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	<title>Monkodonja - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:43:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-12-14T08:11:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Monkodonja (01).JPG|mini|Die Mauern von Monkodonja]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monkodonja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bergsiedlung in der Nähe der Stadt [[Rovinj]] in der [[Kroatien|kroatischen]] Region [[Istrien]], die während der [[Bronzezeit]] von 1850/1750 bis 1500/1450 v. Chr. besiedelt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die befestigte protourbane Bergsiedlung Monkodonja ist etwa 250 m lang, 155 m breit und hat eine ovale Form.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://baugeschichte.a.tu-berlin.de/hbf-msd/ASD-ab_3jg/monkodonja_A4.pdf |wayback=20070630021750 |text=Archivierte Kopie  }}  Monkodonja, Bauforschung auf der bronzezeitlichen protourbanen befestigten Siedlung in Istrien&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kristina Mihovilić, Bernhard Hänsel, Biba Teržan |Titel=Fortifikacijski sistemi brončanodobnih naselja u Istri – koncepti i promjene / Fortification systems of the Bronze-Age settlements in Istria – concepts and changes |Sammelwerk=Archaeologia Adriatica |Band=Band 12, Nr. 1 |Ort= |Datum=2018 |Sprache=en hr |Seiten=161–191 |Online=https://hrcak.srce.hr/file/350031}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://d-nb.info/1210704277/34 |titel=Fortif cation Concepts of the Bronze Age Hillforts in Istria |abruf=2023-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bestand aus drei Teilen. Auf dem Gipfel befand sich die von einer 1&amp;amp;nbsp;km langen, circa 3 m breiten und über 3 m hohen Schutzmauer umgebene [[Akropolis]]. An der Mauer wurden Reste von zwei Toren gefunden: eines im Westen und eines im Norden. Das Tor im Westen lag zur Küste hin und wurde im Laufe der Zeit stark ausgebaut und gut befestigt. Links und rechts der Torgasse wurden [[Steinkiste]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;gräber entdeckt, in denen über mehrere Jahrhunderte Bestattungen vorgenommen wurden. Das Tor im Norden war einfacher ausgeführt und führt zu einer über 50 m tiefen Schachthöhle. Bei Untersuchungen in der Schachthöhle wurden bronzezeitliche Keramik und eine [[Jungsteinzeit|neolithische]] Bestattung entdeckt. Es wird noch ein weiteres Tor im Süden vermutet. Reste von komplex gegliederten großen Stein- und Holzbauten im Bereich der Akropolis belegen, dass hier die Angehörigen einer [[Oberschicht]] wohnten. Im Bereich der Akropolis wurden auch mehrere [[Brotlaibidol]]e gefunden, welche die Einbindung Monkodonjas in das weitreichende bronzezeitliche Kommunikationsnetz bezeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ami-pula.hr/en/prozor-u-proslost/bronze-age-loaf-of-bread-idols-enigmatic-tablets-or/ |titel=Bronze Age Loaf-of-Bread Idols_Ami-Pula |abruf=2023-05-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ami-pula.hr/fileadmin/user_upload/Dokumenti/2020/MONOGRAFIJE_I_KATALOZI/28.05.2020/monkodonja-3_1.pdf |titel=Brotlaibidole – enigmatische Täfelchen - Täfelchen mit Stempeleindrücken aus Monkodonja, 117-145. |abruf=2023-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerhalb der Akropolis lagen die Ober- und die Unterstadt. Dort befanden sich Handwerker- und Wohnhäuser, die deutlich einfacher waren als die Häuser auf der Akropolis. Etwa 1000 Personen lebten in der Siedlung. Sie wurde in der entwickelten [[Frühe Bronzezeit|Frühbronzezeit]] erstmals bebaut und befestigt und während der [[Mittlere Bronzezeit|Mittelbronzezeit]], vor dem Beginn der [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]], aufgelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/praehist/forschung/Prof_Haensel/monkodonja/index.html |wayback=20130102044127 |text=Archivierte Kopie  }} Institut für Prähistorische Archäologie  der FU Berlin, Forschungsgrabung Monkodonja&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aufgabe der Siedlung in der mittleren Bronzezeit erfolgte nach einem kriegerischen Ereignis, bei dem Teile der Gebäude niederbrannten. Während der [[Späte Bronzezeit|Spätbronze]]- und [[Eisenzeit]] war