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	<title>Moldavit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T19:12:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moldavit&amp;diff=64345&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-03-17T11:53:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moldavit.JPG|mini|Moldavit aus Böhmen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moldavite Moravia.jpg|mini|Moldavit aus Mähren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moldavite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Tschechische Sprache|tschechisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Vltavín)&amp;#039;&amp;#039; sind grüne, natürliche [[Glas|Gläser]], die vor 15 Millionen Jahren beim [[Impakt|Einschlag]] eines großen [[Meteorit]]en ([[Ries-Ereignis]]) im heutigen [[Bayern]] entstanden und großteils im Gebiet der [[Tschechische Republik|Tschechischen Republik]] niedergegangen sind. Derartige durch einen Meteoriteneinschlag entstandene und über weite Entfernungen transportierte Gläser werden allgemein [[Tektit]]e genannt, ihre Fundgebiete werden als [[Streufeld (Geologie)|Streufelder]] bezeichnet. Von den weltweit vier bekannten Tektit-Streufeldern bildet das Fundgebiet der Moldavite das zentraleuropäische Streufeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundort ==&lt;br /&gt;
Die Moldavite wurden nach dem wichtigsten Fundgebiet am oberen Flusslauf der [[Moldau (Fluss)|Moldau]] in [[Südböhmen]] (Tschechische Republik) benannt. Exemplare aus Böhmen sind überwiegend flaschengrün und durchsichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben werden Moldavite auch in [[Mähren]] gefunden. Diese sind dunkler als die böhmischen, ihre Farbe ist olivgrün bis braun-orange, sie werden im [[Schleifen (Fertigungsverfahren)|geschliffenen]] Zustand gern als [[Schmuckstein]]e verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinzelt wurden Moldavite auch im Gebiet um [[Eger (Böhmen)|Eger]] in Westböhmen, im [[Waldviertel]] ([[Österreich]]) und in der [[Lausitz]] ([[Deutschland]]) gefunden. Diese Funde stellen kleine, von den großen Fundgebieten in Südböhmen und Mähren unabhängige Streufelder dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Von [[Wolfgang Gentner]] (1971) wurde durch Altersbestimmungen mit der [[Kalium-Argon-Methode]] nachgewiesen, dass die Moldavite und das [[Ries-Ereignis]] das gleiche Alter haben, nämlich 15&amp;amp;nbsp;Millionen Jahre. Damit war es sehr wahrscheinlich, dass die Moldavite bei diesem Ereignis entstanden sind. Nachdem die präriesischen Ablagerungen der [[Molassebecken #Schichtenfolge|Oberen Süßwassermolasse]]&amp;amp;nbsp;(OSM) als Ausgangsmaterial durch [[Günther Graup]] et&amp;amp;nbsp;al. (1981) [[geochemisch]] identifiziert wurden, folgten Bestätigungen durch weitere Arbeiten (vgl. Johannes Baier 2007), die den Zusammenhang mit dem Ries-Ereignis erhärteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heutiger Vorstellung lief der Vorgang wie folgt ab:&lt;br /&gt;
[[Datei:Joanneum Naturkundemuseum Moldavit in Matrix Tschechien 1.jpg|mini|Moldavit in Sedimentmatrix, [[Svatý Jan nad Malší|Chlum]] nad Malší, [[Naturkundemuseum (Graz)|Naturkundemuseum Graz]]]]&lt;br /&gt;
Der etwa 1,5&amp;amp;nbsp;km große Meteorit trat mit etwa 20&amp;amp;nbsp;km/s in die [[Erdatmosphäre]] ein und bildete den Krater, der heute als [[Nördlinger Ries]] bezeichnet wird. Unmittelbar vor dem Einschlag wurde das [[Erdreich]] extrem verdichtet, unter hohen Drücken und Temperaturen schmolz das Gestein und wurde mit mehreren Kilometern pro Sekunde teilweise im Plasmazustand ausgeschleudert. Dabei spielte der flache Einschlagwinkel eine Rolle. Im ausgestoßenen Material fanden Wechselwirkungen und Entgasungen statt, die abweichende Elementegehalte und typische Formen erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;Karel Žák et al.: &amp;#039;&amp;#039;Chemistry of Tertiary sediments in the surroundings of the Ries impact structure and moldavite formation revisited&amp;#039;&amp;#039;, März 2016, in &amp;#039;&amp;#039;Geochimica et Cosmochimica Acta&amp;#039;&amp;#039; 179:287-311, [[DOI:10.1016/j.gca.2016.01.025]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Fluges kühlte das Material rasch