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	<title>Mjölnir - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T21:11:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mj%C3%B6lnir&amp;diff=47698&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Heraldik */ Weblink aktualisiert</title>
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		<updated>2026-03-04T16:08:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Heraldik: &lt;/span&gt; Weblink aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die mythologische Waffe. Zum Grafiker mit dem Pseudonym „Mjölnir“ siehe [[Hans Herbert Schweitzer]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mjollnir.png|mini|Mjölnir, archäologischer Fund von Bredsättra auf [[Öland]]/[[Schweden]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Torshammare fr Ödeshög (KVHoA Akademiens Månadsblad 1895 s107 fig89) vit bakgr.jpg|mini|Thorshammer von Ödeshög]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Torshammare fr Skåne (KVHoA Akademiens Månadsblad 1895 s102 fig82) vit bakgr.jpg|mini|Silberner Thorshammer von [[Schonen]], Schweden; etwa 1000 n. Chr.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mjölnir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Isländische Sprache|isländisch]]; aus [[Altnordische Sprache|altnordisch]] &amp;#039;&amp;#039;Mjǫllnir&amp;#039;&amp;#039;, Bedeutung umstritten, womöglich „Malmer“, „Blitz“ oder „glänzende Blitzwaffe“, deutsch umgangssprachlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thorshammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) heißt in der [[Germanische Mythologie|germanischen Mythologie]] ein [[Kriegshammer]], die magische [[Waffe]] des Gottes [[Thor]] im Kampf gegen Feinde der Götter wie die [[Thursen]] und die [[Midgardschlange]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
=== Erschaffung und Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
[[Snorri Sturluson]] berichtet in der [[Skáldskaparmál]] von der Erschaffung des Hammers. Mjölnir wurde von den beiden [[Zwerg (Mythologie)|Zwergen]] [[Sindri]] und [[Brokkr]] geschmiedet. Wenn er geworfen wird, verfehlt er nie sein Ziel und kehrt wieder in die Hand des Werfers zurück (Vgl. [[Gungnir]]). Eigentlich wollte Brokkr Mjölnir mit einem langen Griff ausstatten. Doch [[Loki]] hatte mit Brokkr um seinen Kopf gewettet, dass dessen Gaben bei den Göttern keinen Gefallen finden würden. Um seinen Kopf nicht zu verlieren, stach er Brokkr als Mücke getarnt in ein Augenlid, um ihn von der Arbeit abzulenken und das Gelingen zu vereiteln. Dadurch geriet der Griff sehr kurz. Dennoch wurde der Hammer von den Göttern als das beste Kleinod anerkannt; Loki konnte sich zwar herausreden und verlor nicht den Kopf, doch wurde ihm daraufhin der Mund zugenäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diebstahl und Wiederbeschaffung ===&lt;br /&gt;
Die [[Thrymskvida|þrymskviða]], ein Lied der [[Edda#Lieder-Edda|Älteren Edda]], erzählt vom Diebstahl des Hammers durch den Riesen [[Thrymr (Mythologie)|Thrym]]. Für die Herausgabe des Hammers fordert der Riese die Göttin [[Freyja]] als Braut. Da diese den Handel rundheraus ablehnt, werden Thor und Loki mit Frauenkleidern als Braut und Brautjungfer getarnt ins Reich der Riesen geschickt. Fast entdecken die Riesen den Betrug, da Thor viel zu schnell beinahe das gesamte Festmahl hinunterschlingt. Doch Loki überlistet Thrym, indem er behauptet, die Braut habe lang gefastet und sei deshalb sehr hungrig. Der falschen Braut wird daraufhin nach altem Brauch der Hammer als Zeichen der Segnung in den Schoß gelegt. Wieder im Besitz seiner Wunderwaffe, erschlägt Thor den Riesen und seine Sippe und kehrt siegreich nach [[Asgard (Mythologie)|Asgard]] zurück. Das Lied gilt als Schöpfung des frühen 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ohne Verankerung in der tradierten nordgermanischen Mythologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hammer-Amulette ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Processed SAM thorr.jpg|mini|Thor mit Hammer, isländische Darstellung aus dem 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Amulet Thor&amp;#039;s hammer (copy of find from Rømersdal, Bornholm) 3352.jpg|mini|Fund von Rømersdal, Bornholm]]&lt;br /&gt;
=== Historisch ===&lt;br /&gt;
