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	<title>Mon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Giorgio Michele: /* Frühe Geschichte */ korr.</title>
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		<updated>2025-11-15T17:36:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Frühe Geschichte: &lt;/span&gt; korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Volk der Mon; zu anderen Bedeutungen siehe [[MON]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:20200206 150859 Mon Girls in Mawlamyaing Myanmar anagoria.JPG|mini|Frauen in Mon-Tracht in [[Mawlamyaing]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auf [[Mon (Sprache)|Mon]]: {{lang|mnw|မောန်}} oder {{lang|my|မည်}}; [[Birmanische Sprache|Birmanisch]]: {{lang|my|မွန်လူမျိုး}}, Aussprache: {{IPA|[mʊ̀ɴ lù mjó]}}; [[Thailändische Sprache|Thai]]: {{lang|th|มอญ}}; [[Khmer-Sprache|Khmer]]: {{lang|km|មន}}; auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Talaing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind ein Volk, das hauptsächlich im südöstlichen [[Myanmar]] im Mündungsgebiet des [[Sittang]] und des [[Saluen]] sowie im angrenzenden Gebiet von Thailand (Provinz [[Kanchanaburi (Provinz)|Kanchanaburi]] und Großraum [[Bangkok]]) siedelt. Die Mon gehören zu den ältesten bekannten Völkern im Süden Birmas sowie Teilen Thailands (zentral und nördlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mon (Sprache)|Sprache der Mon]] wird zur [[Mon-Khmer-Sprachen|Mon-Khmer-Gruppe]] der [[Austroasiatische Sprachen|austroasiatischen Sprachen]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ban-talat-Mon-inscription.jpg|mini|Mon-Inschrift von Ban Thalat (Laos) aus dem 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Das bedeutendste politische Netzwerk der frühen Mon war [[Dvaravati]], ein Bündnis von Stadtstaaten im Becken des Chao-Phraya-Flusses (heutiges Zentralthailand; 6./7. bis 10. Jahrhundert) mit einer stark von [[Indien]] beeinflussten Kultur. Auch das im heutigen [[Nordthailand]] gelegene [[Haripunjaya]] am [[Mae Nam Ping|Ping-Fluss]] war vermutlich von Mon besiedelt und stand mit Dvaravati in Verbindung. Ungefähr ab dem 9. Jahrhundert bestanden außerdem Stadtstaaten der Mon im späteren Unterbirma, namentlich in [[Thaton]] (zwischen den Mündungen der Flüsse [[Sittaung]] und [[Saluen]]) und [[Bago|Pegu]]. Diese Region wurde &amp;#039;&amp;#039;Ramannadesa&amp;#039;&amp;#039; genannt und auch von zeitgenössischen arabischen Geographen erwähnt. Chroniken erzählen noch weitaus früher zurückreichende Geschichten, diese sind aber vermutlich legendenhaft. Inwieweit die Stadtstaaten in Unterbirma von Dvaravati abhängig oder selbstständig waren, ist umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dougald J. W. O’Reilly: &amp;#039;&amp;#039;Early Civilizations of Southeast Asia.&amp;#039;&amp;#039; Altamira Press, Lanham (MD)/Plymouth 2007, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mon haben aufgrund reger Handelsbeziehungen mit Indien schon früh den [[Buddhismus]] und [[Brahmanismus]] angenommen und verbreitet und auch sonst indische Traditionen in Kunst, Architektur und Politik übernommen. Sie fühlen sich geschichtlich als „Lehrer“ der [[Thai (Ethnie)|Thai]] und [[Bamar|Birmanen]], da sie vor ihnen über eine Schriftsprache verfügten und sich sowohl die [[birmanische Schrift]] als auch die [[Lanna (Schrift)|Lan-Na-Schrift]] des nordthailändischen Königreichs [[Lan Na]] aus der alten Mon-Schrift entwickelten, die wiederum von der südindischen [[Pallava]]-Schrift abstammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 10. Jahrhundert dehnten die [[Khmer (Volk)|Khmer]] von [[Angkor]] ihren Herrschaftsbereich in das Siedlungsgebiet der Mon von Dvaravati aus. Der birmanische Herrscher [[Anawrahta]] eroberte 1057 Thaton und verleibte die Mon-Staaten Unterbirmas seinem Reich [[Königreich Bagan|Bagan]] ein. Im 13. Jahrhundert breiteten sich [[Tai-Völker]] auf dem südostasiatischen Festland, auch in die Siedlungsgebiete der Mon, aus. Der [[Tai Yuan|Tai-Yuan]]-Fürst [[Mangrai]] eroberte 1292 Haripunjaya (das heutige [[Lamphun]]) und verleibte es seinem nordthailändischen Reich [[Lan Na]] ein. Danach wurden die Mon von den [[Thai (Ethnie)|Thai]] assimiliert, wobei letztere die buddhistische Kultur der Mon übernahmen. Die spätere Kultur Thailands ist also aus einer Vermischung von Elementen der Kultur der Tai-Völker mit denen der Mon und Khmer hervorgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles F. Keyes: &amp;#039;&amp;#039;Cultural Diversity and National Identity in Thailand.