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	<title>Monarchianismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T05:54:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Monarchianismus&amp;diff=107678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MaxBE: /* Modalismus */ Stil: Klarheit</title>
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		<updated>2024-10-20T19:40:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Modalismus: &lt;/span&gt; Stil: Klarheit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem monarchianischen Adoptionismus, für den &amp;#039;&amp;#039;Adoptianischen Streit&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Adoptianismus]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monarchianismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|griechisch]] {{lang|grc|μόνος}} &amp;#039;&amp;#039;mónos&amp;#039;&amp;#039; „einzig“, „allein“ und {{lang|grc|ἄρχειν}} &amp;#039;&amp;#039;árchein&amp;#039;&amp;#039; „herrschen“) ist Sammelbegriff für eine vielfältige Gruppe [[Theologie|theologischer]] Ansichten im [[Christentum]] seit dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Den Ausdruck Monarchianismus verwendete erstmals [[Tertullian]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monarchianismus ist keine Selbstbezeichnung für ein bestimmtes einheitliches theologisches System. Gemeinsam ist diesen vielfältigen Ansätzen nur, dass sie das Problem des Verhältnisses zwischen Gott, dem Vater, und [[Jesus von Nazaret|Jesus Christus]] als Sohn Gottes im Sinne eines strengen [[Monotheismus]] lösen wollten. Sie vertraten Ansichten, die Konflikte mit weiteren theologischen Positionen im römischen Christentum auslösten und mit fortschreitender Ausbildung einer zusehends einheitlicheren Kirchen-Theologie ab dem 3. Jahrhundert zu vermehrten Verurteilungen als [[Häresie|Häretiker]] führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Antike]] Monarchianer befürchteten, dass die Lehre von der [[Trinität]] dazu führe, faktisch den Vater und den Sohn zu zwei [[Polytheismus|verschiedenen]] Göttern zu machen. Daher schlugen sie zwei völlig entgegengesetzte Wege ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eine Richtung wollte die Einheit Gottes (des Vaters) wahren, indem sie lehrte, Christus sei als bloßer Mensch geboren und erst später von Gott als Sohn angenommen („adoptiert“) worden (dynamischer Monarchianismus oder [[Adoptianismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Richtung betonte dagegen die Einheit Gottes (als Vater &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; Sohn) in der Weise, dass Vater und Sohn als verschiedene Seinsweisen des einen Gottes betrachtet wurden. Das führte zur Annahme, Gott Vater selbst habe in der Gestalt des Sohnes am Kreuz gelitten (&amp;#039;&amp;#039;Modalismus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Patripassianismus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adoptionismus ==&lt;br /&gt;
Dynamischer Monarchianismus oder Adoptionismus, von Gegnern auch als Psilantropismus bezeichnet, geht von einem Monotheismus von Gott dem Vater aus. [[Jesus von Nazaret|Jesus Christus]] wird als auf übernatürliche Weise aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau geborener Mensch angesehen, der bei seiner [[Taufe Jesu|Taufe]] von Gott in besonderem Maß mit Kraft ausgestattet und als Sohn [[Adoption|angenommen]] wurde. Als [[Bibel|biblische]] Grundlage dafür werden {{B|Markus|1|9–11}} und – wenn auch umstritten – {{B|Römer|1|3f}} angegeben. Diese Ansicht vertrat erstmals etwa 190 in [[Rom]] [[Theodotos von Byzanz]] und später auch dessen Nachfolger [[Artemon (Religion)|Artemon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Theodotus betonte, dass diese Lehre der [[Apostel|apostolischen]] Tradition entstamme, wurde er von Papst [[Viktor I.]] exkommuniziert. Artemon wurde von [[Hippolyt von Rom|Hippolytus]] zurückgewiesen, der jene Lehre als innovativen Versuch verurteilte, die Schrift gemäß hellenistischer Logik zu rationalisieren. Die [[Melchisedekianer]] (nach der Bibelstelle Hebräer 5,6) bildeten ebenfalls eine Gruppe dynamistischer Monarchianer.&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ist, dass auch [[Paul von Samosata]] einen dynamischen Monarchianismus vertrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird dynamischer Monarchianismus zum Beispiel von [[Christadelphians]], [[Anthroposophie|Anthroposophen]], [[The Way International]] und [[Unitarismus (Religion)|Unitariern]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modalismus ==&lt;br /&gt;
