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	<title>Mohrkirch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T11:59:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mohrkirch&amp;diff=323774&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Robo-OAL: Website korrigiert</title>
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		<updated>2024-12-06T09:00:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Website korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Mohrkirch COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 54.67451&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 9.71229&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Mohrkirch in SL.PNG&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|Kreis             = Schleswig-Flensburg&lt;br /&gt;
|Amt               = Süderbrarup&lt;br /&gt;
|Höhe              = 38&lt;br /&gt;
|PLZ               = 24405, 24392, 24891&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 04646&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 01059060&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Königstraße 5&amp;lt;br /&amp;gt;24392 Süderbrarup&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.mohrkirch.de/ www.mohrkirch.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Michael Haushahn&lt;br /&gt;
|Partei            = FWG&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mohrkirch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Dänische Sprache|dänisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Mårkær&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Gemeinde im [[Kreis Schleswig-Flensburg]] in [[Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch seine zentrale Lage in der Landschaft [[Angeln (Halbinsel)|Angeln]] sind die Entfernungen nach [[Schleswig]] 21&amp;amp;nbsp;Kilometer, [[Flensburg]] 22&amp;amp;nbsp;Kilometer und [[Kappeln]] 15&amp;amp;nbsp;Kilometer fast gleich. Mohrkirch liegt inmitten von [[Grundmoräne]]n aus Lehm durchsetzt mit [[Findling]]en auf [[Geschiebemergel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1987 machten die Personenzüge der [[Bahnstrecke Kiel–Flensburg]] in Mohrkirch Halt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quer durch die Gemeinde verläuft die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee. Nach Süden entwässern die Mohrkirch Kiesperdieker und Flarup Au in die [[Schlei]] und folglich in die [[Ostsee]]. Nach Westen fließt die Bondenau zum [[Treßsee]] und dann als [[Treene]] zur [[Eider]] in Richtung [[Nordsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Abfluss der Kiesperdieker Au nach Südwesten zur [[Oxbek]] wurde schon im Mittelalter die 40-Meter-Höhenlinie bei Appelberg durchstochen und dieses Gewässer somit zur Ostsee umgeleitet. Später ist über ein Wehr und einen Verbindungsgraben eine Zuführung des Kiesperdieker Wassers zur Mohrkircher Au und damit zur Mohrkirchmühle geschaffen worden. Reste davon findet man noch im Bereich der Babbestraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde gehören Baustrup (&amp;#039;&amp;#039;Bovstrup&amp;#039;&amp;#039;), Kiesperdiek (&amp;#039;&amp;#039;Kisberdam&amp;#039;&amp;#039;), Krämersteen (&amp;#039;&amp;#039;Kræmmersten&amp;#039;&amp;#039;), Möllmark (&amp;#039;&amp;#039;Mølmark&amp;#039;&amp;#039;), Schrixdorf (&amp;#039;&amp;#039;Skredstrup&amp;#039;&amp;#039;) und Spenting (&amp;#039;&amp;#039;Spending&amp;#039;&amp;#039;) sowie Wohnplätze wie Appelberg (&amp;#039;&amp;#039;Abildbjerg&amp;#039;&amp;#039;), Bommerlund, Compagnie, Eslingwatt (tlw., dän. &amp;#039;&amp;#039;Eslingvad&amp;#039;&amp;#039;), Hosskoppeln (&amp;#039;&amp;#039;Horskobbel&amp;#039;&amp;#039;), Köhnholt (tlw., &amp;#039;&amp;#039;Kønholt&amp;#039;&amp;#039;), Jordmoos (&amp;#039;&amp;#039;Hjortmose&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Hjortmos&amp;#039;&amp;#039;), Niekoppel, Nordschau (&amp;#039;&amp;#039;Nordskov&amp;#039;&amp;#039;), Norwegen (&amp;#039;&amp;#039;Norge&amp;#039;&amp;#039;), Pattburg (&amp;#039;&amp;#039;Padborg&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Paddeborg&amp;#039;&amp;#039;), Schmedeland (&amp;#039;&amp;#039;Smedeland&amp;#039;&amp;#039;) und Schweden (&amp;#039;&amp;#039;Sverige&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Landschaft Angeln.