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	<title>Monostichon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T21:44:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Monostichon&amp;diff=1088485&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2024-01-31T16:34:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Einzeiler|Zum Programm siehe [[Einzeiler (Informatik)]].}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monostichon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|μόνος|monos|de=eins}} und {{lang|grc|στίχος|stichos|de=Zeile}}; deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzeiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Gedicht]], das aus einer einzigen Zeile besteht; ihm kann, muss aber kein Versmaß zugrunde liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Beispiel aus der [[Deutschsprachige Literatur|deutschsprachigen Literatur]] ist dieses Monostichon [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Blumen reicht die Natur, es windet die Kunst sie zum Kranze|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Stammbucheintrag für [[Heinrich Beck (Schauspieler)|Heinrich Beck]], Weimar, 31. Januar 1791&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Versmaß ein [[Hexameter]], eine häufige Form des Monostichons; [[Friedrich Rückert]] zum Beispiel hat in seinem Liedertagebuch von 1855 plattdeutsche Sprichwörter als hexametrische Monosticha gestaltet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Heißa, bin ich gestorben, so pisst mir der Hund an den Grabstein.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückert hat aber auch außerhalb dieses Rahmens Monosticha verfasst, teils in Hexametern, teils in anderen Versformen wie dem [[Trimeter]]. Gleichfalls des Hexameters bediente sich [[Friedrich Haug (Dichter)|Friedrich Haug]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Glücklicher Bund, wo der Gatte das Haupt, die Gattin das Herz ist.|Quelle=Aus den &amp;#039;&amp;#039;Sinngedichten&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1791}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich hat auch ein prosaischer [[Aphorismus]] Versgestalt, wahrscheinlich unbeabsichtigt; bei [[Wilhelm Busch]] zum Beispiel findet sich unter den &amp;#039;&amp;#039;Aphorismen&amp;#039;&amp;#039; dieser makellose Hexameter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Gottslohn! sagte der Bettler; da fiel ihm das Brot durch die Kiepe.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner äußersten Kürze kann ein Monostichon wie ein [[Distichon]] auch eine Überschrift bzw. einen Titel haben, wie der bekannte Vers von [[Gotthold Ephraim Lessing]] zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=&amp;#039;&amp;#039;Grabschrift auf einen Gehenkten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ruht er, wenn der Wind nicht weht.|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Nachlese zu den Sinngedichten&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichfalls eine Überschrift hat das bekannteste Beispiel in der französischen Lyrik, ein Einzeiler von [[Guillaume Apollinaire]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sprache=fr|Text=&amp;#039;&amp;#039;Chantre&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Et l’unique cordeau des trompettes marines.&lt;br /&gt;
|Übersetzung=&amp;#039;&amp;#039;Sänger&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die einzelne Saite der [[Trumscheit|Marientrompeten]].|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Alcools&amp;#039;&amp;#039; 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der modernen Lyrik bleibt die Form selten. Beispiele finden sich bei [[Yvor Winters]], [[A. R. Ammons]], [[W. S. Merwin]] und [[Howard Nemerov]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner extremen Kürze wird das Monostichon ähnlich wie das Distichon vor allem für Formen verwendet, die aus Verknappung und Verdichtung ihren ästhetischen Reiz ziehen, also literarische Kleinstformen wie [[Gnome (Dichtung)|Gnome]], [[Epigramm]], [[Sinnspruch]], [[Sprichwort]], [[Sentenz]] und Ähnliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[monostichisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Burdorf]], Christoph Fasbender, Burkhard Moennighoff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S. 512.&lt;br /&gt;
* Christian Wagenknecht: &amp;#039;&amp;#039;Monosticha. Über sehr kurze Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Metrica minora. Aufsätze, Vorträge, Glossen zur deutschen Poesie.&amp;#039;&amp;#039; Mentis, Paderborn 2006, S. 88–93.&lt;br /&gt;
* {{PEPP|T. V. F. Brogan, R. B. Shaw, W. Bohn|Monostich|899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Strophenform nach Verszahl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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