Der Modalismus (auch modalistischer Monarchianismus genannt) versucht das Problem andersartig zu lösen. Er wahrt die volle Gottheit des Sohnes und gelangt zwecks Wahrung des [[Monotheismus]] zu Positionen, die auf eine [[Identität]] von Vater und Sohn hinauslaufen, da sie je nach Situation nur verschiedene Seinsweisen des einen Gottes darstellen ohne reale Differenz dazwischen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Dünzl]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte des trinitarischen Dogmas in der Alten Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 2006, ISBN 3-451-28946-6, S.&amp;amp;nbsp;36f. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühe Monarchianer im 2. und 3. Jahrhundert waren [[Noet|Noëtus von Smyrna]], gegen den Hippolyt schrieb (&amp;#039;&amp;#039;[[Philosophumena]]&amp;#039;&amp;#039; IX 7.10, X 27; &amp;#039;&amp;#039;Contra haeresim Noëti&amp;#039;&amp;#039;), und [[Praxeas]], den Tertullian mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Adversus Praxean&amp;#039;&amp;#039; bekämpfte.&lt;br /&gt;
Beide wurden polemisch als &amp;#039;&amp;#039;Patripassianer&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. &amp;#039;&amp;#039;Patripassianismus&amp;#039;&amp;#039; („Leiden des Vaters“, von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;pater&amp;#039;&amp;#039;, „Vater“, und &amp;#039;&amp;#039;passio&amp;#039;&amp;#039;, „Leiden“) war ein von Tertullian eingeführter Kampfbegriff; die Bezeichnung Modalismus wurde erst in der Neuzeit eingeführt. Patripassianismus lehrt, dass der Vater selbst [[Menschwerdung Gottes|Mensch wurde]], von der [[Maria von Nazaret|Jungfrau Maria]] geboren wurde und am Kreuz litt und starb. Praxeas unterschied zwischen dem Christus, der der Vater ist, und dem Sohn, der ein schlichter Mensch ist. Auf diese Weise litt der Vater mit dem menschlichen Jesus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Testamente der zwölf Patriarchen]] außerhalb des biblischen Kanons sprechen vom Erscheinen Gottes in menschlicher Gestalt auf der Erde und erwähnen an einer Stelle ein „Leiden des Höchsten“. Dies gilt als Beleg für modalistische Ansichten auch im damaligen judenchristlichen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen ausgefeilteren Modalismus vertrat im frühen [[3. Jahrhundert|dritten Jahrhundert]] [[Sabellius]] in Rom. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Sabellianismus&amp;#039;&amp;#039; wurde ab dem [[4. Jahrhundert|vierten Jahrhundert]] in Auseinandersetzungen um [[Marcellus von Ancyra]] greifbar, der die &amp;#039;modalistisch&amp;#039; wirkende Idee der ökonomischen [[Trinität]] postulierte, wonach Gott unteilbar sei.&lt;br /&gt;
Doch Vater (Schöpfer und Gesetzgeber), Sohn (Erlöser) und Heiliger Geist (die göttliche Gegenwart unter Menschen) seien drei zeitlich aufeinanderfolgende [[Heilsgeschichte|heilsgeschichtliche]] &amp;#039;&amp;#039;Erscheinungsformen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;[[person]]a&amp;#039; der göttlichen &amp;#039;&amp;#039;Monas&amp;#039;&amp;#039;, der (in sich) schon &amp;#039;&amp;#039;differenzierten&amp;#039;&amp;#039; Einheit, die sowohl Vater, Logos und Geist &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Dünzl: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte des trinitarischen Dogmas in der Alten Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 2006, S.&amp;amp;nbsp;78ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Marcellus starb nicht Gott selber in Christus. Sabellius versuchte den [[Monotheismus]] zu bewahren und vertrat vermutlich den seinerzeit typischen Modalismus in der Version von Noet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Josef Vogt|Hermann J. Vogt]], &amp;#039;&amp;#039;Noet von Smyrna und Heraklit. Bemerkungen zur Darstellung ihrer Lehren durch Hippolyt&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für Antikes Christentum]], Band 6 (2002), Heft 1, S.&amp;amp;nbsp;59–80, hier S.