&amp;#039;&amp;#039; In: Michel E. Brown, Šumit Ganguly: &amp;#039;&amp;#039;Government policies and ethnic relations in Asia and the Pacific.&amp;#039;&amp;#039; MIT Press, Cambridge (MA)/London 1997, S. 197–231, hier S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen machten sich nach dem Zerfall des Bagan-Reichs im 13. Jahrhundert die Mon von Unterbirma wieder unabhängig. Sie gründeten ihr Reich [[Hongsawatoi]] mit Hauptstadt zunächst in [[Mottama|Martaban]] (an der Mündung des Saluen) und ab 1369 in Pegu. Dieses war bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts das dominierende Reich Unterbirmas und kontrollierte das Gebiet des [[Irrawaddy]]-Deltas. Aufgrund seiner Lage kam es durch den Überseehandel zu einigem Wohlstand. Der birmanische Herrscher von Taungu, [[Tabinshwehti]], eroberte 1538 Pegu. Die Mon verloren folglich ihre Unabhängigkeit und wurden Untertanen des Zweiten Birmanischen Reichs unter der [[Taungu-Dynastie]]. Als dieses nach und nach zerfiel, machten sich die Mon in Unterbirma 1740 wieder unabhängig und errichteten das Reich Hongsawatoi wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Mai 1757 zerstörten schließlich die Truppen des neuen birmanischen Herrschers [[Alaungpaya]] aus der [[Konbaung-Dynastie]] die Hauptstadt Pegu und töteten Zehntausende Männer, Frauen und Kinder; auch mehr als 3000 Mon-Mönche wurden dabei getötet.&amp;lt;!-- Möglicherweise stark übertrieben und ohne Beleg --&amp;gt; Die überlebenden Priester flohen nach Thailand oder in den Süden nach [[Tenasserim]]. Ihre Klöster wurden durch birmanische Mönche übernommen. In der Folge zerstörten die Birmanen die Reste der Mon-Kultur so vollständig, dass nur noch wenige Überbleibsel von der einst reichen Geschichte zeugen, so auch die Literatur der Mon, die traditionell auf getrockneten Palmblättern geschrieben worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Geschichte und Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Mon State (2018).svg|mini|Flagge des Mon-Staats. Das Symbol der Mon in Myanmar ist ein goldener &amp;#039;&amp;#039;haṃsa&amp;#039;&amp;#039;, ein Vogel der indischen Mythologie, der einer Gans oder einem Schwan ähnelt.]]&lt;br /&gt;
Das Siedlungsgebiet der Mon in Unterbirma wurde nach dem [[Zweiter Anglo-Birmanischer Krieg|Zweiten Anglo-Birmanischen Krieg]] 1853 von der [[Britische Ostindien-Kompanie|Britischen Ostindien-Kompanie]] annektiert. In der Kolonialzeit wurden die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen unterdrückt. Erst nach der Unabhängigkeit Birmas 1948 setzte die alte Repressionspolitik gegenüber den Mon und den anderen Völkern Birmas wieder ein. Seit den 1990er-Jahren war die Politik der Militärregierung gegenüber den Mon weniger strikt und sie versuchte diese zum Teil für sich zu vereinnahmen, um sich auf die Bekämpfung der aufständischen [[Karen (Volk)|Karen]] und [[Shan]] sowie der [[Rohingya]] zu konzentrieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael E. Brown: &amp;#039;&amp;#039;The Impact of Government Policies on Ethnic Relations.&amp;#039;&amp;#039; In: Brown, Šumit Ganguly: &amp;#039;&amp;#039;Government Policies and Ethnic Relations in Asia and the Pacific.&amp;#039;&amp;#039; S. 511–575, hier S. 538, 541.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1958 gegründete &amp;#039;&amp;#039;New Mon State Party&amp;#039;&amp;#039; (NMSP) und ihr bewaffneter Arm [[Mon National Liberation Army]] (MNLA) kämpften gegen die birmanische Zentralregierung. 1995 und 2012 wurden jeweils Waffenstillstandsabkommen geschlossen, zudem trat die NMSP 2018 dem Nationalen Waffenstillstandsabkommen von 2015 bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mon State in Myanmar 2010.svg|mini|hochkant|Lage des Mon-Staats in Myanmar]]&lt;br /&gt;
