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	<title>Mobilfunkanbieter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:14:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mobilfunkanbieter&amp;diff=473049&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Catullus26: /* Abgrenzung */</title>
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		<updated>2026-03-20T06:47:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abgrenzung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mobilfunkanbieter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder auch &amp;#039;&amp;#039;Mobilfunkdiscounter&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Mobilfunkprovider&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|mobile virtual network operator}}, kurz {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;MVNO&amp;#039;&amp;#039;}}) bezeichnet man im [[Mobilfunk]]bereich solche Telekommunikationsdiensteanbieter, die vergleichsweise günstige Gesprächsminuten wie ein [[Discounter]] ohne Gerätesubventionen anbieten und dabei über kein eigenes [[Mobilfunknetz]] verfügen, sondern als Service-Provider auf die Netz-Infrastruktur der großen [[Mobilfunknetzbetreiber]] (MNO) mittels Kooperationsverträgen zurückgreifen. Dies führen sie durch, indem Ressourcen bei dem jeweiligen Anbieter angemietet und Verträge unter eigenem Namen verkauft werden. Oft handelt es sich dabei um Tochterunternehmen des eigentlichen Mobilfunknetzbetreiber, bspw. [[Congstar]], welches eine Tochter der [[Telekom Deutschland|Telekom]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
In den Anfangszeiten der Mobilfunk-[[Wiederverkäufer]] überwog die technische Definition eines [[Mobilfunknetzbetreiber]]s (auch: [[Telekommunikationsnetzbetreiber]]), z.&amp;amp;nbsp;B. laut einer Ovum-Studie aus dem Jahre 2000: ein Unternehmen, das über eigene [[Global System for Mobile Communications|GSM]]-Infrastruktur wie etwa ein [[Mobile Switching Center]] (MSC) und ggf. auch ein &amp;#039;&amp;#039;Core Network&amp;#039;&amp;#039; verfügt, d.&amp;amp;nbsp;h. über alle Infrastruktureinrichtungen eines Mobilnetzbetreibers mit Ausnahme des Radionetzes (der sogenannten [[Luftschnittstelle]]). Nach dieser Definition gäbe es allerdings weltweit nur wenige Mobilfunknetzbetreiber; in Deutschland gäbe es im Jahr 2018 die aktiven Mobile [[Bitstromzugang|Bitstream Access]]-MVNOs (MBA-MVNOs) [[1&amp;amp;1|1&amp;amp;1 Drillisch]], [[Sipgate]] (auch mit Satelite), [[Truephone]] und [[Lycamobile]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Henning Gajek |Titel=BREKO plädiert für MVNO und Diensteanbieter bei 5G |Online=https://www.teltarif.de/glasfaser-netzausbau-5g-mvno-diensteanbieter-service-provider/news/73397.html |Abruf=2018-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1&amp;amp;1 Drillisch besitzt eine bisher ungenutzte MVNO-Lizenz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Henning Gajek |Titel=Analyst: Viertes Netz in Deutschland? Nein Danke! |Online=http://pda.teltarif.de/5g-vierter-betreiber-lizenz-breitband/news/73584.html |Abruf=2018-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Österreich aktiv ist [[spusu]], ein Discount-MVNO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Alternative zum Aufbau eines echten Mobilfunknetzbetreibers gilt die Nutzung der Dienste eines [[Mobile Virtual Network Enabler]]s (MVNE), der tatsächlich (zumindest teilweise) in Infrastruktur investiert und diese dritten Unternehmen zur Nutzung anbietet, ohne dass diese selbst investieren müssten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat sich eine Definition nach dem Marktangang durchgesetzt, nach der es zwei Typen MVNO gibt: den Ziel- oder Kundengruppenanbieter (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Yourfone]]) und den Discountanbieter, der möglichst günstige Tarife bei wenig Aufwand anbietet (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Aldi Talk (Deutschland)|Aldi Talk]]). In Deutschland haben sich besonders die Discountanbieter durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Investition in den Aufbau eines eigenen [[Home Location Register]] (HLR), welche mehr Flexibilität