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	<title>Modifizierte Newtonsche Dynamik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T23:40:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Modifizierte_Newtonsche_Dynamik&amp;diff=62774&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-20T04:37:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|MOND|Zum Begleiter der Erde siehe [[Mond]], zu anderen Bedeutungen [[Mond (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;modifizierte newtonsche Dynamik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MOND&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[physik]]alische [[Hypothese]], die das [[Rotationskurve|Rotationsverhalten]] von [[Galaxie]]n durch Modifikationen der [[Bewegungsgleichung]]en der [[Materie (Physik)|Materie]] im [[Gravitationsfeld]] erklären soll. MOND wurde 1983 von [[Mordehai Milgrom]] als Alternative zum [[Postulat]] der [[Dunkle Materie|Dunklen Materie]] vorgeschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;theory&amp;quot;&amp;gt;Mordehai Milgrom: &amp;#039;&amp;#039;Dynamics with a non-standard inertia-acceleration relation: an alternative to dark matter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ann.Phys.&amp;#039;&amp;#039;, 229, 1994, S. 384–415, [[doi:10.1006/aphy.1994.1012]] ({{arXiv|astro-ph/9303012}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hypothese wird kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Benoit Famaey, Stacy McGaugh: &amp;#039;&amp;#039;Modified Newtonian Dynamics (MOND): Observational Phenomenology and Relativistic Extensions&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Living Reviews in Relativity&amp;#039;&amp;#039;, 15, 2012, S. 10, [[doi:10.12942/lrr-2012-10]] ({{arXiv|1112.3960v2}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; MOND trifft allerdings Vorhersagen, die auf Ebene der Galaxien mit den Beobachtungen übereinstimmen. Diese Beobachtungen lassen sich zu einer konsistenten Theorie vereinigen, wenn Dunkle Materie sich auf Ebene der Galaxien zu einem [[Superfluid]] kondensiert, eine Eigenschaft, die sie im frühen Universum noch nicht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web&lt;br /&gt;
 | url=https://aeon.co/essays/is-dark-matter-subatomic-particles-a-superfluid-or-both&lt;br /&gt;
 | title=The superfluid Universe&lt;br /&gt;
 | last=Hossenfelder&lt;br /&gt;
 | first=Sabine&lt;br /&gt;
 | date=2016-02-01&lt;br /&gt;
 | access-date=2016-02-02 |language=en}} [[Sabine Hossenfelder]]: Superfluid dark matter may provide a more natural way to arrive at the MOND equation.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rotationsgeschwindigkeit von Galaxien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dunkle Materie.png|gerahmt|Diagramm zur Diskrepanz zwischen berechneter und gemessener Rotationsgeschwindigkeit von Spiralgalaxien]]&lt;br /&gt;
Seit den 1980er Jahren ergeben Messungen der Rotation von [[Galaxie]]n, dass die Rotationsgeschwindigkeiten nicht den Erwartungen nach dem [[Lambda-CDM-Modell|Standardmodell der Kosmologie]] entsprechen. Die Bahnen der Sterne in einer Galaxie werden nur von der [[Gravitation|Schwerkraft]] der in der Galaxie zusammengeballten [[Materie (Physik)|Materie]] verursacht. Mittels der beobachteten Masseverteilung (Sterne, [[Nebel (Astronomie)|Gasnebel]]) kann die [[Gravitationskraft]], und damit die Bahn der Sterne berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellte sich heraus, dass die Sterne am Rande der Galaxien schneller umliefen als nach dem Standardmodell vorhergesagt. Man spricht vom „Abflachen der Rotationsgeschwindigkeit“ im Gegensatz zum erwarteten „Abfallen der Rotationsgeschwindigkeit“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modifizierte Dynamik statt Dunkler Materie ===&lt;br /&gt;
