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	<title>Mob - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mob&amp;diff=123862&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger am 28. Mai 2025 um 15:10 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-28T15:10:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mob&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|mob}} „aufgewiegelte Volksmenge“, von {{laS|mobile vulgus}} „reizbare Volksmenge“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://en.oxforddictionaries.com/definition/mob |titel=mob - definition of mob in English |werk=Oxford Dictionaries |zitat=Origin: Late 17th century: abbreviation of archaic mobile, short for Latin mobile vulgus excitable crowd. |sprache=en |zugriff=2016-11-08 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161108212545/https://en.oxforddictionaries.com/definition/mob |archiv-datum=2016-11-08 |offline=ja |archiv-bot=2022-12-16 18:44:23 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet meist [[pejorativ]] eine Masse aus Personen des einfachen Volkes bzw. eine sich zusammenrottende Menschenmenge mit überwiegend niedrigem Bildungs- und Sozialniveau (abwertend auch &amp;#039;&amp;#039;[[gemein]]es Volk&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pöbel]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Plebs]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Gesindel]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pulk&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schar&amp;#039;&amp;#039; genannt). In der englischen Sprache wird diese Originalbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mob&amp;#039;&amp;#039; auch für eine [[Bande (Gruppe)|Bande]] bzw. für die [[Organisierte Kriminalität|Bandenkriminalität]] verwendet;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.macmillandictionary.com/dictionary/british/mob_1 Vgl. Macmillan dictionary]&amp;lt;/ref&amp;gt; in den [[Vereinigte Staaten|USA]] auch für die [[Mafia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:The Porteous Mob James Drummond.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;The Porteous Mob&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von James Drummond, 1855]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Der negativ besetzte Begriff &amp;#039;&amp;#039;Mob&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine mehr oder weniger bestimmte Gruppe von Personen, die ohne erkennbare Führung zusammen agiert. Der von sich aus, [[Gruppendynamik|gruppendynamisch]] handelnde Mob hat kurzfristige destruktive Ziele (Plünderung, Zulauf zu öffentlichen Hinrichtungen und dergleichen), seine radikale Äußerung ist der [[Aufruhr]], die &amp;#039;&amp;#039;Emeute&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mob veranstaltete Tumult und Aufruhr, aber er analysierte und diskutierte nicht. {{&amp;quot;|Der Revolutionismus des ‚Mobs’ war primitiv}}, urteilte der [[Marxismus|marxistische]] Sozialhistoriker [[Eric Hobsbawm]]. Der Mob erhob sich für kurze Zeit, machte Krawall, zündelte und randalierte, verlor aber bald Energie und Lust oder wurde von der Staatsmacht zerschlagen – und verfiel danach für längere Zeit in Passivität. Der Mob im engeren Sinne verschwand erst mit dem Aufkommen einer industriellen Arbeiterklasse und ihrer Organisation in sozialistischen Parteien und Gewerkschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Karl Marx]] wird die Ausschreitung eines Mobs als Aktion des „[[Lumpenproletariat]]s“ vom Aufstand des „[[Proletariat]]s“ streng unterschieden. In der [[Soziologie]] wird das [[Soziales Handeln|Handeln]] des Mobs mit Hilfe der Unterscheidung der „[[Anzahl|Menge]]“ von der „[[Masse (Soziologie)|Masse]]“ diskutiert. [[Hannah Arendt]] beschreibt in ihrem politischen Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;[[Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (engl. 1951) ein zeitweiliges Bündnis zwischen „Mob und [[Elite]]“. [[Adolf Hitler|Hitlers]] „hysterischer Fanatismus“ und [[Josef Stalin|Stalins]] „rachsüchtige Grausamkeit“ trugen ihr zufolge Züge des Pöbels.&amp;lt;ref&amp;gt; Hannah Arendt: &amp;#039;&amp;#039;Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; München/Zürich 1986 (TB), S. 702ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historie ==&lt;br /&gt;