hinsichtlich der Auswahl von Gastnetzen und Roamingpartnern brächte, wurde von den meisten im Markt präsenten Anbietern vermieden, weshalb die MVNO-Definition mittlerweile auch auf Mobilfunkprovider ausgedehnt wurde. Diese [[Wiederverkäufer]] entsprachen jedoch noch nicht der Definition eines Discounters, da klassisches Laufzeitvertrags-Geschäft mit Gerätesubventionen und diversen besonderen Dienstleistungen ([[englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|added value}}&amp;#039;&amp;#039;) betrieben wurde. Bekannte Non-Discount-MVNO in Deutschland sind [[Mobilcom]], [[Debitel]], die aus dem Zusammenschluss von Alphatel, Telco und VictorVox hervorgegangene [[1&amp;amp;1|Drillisch]] Telcom GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.prepaid-wiki.de/tarife/ALPHATEL&amp;lt;/ref&amp;gt; oder das nicht mehr am Markt agierende [[Quam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erster MVNO&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.yozzo.com/mvno-wiki/the-history-of-mvno &amp;#039;&amp;#039;The History of MVNO&amp;#039;&amp;#039;], Yozzo.com, 4. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; war 1999 der britische Anbieter [[Virgin Mobile]], der heute auch in [[Kanada]], [[Australien]] und den [[USA]] aktiv ist, und über fünf Millionen Kunden hat. Der große Erfolg dieses Anbieters ließ zahlreiche weitere Unternehmen folgen. Weltweit gibt es im Jahr 2006 etwa 200 MVNO. In Ländern wie Großbritannien, Dänemark, Finnland, Australien, den USA und den Niederlanden gibt es bereits zahlreiche MVNO. In Österreich und Frankreich begannen im Jahr 2005 die ersten Anbieter mit einem Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Kooperation von [[O2 Germany|O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] mit [[Tchibo]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/61182 | wayback=20050703001059 | text=&amp;#039;&amp;#039;Geiz ist geil&amp;#039;&amp;#039; erhält Einzug im Mobilfunk}}, [[Heise Newsticker]], 29. Juni 2005&amp;lt;/ref&amp;gt; als &amp;#039;&amp;#039;[[Tchibo Mobil]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.teltarif.de/nofrills-provider-tchibo-telefonica-geschichte/news/78219.html &amp;#039;&amp;#039;Tchibo Mobil feiert 15. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;], [[teltarif.de]], 6. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; erfuhr der Markt 2004 in Deutschland einen ungeahnten Aufschwung, der mit Aldi im Jahr 2005 einen erfolgreichen Nachahmer fand. Nach dem Vertriebsstart vieler Mobilfunk-Discounter Ende 2005 überwiegen unter den MVNO die Discounter zwar zahlenmäßig als Anbieter, wenngleich Anfang 2006 auf Grundlage der Pressemitteilungen der Anbieter anzunehmen ist, dass hinsichtlich der Kundenzahlen die klassischen Non-Discount-Anbieter führen.&lt;br /&gt;
Bei den Mobilfunk-Discountern handelt es sich meist um schlanke [[Unternehmensgründung]]en (oft Tochtergesellschaften bekannter Unternehmen), deren Kernkompetenz außerhalb des Mobilfunkbranche liegt, die also vornehmlich marktseitig agieren (mit eigenen [[Tarif]]-Strukturen) und dabei ihre technische Komplexität auf ein Minimum reduzieren wollen und müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschäftsmodell ==&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu den klassischen Mobilfunkanbietern erfolgt der Vertrieb nicht über spezialisierte Ladengeschäfte bzw. [[Filiale]]n oder Elektronikmärkte, sondern über [[Supermarkt|Supermärkte]] oder per [[Direktvertrieb]] per [[Internet]] und [[Telefon]]. Das Gebührenschema ist bewusst einfach gehalten („[[No frills]]“), die Unternehmen setzen auf Rund-um-die-Uhr-ein-Preis-Tarife. Es gibt nur einen einheitlichen, niedrigen Minutenpreis in das Festnetz und alle Mobilfunknetze zu jeder Uhrzeit. Nachdem anfangs von den Verbrauchern seltener genutzte und verglichene Leistungen wie [[Roaming]], Anrufe ins Ausland und [[General Packet Radio Service|Datendienste]] generell nicht verfügbar oder erheblich teurer als bei anderen Tarifen waren, gibt es zwischenzeitlich Discounter, die auch diese Dienste zu einheitlichen, im Marktvergleich sehr günstigen Tarifen anbieten. Teilweise trieb das Nicht-Anbieten von Zusatz-Features