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	<title>Molekularstrahl-Methode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T23:42:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Molekularstrahl-Methode&amp;diff=438325&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-19126-42: /* Kinetische Untersuchungen */</title>
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		<updated>2026-03-27T11:24:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kinetische Untersuchungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Molekularstrahl-Methode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Verfahren der [[Chemie]], mit dem [[Kinetik (Chemie)|kinetische]] und [[chemische Struktur|strukturelle]] Informationen über [[chemische  Reaktion]]en gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Es werden mindestens zwei Strahlen ([[Molekularstrahl]]en oder [[Atomstrahl]]en) aus jeweils einer Art Teilchen erzeugt. Durch Kreuzen oder Vereinigen dieser Strahlen im [[Vakuum]] werden die Moleküle zur Reaktion gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei führen Geschwindigkeit und Kollision der Molekularstrahlen zu einer bestimmten Streuung von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*[[Edukt]]en&lt;br /&gt;
:*[[Produkt (Chemie)|Reaktionsendprodukten]]&lt;br /&gt;
:*[[Kinetik (Chemie)|Zwischenprodukten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vakuum verhindert einen Einfluss durch „Fremdmoleküle“,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* die die Molekularstrahlen und Produkte ablenken könnten,&lt;br /&gt;
:* die sich unerwünschterweise an der Reaktion beteiligen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese „Fremdmoleküle“ sind bei Reaktionen unter normalen Laborbedingungen Moleküle des [[Lösemittel]]s, der Luft, eventuell auch eines Schutzgases.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Detektion kann mit der [[Massenspektrometrie]] erfolgen für kinetische Informationen, oder mit der [[Mikrowellenspektroskopie|Rotationsspektroskopie]], [[Infrarotspektroskopie]] für strukturelle Informationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinetische Untersuchungen ==&lt;br /&gt;
In der Kinetik wird die Molekularstrahl-Methode eingesetzt, um die Stoßvorgänge der an einer Reaktion beteiligten Atome und Moleküle ohne störende [[Zwischenmolekulare Kräfte|intermolekulare Wechselwirkung]]en zu erforschen. Die Deutung der Stoßvorgänge liefert statistische Informationen, im Besonderen zu der zur Reaktion erforderlichen Mindestenergie.&lt;br /&gt;
Denn nicht jede Kollision anscheinend reaktionsfähiger Teilchen endet in einer Reaktion dieser Teilchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Molekularstrahlen werden gekreuzt, die Moleküle reagieren im Kreuzungsgebiet teilweise miteinander. Durch Kollision und teilweise Reaktion tritt eine [[Streuung (Physik)|Streuung]] der Moleküle ein. Die gestreuten Moleküle werden detektiert, ihre [[Masse (Physik)|Masse]] bestimmt und daraus wird die Zusammensetzung der gestreuten Partikel ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Molekularstrahl-Methode.svg|mini|Schema der Molekularstrahl-Methode für kinetische Untersuchungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei treten folgende Phänomene ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Moleküle, die im Kreuzungsgebiet &amp;#039;&amp;#039;nicht kollidieren&amp;#039;&amp;#039; behalten die Flugrichtung des ursprünglichen Molekularstrahls bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Moleküle, die &amp;#039;&amp;#039;kollidieren und reagieren&amp;#039;&amp;#039; nehmen hauptsächlich eine Flugrichtung ein, die sich aus den Flugrichtungen der ursprünglichen Molekularstrahlen ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Moleküle, die &amp;#039;&amp;#039;kollidieren aber nicht reagieren&amp;#039;&amp;#039;, werden stark in alle Richtungen gestreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abweichung vom Winkel der ursprünglichen Flugrichtung durch Kollision bzw. Reaktion, der Streuwinkel der Reaktionsprodukte, Größe des Kreuzungsgebietes der Molekularstrahlen, sowie die Flugzeit der Partikel können anhand der einfachen [[Stoßtheorie]] und verfeinerten Stoßtheorie ausgewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturelle Untersuchungen ==&lt;br /&gt;
Bei strukturellen Untersuchungen sind die Kollisionen weniger interessant. Hier werden Strukturen von Zwischenprodukten und Endprodukten von Reaktionen untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden nur Teilchen vermessen, die reagieren, die also mehr oder weniger die Flugrichtung einnehmen, die sich aus den Flugrichtungen der ursprünglichen Molekularstrahlen ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mikrowellenspektroskopie und Infrarotspektroskopie, manchmal auch unter Zuhilfenahme anderer Spektroskopiemethoden, erlangt man Information über Bindungslängen, Rotationen, Konformationen, Schwingungen usw., die in den Zwischenprodukten und Endprodukten auftreten und kann daraus die Struktur und den Bindungszustand in sonst schlecht zugänglichen Spezies deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Das Molekularstrahlverfahren wird häufig für die verschiedensten kinetischen Untersuchungen in der [[physikalische Chemie|physikalischen Chemie]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
Die Strukturanalyse mit dem Molekularstrahlverfahren findet heutzutage verstärkt Einsatz bei der Erforschung „exotischer“ [[Komplex (Chemie)|Komplex]]e, z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Quecksilber]]-[[Edelgase|Edelgas]]-Komplexen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Anwendungsarten dienen mehr der Grundlagenforschung und werden deshalb kaum industriell eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Gerd Wedler; &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Physikalischen Chemie&amp;#039;&amp;#039;; Wiley-VCH; 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physikalisches Analyseverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinetik (Chemie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-19126-42</name></author>
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