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	<title>Moische Kulbak - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:05:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moische_Kulbak&amp;diff=1675491&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Agnete: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-09-25T21:18:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moshe Kulbak.jpg|mini|hochkant|Moische Kulbak]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moische Kulbak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Moyshe Kulbak&amp;#039;&amp;#039; ([[jiddisch]] משה קולבאַק; geboren am [[20. März]] [[1896]] in [[Smarhon|Smorgon]] bei [[Wilna]], [[Kaiserreich Russland]]; gestorben in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober [[1937]] bei [[Minsk]]) war ein [[Belarus|belarussisch]]-[[Litauen|litauischer]] Schriftsteller jiddischer Sprache, der zunächst mit [[Hebräische Sprache|hebräischer]] Lyrik begonnen hatte. Er gilt neben [[Itzik Manger]] als bedeutendster Vertreter der jiddischen Dichtung im zwanzigsten Jahrhundert. Viele seiner gedanken- und bilderreichen Gedichte, in denen er die Umwälzungen der Revolution in frei fließenden Rhythmen zum Ausdruck bringt, wurden zu beliebten Kampfliedern der jüdischen revolutionären Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kulbak war der Sohn eines Landarbeiters. Er durchlief den für jüdische Knaben üblichen Bildungsweg. Im [[Cheder]] erlernte er die Anfänge des Hebräischen, mit dreizehn Jahren kam er an die [[Jeschiwa von Waloschyn]]. Deren streng religiöse Ausbildung reizte ihn jedoch, Bücher der bedeutendsten europäischen Schriftsteller und jüdischer Autoren wie [[Mendele Moicher Sforim]], [[Scholem Alejchem]] und [[Jizchok Leib Perez|Izchok Lejb Perez]] zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mit Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ein Erlass die Familie zwang, ins Landesinnere umzusiedeln, ging Kulbak nach [[Minsk]], wo er als Lehrer arbeitete und erste literarische Arbeiten versuchte. Dabei zog er das Jiddische der einfachen Leute dem elitären Hebräisch vor. Nach Kriegsende ging Kulbak nach [[Vilnius|Wilna]]. Dort gab er seinen ersten Band Lieder heraus und schrieb er sein erstes Drama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 ging er nach [[Berlin]], wo er jedoch nicht Fuß fassen konnte. Er kehrte 1923 nach Wilna zurück und arbeitete als Lehrer am jüdischen Gymnasium. Er entschloss sich dann aus politischer Überzeugung, in der [[Sowjetunion]] zu leben, und er emigrierte 1928 nach Minsk. Dort konnte er sich ganz der literarischen Arbeit widmen. Er verließ seinen stark unter dem Einfluss des deutschen [[Expressionismus (Literatur)|Expressionismus]] stehenden literarische Stil, in dem sich Realistisches mit Irrationalem, zuweilen Groteskem, mischt, und kam zum [[Sozialistischer Realismus|Sozialistischen Realismus]]. Er arbeitete als Autor und Übersetzer für literarische Zeitschriften und die Akademie der Weißrussischen Sowjetrepublik und begann sein bedeutendstes Prosawerk, die Familienchronik der &amp;#039;&amp;#039;Selmenianer&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulbak war Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Minsker Gruppe&amp;#039;&amp;#039;, die 1936 aufgelöst wurde. Wie andere [[Erschießung belarussischer Kulturschaffender (1937)|belarussische Kulturschaffende]] wurde er 1937 im Zuge der [[Stalinsche Säuberungen|stalinschen Säuberungen]] verhaftet und nach einem [[Schauprozess]] in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lyrikzeitung.com/2021/10/29/verwandlung/ &amp;#039;&amp;#039;Verwandlung.&amp;#039;&amp;#039;] In: lyrikzeitung.de, 29. Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Jiddische Titel in Transkription&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schirim,&amp;#039;&amp;#039; 1920 („Lieder“, in jiddischer Sprache, darin „Lamed Wow“ = 36, das bekannteste dieser Gedichte, das einen der 36 unbekannten Gerechten der jüdischen Legende beschreibt, und zwar in der Figur des Schornsteinfegers Schmuel Itze; Neuauflage der Sammlung unter dem jiddischen Titel &amp;#039;&amp;#039;Lider,&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1922)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naje lider,&amp;#039;&amp;#039; Warschau 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jankew Frank,&amp;#039;&amp;#039; 1923 (Drama)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moschiech ben Efroim,&amp;#039;&amp;#039; 1924 (expressionistischer Roman)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Messias vom Stamme Efraim. Eine jüdische Legende.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Andrej Jendrusch. Wagenbach, Berlin 1998&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Montik,&amp;#039;&amp;#039; 1926 (lyrisch-philosophischer Roman)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Montag. Ein kleiner Roman.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Sophie Lichtenstein. Edition Fototapeta, Berlin 2017&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie Weiler: [https://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=23551 &amp;#039;&amp;#039;Alles andere als klein. Sophie Lichtenstein übersetzt mit Moyshe Kulbaks „Montag – Ein kleiner Roman“ ein fast vergessenes Stück Weltliteratur.