es vor Ort aber kaum Belege gibt.&lt;br /&gt;
In den 1930er-Jahren wurde der Steinbruchbetrieb unter Prinz [[Faruq|Faruk]] kurzfristig wieder aufgenommen, währenddessen der Stein vor allem in [[Kairo]] Verwendung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung des Steins ==&lt;br /&gt;
Die [[Römisches Reich|Römer]] nannten das Material &amp;#039;&amp;#039;lapis porphyrites&amp;#039;&amp;#039; (Purpurstein); in Italien wird es &amp;#039;&amp;#039;porfido rosso Egiziano&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;porfido rosso antico&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die grün-schwarze zweite Variante wurde &amp;#039;&amp;#039;lapis hieracitis&amp;#039;&amp;#039; (Falkenstein) genannt, auf Italienisch &amp;#039;&amp;#039;porfido verde Egiziano&amp;#039;&amp;#039;, deren mehr schwärzliche Ausprägung &amp;#039;&amp;#039;lapis porphyrites niger&amp;#039;&amp;#039; (schwarzer Purpurstein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Material wurde eine Reihe von Bauwerken in [[Rom]] ausgestattet, dort sind bislang 134 Säulen bekannt. Die größte bekannte Porphyr-Säule stand im Sonnentempel in [[Baalbek]] ([[Libanon]]), wurde unter [[Justinian I.]] nach Konstantinopel gebracht und in die [[Hagia Sophia]] eingebaut. Die Exedrae der Hagia Sophia enthalten insgesamt acht Säulen aus kaiserlichem Purpur, [[Prokopios von Caesarea|Prokop]] beschreibt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;De Aedificis&amp;#039;&amp;#039; ihren „purpurroten und scharlachroten Glanz“ und vergleicht den Effekt mit einer blühenden Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte [[Porphyrschale]] stammt aus [[Nero]]s [[Goldenes Haus|Goldenem Haus]]. Papst [[Clemens IX.]] (1600–1669) ließ sie aus der Villa von Papst [[Julius III.]] in den [[Vatikanstaat|Vatikan]] transportieren und dort provisorisch aufstellen. Heute steht sie in der Sala Rotunda im Vatikan, wo sie auf einer Bronzeauflage mit vier Löwenfüßen ruht. Der Stein in der [[Porphyra]] des [[Großer Palast (Konstantinopel)|Großen Palastes]] zu [[Konstantinopel]] war [[Anna Komnena]] zufolge aus Rom an den [[Bosporus]] gebracht worden.&lt;br /&gt;
Auch [[Karl der Große]] beschaffte sich 786 mit der Erlaubnis von Papst [[Hadrian I.|Hadrian]] Säulen aus Rom, um sie in die [[Königspfalz|Pfalzkirche]] in [[Aachen]] einzubauen (sogenannte [[Spolie]]n). Dabei handelt es sich um zwei kleinere, polierte Säulen aus einem grünen ägyptischen Porphyr, die heute im Museum neben der Kirche stehen. Mehrere Säulen aus rotem Porphyr befinden sich im Dom vom Magdeburg, die von Otto dem Großen in Italien geholt wurden. Auch der [[Taufstein im Magdeburger Dom]] ist aus rotem Porphyr und soll in der Antike Teil eines Brunnens gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer für Säulen wurde das Material auch für Statuen, Verkleidungen (zum Beispiel im [[Pantheon (Rom)|Pantheon]]) und Sarkophage verwendet. Nach [[Sueton]] wurde [[Nero]] als erster römischer Kaiser in einem Sarkophag aus rotem Porphyr begraben. Auch [[Konstantin der Große|Konstantin]] und seine Frau Konstantina besaßen solche Särge (heute im [[Vatikanstadt|Vatikan]]). Auch Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]], [[Heinrich VI. (HRR)|Heinrich VI.]], König [[Wilhelm I. (Sizilien)|Wilhelm I.]] und die [[Konstanze von Sizilien|Kaiserin Konstanze]] wurden in wiederverwendeten antiken Sarkophagen aus rotem Porphyr begraben (Kathedralen von [[Palermo]] bzw. [[Monreale]] auf Sizilien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
