<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Modern_Jazz</id>
	<title>Modern Jazz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Modern_Jazz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Modern_Jazz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T11:29:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Modern_Jazz&amp;diff=197420&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ede D: /* Geschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Modern_Jazz&amp;diff=197420&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-12T14:05:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist seit den 1950er Jahren eine Sammelbezeichnung für die [[Jazz]]stile, die einsetzend mit dem [[Bebop]] nach dem [[Swing (Musikrichtung)|Swing]]-Stil zwischen 1940 und 1960 entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ekkehard Jost: &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; in: Wolf Kampmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reclams Jazzlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2003, S. 651&amp;lt;/ref&amp;gt; Teilweise wird der Begriff auch verwendet, um alle Jazzformen zu bezeichnen, die nach dem [[Traditional Jazz]] entstanden&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJ&amp;quot;&amp;gt;[[Ted Gioia]], &amp;#039;&amp;#039;History of Jazz&amp;#039;&amp;#039;, Oxford University Press 2021, Kapitel 6: Modern Jazz&amp;lt;/ref&amp;gt; oder wird in anderer Weise zur Abgrenzung von älteren Teilen der Jazzgeschichte benutzt, entsprechend der wörtlichen Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; aus dem Englischen.&amp;lt;ref&amp;gt;So verwendet [[Jürgen Wölfer]], &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Jazz&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Hannibal Verlag, St. Andrä 1999, S. 313, „moderner Jazz“ als „Sammelbegriff für alle ‚modernen‘ Jazz-Stile seit dem Bebop (…), bei denen eine Annäherung an europäische Musizierweisen versucht wird.“ Als Jazzstile nennt er ausdrücklich Cool und West Coast Jazz sowie Hard-Bop.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; wurde durch das [[Modern Jazz Quartet]], das den [[Terminus]] sogar programmatisch im Namen führte, in den 1950er Jahren zu einem beim Jazzpublikum gebräuchlichen Begriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der [[Bebop]] löste Anfang der 1940er Jahre den [[Swing (Musikrichtung)|Swing(stil)]] ab und war der erste Stil des &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039;. Mit seiner Entstehung werden vor allem die Musiker [[Charlie Parker]], [[Dizzy Gillespie]], [[Thelonious Monk]] und [[Kenny Clarke]] verbunden. Im Gegensatz zu den vorherigen Jazzstilen ist er nicht mehr ein Massentanzstil wie besonders der Swingstil der 1930er, sondern mehr „Zuhörmusik“ (&amp;#039;sophisticated&amp;#039;). Letztlich verwandelte sich der Jazz so in ein tendenziell experimentelles Musikgenre. Das bedeutete aber zugleich die Abkehr von der Vorherrschaft des Jazz als populäre Musik; vielmehr wurde der Jazz nun zu einer Musik mit Kunstanspruch, die sich an ein viel kleineres Publikum wendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den Stilen des &amp;#039;&amp;#039;Traditional Jazz&amp;#039;&amp;#039;, dessen Songs auf einfachen Harmonien aufbauen, wurde nun eine mit erweiterten Akkorden angereicherte komplexe Harmonik verwendet. Zudem besaß der &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; eine wesentlich größere Dynamik sowie Abstraktheit. Er erreichte in der öffentlichen Wahrnehmung Höhepunkte mit Musikern wie [[Miles Davis]], [[Oscar Peterson]] oder [[Cannonball Adderley]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; reicherte den Jazz insgesamt und (in der Folge) die ganze [[Popularmusik]] mit vielerlei neuen Einflüssen an. Man führte ab Ende der 1940er Jahre neue Instrumente (beispielsweise das [[Horn (Blechblasinstrument)|Horn]] oder Perkussionsinstrumente wie die [[Maracas]]) ein. Außerdem begann man, mit Einflüssen anderer Kulturen zu experimentieren, beispielsweise aus Afrika, wo der moderne Jazz auch dabei half, eine neue afrikanische Identität zu formen,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu auch Robin D.G. Kelley &amp;#039;&amp;#039;Africa Speaks, America Answers: Modern jazz in revolutionary times.