&amp;#039;&amp;#039;] In: literaturkritik.de, 31. August 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selmenianer&amp;#039;&amp;#039; (zweiteiliger Roman: 1931, 1935; der auf witzige Weise von den Anpassungsschwierigkeiten einer jüdischen Familie an die kommunistische Gesellschaft erzählt)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Selmenianer.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Max Reich. Nachwort von Jutta Janke. Verlag Volk und Welt, Berlin, 1973 (Reihe Spektrum 59)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Selmenianer.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Niki Graça und Esther Alexander-Ihme. Nachwort zu Leben und Werk von [[Susanne Klingenstein]]. [[Die Andere Bibliothek]], Berlin 2017, ISBN 978-3-8477-0396-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Disner Childe Harold,&amp;#039;&amp;#039; 1933 (von [[Heinrich Heine]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland. Ein Wintermärchen|Wintermärchen]]&amp;#039;&amp;#039; beeinflusste, auf seinen Deutschlandaufenthalt zurückgehende Satire auf die angebliche Dekadenz der deutschen Bourgeoisie)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Childe Harold aus Disna. Gedichte über Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Sophie Lichtenstein. Edition Fototapeta, Berlin 2017&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spiegelglas auf Stein.&amp;#039;&amp;#039; Gedichtanthologie. Übersetzt von Otto F. Best. Hrsg. von Anarej Jendrusch. Edition Maldoror, Berlin 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiele ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Messias vom Stamme Efraim&amp;#039;&amp;#039; (WDR 1997, Regie: [[Leonhard Koppelmann]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bücherwelt.&amp;#039;&amp;#039; 1928 VI.&lt;br /&gt;
* [[Salman Reisen]]: &amp;#039;&amp;#039;Lekßikon fun der jidischer literatur un preße.&amp;#039;&amp;#039; Wilna 1926–1930.&lt;br /&gt;
* [[Salomon Wininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Große Jüdische National-Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Bd. VII, Tipografia ARTA, Czernowitz 1936.&lt;br /&gt;
* [[Günter Stemberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der jüdischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kulbak, Mojsche.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Steiner u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon fremdsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1979; Band 2, S. 240.&lt;br /&gt;
* Rachel Seelig: &amp;#039;&amp;#039;A yiddisch bard in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Verena Dohrn]], [[Gertrud Pickhan]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Transit und Transformation : osteuropäisch-jüdische Migranten in Berlin 1918–1939.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen : Wallstein, 2010, ISBN 978-3-8353-0797-1, S. 293–304.&lt;br /&gt;
* Frieder von Ammon: &amp;#039;&amp;#039;The Poetics of Birdsong: Moyshe Kulbak.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Efrat Gal-Ed]], Natasha Gordinsky, [[Sabine Koller]], [[Yfaat Weiss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;In their Surroundings. Localizing Modern Jewish Literatures in Eastern Europe.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2022, ISBN 978-3-666-30611-2 (digital) S. 127–132 (englisch, [https://www.vr-elibrary.de/doi/pdf/10.13109/9783666306112 kostenfreier Volltext im Open Access]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11925137X}}&lt;br /&gt;
* [https://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Kulbak_Moyshe Biografischer Eintrag in The Yivo Enciclopedia of Jews in Eastern Europe (auf Englisch)]&lt;br /&gt;
* Boris Sandler: [http://video.forward.com/video/Moyshe-Kulbak-br-poet-novelist;1508147114881464151214931493150 Moyshe Kulbak – poet, novelist, playwright and teacher]. Rubrik &amp;#039;&amp;#039;Tog bay Tog&amp;#039;&amp;#039; vom 20.&amp;amp;nbsp;März 2016, [[The Forward]] (in jiddischer Sprache).&lt;br /&gt;
* [http://www.eilatgordinlevitan.com/vilna/vilna_pix/083004_1b_b.gif Foto (von links nach rechts, 1928): Salman Reisen, Max Eryk, Josef Opatoschu, Moische Kulbak]&lt;br /&gt;
* Stefana Sabin: [https://www.nzz.ch/feuilleton/das-neue-suchen-und-daran-sterben-ld.1412477 Das Neue suchen – und daran sterben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11925137X|LCCN=n84007126|VIAF=72199927}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kulbak, Moische}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Jiddisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Großen Terrors (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belarusse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kulbak, Moische&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kulbak, Mosche; Kulbak, Moyshe&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jiddischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Smarhon|Smorgon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Oktober 1937 oder 30. Oktober 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agnete</name></author>
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