Da sowohl das [[Newtonsches Gravitationsgesetz|newtonsche Gravitationsgesetz]] als auch [[Albert Einstein]]s [[allgemeine Relativitätstheorie]] gut überprüfte Theorien zum Verhalten von Materie unter Gravitation sind, nehmen die meisten Astronomen eine nicht sichtbare (das heißt „dunkle“) Materiekomponente im [[Halo (Astronomie)|Halo]] um die Galaxien an, um deren flache [[Rotationskurve]]n zu erklären. Auch Beobachtungen auf größeren Skalen, etwa von Galaxienhaufen oder der großräumigen Struktur des Universums, lieferten starke Hinweise auf die Existenz von Dunkler Materie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt einer Erklärung durch zusätzliche nicht sichtbare Masse schlug [[Mordehai Milgrom]] 1983 vor, dass sich die beobachteten Rotationskurven auch durch eine Änderung der newtonschen Bewegungsgesetze darstellen ließen. Die MOND-Hypothese besagt, dass sich nur bei sehr kleinen Änderungen der [[Beschleunigung]]en, wie sie im astronomischen Maßstab auftreten, relevante Einflüsse auf die Bewegungen ergäben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befürworter der MOND-Hypothese führen an, dass die newtonsche Gravitationstheorie von 1686 bereits drei Modifikationen erfahren hat. Bei sehr kleinen Abständen verwenden Physiker ausschließlich die [[Quantenmechanik]], bei sehr großen Geschwindigkeiten Einsteins [[spezielle Relativitätstheorie]] und nahe sehr großer Massen seine [[allgemeine Relativitätstheorie]]. Eine vierte Modifikation im oben genannten Extrembereich sei daher nicht ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://idw-online.de/pages/de/news313389 &amp;#039;&amp;#039;Studie stürzt Standardtheorie der Kosmologie in die Krise&amp;#039;&amp;#039;.] Pressemitteilung der Univ. Bonn, 5. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen wurde von [[Erik Verlinde]] die MOND weiterentwickelt. Diese Theorie besagt, dass die [[Dunkle Materie]] ebenso wie die [[Gravitation]] eine Folge der [[Dunkle Energie|Dunklen Energie]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.spektrum.de/news/der-anfang-vom-ende-dunkler-materie/1437827|title=Der Anfang vom Ende dunkler Materie|author=Natalie Wolchover|date=2017-02|accessdate=2017-02 |language=de}} Spektrum.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hypothese ==&lt;br /&gt;
Das [[Newtonsche Gesetze#Zweites Newtonsches Gesetz|Zweite Newtonsche Gesetz]] besagt, dass ein Objekt der konstanten Masse &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt;, wenn es einer [[Kraft]] &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; ausgesetzt ist, eine [[Beschleunigung]] &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; erfährt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; F = m \, a &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gesetz hat sich generell als korrekt erwiesen. Allerdings ist es bei extrem kleinen Beschleunigungen nur schwer oder gar nicht experimentell nachzuweisen. Solche extrem kleinen Beschleunigungen wirken jedoch bei der Gravitationswechselwirkung zwischen entfernten Sternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milgrom schlug vor, das Bewegungsgesetz zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;F = m \, \operatorname\mu( |a|/a_0 ) \, a&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abzuändern, wobei &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname\mu(x)&amp;lt;/math&amp;gt; eine (für positive Argumente) positive, [[Glatte Funktion|glatte]], [[Monotone Funktion|monotone]] Funktion ist, die annähernd 1 für hohe Werte (&amp;lt;math&amp;gt;x \gg 1&amp;lt;/math&amp;gt;) und annähernd &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; für kleine Werte (&amp;lt;math&amp;gt;x \ll 1&amp;lt;/math&amp;gt;) annimmt. Die genaue Gestalt der Funktion &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname\mu(x)&amp;lt;/math&amp;gt; ist nicht spezifiziert, in der Literatur werden am häufigsten &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname\mu(x) = \frac{x}{1+x}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt; \operatorname\mu(x) = \frac{x}{\sqrt{1+x^2}}&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacob D. Bekenstein: &amp;#039;&amp;#039;The modified Newtonian dynamics – MOND – and its implications for new physics&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Contemporary Physics&amp;#039;&amp;#039;, 47, 2006, S. 387, [[doi:10.1080/00107510701244055]] ({{arXiv|astro-ph/0701848}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;a_0&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine (positive) Konstante, die bestimmt, unterhalb welcher Beschleunigung die Modifikation relevant wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Annahme, dass es keine [[Dunkle Materie]] gibt und stattdessen die MOND-Hypothese zutrifft, lässt sich &amp;lt;math&amp;gt; a_0 &amp;lt;/math&amp;gt; aus astronomisch gemessenen [[Rotationskurve]]n von Galaxien bestimmen. Milgrom erhielt aus Messungen vieler Galaxien &amp;lt;math&amp;gt; a_0 = 1{,}2 \cdot 10^{-10} \,\mathrm{m}\,\mathrm{s}^{-2}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da alle Vorgänge des Alltagslebens bei Beschleunigungen &amp;lt;math&amp;gt; a \gg a_0 &amp;lt;/math&amp;gt; stattfinden, bleibt hier das Bewegungsgesetz unverändert erhalten. Weit entfernt vom Zentrum einer Galaxie sieht die Situation allerdings anders aus. Nach dem Gravitationsgesetz gilt dort:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; F = m \, \frac{G\,m_\mathrm{G}}{r^2}, &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Gravitationskonstante]], &amp;lt;math&amp;gt;m_\mathrm{G}&amp;lt;/math&amp;gt; die Masse der Galaxie und &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt; die Masse des betrachteten Sterns ist. &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; ist der Abstand zwischen dem Schwerpunkt der Galaxie und dem des Sterns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem modifizierten Bewegungsgesetz entsteht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \frac{G\,m_\mathrm{G}}{r^2} = \operatorname\mu ( |a| / a_0 ) \, a. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in dieser Situation gerade &amp;lt;math&amp;gt; a \ll a_0 &amp;lt;/math&amp;gt;, also &amp;lt;math&amp;gt; a/a_0 \ll 1 &amp;lt;/math&amp;gt; gelten soll, erhält man für positive &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; (die Gravitationsbeschleunigung ist immer positiv):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \operatorname\mu (|a| / a_0) \approx \frac{a}{a_0} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und somit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \frac{G\,m_\mathrm{G}}{r^2} = \frac{a^2}{a_0}. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; a = \frac{\sqrt{G\,m_\mathrm{G}\, a_0}}{r}. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Beschleunigung und Abstand zum Kraftzentrum für eine kreisförmige [[Umlaufbahn]] lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; a = \frac{v^2}{r}. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ergibt sich durch Gleichsetzung mit der vorangegangenen Gleichung&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; v^2 = \sqrt{ G\,m_\mathrm{G}\, a_0 } \qquad \mathrm{bzw.} \qquad v = \sqrt[4]{ G\,m_\mathrm{G}\, a_0 }. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus folgt, dass die Rotationsgeschwindigkeit im weiten Abstand vom Gravitationszentrum, wenn also sehr geringe Gravitationsbeschleunigung wirkt, eine Systemkonstante ist, die nur noch von der Masse beim Gravitationszentrum abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tensor-Vektor-Skalar-Gravitationstheorie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Relativitätstheorie|relativistische]] Formulierung von MOND wurde 2004 von [[Jacob Bekenstein]] vorgeschlagen. Sie wird [[Tensor-Vektor-Skalar-Gravitationstheorie]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überprüfung der Theorie durch Beobachtungen ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche beobachtete gravitative Vorgänge lassen sich nach vorherrschender Ansicht mit MOND nicht erklären, darunter das späte Stadium bestimmter [[Galaxienverschmelzung]]en (&amp;#039;&amp;#039;galaxy mergers&amp;#039;&amp;#039;) und [[Gravitationslinseneffekt]]e, und die Dynamik von Galaxienhaufen-Mergers (siehe unten).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Primack&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Joel Primack|Joel R. Primack]] |Titel=Dark Matter and Galaxy Formation |Sammelwerk=AIP Conf. Proc. |Band=1192 |Datum=2009 |Seiten=101-137 |arXiv=0909.2021 |DOI=10.1063/1.3274198}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso stimmen die Vorhersagen von MOND zur Umlaufbahn des [[Saturn (Planet)|Saturns]] und der Umlaufgeschwindigkeit von „grossen [[Doppelstern]]en“ (&amp;#039;&amp;#039;wide binary stars&amp;#039;&amp;#039;) nicht mit den Beobachtungen überein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.golem.de/news/mond-theorie-nicht-verifizierbar-geheimnis-um-dunkle-materie-bleibt-bestehen-2405-185041.html |titel=Geheimnis um dunkle Materie bleibt bestehen |autor=Patrick Klapetz |datum=2024-05-29 |werk=golem.de |abruf=2024-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Cluster-Merger 1E&amp;amp;nbsp;0657-558 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|1E 0657-558}}&lt;br /&gt;
