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	<title>Mobilismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:10:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mobilismus&amp;diff=255125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Beweise des Paläomagnetismus */ Todesjahr hinzugefügt</title>
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		<updated>2024-08-21T19:06:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beweise des Paläomagnetismus: &lt;/span&gt; Todesjahr hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mobilismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;lat.&amp;#039;&amp;#039; mobilis = beweglich) bezeichnet eine Denkrichtung der [[Geotektonik]] und globalen [[Geodynamik]], die von [[Alfred Wegener]] 1912 und 1929 begründet wurde. Sie sieht als Ursache für die strukturbildenden Prozesse der [[Lithosphäre]] neben vertikalen auch merkliche horizontale Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Wegbereitern des Mobilismus, der heute durch den Nachweis der [[Kontinentalverschiebung]]en als erwiesen gilt, zählen auch andere Geologen der Jahrhundertwende, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Otto Ampferer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kontinentalverschiebung nach Alfred Wegener ==&lt;br /&gt;
Wegener nahm bei seiner These der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]] eine ehemals geschlossene, aber um die Hälfte geringmächtigere [[sial]]ische [[Erdkruste]] an, von der gegenwärtig nur noch zusammengeschobene Reste in Gestalt der Kontinente vorhanden sind. Die dem [[Fixismus]] zugrunde liegende Schrumpfung der Erde als Ursache der [[Gebirgsbildung]] lehnte er aus mechanischen Gründen ab, ebenso die Entstehung der [[Ozean]]e durch Verschwinden ehemaliger [[Isthmus (Geographie)|Landbrücken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Auffassung nach „schwimmen“ die spezifisch leichteren Kontinente (durchschnittliche [[Gesteinsdichte]] der oberen Erdkruste etwa 2,7&amp;amp;nbsp;g/cm³) entsprechend dem Gesetz des Schwimmgleichgewichts ([[Isostasie]]) in der etwas dichteren, zähplastischen Unterlage des [[Erdmantel]]s, genauer der [[Asthenosphäre]]. Der Motor für die [[geologisch]] und biologisch belegbaren kontinentalen Verschiebungen, die zeitgleich sowohl Kompression als auch Zerrungsstrukturen (Falten bzw. Brüche) verursachen können, wird von ihm hauptsächlich in einer durch [[Erdrotation]] und [[Gezeitenreibung]] bedingten [[Westdrift]] sowie in der „[[Polflucht]] der Kontinente“ gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während nach der Verschiebungshypothese ein passives „Driften“ der Kontinente auf der [[sima]]tischen Unterlage stattfindet, nennt [[Otto Ampferer]] (1875–1947) in seiner [[Unterströmungstheorie|&amp;#039;&amp;#039;Unterströmungshypothese&amp;#039;&amp;#039;]] für alle Bewegungen der Erdkruste – ausgehend von den weitreichenden [[Aufschiebung|Überschiebung]]en in den [[Faltengebirge]]n – Massenverlagerungen unter der festen Erdsphäre als Ursache. Lange Zeit konnte sich der Mobilismus gegen die fixistischen Vorstellungen nicht durchsetzen. Neue Untersuchungsverfahren, insbesondere die in den 1950er-Jahren einsetzende Erforschung der [[Meeresboden|Meeresböden]], erbrachten dann eine Fülle von Argumenten für den Mobilismus und die [[Kontinentaldrift]]. Heute erkennen fast alle [[Geowissenschaftler]] die mobilistische Konzeption an, und mit kosmischen [[Satellitengeodäsie|Methoden]] wie GPS und [[VLBI]] sind die jährlichen Bewegungsraten (2–20&amp;amp;nbsp;cm) eindeutig nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beweise des Paläomagnetismus ==&lt;br /&gt;