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Husum 1995, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. Mørk Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Kirkelig Statistik over Slesvig Stift: Med historiske og topografiske bemærkninger.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Kjøbenhavn 1864, S. 384.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 2018 wurde bei Mohrkirch ein [[Gräberfeld|Urnengräberfeld]] aus der [[Eisenzeit]] entdeckt und archäologisch untersucht. In der Gegend waren bereits Oberflächenfunde bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.shz.de/lokales/mohrkirch-bei-suederbrarup-2000-jahre-alte-urnen-und-grabbeilagen-entdeckt-id20051842.html &amp;#039;&amp;#039;Mohrkirch bei Süderbrarup: 2000 Jahre alte Urnen und Grabbeilagen entdeckt.&amp;#039;&amp;#039;] bei [[Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag]] vom 6. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den keramischen Urnen fanden die Archäologen Grabbeigaben wie Silberschmuck, Nadeln aus Tierknochen und Kleidungsteile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Bauarbeiter-finden-2000-Jahre-alte-Urnen,urnenfund144.html &amp;#039;&amp;#039;Bauarbeiter finden 2.000 Jahre alte Urnen.&amp;#039;&amp;#039;] bei ndr.de vom 6. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort ist eng mit der Entwicklung des namensgleichen Klosters verbunden. Der Ortsname ist erstmals 1391 als &amp;#039;&amp;#039;Moerker&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert. Er geht entweder auf dän. &amp;#039;&amp;#039;mår&amp;#039;&amp;#039; für [[Marder]] oder altdänisch &amp;#039;&amp;#039;marth, morth&amp;#039;&amp;#039; für [[Wald]] sowie &amp;#039;&amp;#039;-kær&amp;#039;&amp;#039; für [[Kratt]] zurück. 1778 wurde aus dem Großteil des aufgehobenen Amts Mohrkirchen die Mohrkirchener [[Harde]] (&amp;#039;&amp;#039;Mårkær Herred&amp;#039;&amp;#039;) gebildet. Ursprünglich bestanden mit Mohrkirch-Osterholz und -Westerholz zwei Dörfer, die nach 1881 durch Besiedlung um den Bahnhof allmählich zusammenwuchsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Landschaft Angeln.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Husum 1995, S. 64–67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]] 1864 unterstanden die Orte dem [[Kirchspiel]] [[Böel]] (Bøl Sogn) in der [[Mohrkirchharde]] (Amt Gottorf, [[Herzogtum Schleswig]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1907 bis 1919 wurde in Mohrkirch-Osterholm die zweite [[Volkshochschule]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mohrkirch.de/die-gemeinde/ Die Gemeinde Mohrkirch], auf mohrkirch.de, abgerufen am 10. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Vereins für ländliche Volkshochschulen in Schleswig-Holstein unter Leitung des Direktors Heinrich Harms mit einem angeschlossenen [[Internat|Schülerheim]] betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pingel&amp;quot;&amp;gt;Wulf Pingel: [https://www.zhb-flensburg.de/fileadmin/content/spezial-einrichtungen/zhb/dokumente/dissertationen/pingel/landvolksbildung.pdf &amp;#039;&amp;#039;Landvolks Bildung – Landes Wohl. Die Institutionalisierung deutscher Heimvolkshochschulen zwischen Königsau und Eider in den Jahren von 1769–1921.