Monkodonja nicht besiedelt. Ein silberner [[Denar (Rom)|Denarius]] des Kaisers [[Augustus]] aus dem Jahr 13 v. Chr. zeigt eine sporadische Begehung des Ortes während der [[Römische Kaiserzeit|Römischen Kaiserzeit]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Hänsel, Biba Teržan, Kristina Mihovilić |Titel=Brončane sjekire i njihovi dijelovi. Opažanja na primjeru nalaza s Monkodonje u Istri / Bronze Axes and their fragments. Observations based on finds from Monkodonja in Istria |Sammelwerk=Histria archaeologica: Časopis Arheološkog muzeja Istre |Band=41 |Ort= |Datum=2011 |Sprache=en hr |Seiten=8 |Online=https://hrcak.srce.hr/file/134491 |Abruf=2023-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlung ist eine der ältesten stadtartigen Anlagen Istriens, deren [[Zyklopenmauerwerk]] wahrscheinlich von [[Griechenland]] beeinflusst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
Erste archäologische Ausgrabungen fanden in Monkodonja zwischen 1953 und 1955 unter der Leitung von Boris Baćić statt. Interdisziplinäre archäologische Forschungen wurden zwischen 1997 und 2009 durch ein deutsch-kroatisch-slowenisches Forscherteam unter der Leitung von [[Bernhard Hänsel]], Kristina Mihovilić und [[Biba Teržan]] durchgeführt. Beteiligte Institutionen waren das Institut für Prähistorische Archäologie der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], das [[Archäologisches Museum Istriens|Archäologische Museum Istriens]] in Pula (Arheološki muzej Istre), die Abteilung für Archäologie der Philosophischen Fakultät der Universität in Ljubljana sowie das Stadtmuseum von Rovinj.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gräber am Westtor ==&lt;br /&gt;
Das große Westtor von Monkodonja wurde über mehrere Jahrhunderte ausgebaut und verstärkt. Im Zuge der Ausgrabungen wurden links und rechts der Torgasse zwei Steinkistengräber entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.researchgate.net/publication/249933797_Zur_Sozialarchaologie_der_befestigten_Siedlung_von_Monkodonja_Istrien_und_ihrer_Graber_am_Tor |titel=Zur Sozialarchäologie der befestigten Siedlung von Monkodonja (Istrien) und ihrer Gräber am Tor |abruf=2023-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Steinkiste A befand sich in einem quadratischen Sockel und enthielt Knochen von zahlreichen Individuen. Die Überreste sind anatomisch nicht vollständig. [[Radiokarbonmethode|Radiokarbon]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;datierungen legen nahe, dass die frühesten Bestattungen in der Steinkiste A bereits vor 2000 v. Chr. stattfanden, also zu einer Zeit bevor die Siedlung von Monkodonja errichtet worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.researchgate.net/publication/249933775_Radiokarbondaten_zur_alteren_und_mittleren_Bronzezeit_Istriens |titel=Radiokarbondaten zur älteren und mittleren Bronzezeit Istriens |abruf=2023-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die jüngste Radiokarbondatierung fällt in das 17. Jh. v. Chr. Die Steinkiste A enthielt auch einige [[Grabbeigabe]]n, bronzener Schmuck aus Draht und Blech sowie rötlich-orange Perlen, die möglicherweise Bernstein imitieren. In einem Eckbau der Mauer auf der anderen Seite der Torgasse fand sich ein weiteres Steinkistengrab, das Steinkistengrab B. Ebenso wie bei der Steinkiste A waren auch in diesem Grab über längere Zeit Personen bestattet worden, wobei die Skelette mit der Ausnahme eines Individuums anatomisch nicht vollständig sind. Radiokarbondatierungen der Knochen zeigen auch hier eine Belegung der Steinkiste zwischen dem 21.-17. Jh. v. Chr. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Siedlungssystem ==&lt;br /&gt;
Die Bergsiedlung Monkodonja ist von zahlreichen kleineren befestigten Siedlungen umgeben. Zwischen den Siedlungen ist eine visuelle Kommunikation möglich, wobei Monkodonja als die Hauptsiedlung in einem Siedlungssystem angesehen wird. Große Mengen an Nahrungsmitteln wurden in die Siedlung geliefert und dort, geschützt von der starken Befestigung, in speziellen Gebäuden mit großen Vorratsgefäßen gelagert. Es ist jedoch noch nicht klar, ob die umliegenden Siedlungen von Monkodonja abhängig waren, wie dies nach der [[Theorie der zentralen Orte]] von [[Walter Christaller]] der Fall wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grabhügel auf dem Mušego ==&lt;br /&gt;