Den ersten Anlass zu Wegeners Vermutung ergaben Befunde der [[Erdmagnetfeld#Vergangenheit|Paläomagnetik]], die an den Polwanderungskurven eine Verschiebung der Kontinente in der geologischen Vergangenheit widerspiegelt. Auch nahe Verwandtschaften der [[Flora]] und [[Fauna]] beidseits des [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] und [[Indik]] bestätigten die Hypothese der Kontinentalwanderung. In der Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckte man dann am Grunde der Ozeane die [[Mittelozeanischer Rücken|mittelozeanischen Rücken]] – ein System zusammenhängender [[Gebirgszug|Gebirgszüge]] mit Zentralgräben, das den gesamten Erdball umspannt und sich durch erhöhten Magnetismus, [[Vulkanismus]] und häufige [[Erdbeben]] auszeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess]] (1906–1969) konzipierte 1960 die Modellvorstellung der Ozeanbodenspreizung ([[Seafloor spreading]]) als Erklärung für die Entstehung von Tafelbergen in der Tiefsee, den so genannten [[Guyot]]s. Sie erfuhr bereits 1963 durch [[Frederick John Vine]] (1939–2024) und [[Drummond Hoyle Matthews]] (1931–1997) eine physikalische Untermauerung aus dem Bereich des Paläomagnetismus. Man hatte streifenförmige magnetische [[Erdmagnetfeld#Stärke und Form|Anomalien]] im [[basalt]]ischen [[Ozeanboden]] (MORB) entdeckt, die symmetrisch zu den mittelozeanischen Rücken angeordnet und von Transform[[geologische Störung|störungen]] unterbrochen waren. Sie belegen die regelmäßig auftretenden [[Polsprung|Polsprünge]] des [[Erdmagnetfeld]]es, die sich in der [[Ozeanische Kruste|ozeanischen Kruste]] abzeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Modell der Plattentektonik ==&lt;br /&gt;
Die auf der Annahme einer [[Mantelkonvektion]] beruhende Hypothese der Ozeanbodenspreizung führte Ende der 1960er – gestützt durch neu kompilierte, detaillierte Erdbebenkarten – zu einer neuen Globaltektonik, die unter dem Namen [[Plattentektonik]] bis heute das herrschende Denkmodell in den Geowissenschaften ist. Die Autoren [[Bryan Isacks]], [[Jack Oliver (Geophysiker)|Jack Oliver]] und [[Lynn Ray Sykes]] (1968) hatten das Modell zunächst nur anhand geophysikalischer Fakten abgeleitet, doch fand es bald eine entscheidende Stützung durch ein umfangreiches Programm von [[Tiefbohrung]]en. Die Bohrkerne zeigten, durch [[Fossilien]] belegt, eine deutliche Zunahme des [[Gesteinsalter]]s beiderseits des mittelatlantischen Rückensystems. Außerdem konnte eine frappierende Korrespondenz mit den absoluten Altersbestimmungen der unter den geringmächtigen Ozeanbodensedimenten erbohrten basaltischen [[Ozeanische Kruste|ozeanischen Kruste]] festgestellt werden. Auch die Beobachtung einer anwachsenden Mächtigkeit der Sedimentbedeckung des Ozeanbodens mit zunehmendem Abstand von den mittelozeanischen Rücken stützt die Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theorie der &amp;#039;&amp;#039;Plattentektonik&amp;#039;&amp;#039; geht davon aus, dass die [[Lithosphäre]], bestehend aus der kontinentalen und ozeanischen Kruste und dem obersten Erdmantel, sich aus einer Reihe riesiger Platten von 70 bis 100&amp;amp;nbsp;km Dicke zusammensetzt, die sich in der Größenordnung von Zentimetern pro Jahr relativ zueinander bewegen. Die Bewegung soll nicht – wie bei Wegeners Analogie zu driftenden [[Eisberg]]en – passiv erfolgen, sondern durch [[konvektiv]]e Strömungen im unteren Teil des oberen Erdmantels verursacht sein. Bei allen dafür sprechenden Argumenten bleibt die Plattentektonik (über die erwiesene [[Kinematik]] hinaus) eine