&amp;#039;&amp;#039;] Flensburg 1999, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Gemeinde Mohrkirch wurde am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1970 aus den beiden ehemals selbständigen Gemeinden Mohrkirchosterholz und Mohrkirchwesterholz&amp;lt;ref&amp;gt;Im Gemeindeverzeichnis vom 6. Juni 1961 und in der Änderungsmeldung im systematischen Verzeichnis der Namens- und Grenzänderungen von Gemeinden vom 6. Juni 1961 bis 25. April 1970 Seite 451 findet sich die Schreibweise ohne Bindestrich&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebildet. Der Zusammenschluss geht auf eine Anfang der 1970er Jahre durchgeführte räumliche Neuordnung der Gemeinden und Ämter im Kreisgebiet zurück, mit dem Ziel der wirtschaftlichen Stärkung und Vereinfachung der Verwaltung. Die Neuordnung sah im Amt Süderbrarup die Zusammenlegung der damals 18&amp;amp;nbsp;Gemeinden zu sechs Einheiten mit möglichst über 2000&amp;amp;nbsp;Einwohnern vor. Für Mohrkirch war eine Zusammenlegung mit [[Böel]] vorgesehen. Es sind im Amt aber nur dort Zusammenlegungen durchgeführt worden, wo die für die eigene örtliche Entwicklung notwendige Bürgernähe und Eigenständigkeit der kommunalen Selbstverwaltung erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mohrkirch bildet auf Grund seiner historischen Entwicklung kein geschlossenes Ortsbild. Der Anteil der verstreut liegenden Häuser und Höfe in Einzellage ist sehr groß. Erst in den letzten Jahren hat sich die Verbindung der ehemaligen Ortsteile Westerholz und Osterholz durch die Erschließung eines Neubaugebietes als heutiger Ortskern entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stark zerstreute Siedlungsgebiet Mohrkirchs spiegelt sich in einer großen Zahl von Ortsteil- und Höfenamen wider. Sehr oft handelt es sich um die alten Namen der einzelnen Parzellen, in die im Jahr 1778 mit Gründung der [[Mohrkirchharde]] das ehemalige Kloster und spätere [[Kammergut|Domanialgut]] Mohrkirchen sowie der dazugehörige [[Meierhof]] Schrixdorf aufgeteilt wurden. Aber auch landschaftliche Besonderheiten haben sich in Ortsbezeichnungen niedergeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname Kiesperdieck (&amp;#039;&amp;#039;Kisberdam&amp;#039;&amp;#039;) geht auf dän. &amp;#039;&amp;#039;kirsebær&amp;#039;&amp;#039; für einen Kirchbaum und &amp;#039;&amp;#039;-dam&amp;#039;&amp;#039; für einen Teich zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Landschaft Angeln.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Husum 1994, S. 401.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kälberhagen (&amp;#039;&amp;#039;Kalvehave&amp;#039;&amp;#039;) ist erstmals 1680 schriftlich dokumentiert und beschreibt vermutlich die frühere Kälberkoppel des Klosters (dän. &amp;#039;&amp;#039;kalv&amp;#039;&amp;#039;≈ Kalb).&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Landschaft Angeln.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Husum 1994, S. 368.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Präfix in Appelberg (&amp;#039;&amp;#039;Abildbjerg&amp;#039;&amp;#039;) weist auf einen Apfelbaum hin, der Ort entstand als Katenstelle zu Schrixdorf&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Landschaft Angeln.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Husum 1994, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schrixdorf (&amp;#039;&amp;#039;Skredstrup&amp;#039;&amp;#039;, [[Angeldänisch|angeldän.]] &amp;#039;&amp;#039;Skrejstrup&amp;#039;&amp;#039;) lässt sich auf den Personennamen &amp;#039;&amp;#039;Skrik&amp;#039;&amp;#039; zurückführen, evtl. in Verbindung mit dän. &amp;#039;&amp;#039;skrige&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;schreien&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Landschaft Angeln.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Husum 1995, S. 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spenting ==&lt;br /&gt;