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, 2012, der dazu die Biographien von [[Randy Weston]], [[Ahmed Abdul-Malik]], [[Guy Warren]] und [[Sathima Benjamin]] untersuchte.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Indien. Der sogenannte Achtel-Swing (höre/siehe besonders Charlie Parker) entstand, und ungerade Taktarten fanden Eingang (&amp;#039;&amp;#039;[[Take Five]]&amp;#039;&amp;#039;, komponiert von [[Paul Desmond]] und populär geworden durch dessen Einspielung mit dem Quartett von [[Dave Brubeck]], 1959).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den späten 1950er Jahren begannen Musiker wie [[John Lewis (Pianist)|John Lewis]] oder [[Gunther Schuller]], Elemente des Jazz mit „[[Neue Musik|Neuer Musik]]“ (aus dem Bereich der „Klassischen Musik“) zu kombinieren. Diesen Stil nennt man [[Third Stream]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 erschien mit &amp;#039;&amp;#039;[[Kind of Blue]]&amp;#039;&amp;#039; von Miles Davis, das er unter anderem mit [[John Coltrane]] und Cannonball Adderley einspielte, das erste einflussreiche Album des „Modalen Jazz“. Dieser Stil basiert auf der Jazztheorie der Skalen („theory of modes“) des Pianisten [[George Russell (Musiker)|George Russell]]. Jener Jazzstil ist dadurch gekennzeichnet, dass über eine Tonleiter (Modus, Skala) anstatt über einer Harmoniefolge des Themas improvisiert wird. Der [[Modaler Jazz|Modal Jazz]] ist die letzte Modern-Jazz-Stufe in den 1950er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Newport Jazz Festival]] 1958, das in einem berühmten Film ([[Jazz an einem Sommerabend]]) dokumentiert ist, gilt als das letzte Jazzfestival des &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; vor dem Übergang zum [[Free Jazz|Freejazz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modern-Jazz-Stile ==&lt;br /&gt;
*[[Bebop]]&lt;br /&gt;
*[[Afro Cuban Jazz]]&lt;br /&gt;
*[[Hard Bop]] und [[Soul Jazz]] als dessen Unterstil&lt;br /&gt;
*[[Cool Jazz]]&lt;br /&gt;
*[[West Coast Jazz]]&lt;br /&gt;
*[[Modal Jazz]]&lt;br /&gt;
*[[Bossa Nova]]&lt;br /&gt;
*[[Latin Jazz]]&lt;br /&gt;
* [[Third Stream]], [[Progressive Jazz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ersten, engeren Definition (s.&amp;amp;nbsp;o.) ist die Jazz-Entwicklung mit dem &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; nicht zu Ende. Vielmehr entstehen ab etwa 1960 der Free Jazz und [[Fusion (Musik)|Fusion]], die als außerhalb des &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; stehend angesehen werden. Selbst der [[Neobop]] müsste dann ebenso wie der postmoderne [[Avantgarde Jazz]], der [[Ethno-Jazz]] oder andere Formen eines [[Crossover (Musik)|Cross-Over]] abgegrenzt werden, weil in sie Elemente späterer Jazzstile eingegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modern-Jazz-Standards ==&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; zwischen 1940 und 1960 entstanden zahlreiche Kompositionen, die im Laufe der Jahre häufig auch von anderen Musikern aufgegriffen und zu [[Jazzstandard]]s wurden. Hierzu zählen [[Bebop head]]s von Charlie Parker (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Billie’s Bounce]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Ornithology]]&amp;#039;&amp;#039;), aber auch zahlreiche Original-Kompositionen von Dizzy Gillespie (&amp;#039;&amp;#039;[[A Night in Tunisia]]&amp;#039;&amp;#039;) und von Thelonious Monk (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[’Round Midnight|Round Midnight]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Well You Needn’t]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blue Monk&amp;#039;&amp;#039;) ebenso wie Kompositionen von John Lewis (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Django (Jazzstandard)|Django]]&amp;#039;&amp;#039;) und weiteren Boppern und Cool-Jazz-Protagonisten. Auch nach der ersten Blütezeit des &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; sind aber noch Stücke entstanden, die heute im allgemeinen Repertoire sind; beispielhaft seien hier &amp;#039;&amp;#039;Bluesette&amp;#039;&amp;#039; (von [[Toots Thielemans]]), &amp;#039;&amp;#039;[[The Girl from Ipanema]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Antônio Carlos