<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Monodie</id>
	<title>Monodie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Monodie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Monodie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T11:31:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Monodie&amp;diff=56976&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchmiAlf: Ergänzung aus enWP zu Caccini</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Monodie&amp;diff=56976&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-27T11:12:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung aus enWP zu Caccini&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Caccini - le nuove musiche.jpg|mini|Frontispiz von Caccinis &amp;#039;&amp;#039;Le nuove musiche&amp;#039;&amp;#039;, 1601]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monodie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|μόνος|&amp;#039;&amp;#039;monos&amp;#039;&amp;#039;|de=allein, einzig}} und {{lang|grc|ὠδή}} &amp;#039;&amp;#039;ōdē&amp;#039;&amp;#039; ‚Gesang‘, also „Einzelgesang“) ist eine um 1600 in Italien aufgekommene neue Art Musik – &amp;#039;&amp;#039;nuove musiche&amp;#039;&amp;#039;, die solistischer Gesang mit [[Akkord|akkordischer]] [[Begleitung (Musik)|Instrumentalbegleitung]] bedeutet. Als &amp;#039;&amp;#039;Monodia&amp;#039;&amp;#039; wurde bei den Griechen ein singend vorgetragenes Gedicht oder Solo-Lied bezeichnet, bei dem sich der Vortragende selbst mit einem Zupfinstrument begleitete ([[Kithara]], [[Lyra (Zupfinstrument)|Lyra]], [[Leier (Zupfinstrument)|Leier]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Laut [[Thrasybulos Georgiades]] kommt das Wort &amp;#039;&amp;#039;Monodie&amp;#039;&amp;#039; in der antiken griechischen Literatur zum ersten Mal in [[Aristophanes]]’ Komödie &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frösche]]&amp;#039;&amp;#039; vor, wo es „Sologesang der [[Schauspieler]]“ bedeutet. Dort sagt ab Vers 1325 [[Aischylos]] zu [[Euripides]]: {{Zitat|Und jetzt will ich anstimmen deiner Monodien Weise.&amp;lt;ref&amp;gt;Trasybulos Georgiades: &amp;#039;&amp;#039;Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Hamburg 1958, S. 86 (&amp;#039;&amp;#039;Rowohlts deutsche Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Monodien wurden bei den Griechen zum Beispiel als Totenklagen in [[Tragödie]]n gesungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Italien bildete sich in der ausgehenden [[Spätrenaissance]] der &amp;#039;&amp;#039;stile recitativo&amp;#039;&amp;#039;, ein erzählender Gesang, Ergebnis praktischer Versuche und theoretischer Diskussionen der Florentiner Camerata über die praktische Ausführung der antiken griechischen Monodie. Davon profitierte hauptsächlich die neu erschaffene Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Oper]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige frühe Abhandlung über die Monodie findet sich in [[Giulio Caccini]]s Liedersammlung &amp;#039;&amp;#039;Le nuove musiche&amp;#039;&amp;#039; (Florenz, 1601).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Florentiner Camerata ==&lt;br /&gt;
Die Monodie als instrumental (etwa von Zupfinstrumenten&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Nina Treadwell: &amp;#039;&amp;#039;Guitar Alfabeto in Italian Monody: The Publications of Alessandro Vincenti.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Lute.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 33, 1993, S. 12–22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch James Tyler: &amp;#039;&amp;#039;The Role of the Guitar in the Rise of Monody: The Earliest Manuscripts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Seventeenth-Century Music.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Nr. 1, 2004. Online: ([https://sscm-jscm.org/v9/no1/tyler/ex2.html Beispiel aus dem 16. Jahrhundert]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) begleiteter Einzelgesang war das Ergebnis von musiktheoretischen Diskussionen des Künstler- und Philosophenkreises [[Florentiner Camerata]], der sich mit der Wiederbelebung der griechischen Musik beschäftigte. Das Prinzip Monodie trat erfolgreich in Konkurrenz zum bis dahin immer komplizierter werdenden mehrstimmigen [[Kontrapunkt|kontrapunktisch komponierten]] Gesang (&amp;#039;&amp;#039;prima pratica&amp;#039;&amp;#039;). Neben den formalen Aspekten bestand die größte Neuerung darin, dass der Gesang die Textverständlichkeit und den Textsinn zur Hauptsache machte. Damit einher ging die kompositorische Gestaltung von Gemütslagen, den sogenannten [[Affektenlehre|Affekten]] und „Bildern“, kurz die enge Verzahnung zwischen Text und Musik. So folgt die Singstimme dem [[Sprachrhythmus]], der Melodiefluss den Satzteilen, und inhaltlich bedeutsame Worte korrespondieren häufig mit [[Metrum (Musik)|Taktschwerpunkten]]. Es entwickelten sich die musikalische [[Figur (Musik)|Figurenlehre]] mit musikalischen Wendungen und Floskeln, die auf die Harmonieauffassung in der Musik, beispielsweise die Anwendung von [[Dissonanz]]en rückwirkten. Dieses Konzept beeinflusste die europäische Musiksprache nachhaltig. Dies erfolgte durch einstimmige Schlusswendungen, die in der Kadenz zu mehrstimmigen regelhaft zusammengefasst wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars Ullrich Abraham, Homophone Harmonielehre.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Dieser letzte Satz ist unverständlich: wer machte eine regelhafte Zusammenfassung? Was ist das?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monodische Musikstücke wurden zunächst nur vom [[Generalbass]] begleitet und waren formal völlig ungebunden. Verschiedene Entwicklungsstränge der Monodie mündeten in spezialisiertere und zum Teil orchestral begleitete [[Formenlehre (Musik)|Formen]] wie [[Rezitativ]] und [[Arie]] und deren größere Zusammensetzungen wie [[Oper]], [[Oratorium]] und [[Kantate]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OeML|Monodie|Monodie|RF}}&lt;br /&gt;
* [[Thrasybulos Georgiades]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik und Rhythmus bei den Griechen&amp;#039;&amp;#039;. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1958, rowohlts deutsche enzyklopädie, 61.&lt;br /&gt;
* Michael Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Basiswissen Barockmusik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die barocke Oper. Aspekte der Annäherung&amp;#039;&amp;#039;. (Didaktische Schriftenreihe des Instituts für Historische Interpretationspraxis der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt). ConBrio Verlagsgesellschaft Regensburg 2011, ISBN 978-3-940768-25-4, CB 1225.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Musik]], [[Alte Musik]]&lt;br /&gt;
* [[Claudio Monteverdi]], [[Nicholas Lanier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170461-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance (Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassische Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Italien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchmiAlf</name></author>
	</entry>
</feed>