&amp;amp;nbsp;60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noet deutete die Heilsgeschichte noch ohne Einbeziehung des Heiligen Geistes, der in jene Debatten erst im Laufe des 4. Jahrhunderts Eingang fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sabellius wurde in Rom um 220 vom römischen [[Bischof]] [[Calixt I.]] aus der römischen Kirchengemeinde ausgeschlossen wie auch [[Hippolyt von Rom]]. Beide waren Wortführer von Gegnern und Befürwortern des Monarchianismus. Wie Hippolyt wurde Sabellius nicht wegen einer [[Häresie|Irrlehre]] ausgeschlossen, sondern wegen der heftigen, kompromisslosen Konflikte in Rom.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon Gerber, &amp;#039;&amp;#039;Calixt von Rom und der monarchianische Streit&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für Antikes Christentum]], Band 5 (2001), Heft 2, S.&amp;amp;nbsp;213–239, hier S.&amp;amp;nbsp;226f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren trinitarischen Disputen des vierten Jahrhunderts verwendete man den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Sabellianismus&amp;#039;&amp;#039; für Positionen, die den Unterschied zwischen Vater und Sohn verwässerten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolf-Dieter Hauschild (Theologe)| Wolf-Dieter Hauschild]], [[Volker Henning Drecoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Band&amp;amp;nbsp;1. Alte Kirche und Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. [[Gütersloher Verlagshaus]], Gütersloh 2016, S.&amp;amp;nbsp;60f. 5., vollständig überarbeitete Neuausgabe.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Modalismus als Idee, Vater und Sohn seien nur verschiedene Seinsweisen EINES Gottes widerspricht der traditionellen, aus der griechischen Philosophie stammenden Überzeugung, Gott könne nicht leiden, da dies mit seiner Vollkommenheit und [[Autarkie]] unvereinbar sei. Diese Überzeugung (Lehre von der [[Apatheia|Apathie]] Gottes) aus dem [[Platonismus]] und [[Aristotelismus]] wurde von [[Kirchenväter]]n übernommen, mit der bedeutenden Ausnahme des [[Lactantius]] (De ira Dei).&lt;br /&gt;
Dennoch waren mehrheitlich die Lehren, die von einem Leiden Gottes ausgingen, für die Kirche unannehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Art &amp;#039;&amp;#039;Modalismus&amp;#039;&amp;#039; vertreten heute manche Gruppen der [[Pfingstbewegung]], der [[Vereinigte Apostolische Kirche|Vereinigten Apostolischen Kirche]] und einige kleinere [[Mormonen|mormonischen Kirchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen Theologie verwenden namhafte Theologen modalistisch klingende Formulierungen (Barth: „Seinsweisen“ Gottes; Rahner: &amp;#039;&amp;#039;Subsistenzweisen&amp;#039;&amp;#039; oder Werbick: &amp;#039;&amp;#039;Daseinsweisen&amp;#039;&amp;#039;). Diese sind nicht von der Verurteilung des Modalismus betroffen, solange sie nicht als Leugnung realer und bleibender innertrinitarischer Differenzen (miss-)verstanden werden&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Klaus von Stosch]]: &amp;#039;&amp;#039;Modalismus&amp;#039;&amp;#039;, in: Cornelia Dockter, Martin Dürnberger, Aaron Langenfeld: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Grundbegriffe. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn, Schöningh 2021 (Grundwissen Theologie), ISBN 978-3-8252-5395-0, S. 112 f. (ähnlich bzgl. Barth auch G.L. Müller)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Theopaschitismus]]&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Decker: &amp;#039;&amp;#039;Die Monarchianer. Frühchristliche Theologie im Spannungsfeld zwischen Rom und Kleinasien.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1987 (Hamburg, Univ., Diss., 1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.theologie-systematisch.de/christologie/4nizaea.htm Aktuelle Literatur zum Monarchianismus]&lt;br /&gt;
* [http://www.theologie-recherche.de/gotteslehre/12allmacht.htm Aktuelle Literatur zum Patripassianismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4201104-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häresiegeschichte (Alte Kirche)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monotheismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MaxBE</name></author>
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