Der Hauptsiedlungsgebiet der Mon ist der [[Mon-Staat]], eine der vierzehn Verwaltungseinheiten Birmas, mit der Hauptstadt [[Mawlamyaing]]. Er entstand im Jahre 1974 durch Abspaltung des nördlichen Teils von der [[Tenasserim]]-Division. Die Mon in Myanmar bestreiten ihr Leben meist als Reisbauern und Tierzüchter (Rind, Büffel, Schwein) sowie als Fischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volkszählung in Birma 1983 wurden ca. 827.000 ethnische Mon erfasst (2,4 Prozent der Gesamtbevölkerung). Die von der Militärregierung durchgeführte Erhebung gilt jedoch als nur bedingt zuverlässig. Zudem kam es nach der blutigen Niederschlagung des Volksaufstands von 1988 ([[8888 Uprising]]) zu einer großen Auswanderungswelle, vor allem von Angehörigen der ethnischen Minderheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Silverstein: &amp;#039;&amp;#039;Fifty Years of Failure in Burma.&amp;#039;&amp;#039; In: Michel E. Brown, Šumit Ganguly: &amp;#039;&amp;#039;Government policies and ethnic relations in Asia and the Pacific.&amp;#039;&amp;#039; MIT Press, Cambridge (MA)/London 1997, S. 167–196, hier S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[The World Factbook|CIA World Factbook]] schätzt den Anteil der Mon in Myanmar auf 2 Prozent, was einer Bevölkerungsgröße von rund 1,1 Millionen entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/burma/#people-and-society The World Factbook – Burma]&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Ethnic groups&amp;#039;&amp;#039;, Stand 14. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Siam assimilierten sich die allermeisten Mon in die Thai-Mehrheitsgesellschaft. Der Vater von König [[Rama I.]], dem Begründer der bis heute herrschenden [[Chakri-Dynastie]], war ein Mon, ebenso der Vater seiner Gemahlin [[Amarindra]]. König [[Mongkut]] (Rama IV.), der vor seiner Krönung buddhistischer Mönch war, bemaß dem Buddhismus der Mon ein hohes Prestige bei. Ende des 19. Jahrhunderts waren die Mon als eigenständige Volksgruppe in Siam fast verschwunden. Lediglich im Westen des Landes gab es noch eine Minderheit von mehreren tausend Mon, die aus Birma geflohen waren. Da die meisten Mon zweisprachig waren und die Differenzierung zwischen Mon und Thai keine politische Rolle spielte, setzte sich die Assimilation weiter fort. Heute gibt es nur noch einzelne Siedlungen, in denen die Mon ihre ethnische Identität und eigene Traditionen bewahrt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles F. Keyes: &amp;#039;&amp;#039;Cultural Diversity and National Identity in Thailand.&amp;#039;&amp;#039; In: Michel E. Brown, Šumit Ganguly: &amp;#039;&amp;#039;Government policies and ethnic relations in Asia and the Pacific.&amp;#039;&amp;#039; MIT Press, Cambridge (MA)/London 1997, S. 197–231, hier S. 203–204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gehören die Flussinsel [[Ko Kret]] nördlich von Bangkok, [[Phra Pradaeng]] südlich von Bangkok und [[Amphoe Ban Pong|Ban Pong]] in der Provinz Ratchaburi. Der Ethnologe Charles F. Keyes schätzte 1996 die Zahl der Mon in Thailand auf unter 60.000, was weniger als 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles F. Keyes: &amp;#039;&amp;#039;Cultural Diversity and National Identity in Thailand.&amp;#039;&amp;#039; In: Michel E. Brown, Šumit Ganguly: &amp;#039;&amp;#039;Government policies and ethnic relations in Asia and the Pacific.&amp;#039;&amp;#039; MIT Press, Cambridge (MA)/London 1997, S. 197–231, hier S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nai Pan Hla: &amp;#039;&amp;#039;The Major Role of the Mons in Southeast Asia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of the Siam Society,&amp;#039;&amp;#039; Band 79, Teil 1, 1991, S. 13–21&lt;br /&gt;
* Ashley South: &amp;#039;&amp;#039;Mon Nationalism and Civil War in Burma. The Golden Sheldrake.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, Abingdon/New York 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.anu.edu.au/~u9907217/languages/Monic.html |autor=Paul Sidwell |titel=Monic |hrsg=Australian National University |datum=2006 |sprache=en |zugriff= 2015-08-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20071018114156/http://www.anu.edu.au/~u9907217/languages/Monic.html |archiv-datum = 2007-10-18 |kommentar=Artikel über die Sprachen der Mon}}&lt;br /&gt;
* Richard M. Cooler: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.seasite.niu.edu/burmese/cooler/Chapter_2/Chapter_2.htm The Urban Age of the Mon and the Pyu.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Art and Culture of Burma.&amp;#039;&amp;#039; Center for Southeast Asian Studies, Northern Illinois University.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mon| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Myanmar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Thailand]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Giorgio Michele</name></author>
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