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	<title>Mizhavu - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T18:53:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bertramz: Änderung 253382829 von Quiorm rückgängig gemacht; sinnvoll verlinken</title>
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		<updated>2025-02-16T11:40:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/253382829&quot; title=&quot;Spezial:Diff/253382829&quot;&gt;253382829&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Quiorm&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Quiorm&quot;&gt;Quiorm&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; sinnvoll verlinken&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ചാക്യാർ കൂത്തിൽ മിഴാവു വായിക്കുന്ന കലാകാരൻ.jpg|mini|hochkant|Kalamandalam Achuthanandan spielt &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; beim Solo-Theater &amp;#039;&amp;#039;Chakyar Kuthu&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mizhavu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Malayalam]] മിഴാവ് [{{IPA|ˈmɨɻaːʋɯ}}], auch &amp;#039;&amp;#039;milavu, miravu, mizhav&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Trommel]] mit einem großen, annähernd ovalen oder kreisrunden [[Korpus (Musikinstrument)|Korpus]] aus Kupfer, die beim traditionellen Tanztheater &amp;#039;&amp;#039;[[Kutiyattam]]&amp;#039;&amp;#039; und bei verwandten, &amp;#039;&amp;#039;Kuthu&amp;#039;&amp;#039; genannten Solo-Theaterstilen im süd[[Indien|indischen]] Bundesstaat [[Kerala]]  als rhythmische Musikbegleitung eingesetzt wird. Das sehr alte, religiös verehrte Perkussionsinstrument lässt sich keiner üblichen Trommelkategorie zuordnen und stellt mit seiner, im Vergleich zum Korpus winzigen [[Schwingungsmembran|Membran]] den Übergang zwischen [[Kesseltrommel]] und Schlag[[idiophon]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Der ungefähr ovale Korpus hat die Form einer dickbauchigen, sich nach unten verjüngenden Vase mit einer maximalen Weite von 53 bis 63 Zentimetern, einem runden Boden und einem kurzen Halsansatz, dessen Öffnungsdurchmesser etwa 15 Zentimeter beträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://enchantingkerala.org/kerala-temples/musical-instruments/mizhaav.php | wayback=20120511090226 | text=&amp;#039;&amp;#039;Mizhaav.&amp;#039;&amp;#039;}} Enchanting Kerala.org&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein solches Instrument ist etwas über einen Meter hoch. Eine kreisrunde &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039;, die im &amp;#039;&amp;#039;Sri Krishna-&amp;#039;&amp;#039;Tempel von Ambalappuzha (13 Kilometer südlich von [[Alappuzha]]) verehrt wird, besitzt einen Durchmesser von knapp 1,5 Metern. Zur Herstellung einer heute üblichen, ovalen &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; wird ein Streifen Kupferblech gebogen und zu einer konischen Röhre zusammengelötet. Der  Boden und das Oberteil erhalten durch [[Treiben]] mit dem Hammer ihre halbrunde Form, bevor alle drei Teile miteinander verlötet werden. Der Halsansatz mit einer rundgebogenen Wulstkante wird separat gefertigt und auf den entsprechend großen Lochausschnitt aufgesetzt. Ein kleines, zum Abschluss seitlich eingeschlagenes Loch soll den gewünschten Klang erzeugen. Einer der Handwerker spannt eine feuchte, ungegerbte Tierhaut als Membran über die Öffnung, während ein zweiter die Haut am Rand mit einer mehrmals im Kreis gewickelten Baumwollschnur festbindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=nZ7gQM88kdk &amp;#039;&amp;#039;Mizhavu, Percussion instrument, Art forms, Kerala.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video von keralatourism.org (Herstellung einer &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;mizavu&amp;#039;&amp;#039; darf nicht auf den Boden gestellt werden, sie steht mit ihrem runden Boden auf einer weichen, kissenartigen Unterlage umgeben von einem quadratischen Zaun aus waagrechten Kanthölzern. Der Spieler hockt auf dem an einer Seite verbreiterten Rand dieses Holzgestells, die &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; zwischen seinen gespreizten Knien und mit den Hüften in Höhe des Trommelfells. Er schlägt mit einer Handfläche oder abwechselnd mit beiden Händen auf das Trommelfell, wobei Schläge auf den Korpus nicht üblich sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Moser: {{Webarchiv|url=http://www.indologie.uni-wuerzburg.de/bhasa/kuti/kuti-utf8.html |wayback=20070930154934 |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Sanskrittheater Kūṭiyāṭṭam – eine kurze Einführung.