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	<title>Modest Graf von Korff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Modest_Graf_von_Korff&amp;diff=1846696&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freygangfreunde am 4. Februar 2026 um 08:56 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-04T08:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Modest-Alfred Leonard Graf von Korff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Januar]] [[1909]] in [[Bad Godesberg|Godesberg]]; † [[8. Mai]] [[1997]] in [[Bad Honnef]]) war ein deutscher Verwaltungsjurist, [[SS-Hauptsturmführer]] und [[Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] im [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutsch besetzten Frankreich]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], der wegen der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] von 220 [[Juden]] in das [[Vernichtungslager Auschwitz]] angeklagt war und aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und beruflicher Werdegang ==&lt;br /&gt;
Modest war der Sohn des Oberkirchenrats Emanuel Graf von Korff (1883–1945) und dessen Ehefrau Emma, geborene Müller (1879–1964). Korff hatte mehrere Geschwister. Die Wurzeln seiner Familie waren in Kurland und in Russland. Sein Urgroßvater war der russische Staatsmann, der wirkliche Geheimrat Graf [[Modest Andrejewitsch von Korff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium der [[Rechtswissenschaften]]. 1928 wurde er Mitglied des [[Corps Saxonia Göttingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Kösener Corpslisten]] 1996&amp;#039;&amp;#039;. Bad Kösen 1996, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;142&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Corps), 796 (Lfd. Nr. dort).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.500.443)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv ([[Bundesarchiv (Deutschland)|BArch]]) R 9361-IX KARTEI/22400255.&amp;lt;/ref&amp;gt; und schloss sich im selben Jahr der [[Schutzstaffel|SS]] an. Von 1937 an war er zwei Jahre lang als Verwaltungsjurist in verschiedenen Landratsämtern und Regierungspräsidien tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Graf Modest von Korff heiratete 1937 in Leverkusen Irmtraut Broeg (1909–2002), Tochter des Arztes Wilhelm Broeg und der Gertrud Bergemann. Irmtraut und Modest von Korff bekamen zwischen 1938 und 1953 vier Töchter und einen Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Im Mai 1940 erfolgte die Einberufung als [[Unteroffizier]] zur [[Wehrmacht]] in das deutsch besetzte Frankreich, wo er zunächst als [[Kriegsverwaltungsrat]] der Feldkommandantur in [[Rennes]] tätig war. Im Juni 1942 wurde er als SS-Hauptsturmführer zum [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD|Kommandeur der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes]] (KdS) von [[Châlons-en-Champagne|Châlons-sur-Marne]] ernannt. Dieses Amt bekleidete er bis Mai 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Krieg ==&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde von Korff in der Uniform eines [[Leutnant]]s der Wehrmacht von [[Vereinigte Staaten|amerikanischen]] [[US-Army|Truppen]] in [[Kärnten]] festgenommen und nach zweijähriger Internierungszeit den französischen Militärbehörden ausgeliefert. Im Jahr 1947 wurde ihm in [[Metz]] der Prozess gemacht, bei dem ihm allerdings lediglich Übergriffe gegen die französische [[Résistance]] zur Last gelegt wurden. Das Verfahren endete mit einem Freispruch. Seitens der DDR ermittelte nach aufgearbeiteten Findbüchern&amp;lt;ref&amp;gt;[[Simone Walther von Jena]]: &amp;#039;&amp;#039;Generalstaatsanwaltschaft der DDR. 1949–1990&amp;#039;&amp;#039;. Bestand: &amp;#039;&amp;#039;DP-3&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. BArch (Koblenz), Wirtschaftsverlag NW-Verlag für Neue Wissenschaft, Bremerhaven 2003,  ISBN 3-8650-9086-9, S. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt; später deren Generalstaatsanwaltschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurückgekehrt nach Deutschland, wurde von Korff zunächst Mitarbeiter des [[Bundesministerium für Angelegenheiten des Bundesrates|Bundesministeriums für Angelegenheiten des Bundesrates]], später wechselte er als [[Ministerialrat]] in das [[Bundeswirtschaftsministerium]], bis er 1974 pensioniert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14022780.html Prozesse: &amp;#039;&amp;#039;100 frs pro Jude&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]], 28. März 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wohnsitz der Familie war zeitweise Niederdollendorf im Siegkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freispruch aus Mangel an Beweisen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1988 wurde von Korff in [[Bonn]] als [[Zeit des Nationalsozialismus|NS]]-Tötungsverbrecher (Tatkomplex [[Schreibtischtäter|Schreibtischverbrechen]]) angeklagt. Verfahrensgegenstand war seine &amp;#039;&amp;#039;Mitwirkung an der Deportation von Juden aus dem Bereich der Sipo-Aussenstelle [[Chalons-sur-Marne]] durch Anordnung ihrer Verhaftung und Überstellung in das [[Sammellager Drancy|Haftlager Drancy]], von wo sie ins Konzentrationslager Auschwitz verbracht wurden&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Korff hatte – vorgeblich im Glauben, dass es sich bei den Deportationszügen um einen Einsatz zu Straßenbauarbeiten handelte – auch Greise, Schwerkranke, Kinder und Säuglinge verschickt. Dies wertete der Staatsanwalt als Beweis, dass er das wahre Ziel, die Vernichtung in Auschwitz, gekannt haben musste. In diesem Gerichtsprozess wurde von Korff freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=C.F. Rüter, D.W. de Mildt |url=https://junsv.nl/seiten?tx_junsv_pi2%5Baction%5D=listPagesByNumber&amp;amp;tx_junsv_pi2%5Bcontroller%5D=Book&amp;amp;tx_junsv_pi2%5Bpagenumber%5D=536&amp;amp;tx_junsv_pi2%5Bsection%5D=4917&amp;amp;tx_junsv_pi2%5Bvolume%5D=62&amp;amp;cHash=5b00c5e0817f7de24ea910fc91c7f830 |titel=JuNSV Lfd.Nr.904 |titelerg=Urteil des Landgerichts Bonn vom 17. November 1988, Az.: 24 N 3/83  |werk=Justiz und NS-Verbrechen Bd.XLVII |hrsg=Stichting voor wetenschappelijk onderzoek van nationaal-socialistische misdrijven, Amsterdam |datum= |seiten=536 ff. |abruf=2025-05-21 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach Ansicht des Gerichts gelang es nicht, die für eine Mittäter- oder Beihilfenschaft des Holocausts notwendigen gerichtsverwertbaren Beweise zu erbringen. Die Urteilsverkündung führte zu Unmutsbekundungen von aus Paris angereisten Juden sowie Angehörigen von Opfern, die durch Modest Graf von Korff von Frankreich nach Auschwitz deportiert und dort vergast worden waren. Nach Revision der Staatsanwaltschaft wurde der Freispruch am 30. November 1990 durch den [[Bundesgerichtshof]] bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesgerichtshof |url=https://research.wolterskluwer-online.de/document/4650d029-c322-4947-b95f-4576e8d8c014 |titel= Urteil vom 30. November 1990, Az.: 2 StR 44/90 |titelerg= |werk=Wolters Kluwer Online |abruf=2025-05-21 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Honnef Linzer Straße Neuer Friedhof Grab Modest Graf von Korff.jpg|Grab von Modest Graf von Korff auf dem [[Neuer Friedhof (Bad Honnef)|Neuen Friedhof]] in Bad Honnef.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Korf COA.jpg|mini|Gräfliches Wappen (1872) f. s. Urgroßvater &amp;#039;&amp;#039;Modest von Korff&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;small&amp;gt; (Haus v. Korff-Kurländisches Haus Brucken-Schönberg).&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Christoph Franke: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A/B&amp;#039;&amp;#039;. Band XIX, Band 146 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]]&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Deutsches Adelsarchiv]], C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2009, ISBN 978-3-7980-0846-5, {{ISSN|0435-2408}}, S. 168–195, insbesondere S. 193.&lt;br /&gt;
* [[Ahlrich Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Täter im Verhör. Die „Endlösung der Judenfrage“ in Frankreich 1940–1944&amp;#039;&amp;#039;. [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft|WBG]], Darmstadt 2005, ISBN 3-534-17564-6.&lt;br /&gt;
* Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-693-8.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Herbert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wandlungsprozesse in Westdeutschland. Belastung, Integration, Liberalisierung 1945–1980.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Wallstein Verlag, Göttingen 1998, ISBN 3-89244-609-1.&lt;br /&gt;
* Charles R. Ashman und Robert J. Wagman: &amp;#039;&amp;#039;Nazi Hunters: Behind the Worldwide Search for Nazi War Criminals.&amp;#039;&amp;#039; Pharos Books, New York 1988, ISBN 0-88687-357-6.&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1988/48/nichts-gewusst-alles-vergessen &amp;#039;&amp;#039;Nichts gewußt, alles vergessen&amp;#039;&amp;#039;,] Artikel, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 25. November 1988, {{ISSN|0044-2070}}, Nr. 48.&lt;br /&gt;
* [https://www.nytimes.com/1990/12/01/world/ex-nazi-s-aquittal-upheld.html &amp;#039;&amp;#039;Kurzer Bericht über den Entscheid des Bundesgerichtshofs vom 30. November 1990&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Dezember 1990. {{ISSN|0362-4331}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Friedrich von Ehrenkrook]], Friedrich Wilhelm Euler, [[Jürgen von Flotow]], [[Walter von Hueck]]: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1955&amp;#039;&amp;#039;. Band II, Band 10 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;GHdA&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Glücksburg/Ostsee 1955, {{ISSN|0435-2408}}, S. 208–210, insbesondere S. 209.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Freiherrlichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|D.A.G.]] Teil A (Uradel). 1940&amp;#039;&amp;#039;. Jahrgang 90, Justus Perthes, Gotha 1939. &amp;lt;small&amp;gt;Erst ab 1955 i. d. &amp;#039;&amp;#039;GHdA`s&amp;#039;&amp;#039; Zuordnung zu d. Gräflichen Häusern.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Estländischen Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039;. Band III, Verlag C. A. Starke, Görlitz 1929/1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Korff, Modest Graf Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsverwaltungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialrat (Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Korff (Baltische Linie)|Modest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf (Korff)|Modest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Korff, Modest Graf von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Korff, Modest-Alfred Leonard Graf von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Hauptsturmführer; Beamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Januar 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Godesberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Mai 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Honnef]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freygangfreunde</name></author>
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