ab und erstarrte daher glasig ([[amorph]]). Die Moldavite sind also Glasbrocken, sie sind oberhalb der dichten Atmosphärenschichten zwischen 250 und 450&amp;amp;nbsp;Kilometer weit transportiert worden und größtenteils im heutigen Tschechien wieder auf den Erdboden gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chemische Zusammensetzung: 80 % SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;; 10 % Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;; 3 % K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O; 2 % FeO; 2 % MgO; 1,5 % CaO; 0,5 % Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O; 0,5 % TiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Moldavite waren in der Ära des [[Jugendstil]]es Ende des 19. Jh. besonders beliebt.&amp;lt;!--quelle?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon damals begannen Fälscher, Imitate aus grünem Glas anstatt des echten tschechischen Moldavites zu verkaufen. Das Moldavitmuseum in [[Český Krumlov]] nennt als Motive heute, dass die Fundorte weitgehend verlesen sind, die Gesetzgebung sowie Strafen für Gräber härter wurden und legale Ressourcen die Nachfrage nicht decken können.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vltaviny.cz/de/falsche-moldavite/ Falsche Moldavite, Mitteilung des Moldavitmuseums Český Krumlov, abgerufen am 1. März 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moldavite traten ins Rampenlicht, als die britische Königin [[Elisabeth II.]] in den 1960er Jahren feierlich eine Schmuckkollektion von der Schweiz überreicht bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der größten Moldavite aus [[Böhmen]] wurde 1980 gefunden und wiegt 142,4&amp;amp;nbsp;Gramm. Zu den größten Moldaviten aus [[Mähren]] gehört der Slawische Moldavit&amp;amp;nbsp;(1971), der 265,5&amp;amp;nbsp;Gramm wiegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.klenota.de/Blog/Edelsteine-und-Perlen/Moldavit-der-geheimnisvolle-Edelstein-aus-Tschechien |titel=Moldavit: der geheimnisvolle Edelstein aus Tschechien |abruf=2019-11-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Baier: [https://www.researchgate.net/publication/265980000_Zur_Herkunft_und_Bedeutung_der_Ries-Auswurfprodukte_fr_den_Impakt-Mechanismus Zur Herkunft und Bedeutung der Ries-Auswurfprodukte für den Impakt-Mechanismus]. - Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N. F 01/2009; 91:9-29.&lt;br /&gt;
* J. Baier: &amp;#039;&amp;#039;Die Auswurfprodukte des Ries-Impakts, Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Documenta Naturae&amp;#039;&amp;#039; Vol. 162, München, 2007. ISBN 978-3-86544-162-1&lt;br /&gt;
* V. Bouška: &amp;#039;&amp;#039;Moldavites. The Czech Tektites.&amp;#039;&amp;#039; Stylizace, Prag 1994&lt;br /&gt;
* W. Gentner: &amp;#039;&amp;#039;Cogenesis of the Ries crater and moldavites and the origin of tektites&amp;#039;&amp;#039;. Meteoritics 6, 274, 1971.&lt;br /&gt;
* G. Graup, P. Horn, H. Köhler &amp;amp; D. Müller-Sohnius: &amp;#039;&amp;#039;Source material for moldavites and bentonites.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 67, Berlin, 1981.&lt;br /&gt;
* Guy Heinen: &amp;#039;&amp;#039;Tektite – Zeugen kosmischer Katastrophen.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Luxemburg, 1997 [http://webplaza.pt.lu/guyhein/thebook.html]&lt;br /&gt;
* Christian Pinter: &amp;#039;&amp;#039;Es regnet Glas – Die begehrten Moldavite zeugen von kosmischen Katastrophen&amp;#039;&amp;#039;, in: Extra (Wochenend-Beilage zur Wiener Zeitung), 24. April 1998, Seite 5&lt;br /&gt;
* Trnka, M. &amp;amp; Houzar, S. (2002): [http://www.geology.cz/app/bulletin/fulltext/04trnkafinal.pdf &amp;#039;&amp;#039;Moldavites: a review&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 389&amp;amp;nbsp;kB). Bulletin of the Czech Geological Survey, 77, 283–302.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Moldavite|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Moldavit Beschreibung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Impaktgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glasart nach Ursprung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moldau (Fluss)|~Moldavit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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