Jobim]]), &amp;#039;&amp;#039;[[St. Thomas (Jazzstandard)|St. Thomas]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Sonny Rollins]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Moanin’ (Jazzstandard)|Moanin’]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Bobby Timmons]]) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Giant Steps (Jazzstandard)|Giant Steps]]&amp;#039;&amp;#039; ([[John Coltrane]]) genannt. Andere Stücke sind „von außen“ in den Jazz gelangt – etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Manhã de Carnaval]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Film [[Orfeu Negro]] oder &amp;#039;&amp;#039;[[Autumn Leaves]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Bereich des Chanson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unschärfen in der Begriffsverwendung ==&lt;br /&gt;
Wie der Name &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; (wörtliche Übersetzung aus dem Englischen: &amp;#039;&amp;#039;Moderner Jazz&amp;#039;&amp;#039;) und auch die Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Zeitgenössischer Jazz&amp;#039;&amp;#039; (Englisch: &amp;#039;&amp;#039;Contemporary Jazz&amp;#039;&amp;#039;) schon sagt, kann das Verständnis von „modernem“ Jazz stark davon abhängen, in welcher Zeit man sich befindet; so galt etwa in den 1940er-Jahren der [[Bebop]] als „modern“ im Vergleich zu dem [[Bigband]]-Swing, der davor populär war. Im 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wird &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; zum Teil auch auf Werke des Jazz bezogen, die seit den 1990er-Jahren entstanden sind, eine Reihe aktuellerer jazzfremder Musikströmungen (vergleiche auch [[Modern Creative]]) und auch ältere Jazzstile wie Swing einbezieht, so dass die Grenzen verwischt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fuel&amp;quot; /&amp;gt; Spielformen des &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; können durchaus Bestandteile experimentierfreudiger Genres (wie dem [[Free Jazz]]) aufnehmen, wie bestimmte Harmonieformen, komplizierte Melodien und ungerade Taktarten. Es können ebenso Einflüsse anderer Genres wie der Klassischen bzw. [[Neue Musik|Neuen Musik]] des 20. Jahrhunderts oder Klängen aus nicht-westlichen Kulturen wie im [[Fusion (Musik)|Fusion]] der 1970er Jahre verarbeitet werden. So haben es einige Modern-Jazz-Künstler geschafft, aus relativ komplexen Quellen zugängliches und hochmelodisches Material zu erstellen. Zu nennen wären hier Musiker wie [[Esperanza Spalding]], [[Brad Mehldau]], [[Vijay Iyer]], [[Kurt Rosenwinkel]], [[Jason Moran]], [[Ambrose Akinmusire]] und [[Marius Neset]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;fuel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matt Fripp |url=https://jazzfuel.com/types-of-jazz-music-styles/ |titel=The Different Types &amp;amp; Styles of Jazz Music |werk= |hrsg=jazzfuel.com |datum=2021-05-18 |sprache=en |abruf=2021-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Mainstream Jazz]]&lt;br /&gt;
*[[Jazzgeschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Ernst Berendt]], [[Günther Huesmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch. Von New Orleans bis ins 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-15964-2.&lt;br /&gt;
* [[Carlo Bohländer]], Karl Heinz Holler, Christian Pfarr: &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Jazzführer]].&amp;#039;&amp;#039; 5., durchgesehene und ergänzte Auflage. Reclam, Stuttgart 2000, ISBN 3-15-010464-5.&lt;br /&gt;
* Ted Gioia: &amp;#039;&amp;#039;West Coast Jazz: Modern Jazz in California, 1945–1960.&amp;#039;&amp;#039; Verbesserte Neuauflage. Berkeley, University of California Press, 1998; ISBN 0-520-21729-2.&lt;br /&gt;
* [[Ekkehard Jost]]: &amp;#039;&amp;#039;Modern Jazz&amp;#039;&amp;#039; in: [[Wolf Kampmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Jazzlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-010528-5.&lt;br /&gt;
* Kenny Mathieson: &amp;#039;&amp;#039;Giant Steps: Bebop and the Creators of Modern Jazz, 1945–65.&amp;#039;&amp;#039; Canongate Books, 2001; ISBN 978-0-86241-859-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Stil]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ede D</name></author>
	</entry>
</feed>