unbewiesene Hypothese, weil sie zahlreiche Phänomene und die zugrundeliegenden Kräfte nicht widerspruchsfrei erklären kann. Einer der Hauptvorwürfe, der gegen ihre Verfechter erhoben wird, ist die ungenügende Berücksichtigung der auf den Kontinenten seit den letzten 150 Jahren systematisch erforschten [[Geologie|geologischen]] Fakten und die zu starke Verallgemeinerung nicht schlüssig bewiesener [[geophysik]]alischer Befunde aus dem Ozeanbereich. Des Weiteren werden die unklaren Mechanismen der Plattenbewegungen sowie der [[Subduktion]] und [[Konvektion]] bemängelt. Dennoch ist die Theorie das am besten fundierte, wenngleich nicht vollständig gesicherte Modell der Globaltektonik, das sich in seiner praktischen Anwendung bei der erfolgreichen [[Prospektion (Geologie)|Prospektion]] von Lagerstätten bereits vielfach bewährt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Expansionstheorie ==&lt;br /&gt;
Anders als die Plattentektoniker, nach denen sich der [[Erdradius]] in den letzten 300 Millionen Jahren nicht merklich änderte, nehmen die Vertreter der &amp;#039;&amp;#039;[[Expansionstheorie]]&amp;#039;&amp;#039; eine ständige Vergrößerung des Erdvolumens an (nach Egyeds Lehrbuch liegt sie im Millimeter-Bereich). Ursache wäre entweder eine langsame Abnahme der [[Gravitationskonstante]] (Annahme von [[Paul Dirac]] 1938) oder die [[Wärme]]produktion im Erdinnern, welche den abkühlungsbedingten Verlust übersteigen soll. Dies könnte durch [[radioaktiv]]e Prozesse bedingt sein ([[John Joly]] (1857–1933), Lit.(1) publiziert 1925), oder durch mineralogische [[Phasenumwandlung]]en ([[Ott Christoph Hilgenberg|O.C. Hilgenberg]], publ.1933). Der Hypothese nach haben sich die Ozeane erst zu Beginn des [[Kambrium]]s gebildet, und die seither erfolgte Radiuszunahme gibt [[László Egyed]] (publ. 1957) mit 500&amp;amp;nbsp;km an. Die Änderungen der [[Dichte]] im Erdinneren und die parallelen Phasenumwandlungen werden mit der [[Diracsche Hypothese|Diracschen Hypothese]] von der Abnahme der Gravitation in Verbindung gebracht, als deren Folge [[Pascual Jordan]] (1902–1980) im Jahr 1964 eine für &amp;#039;&amp;#039;alle [[Planet]]en&amp;#039;&amp;#039; zutreffende Expansion postulierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So einfach sich die heutigen [[Kontinent]]e nach dem Expansionskonzept auf eine geschlossene Hülle einer früher kleineren Erde zurückführen ließen ([[Samuel Warren Carey]] (1911–2002), Lit.(2) publiziert 1976), so schwierig ist die wissenschaftliche Beweisführung der dabei ablaufenden Prozesse. Die Expansionstheorie wird von den meisten Geowissenschaftlern heute verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Geologie]]&lt;br /&gt;
* [[NUVEL]]-Modell&lt;br /&gt;
* [[Gezeiten]]&lt;br /&gt;
* [[Erdgezeiten]]&lt;br /&gt;
* [[Erdspektroskopie]]&lt;br /&gt;
* [[Fixismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Joly]]: &amp;#039;&amp;#039;Radioactivity and geology. An account of the influence of radioactive energy on terrestrial history.&amp;#039;&amp;#039; Constable, London 1909.&lt;br /&gt;
* [[Samuel Warren Carey|S. Warren Carey]]: &amp;#039;&amp;#039;The expanding earth&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Developments in Geotectonics.&amp;#039;&amp;#039; 10). Elsevier, Amsterdam u. a. 1976, ISBN 0-444-41485-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodäsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Geologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planetologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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