Die Steinbrüche liegen am Berghang und im Gipfelbereich, die Unterkünfte der Arbeiter dagegen am Hang und im Tal. Die wichtigsten Siedlungen liegen bei der Befestigung am Rand des Wadis Al-Maa&amp;#039;mal (oder Abu Ma&amp;#039;amel) und auf dem Südhang des Dschebel Duchan (Badi&amp;#039;a). Die Siedlungen waren wie die von [[Mons Claudianus]] befestigt und enthielten außer den Unterkünften der Steinbrucharbeiter Ställe, Zisternen, Brunnen und Bäder sowie ein kleines Gräberfeld. Wie die Grabungen belegten, wohnten hier auch Frauen und Kinder, es wurden Haarnadeln und Spielzeugkämme gefunden. Ein [[Serapis]]-Tempel wurde einer Inschrift zufolge zwischen 117 und 119 n. Chr. erbaut, „als [[Rammius Martialis]] Gouverneur von Ägypten war“. Eine 1823 von Wilkinson entdeckte Stele verweist auf die Existenz einer christlichen Kirche.&lt;br /&gt;
Auf den Wänden des Steinbruchs befinden sich Sgraffiti in griechischer Sprache. Außerdem wurden zahlreiche beschriebene Scherben ([[Ostraka]]) entdeckt.&lt;br /&gt;
Heute gibt es in dem Gebiet keine Quellen, lediglich das Wadi Umm Sidri führt Grundwasser und weist eine spärliche Vegetation aus Christusdorn und [[Akazien]] auf. Im Sommer kann es bis zu 45&amp;amp;nbsp;°C heiß werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Der Steinbruch ist über steile Serpentinenpfade mit den Siedlungen verbunden. Die Steine, Rohblöcke von etwa 2&amp;amp;nbsp;Metern Länge und Gewichten von 20&amp;amp;nbsp;Tonnen wurden über breite Rutschen, die im Gelände noch gut zu erkennen sind, ins Tal hinabgelassen. Ihr Verlauf ist durch rundliche Lesesteinhaufen markiert. In einiger Entfernung von den Siedlungen befanden sich große Rampen. Es ist anzunehmen, dass hier die Steine auf Ochsenwagen geladen wurden, um so über die 150&amp;amp;nbsp;Kilometer lange Strecke bis ins Niltal bei Qena befördert zu werden. Die Straße folgte dem Wadi Abu Mu’amal (Tal der Werkstätten) ins Wadi Umm Sidri und Wadi Belih, überquerte die Wasserscheide zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer und folgte dann dem Wadi al-Attrash und dem Wadi Qena. Sie wurde Via Porphyrites genannt und bereits von [[Claudius Ptolemäus]] und [[Strabon|Strabo]] beschrieben. In Abständen von jeweils einer Tagesreise lagen hier sieben befestigte Quellen (&amp;#039;&amp;#039;hydreumata&amp;#039;&amp;#039;). Die Gebäude waren etwa 14&amp;amp;nbsp;Quadratmeter groß und besaßen zwei Türme. Die Nutzung der ersten Station, Badi&amp;#039;a, wird durch Münzen von [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]], [[Trajan]], [[Konstantin I. (Rom)|Konstantin]] und [[Theodosius I.|Theodosius]] datiert. Die nächste Station am Eingang zum Wadi Qattar ist weitgehend zerstört. Die weiteren Stationen sind Deir al-Attrash, Saqqia und Al-Heita mit doppelten Befestigungsanlagen. Auch die letzte Station ist völlig zerstört. Von Qena aus wurden die Steine mit Schiffen weitertransportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Stein selbst wurde angeblich 18&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. durch einen römischen Legionär entdeckt. 1823 wurde der Steinbruch durch [[James Burton (Ägyptologe)|James Burton]] und [[John Gardner Wilkinson]] von der [[Royal Geographical Society]] wiederentdeckt. [[Georg August Schweinfurth]] benannte drei Abbaustellen (Lycabettos, Rammius, Lepsius), eine vierte heißt einfach Nord-West. Ein Steinbruch für schwarzen Porphyr wurde 1994 von Nick Bradford entdeckt und nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
George Murray, Leiter des &amp;#039;&amp;#039;[[Geographical Survey of Egypt]]&amp;#039;&amp;#039;, kartierte die Fundstelle in den 1930er-Jahren, David Peacock von der Universität Southampton führte 1994–1998 [[Feldbegehung]]en und Grabungen durch.&lt;br /&gt;
1998 fand unter der Leitung von [[Steven Sidebotham]] (Universität von [[Delaware]]) ein Survey der Via Porphyrites statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* V. M. Brown, J. A. Harrell: &amp;#039;&amp;#039;Topographical and petrological survey of ancient Roman quarries in the Eastern Desert of Egypt.&amp;#039;&amp;#039; In: Y. Maniatis, N. Herz, Y. Bassiakis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Study of Marble and Other Stones in Antiquity. ASMOSIA III, Athen, Transactions of the 3rd International Symposium of the Association for the study of marble and other stones in Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Archetype Publications, London 1995, ISBN 1-873132-01-8, S. 221–234.&lt;br /&gt;