Ungefähr 1 km südöstlich von Monkodonja liegt auf einem Berg mit dem Namen Mušego oder Monsego eine Grabhügel-[[Nekropole]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.persee.fr/doc/mom_2259-4884_2012_act_58_1_3476 |titel=Burial Mounds of the Bronze Age at Mušego near Monkodonja. |abruf=2023-05-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um steinerne Grabhügel, in denen eine oder mehrere Steinkisten festgestellt wurden, welche Überreste von Skelettbestattungen enthielten. Die Skelette sind anatomisch nicht vollständig, was bedeutet, dass die Überreste der Verstorbenen nicht im Ganzen in das Grab gelegt wurden. Es wird angenommen, dass die Nekropole der Bergsiedlung von Monkodonja angehörte, wobei jedoch nur ein Teil der Bevölkerung hier bestattet worden ist. Bislang ist nicht bekannt, wo die Mehrzahl der bronzezeitlichen Bewohner von Monkodonja bestattet wurde. In den Steinkisten wurden, ebenso wie auf Monkodonja, Grabbeigaben in Form von Bronzeschmuck gefunden, zudem mehrere [[Bernstein]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;perlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäischer Preis für Kulturerbe ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2002 wurden die Forschungen in Monkodonja mit dem Europäischen Preis für Kulturerbe ausgezeichnet, dem [[Europa-Nostra-Preis]]. Gewürdigt wurden die beispielhaften Ausgrabungen, bei denen parallel zur Grabungstätigkeit Rekonstruktionen der Mauern &amp;#039;&amp;#039;[[in situ]]&amp;#039;&amp;#039; durchgeführt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.europeanheritageawards.eu/winners/monkodonja-in-istria/ |titel=Europa Nostra Awards |abruf=2023-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist die Ausgrabungsstätte als Archäologischer Park für Touristen zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rovinj-tourism.com/en/discover/art-and-culture/archaeologicas-sites/546 |titel=Archaeological Park Monkodonja – Mušego |abruf=2023-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Hänsel]], Kristina Mihovilić, Biba Teržan: &amp;#039;&amp;#039;Monkodonja: Istraživanje protourbanog naselja brončanog doba Istre. Knjiga 1. Iskopavanje i nalazi građevina&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Monkodonja: Forschungen zu einer protourbanen Siedlung der Bronzezeit Istriens. Teil 1. Die Grabung und der Baubefund&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monografije i katalozi Arheološki muzej Istre&amp;#039;&amp;#039; 25). Pula 2015, ISBN 978-953-6153-92-3.&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter Kaspar, Elke Kaspar: &amp;#039;&amp;#039;Istrien in prähistorischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2014, ISBN 978-3-7322-9616-3, S. 154–167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=6335339 |titel=Monkodonja – Hillfort in Croatia |werk=megalithic.co.uk |hrsg=The Megalithic Portal |datum= |sprache=en |abruf=2024-06-30 |abruf-verborgen=ja |kommentar=Fotos und Informationen}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Mike Schnelle |url=https://web.archive.org/web/20070630021750/http://baugeschichte.a.tu-berlin.de/hbf-msd/ASD-ab_3jg/monkodonja_A4.pdf |titel=Monkodonja. Bauforschung auf der Akropolis der bronzezeitlichen, protourbanen, befestigten Siedlung in Istrien |werk=archive.org |hrsg=Technische Universität Berlin |datum=&amp;lt;!--vor 2007--&amp;gt; |format=PDF-Datei, 1 Seite; 927 kB |abruf=2024-06-30 |abruf-verborgen=ja}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20091119045759/http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/praehist/forschung/Prof_Haensel/monkodonja/index.html Forschungsgrabung Monkodonja, Gem. Rovinj, Istrien/Kroatien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=45/04/14/N |EW=13/41/53/E |type=landmark |region=HR-18 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Kroatien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronzezeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rovinj]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Istrien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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