Der Mob im engeren Sinne war eine typische Erscheinung in den vorindustriellen Städten, zu der Tagelöhner, Bettler, Arme und gesellschaftlich Ausgegrenzte zählten. Diese unterschiedlichen Gruppen kamen immer wieder spontan und unvermittelt zu [[Militanz|militanten]] Protesten zusammen. Es gab dabei aber weder eine feste Organisation noch eine ideologische Zielsetzung oder gar ein politisches Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spezielle Form des Mobs ist der [[Lynchen|Lynchmob]], der&amp;amp;nbsp;– historischen Quellen zufolge&amp;amp;nbsp;– besonders häufig zu Zeiten der [[Hexenverbrennung]]en in Europa und im 19. und 20. Jahrhundert im [[Wilder Westen|Wilden Westen]] und in den [[Südstaaten]] der [[USA]] auftrat. In Filmen und Büchern wird er gerne als eine Meute beschrieben, die klassisch mit Fackeln und Heugabeln bewaffnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frühen [[Neuzeit]] suchten solche Mobs vor allem vermeintliche [[Hexe]]n heim und betrieben [[Selbstjustiz|Selbst-]] beziehungsweise Lynchjustiz&amp;amp;nbsp;– oder der Lynchmob sorgte dafür, dass diese angeblichen Hexen auf [[Scheiterhaufen]] verbrannt wurden. Im Wilden Westen entstanden Lynchmobs vor allem, um inhaftierte Verbrecher zur Strecke zu bringen, bevor sie für ein Gerichtsverfahren aus der Stadt gebracht werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen der spontanen Bildung von Mobs kann auch für die Verschleierung der tatsächlichen Urheber zielbewusster, geheim zu haltender („[[Geheimnis|klandestiner]]“) politischer Aktionen (wie etwa das [[Lynchjustiz|Lynchen]] oder die mit Morden und [[Massaker]]n einhergehende [[Pogrom|Verwüstung und Ausplünderung]] eines [[Ghetto]]s) genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisierte Kriminalität ==&lt;br /&gt;
In den [[USA]] bezeichnet „&amp;#039;&amp;#039;the Mob&amp;#039;&amp;#039;“ insbesondere die [[organisierte Kriminalität]] der [[Amerikanische Cosa Nostra|US-amerikanischen Cosa Nostra]] und anderer [[Bande (Gruppe)|Banden]]. Mitglieder und darin involvierte Personen und [[Informelle Gruppe|Cliquen]] werden als [[Mobster]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flashmob ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Blitzauflauf&amp;#039;&amp;#039;, meist jedoch englisch &amp;#039;&amp;#039;[[Flashmob]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;flash&amp;#039;&amp;#039; „Blitz“, &amp;#039;&amp;#039;mob&amp;#039;&amp;#039; „Pöbel“), auch &amp;#039;&amp;#039;Smart Mob&amp;#039;&amp;#039; („intelligenter Menschenauflauf“) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Smart Mobbing&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen [[Menschenauflauf]] auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise nicht persönlich kennen. Flashmobs werden über Weblogs, Nachrichtengruppen, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert. Dadurch fallen sie eigentlich nicht unter die oben genannte Definition von „Mob“ als einer Menge aus sich selbst heraus motivierter Individuen ohne Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Ursprungsidee explizit unpolitisch war, gibt es auch Flashmobs mit politischem Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum negativ [[Konnotation|konnotierten]] Begriff &amp;#039;&amp;#039;Mob&amp;#039;&amp;#039; werden die Menschenmengen von Flashmobs überwiegend von Teilnehmern mit hohem Bildungs- und Sozialniveau sowie gemeinnützigem Engagement gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=William Bonner, Lila Rajiva |Titel=Mobs, Messiahs, and Markets. Surviving the Public Spectacle in Finance and Politics |Auflage=1. |Ort=New York NY |Verlag=Wiley |Jahr=2007 |Sammelwerk=Agora Series |ISBN=978-0-470-11232-8 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Dagobert Lindlau]] |Titel=Der Mob. Recherchen zum organisierten Verbrechen |Verlag=[[Hoffmann und Campe]] |Auflage=9. |Ort=Hamburg |Jahr=1989|ISBN=3-455-08659-4 |Kommentar=Erstauflage 1987; als [[Deutscher Taschenbuch Verlag|dtv]]-Taschenbuch: 5. Auflage, München 1995, ISBN 3-423-11139-9 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[José Ortega y Gasset]] |Titel=Der Aufstand der Massen |Ort=Stuttgart, München |Verlag=[[Deutsche Verlags-Anstalt|DVA]] |Jahr=2002 |ISBN=3-421-06503-9 |Originaltitel=La rebelión de las masas, Madrid 1930 |Übersetzer=[[Helene Weyl]] |Kommentar=mit einem Nachwort von Michael Stürmer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mobbing]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mob}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170277-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Personengruppe)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
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