Der „Thorshammer“ wurde von der älteren Forschung gemeinhin als Symbol Thors angesehen. Er wurde als [[Amulett]] um den Hals getragen (siehe Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele verschiedene Formen von Hammer-Amuletten. Eiserne Thorshämmer an eisernen Halsreifen fand man in [[Brandgrab|Brandgräbern]] des 9. und 10. Jahrhunderts, hauptsächlich im Gebiet der [[Svear]] in Mittelschweden, in Jütland, auf Åland sowie vereinzelt in Osteuropa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 50 silberne Thorshämmer kennt man aus Schatz-, Grab- oder Siedlungsfunden. Sie konzentrieren sich auf Süd- und Mittelskandinavien und Island. Sie können in das 10. und auf [[Gotland]] bis ans Ende des 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts datiert werden. Einige Funde stammen aus Polen und England, darunter einige Exemplare aus [[Bernstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Funde fast ausnahmslos aus Gräbern weiblicher Personen sowie aus der Übergangszeit zwischen [[Heidentum|heidnischem]] und [[Christentum|christlichem]] Glauben in [[Skandinavien]] stammen, könnten sie eine Reaktion auf das christliche Kreuz darstellen; auch eine Bedeutung als christliches Symbol wird in der Forschung diskutiert. Möglicherweise stehen sie mit Fruchtbarkeitsriten oder Eheweihungen in Verbindung. Eine weitere gleichsinnige Verwendung ist von einigen [[Runenstein]]en ([[Runenstein von Hanning]], [[Runenstein von Læborg]], [[Runenstein von Stenkvista]]) in Dänemark und Schweden in der Übergangszeit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Runen-Thorshammer von Købelev&amp;#039;&amp;#039;, 2014 gefunden bei [[Købelev Sogn|Købelev]] auf der dänischen Insel [[Lolland]], ist der bisher einzige mit [[Runen]] versehene Amulett-Fund eines Thorshammers. Laut Lisbeth M. Imer, Kuratorin am [[Dänisches Nationalmuseum|Dänischen Nationalmuseum]], bestätigt die Inschrift den Gegenstand erstmals als Hammer. Imer versteht H&amp;amp;nbsp;M&amp;amp;nbsp;A&amp;amp;nbsp;R&amp;amp;nbsp;x&amp;amp;nbsp;I&amp;amp;nbsp;S als eine Fehlschreibung von &amp;#039;&amp;#039;hamar is,&amp;#039;&amp;#039; „Dies ist ein Hammer“, wobei sie das &amp;#039;&amp;#039;x&amp;#039;&amp;#039; als Worttrenner interpretiert, und vermutet einen wenig schreibkundigen Menschen als Autor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vielzitierte Religionslehrer und Hobby-Runologe Alfred Becker geht von einer „runenmagischen“ Bedeutung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Becker: &amp;#039;&amp;#039;Mjölnir: Runen auf dem Thorshammer von Købelev (Lolland),&amp;#039;&amp;#039; mit [https://www.franks-casket.de/deutsch/anhang11.html Abbildungen]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Forschung werden seine Ansichten jedoch nicht rezipiert. Der derzeitige wissenschaftliche Konsens tendiert dahin, den Akt des Schreibens an sich in Verbindung mit den verwendeten Materialien als „magischen“ Vorgang zu betrachten, der beispielsweise eine [[Amulett]]funktion auf den beschrifteten Gegenstand übertragen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Düwel/Nedoma/Oehrl: &amp;#039;&amp;#039;Die südgermanischen Runeninschriften.&amp;#039;&amp;#039; In: Brather/Heizmann/Patzold (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 119, Kap. F, Ss. CXXIX–CXLI&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; caption=&amp;quot;Moderne Verwendung&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
100 2613thorshammer weisser hintergrund.jpg|Thorshammer als neuzeitlicher Schmuck&lt;br /&gt;
Torsås vapen.svg|Thorshammer im [[Heraldik|Wappen]] der schwedischen Gemeinde [[Torsås (Gemeinde)|Torsås]]&lt;br /&gt;
The Hammer of Thor.svg|&amp;#039;&amp;#039;Thors Hammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[USVA]]-Emblem 55)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne Verwendung ===&lt;br /&gt;
Heutzutage werden solche Hammer-Amulette in verschiedensten Formen als originalgetreue [[Nachbildung|Replik]] historischen Vorbildern nachempfunden oder als fantasievolle Neuschöpfung angeboten. Zahlreiche Menschen, insbesondere in Skandinavien und [[Norddeutschland]], tragen Thorshämmer als Schmuck ohne religiösen oder [[Ideologie|ideologischen]] Symbolgehalt, abgesehen von einer Verbundenheit mit nordischer bzw. skandinavischer Kultur und Geschichte und Interesse an der [[Wikingerzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mjölnir im Metal und LARP ====&lt;br /&gt;
