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	<title>Moicheia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T15:38:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moicheia&amp;diff=724407&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: falschen Freund Referenzen (≠ references) ersetzt</title>
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		<updated>2022-09-20T21:50:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Falscher_Freund&quot; title=&quot;Falscher Freund&quot;&gt;falschen Freund&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Referenzen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Referenzen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Referenzen&lt;/a&gt; (≠ references) ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;moicheia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|griech.]] μοιχεία) bezeichnete man im [[Antikes Griechenland|antiken Griechenland]] den heimlichen Geschlechtsverkehr mit einer freien, ehrbaren Frau. Dieser Geschlechtsverkehr erfolgte immer gegen den Willen  des &amp;#039;&amp;#039;[[Kyrios (Recht)|kyrios]]&amp;#039;&amp;#039;, des Vormundes der Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;moicheia&amp;#039;&amp;#039; ging es nicht nur um [[Ehebruch]] oder anderen unerlaubten Geschlechtsverkehr, sondern im Allgemeinen um die Verletzung der Familienehre. Somit war nicht nur die Ehre der Frau, sondern auch die ihres &amp;#039;&amp;#039;kyrios&amp;#039;&amp;#039;, des nächsten männlichen Verwandten, beschmutzt. In der altgriechischen Gesellschaft sollte nur der Vorstand der Familie (&amp;#039;&amp;#039;[[Oikos|oíkos]]&amp;#039;&amp;#039;) über die Sexualität der ihm untergebenen weiblichen Personen, über Familienbeziehungen und die Nachkommenschaft in der Familie entscheiden. Ein Mann, der in diesen privaten, familiären Bereich eindrang, verfiel der privaten Rache. Wurde er auf frischer Tat ertappt, durfte ihn der Hausvorstand oder dessen nächster männlicher Verwandter als &amp;#039;&amp;#039;moichos&amp;#039;&amp;#039; töten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lysias]] 1,30; 13,66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Allgemeinen schloss sich an eine solche Rachetat ein so genannter Blutprozess wegen Mordes an, bei dem sich der rächende Mann gegen die Anschuldigungen wehren musste, dass er sein Opfer nicht vorsätzlich in sein Haus gelockt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Lysias 1,37ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Gortyn]] konnte sich ein Rächer mit Hilfe vierer Eideshelfer reinwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aristoteles]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fragmente 539 R.&amp;lt;/ref&amp;gt; berichtet, dass auf [[Bozcaada|Tenedos]] dem rächenden Hausvorstand nur dann ein echter Affekt zugestanden wurde, wenn die Tat mit einer Axt begangen wurde und neben dem Ehebrecher auch die Ehebrecherin erschlagen wurde. In [[Athen]] durfte der Entehrte den &amp;#039;&amp;#039;moichós&amp;#039;&amp;#039; festhalten und ein Lösegeld erpressen. Wenn sich der Ertappte nicht einverstanden erklärte, durfte der Entehrte den Ehebrecher öffentlich entehren (beispielsweise mit der [[Rettichstrafe]]). Offenbar gab es auch Klagen gegen unberechtigte Festnahmen. Überliefert ist eine solche Klage im Zusammenhang mit der Affäre um [[Neaira (Hetäre)|Neaira]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pseudo-Demosthenes]] or. 59,66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den [[Grammatiker]]n ist für Athen auch die Möglichkeit einer reinen Klageerhebung überliefert. In Gortyn war die Höhe der Geldstrafe festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beteiligte Frau erhielt in manchen griechischen [[Polis|Poleis]] Ehrenstrafen. In Athen beispielsweise musste sich ein Mann von einer ehebrecherischen Frau trennen und sie war von den religiösen Kulthandlungen ausgeschlossen. Unverheiratete Frauen waren, wenn eine solche Affäre bekannt wurde, nicht mehr leicht zu verheiraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[James N. Davidson]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurtisanen und Meeresfrüchte. Die verzehrenden Leidenschaften im klassischen Athen&amp;#039;&amp;#039;. Siedler Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-833-30199-6 (Neuauflage Berliner Taschenbuch Verlag, Berlin 2002; Original: &amp;#039;&amp;#039;Courtesans and Fishcakes: The Consuming Passions of Classical Athens&amp;#039;&amp;#039;. London 1997).&lt;br /&gt;
* [[Debra Hamel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Neaira. Die wahre Geschichte einer Hetäre im antiken Griechenland&amp;#039;&amp;#039;. Primus-Verlag, Darmstadt 2004, ISBN 3-89678-255-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (griechische Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
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