seltsame Blüten: Bei den deutschen Discountern des E-Plus-Netzes war es bis Frühjahr 2007 nicht möglich, die [[Anrufbeantworter|Mailbox]] zu deaktivieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.teltarif.de/forum/a-simyo/314-1.html &amp;#039;&amp;#039;Mailbox und SMS-Benachrichtigungen deaktivieren&amp;#039;&amp;#039;], Teltarif Forum, 16. Juni 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird keine [[Grundgebühr (Betriebswirtschaft)|Grundgebühr]] erhoben, ein [[Mindestumsatz]] fällt nicht an und eine Mindestvertragslaufzeit wird nicht eingegangen. Dafür gibt es bei einigen Anbietern Geringnutzungsgebühren oder Sonderkündigungsrechte bei wenig Umsatz. Darüber hinaus werden keine [[Subvention]]en für den Kauf eines neuen [[Mobiltelefon]]s verrechnet, weshalb der Kunde ein [[SIM-Lock|SIM-Lock-freies]] Mobiltelefon benötigt. Einige Anbieter sind zu diesem Zweck bereits Kooperationen mit Elektronik-Märkten oder Versandhandel eingegangen und bieten passende SIM-Lock-freie Mobiltelefone dazu an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den meisten [[Postpaid]]-Angeboten erfolgt die [[Rechnungslegung]] lediglich elektronisch kostenfrei. Die postalische Zusendung einer gedruckten Rechnung wird optional gegen Aufpreis angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Der Mobilfunk-Bereich ist ein ständig wachsender und auch [[Profit|lukrativer]] [[Markt]]. Da es aber nur wenige Unternehmen gibt, die über eigene Netze verfügen, wird nach neuen Geschäftsmodellen gesucht, die auch andere Unternehmen am Markt partizipieren lassen. In Anbetracht der bereits Ende 2004 erreichten hohen [[Marktsättigung]] sind Zuwachsraten hauptsächlich durch Verdrängungswettbewerb zu erzielen. Über günstigere Tarifmodelle würden jedoch die Umsätze im bestehenden Kundenstamm gefährdet, was die Etablierung der No-Frills-Marken als 100-Prozent-Töchter der bestehenden Operatoren erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Zuwachspotential ergibt sich in der Erschließung von bislang nicht zugänglichen Kundenkreisen. Mit komplett eingekauften [[Wiederverkäufer|Resale]]-Produkten können erfolgreiche Markenführer ihre bestehenden [[Kundenbeziehung]]en nutzen, um bislang nicht mobil telefonierende Kunden anzusprechen.&lt;br /&gt;
Vergleichbar mit [[Call-by-Call]]-Telefonieanbietern und [[Internetdienstanbieter|Internet-Zugangsprovidern]] existieren inzwischen vorgefertigte Konzepte, die den technischen Aufwand für die Bereitstellung einer neuen Mobilfunkmarke auf ein Minimum reduzieren. Der zu überwindende [[Markteintritt]]swiderstand besteht also in der Positionierung am Markt und dem Vertrieb des Produktes und nicht mehr in der technischen Abwicklung (Netzbetrieb, [[Logistik]], Abrechnung), da dieser vom eigentlichen Network-Operator (oder einem zwischengeschalteten Mobilfunkprovider) als [[Vorleistung (Recht)|Vorleistung]] im Namen des Anbieters erbracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Discount-Anbieter treten mit ihren Tarifen als Zwischenhändler auf, kaufen bei den Netzinhabern Gesprächsminuten ein und geben sie anschließend an ihre eigenen Kunden weiter – natürlich mit einem kleinen Preisaufschlag. Mobilfunk-Discounter sind also nichts anderes als Zwischenhändler. Sie werden deshalb auch als Mobile Virtual Network Operators (MVNO) bezeichnet, also virtuelle Mobilfunknetzbetreiber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ländern wie [[Dänemark]] und [[Schweden]] telefonierten 2005 bereits bis zu 20 Prozent der Handy-Besitzer zu Discount-Konditionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mobile virtual network operators|Mobilfunkanbieter}}&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mobilfunkanbieter in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mobilfunkanbieter in Österreich]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Mobilfunkmarkt#Service-Provider]] (Liste der Mobilfunkanbieter in der Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mobilfunkanbieter in Namibia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mobilfunkanbieter| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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