Im Kaufbrief des Antoniterordens über den Edelhof Moerker wurde Spenting 1391 erstmals urkundlich als „dat velt to Spentinghe“ erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Callsen: &amp;#039;&amp;#039;Die Verlegung eines Stromkabels öffnet den Blick auf Spenting, eine historische Siedlung in Angeln.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Heimatvereins der Landschaft Angeln.&amp;#039;&amp;#039; 83. Jahrgang, 2019/20, Sörup 2019, S. 135–142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Erzählungen war das Dorf in der [[Geschichte der Pest|Pestepidemie 1349/50]] ausgestorben und gelangte in den Besitz der Adelsfamilie Lembeck, die es 1391 mit dem Hof Moerker an den Antoniter-Orden verkaufte. Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass das erstmals im Mittelalter namentlich dokumentierte Dorf bereits mehrere Jahrhunderte zuvor (10 v. Chr. bis 455 n. Chr.) besiedelt war und zu den ältesten Siedlungen [[Angeln (Halbinsel)|Angelns]] gehörte. In der späteren Geschichte des Klosters Mohrkirch (bis 1541) und des herzoglichen Gutes (bis 1778) wurde Spenting stets als Bezeichnung der Viehweide Spenting Koppel verwendet. 450 Jahre nach [[Wüstung|Wüstfallen]] des Dorfes wurde es 1778 wieder neu besiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Callsen 2019, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kloster Mohrkirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Mohrkirchen wurde 1391 von [[Antoniter]]-Mönchen aus dem [[Kloster Tempzin]] gegründet, die ein Hospital betrieben und von hier aus Almosen in ganz Nordeuropa sammelten. In diesem Zusammenhang steht die erste urkundliche Erwähnung des Adelshofes „Moerker“: Die hier ansässige Familie von Lembeck veräußerte den Hof mit einer Mühle, Teichen und umfangreichen Ländereien an den Konvent der Antoniterkongregation. Der Edelhof Morker wurde zum Kloster umgebaut. Die einzige Abbildung zeigt einen [[Dreiseithof (Angeln)|Dreiseithof]], dessen offene Seite durch eine Mauer geschlossen wurde. Dem Kloster wurden in den folgenden Jahrzehnten weite Landstriche der umliegenden Gemeinden vermacht. Zusätzlich erhielt es das [[Kirchenpatronat|Patronat]] über die [[Kirchspiel]]e [[St.-Marien-Kirche (Norderbrarup)|Norderbrarup]] (1407) und [[St. Ursula (Böel)|Böel]] (1473). 1470 schenkte König [[Christian I. (Dänemark, Norwegen und Schweden)|Christian I.]] den Antonitern das Kirchspiel [[Præstø Sogn|Præstø]] mit der dortigen Marienkirche als Standort eines Filialklosters, das bis etwa 1535 bestand. Zwei weitere Tochtergründungen in &amp;#039;&amp;#039;Ramundeboda&amp;#039;&amp;#039; in Schweden (1497/1500) und &amp;#039;&amp;#039;Nonnesetter&amp;#039;&amp;#039; bei [[Bergen (Norwegen)]] (1507) bestanden nur wenige Jahrzehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Neustadt: &amp;#039;&amp;#039;Mohrkirch. Antoniter&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Oliver Auge]] / Katja Hillebrand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klosterbuch Schleswig-Holstein und Hamburg. Klöster, Stifte und Konvente von den Anfängen bis zur Reformation&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg 2019. Band 2, S. 277–291; S. 284&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Reformation]] in den Herzogtümern Schleswig und Holstein eingeführt wurde, wurde das Kloster aufgehoben und in ein Gut umgewandelt. Wann genau das geschah, ist nicht zu rekonstruieren, da der größte Teil der Klosterurkunden nach 1544 vernichtet wurde. Der seit 1508 belegte letzte Präzeptor Jordanus Klüver ist zuletzt 1527 erwähnt. 