In der [[Metal|Metal-Szene]] wird dieses Symbol hauptsächlich von Anhängern der Musikrichtungen [[Pagan Metal]] und [[Viking Metal]] getragen und gilt dort als ein positives Symbol innerer Stärke und Tatkraft und als Zeichen der Verbundenheit untereinander. Beliebt ist der Thorshammer außerdem bei Angehörigen der „[[Schwarze Szene|Schwarzen Szene]]“ und traditionell bei [[Rocker]]n (Bikern). Auch bei [[LARP]]-Spielern mit Bezug zu Wikingern und Fans der Mittelalter- und [[Mittelalterrock]]-Szene ist der Thorshammer ein beliebtes Accessoire. Sie werden zudem von Anhängern des [[Asatru]] (germanisch inspiriertes [[Neuheidentum]]) ebenfalls als Zeichen ihres Glaubens getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mjölnir als politisches Symbol ====&lt;br /&gt;
Der Thorshammer wurde von der um 1880 entstandenen [[Völkische Bewegung|Völkischen Bewegung]] als Abzeichen verwendet, wurde aber 1910 zunehmend vom [[Swastika|Hakenkreuz]] abgelöst. In jüngerer Zeit wurde der Hammer als legal verwendbares germanisches Symbol von der [[Rechtsextremismus|rechtsextremen Szene]] wiederentdeckt. Aus diesem Grunde wird er immer häufiger auch in Listen [[Rechtsextreme Symbole und Zeichen|rechtsextremer Symbole und Zeichen]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Versteckspiel |TitelErg=Lifestyle, Symbole &amp;amp; Codes von Neonazis und extrem Rechten |Hrsg=Agentur für soziale Perspektiven e.&amp;amp;nbsp;V. |Auflage= |Ort=Berlin |Datum= |Kapitel=Thorshammer |Seiten= |Online= https://dasversteckspiel.de/die-symbolwelt/germanentum-und-heidentum/thorshammer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mjölnir“ war auch der Künstlername des &amp;#039;&amp;#039;Reichsbeauftragten für Künstlerische Formgebung&amp;#039;&amp;#039; [[Hans Herbert Schweitzer]], eines bekannten Grafikers aus der Zeit des Dritten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heraldik ====&lt;br /&gt;
Der Thorshammer findet auch in der [[Heraldik]] Verwendung. In den USA ist er eines der offiziell zugelassenen Glaubenssymbole auf Grabsteinen, die von der Regierung für Soldaten und Veteranen bezahlt und gesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DVA&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=https://www.cem.va.gov/hmm/emblems.asp |title=Available Emblems of Belief for Placement on Government Headstones and Markers |work=National Cemetery Administration › Emblems of Belief |publisher=U.S. Department of Veterans Affairs – National Cemetery Administration |date=2026-02-23 |access-date=2026-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Þórshamar]] – ein isländisches magisches Zeichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|13|483|492|Hammer|[[Joachim Henning]], [[Anders Hultgård]]}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 284–286.&lt;br /&gt;
* [[Jörn Staecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Rex regum et dominus dominorum. Die wikingerzeitlichen Kreuz- und Kruzifixanhänger als Ausdruck der Mission in Altdänemark und Schweden.&amp;#039;&amp;#039; Almqvist &amp;amp; Wiksell International, Stockholm 1999 (&amp;#039;&amp;#039;Lund Studies in medieval Archaeology&amp;#039;&amp;#039; 23, {{ISSN|0283-6874}}), (zugleich: Kiel, Univ., Diss., 1995).&lt;br /&gt;
* [[Egon Wamers]]: &amp;#039;&amp;#039;Hammer und Kreuz. Typologische Aspekte einer nordeuropäischen Amulettsitte aus der Zeit des Glaubenswechsels.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Müller-Wille]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rom und Byzanz im Norden. Mission und Glaubenswechsel im Ostseeraum während des 8.–14. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Steiner, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07124-5, S.&amp;amp;nbsp;83–107 (&amp;#039;&amp;#039;Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;3, 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mjöllnir|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Edda (Simrock 1876)/Snorra-Edda/Aus der Skalda}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mjolnir}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegenstand der germanischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbol (Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologische Waffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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