* James A. Harrell: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.eeescience.utoledo.edu/faculty/harrell/egypt/Mosques/CAIRO_Rocks_1.htm Decorative stones in the Preottoman Islamic buildings of Cairo, Egypt. Teil I: Description of stone varieties].&amp;#039;&amp;#039; University of Toledo 2001, zuletzt überarbeitet 8. Februar 2003, zuletzt abgerufen am 2. Oktober 2014.&lt;br /&gt;
* Rosemarie Klemm, Dietrich D. Klemm: &amp;#039;&amp;#039;Steine und Steinbrüche im alten Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1993, ISBN 3-540-54685-5.&lt;br /&gt;
* {{EAAE|Valeria A. Maxfield, David Peacock|Mons Porphyrites|531–534|}}&lt;br /&gt;
* Valerie A. Maxfield: &amp;#039;&amp;#039;Stone quarrying in the Eastern Desert with particular reference to Mons Claudianus and Mons Porphyrites.&amp;#039;&amp;#039; In: [[David Mattingly]], John B. Salmon (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Economies beyond agriculture in the Classical World&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Leicester-Nottingham studies in ancient society.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Routledge, London / New York 2001, ISBN 0-415-21253-7, S. 143–170.&lt;br /&gt;
* Valerie A. Maxfield, David Peacock: &amp;#039;&amp;#039;The Roman Imperial Quarries: Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Topography and Quarries&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Excavation Memoirs.&amp;#039;&amp;#039; Band 67). Egypt Exploration Society, London 2001, ISBN 0-85698-152-4.&lt;br /&gt;
* Leo Tregenza: &amp;#039;&amp;#039;The Red Sea Mountains of Egypt.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 1955.&lt;br /&gt;
* Steven E. Sidebotham, Ronald E. Zitterkopf, John A. Riley: &amp;#039;&amp;#039;Survey of the &amp;#039;Abu Sha&amp;#039;ar-Nile Road.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;America Journal of Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 4, 1991.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Naturwissenschaftlicher Verein Aschaffenburg&lt;br /&gt;
   |Titel=Porphyre&lt;br /&gt;
   |Reihe=Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Museums Aschaffenburg&lt;br /&gt;
   |BandReihe=26&lt;br /&gt;
   |Verlag=H. Lorenz&lt;br /&gt;
   |Ort=Karlstein&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |ISSN=0939-1924&lt;br /&gt;
   |Seiten=188}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://weekly.ahram.org.eg/1999/417/special.htm |wayback=20030309080336 |text=East of Edfu}}&lt;br /&gt;
* [http://www.eeescience.utoledo.edu/Faculty/Harrell/Egypt/Quarries/Stones_List.html eeescience.utoledo.edu] (Rohmaterial)&lt;br /&gt;
* [http://www.arch.soton.ac.uk/Projects/projects.asp?ProjectID=34 arch.soton.ac.uk] (über die Grabung, mit Bildern)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.stonefoundation.org/stonexus/05_issue/64-65.pdf |wayback=20070928145343 |text=via porphyrites by Louis Werner}} (PDF; 82&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.saudiaramcoworld.com/issue/199806/via.porphyrites.htm saudiaramcoworld.com] (Nutzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=27/08/54/N|EW=33/17/29/E|type=landmark|region=EG-BA}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Ägypten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement al-Bahr al-ahmar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andesit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Ägypten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nicowa</name></author>
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