1541 war das Kloster bereits aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Neustadt: &amp;#039;&amp;#039;Mohrkirch. Antoniter&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Oliver Auge]] / Katja Hillebrand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klosterbuch Schleswig-Holstein und Hamburg. Klöster, Stifte und Konvente von den Anfängen bis zur Reformation&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg 2019. Band 2, S. 277–291; S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Landesteilung zwischen König [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|Christian III.]] und seinen Brüdern 1544 fiel es an das [[Schleswig-Holstein-Gottorf|Gottorfer Teil-Herzogtum]]. Das Gebäude diente bis 1778 als Sitz des [[Amtmann]]s. Das nach dem [[Vertrag von Zarskoje Selo]] wieder königliche Gut wurde 1778 parzelliert. Die neuen Pächter nutzten das verlassene Gebäude als Steinbruch für den Bau ihrer Häuser.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.klosterprojekt.uni-kiel.de/Uebersicht/mohrkirchen.html Kloster Mohrkirchen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Die Grundschule wurde im Jahr 2015 wegen zu geringer Schülerzahlen aufgegeben. Stattdessen besteht die Möglichkeit, die Grundschule in Süderbrarup zu besuchen. Weiterführende Schulen gibt es in Satrup (Gemeinschaftsschule und Gymnasium), Süderbrarup (Gemeinschaftsschule, dänische Gemeinschaftsschule)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.mohrkirch.de/die-gemeinde/| titel=Die Gemeinde Mohrkirch| hrsg=Gemeinde Mohrkirch|abruf=2024-05-19|offline=nein}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. in Flensburg und Schleswig (dänische Gymnasien). Die frühere dänische Grundschule&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Vilhelm La Cour |Titel=Maarkær Skole (mit Foto) |Sammelwerk=Grænsevagten |Datum=1954-03-01 |Seiten=155 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; enthält heute einen dänischen Kindergarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.skoleforeningen.org/institutioner/maarkaer-daginstitution| titel=Mårkær Daginstitution| hrsg=Dansk Skoleforening|abruf=2024-05-19|offline=nein}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volkshochschule mit Schülerheim (1907–1919) ===&lt;br /&gt;
Bereits 1905 wurde der Verein für ländliche Volkshochschulen in Schleswig-Holstein auf der Vereinsversammlung am 19. November beauftragt, eine zweite vereinseigene [[Heimvolkshochschule|Volkshochschule]] zusätzlich zur [[Albersdorf (Holstein)#Wirtschaft und Infrastruktur|Volkshochschule Albersdorf]] zu errichten. Wegen der verkehrstechnisch günstigen Anbindung an die 1902 fertiggestellte [[Bahnstrecke Kiel-Flensburg|Eisenbahnstrecke]] und aufgrund der Nähe zur ehemaligen [[Oersberg|Oersberger Lehranstalt]] von [[Claus Jürgensen]] entschied man sich für die Errichtung in Mohrkirch. Am 2. Juni 1907 wurde die Schule feierlich eingeweiht. Sie bot Platz für bis zu 45 Schüler und besaß ein angeschlossenes [[Internat|Schülerheim]] zur Unterbringung der Schüler bzw. überwiegend Schülerinnen. Aufgrund reger Werbetätigkeit des damaligen Schulleiters und Direktors Heinrich Harms im ganzen Land, war die Schule gut besucht und konnte bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ihren Betrieb erfolgreich aufrechterhalten. Ab 1919 wurde das [[Bildungssystem|Bildungswesen]] in der [[Weimarer Republik]] umgebaut. Damit endete auch der Betrieb der zweiten Volkshochschule Schleswig-Holsteins in Mohrkirch-Osterholz.&amp;lt;ref&amp;gt;Wulf Pingel: [https://www.zhb-flensburg.de/fileadmin/content/spezial-einrichtungen/zhb/dokumente/dissertationen/pingel/landvolksbildung.pdf &amp;#039;&amp;#039;Landvolks Bildung – Landes Wohl. Die Institutionalisierung deutscher Heimvolkshochschulen zwischen Königsau und Eider in den Jahren von 1769–1921.&amp;#039;&amp;#039;] Flensburg 1999, S.&amp;amp;nbsp;126–138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeindevertretung ===&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND           = DE&lt;br /&gt;
|TITEL          = [[Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2023|Gemeindewahl am 14. Mai 2023]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wahlen-sh.de/grw/gemeindewahlen_gemeinde_010595974060.html wahlen-sh.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|TITEL2         = Wahlbeteiligung: 66,8 Prozent&lt;br /&gt;