Der Cluster-Merger 1E&amp;amp;nbsp;0657-558 bietet die Möglichkeit, alternative Theorien zu testen. Es handelt sich um zwei Galaxienhaufen, die sich durchdrungen haben, wobei die Galaxien sich weitgehend kollisionslos bewegten, während das intergalaktische Gas der beiden Cluster per [[Stoßwelle]] wechselwirkte und in der Mitte zurückblieb. Einerseits wurde die sichtbare Masse der Galaxien und des Gases im optischen Spektralbereich bzw. im Röntgenlicht gemessen. Das Massenverhältnis Galaxie zu Gas liegt zwischen 2:15 und 3:15, d.&amp;amp;nbsp;h. das Gas überwiegt. Andererseits zeigte das über die Ablenkung des Lichts bestimmte [[Gravitationspotential]], dass die Masse bei den Galaxien überwiegt. Das ist verträglich mit der Version des [[ΛCDM-Modell|kosmologischen Standardmodells]], in der [[Dunkle Materie]] in Form von schweren, nicht-[[baryon]]ischen Teilchen vorkommt, während die MOND-Hypothese das Zentrum der Lichtablenkung beim Gas vorausgesagt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;proof&amp;quot;&amp;gt;Douglas Clowe et al.: &amp;#039;&amp;#039;A Direct Empirical Proof of the Existence of Dark Matter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Astrophys. J.&amp;#039;&amp;#039;, 648, 2006, S. L109–L113, [[doi:10.1086/508162]] ({{arXiv|astro-ph/0608407}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wird als Widerlegung der ursprünglichen MOND-Theorie angesehen. Mit weiter modifizierten Versionen von MOND lassen sich die Beobachtungen jedoch erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Arbey, F. Mahmoudi |Titel=Dark matter and the early Universe: A review |Sammelwerk=Progress in Particle and Nuclear Physics |Band=119 |Datum=2021 |Seiten=103865 |arXiv=2104.11488 |DOI=10.1016/j.ppnp.2021.103865}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mordehai Milgrom: &amp;#039;&amp;#039;Does Dark Matter Really Exist?&amp;#039;&amp;#039; Scientific American 8/2002; deutschsprachig: [https://www.spektrum.de/alias/dachzeile/gibt-es-dunkle-materie/829190 &amp;#039;&amp;#039;Gibt es Dunkle Materie?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spektrum der Wissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 10/2002, S. 34.&lt;br /&gt;
* Anthony Aguirre: [https://www.spektrum.de/alias/keine-schlechte-idee/mond-ist-umstritten-aber-keineswegs-abwegig/829192 &amp;#039;&amp;#039;„Mond“ ist umstritten, aber keineswegs abwegig&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spektrum der Wissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 10/2002, S. 39.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Mordehai Milgrom&lt;br /&gt;
   |Titel=MOND vs. dark matter in light of historical parallels&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Studies in History and Philosophy of Science Part B: Studies in History and Philosophy of Modern Physics&lt;br /&gt;
   |Band=71&lt;br /&gt;
   |Datum=2020&lt;br /&gt;
   |Seiten=170-195&lt;br /&gt;
   |arXiv=1910.04368&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1016/j.shpsb.2020.02.004}}&lt;br /&gt;
* [[David Merritt]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.cambridge.org/tw/universitypress/subjects/physics/history-philosophy-and-foundations-physics/philosophical-approach-mond-assessing-milgromian-research-program-cosmology?format=HB A Philosophical Approach to MOND]&amp;#039;&amp;#039; (Cambridge: [[Cambridge University Press]]), 282 pp., 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://astroweb.case.edu/ssm/mond/ The MOND pages]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.uni-bonn.de/de/neues/021-2022 |titel=Mehr Scheibengalaxien als die Theorie erlaubt. Studie der Uni Bonn: Beobachtungen stimmen schlecht mit dem Standardmodell der Kosmologie überein |datum=2022-02-04 |abruf=2022-02-05}}&lt;br /&gt;
* Deutschlandfunk, 6. Juni 2021: [https://www.deutschlandfunk.de/hubble-konstante-was-stimmt-nicht-mit-der-expansion-des-100.html Hubble-Konstante - Was stimmt nicht mit der Expansion des Universums?]&lt;br /&gt;
* Deutschlandradio Kultur, 8. September 2022: [https://www.deutschlandfunkkultur.de/zweifel-an-der-dunklen-materie-100.html Zweifel an der Dunklen Materie - Müssen wir das Universum neu denken?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Modifizierte Theorie der Gravitation}}{{Normdaten|TYP=s|GND=1218034122}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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