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	<title>Mokisos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mokisos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Mokissos oder Mokessos) war eine frühbyzantinische Stadt im Südwesten von [[Kappadokien]] in [[Kleinasien]], die wahrscheinlich mit Viranşehir (türkisch = Ruinenstadt) ca. 35 km südlich vom modernen [[Aksaray]] identisch ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mokisos (Viranşehir) with Hasan Dağı.jpg|mini|Blick über das Tal von Mokisos auf den Hasan Dağı]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung und Blütezeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem Bericht des Historikers [[Prokopios von Caesarea|Prokopios]] (&amp;#039;&amp;#039;De aedificiis&amp;#039;&amp;#039; V 4, 15-18) war Mokisos der Name einer alten, verfallenen Festung in einer Ebene, die in der Zeit des Kaisers [[Justinian I.]] (527-565) an einem sicheren Ort in den nahen Bergen wieder aufgebaut und zu einer Stadt erweitert wurde. Die neue Stadt wurde mit einer starken Mauer, Kirchen, Gasthäusern und öffentlichen Bädern ausgestattet und in den Rang einer Metropole (Sitz eines [[Metropolit]]en) erhoben. Da Mokisos als Stadt schon unter [[Anastasios I.]] (491-518) erwähnt wird, könnte die Neugründung tatsächlich in dessen Zeit stattgefunden haben, vielleicht als Reaktion auf einen Angriff der [[Sabiren]] auf Kleinasien im Jahr 515. 527/28 erscheint Mokisos im &amp;#039;&amp;#039;Synekdemos&amp;#039;&amp;#039; des [[Hierokles (Grammatiker)|Hierokles]], einer Liste der Städte im [[Römisches Reich|Römischen Reich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erhebung in den Rang einer Metropole kann um 535 datiert werden. Mokisos wurde damals die Hauptstadt der neuen [[Kirchenprovinz]] Kappadokien III, die aus Teilen der alten (politischen) Provinz Kappadokien II geschaffen wurde, und erhielt eine Reihe wichtiger Bischofssitze, darunter [[Nazianz]]os (modern Nenezi) und Koloneia ([[Aksaray]]). Auf der politischen Ebene wurde Kappadokien II aber nicht geteilt, so dass Mokisos nur zu einem kirchlichen Verwaltungszentrum wurde. Metropoliten von Mokisos waren auf den Konzilen und Synoden von 536, [[Zweites Konzil von Konstantinopel|553]] und [[Trullanische Synode|692]] in Konstantinopel anwesend, in deren Dokumenten die Stadt auch Iustinianupolis (= Stadt Justinians) genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mokisos als Ruinenstadt ==&lt;br /&gt;
Nach dem 6. Jahrhundert erscheint Mokisos nur noch in Bischofslisten und dem &amp;#039;&amp;#039;De thematibus&amp;#039;&amp;#039; des [[Konstantin VII.|Konstantinos VII. Porphyrogennetos]] (944-959), das aber teils auf älteren, nicht aktualisierten Quellen basiert. Wahrscheinlich wurde die Stadt schon im 7. Jahrhundert von den Arabern zerstört, und der Metropolit residierte später inmitten der Ruinen oder in einem nahegelegenen Kloster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der türkischen Eroberung Kleinasiens seit 1071 flohen viele Bischöfe nach [[Konstantinopel]], wo die Anwesenheit eines Metropoliten von Mokisos um 1170 und 1265 bezeugt ist. Der letzte bekannte Metropolit, Ioannikios, wurde 1370 ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage von Mokisos war lange umstritten. Die Ruinenstadt Viranşehir bei Aksaray wurde durch ihren ersten europäischen Besucher [[William John Hamilton|William Hamilton]] 1842 mit [[Nazianz]]os, später durch [[John George Clark Anderson| J.G.C. Anderson]] mit einer bei [[Strabon]] erwähnten Festung namens Nora oder Neroassos identifiziert, während Mokisos beim heutigen [[Kırşehir]] gesucht wurde. Zuletzt schlug [[Ernst Honigmann (Byzantinist)|Ernst Honigmann]] 1939 in seiner Edition des [[Hierokles (Grammatiker)|Hierokles]] vor, Mokisos mit Viranşehir bei Aksaray gleichzusetzen. Da am Ort aber keine Inschriften erhalten sind, kann ein endgültiger Beweis nicht geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ruinenstadt mit einer Fläche von etwa 50 ha liegt auf um 1500 m Höhe in einem alten Nebenkrater des erloschenen [[Vulkan]]s [[Hasan Dağı]], so dass sie von der Ebene aus mit Ausnahme der stark befestigten [[Akropolis]] und einer Kirche fast unsichtbar ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mokisos (Viranşehir) Kemerli Kilise.jpg|mini|Mokisos, Ruine der sog. Kemerli Kilise, einer kreuzförmigen Kuppelkirche]]&lt;br /&gt;
Anders als Prokopios berichtet, gibt es keine Stadtmauer, und außer einer großen Zahl von einfachen, aus unbehauenen Felsbrocken gebauten Privathäusern sind an öffentlichen Gebäuden nur Kirchen erhalten, die sich in das 6. und frühe 7. Jahrhundert datieren lassen. Sie sind aus Quadern vom lokalen dunklen Stein errichtet und weisen die typischen Formen der kleinasiatischen Architektur ihrer Zeit auf, wie etwa [[Bogen (Architektur)#Hufeisenbogen|Hufeisenbögen]]. Die Stadt überbaut eine römische [[Nekropole]], von der eine Reihe von [[Hügelgrab|Tumulusgräbern]] zwischen den Häusern erhalten ist. Abgesehen von einer nicht näher datierbaren Reparatur an einer Kirche gibt es keine Anzeichen für eine Bautätigkeit nach dem frühen 7. Jahrhundert, und mehrere Kirchen und Klöster in der Umgebung wurden im 10.–11. Jahrhundert wohl mit Steinquadern aus Mokisos errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Berger (Byzantinist)|Albrecht Berger]], &amp;#039;&amp;#039;Viranşehir (Mokisos), eine frühbyzantinische Stadt in Kappadokien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Istanbuler Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 48, 1998, S. 349–429&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=38.1856 |EW=34.2072| type=landmark| region=TR-68}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Provinz Aksaray]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike kappadokische Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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