|JAHRALT        = 2018&lt;br /&gt;
|JAHRNEU        = 2023&lt;br /&gt;
|PARTEI1        = SPD&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1      = 35.8&lt;br /&gt;
|PARTEI2        = CDU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2      = 32.2&lt;br /&gt;
|PARTEI3        = FWG&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS3      = 32.0&lt;br /&gt;
|FARBE3         = ff1493&lt;br /&gt;
|ANMERKUNG3     = Freie Wählergemeinschaft Mohrkirch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2023|Kommunalwahl]] am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Die SPD erhielt vier Sitze und die CDU und die Freie Wählergemeinschaft Mohrkirch je drei Sitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde am 7. August 1972 genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Gold ein blaues [[Antoniuskreuz]], beiderseits begleitet von je einem grünen Eichenblatt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[{{SH-Wappenrolle|353|Gemeinde Mohrkirch, Kreis Schleswig-Flensburg|nurLink=1}} Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das blaue Antonius-Kreuz, auch ägyptisches Kreuz genannt, verweist auf das Kreuz, welches die Antoniter auf ihrer schwarzen Tracht trugen und auch im Siegel des Klosters geführt wurde. Das Kreuz als Symbol für Mohrkirch blieb auch nach der Säkularisation erhalten und fand Eingang in das Siegel der 1778 gegründeten [[Mohrkirchharde]]. Bis heute vertritt das Kreuz neben den Zeichen der anderen Angeliter Harden Mohrkirch im inoffiziellen [[Angeln (Halbinsel)#Inoffizielles Wappen|Wappen von Angeln]]. Die das Kreuz im Wappen begleitenden Eichenblätter weisen auf den ehemals reichen Bestand an Eichbäumen in dieser Region hin. Die Farben Gold und Blau zeigen an, dass Mohrkirch im Landesteil Schleswig gelegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde von dem Brunsbütteler Heraldiker [[Willy Lippert|Willy „Horsa“ Lippert]] gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flagge ===&lt;br /&gt;
Die Flagge wurde am 13. August 1996 genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten eines gelben Flaggentuches das von zwei grünen Eichenblättern begleitete blaue Antoniuskreuz des Gemeindewappens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Der Anteil der Waldflächen liegt nach den letzten Aufforstungen über dem Kreis- und Landesdurchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
In der [[Liste der Kulturdenkmale in Mohrkirch]] stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Jes Christophersen]] (1826–1901), deutscher Politiker.&lt;br /&gt;
* [[Gisela Stein]] (1934–2009), Theaterschauspielerin, lebte bis zu ihrem Tod in Mohrkirch.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Callsen]] (* 1966), deutscher Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Callsen: &amp;#039;&amp;#039;Der Hof Mohrkirchen. Edelhof, Kloster, Domanialgut. 1360–1778.&amp;#039;&amp;#039; KEK Verlag, Freienwill 1983, {{OCLC|64321791}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mohrkirch.de/ Gemeinde Mohrkirch]&lt;br /&gt;
* [https://www.amt-suederbrarup.de/gemeinden/mohrkirch Mohrkirch beim Amt Süderbrarup]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Kreis Schleswig-Flensburg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gemeinden im Amt Süderbrarup&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4264097-0|LCCN=n/94/1423|VIAF=125640562}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Schleswig-Flensburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Südschleswig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mohrkirch| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Robo-OAL</name></author>
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