&amp;#039;&amp;#039;}} Abb. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ton klingt metallisch und ist wegen des kleinen Felldurchmessers deutlich höher als bei einer Kesseltrommel vergleichbarer Größe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mizhavu of Kunchan Nambiar.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Mizhavu&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Sri Krishna&amp;#039;&amp;#039;-Tempel von Ambalappuzha. Auf ihr spielte Kunchan Nambiar (um 1700–1770), einer der ersten Dichter, der seine satirischen Verse auf Malayalam vortrug und als der Begründer der monologischen Theaterform &amp;#039;&amp;#039;[[Ottamthullal]]&amp;#039;&amp;#039; gilt.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mizhavu&amp;#039;&amp;#039; gehören nach der Einteilung in Bharatas Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Natyashastra]],&amp;#039;&amp;#039; das um die Zeitenwende entstand und in dem die altindische Musiktheorie [[Gandharva]] enthalten ist, zur Musikinstrumentenklasse &amp;#039;&amp;#039;avanaddha vadya&amp;#039;&amp;#039; („bedecktes Instrument“), also zu den [[Membranophon]]en, bei denen ein fester Ton-, Metall- oder Holzkorpus mit einer Tierhaut überdeckt ist, und die in der [[Veda|vedischen]] Literatur auf [[Sanskrit]] allgemein &amp;#039;&amp;#039;pushkara&amp;#039;&amp;#039; genannt wurden. Ihre Erfindung wird mit einem Heiligen verknüpft, der Wasser aus einem See (&amp;#039;&amp;#039;[[pushkar]]a&amp;#039;&amp;#039; bedeutet auch See) schöpfen wollte, als [[Indra]] Regenschauer vom Himmel ließ, deren Tropfen im Ohr des Heiligen klangen. Daraufhin begann selbiger, Trommeln herzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bigamudre Chaitanya Deva: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Indian Music.&amp;#039;&amp;#039; Publications Division, Ministry of Information and Broadcasting, Government of India, Neu-Delhi 1981, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit gab es eine heute verschwundene [[Erdtrommel]], die in den Veden als &amp;#039;&amp;#039;bhumidundubhi&amp;#039;&amp;#039; beschrieben wird (aus &amp;#039;&amp;#039;bhumi&amp;#039;&amp;#039;, „Erde“, und &amp;#039;&amp;#039;[[dundubhi]]&amp;#039;&amp;#039; für hölzerne Kriegstrommeln, möglicherweise Kesseltrommeln). Die &amp;#039;&amp;#039;bhumidundubhi&amp;#039;&amp;#039; bestand aus einem Erdloch mit einer darüber gespannten und am Rand festgenagelten Ochsenhaut, die mit dem Schwanz des Ochsen geschlagen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Bigamudre Chaitanya Deva: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments&amp;#039;&amp;#039;. National Book Trust, Neu-Delhi 1977, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele indische Trommeln haben eine symbolische und magische Bedeutung bewahrt. Die &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; ist eine alte Trommel, die seit jeher religiös verehrt wird. In der frühen [[Tamil]]-Literatur wird das Instrument als &amp;#039;&amp;#039;muzha&amp;#039;&amp;#039; erwähnt, was auch allgemein Membranophone bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Nirmala Paniker: &amp;#039;&amp;#039;Nangiar Koothu, the classical dance theatre of the Nangiar-s.&amp;#039;&amp;#039; (Documentation of Kutiyattam Series, No. 2). Natana Kairali, Irinjalakuda 1992, S. 27 (2. rev. Aufl. 2005)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bevor eine fertiggestellte &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; benutzt werden darf, muss ein [[Brahmane]]n-Priester eine Zeremonie durchführen, deren magische Bedeutung so alt ist wie die Vorstellung vom Alter dieser Trommel und bis in die vedische Zeit zurückführt. Bei der &amp;#039;&amp;#039;upanayanam&amp;#039;&amp;#039; genannten Zeremonie umhängt der Priester die Trommel mit Blumenketten, träufelt heiliges Wasser darüber, brennt Räucherstäbchen ab und rezitiert [[Mantra]]s. Hierbei wird die &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; behandelt, als wenn sie ein jugendlicher Brahmane wäre, der durch die ebenso genannte Zeremonie in das zölibatäre Stadium des [[Yama#4. Brahmacharya|Brahmacharya]] inkarniert wird, eines der vier idealen Lebensstadien, in dem der Brahmane einem [[Guru]] folgt und die heiligen Schriften lernt.&amp;lt;ref&amp;gt;George Jakob: [http://www.hindu.com/2008/10/27/stories/2008102754510400.htm &amp;#039;&amp;#039;Kerala. Initiation of a ‘Brahmin’ instrument.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;The Hindu.&amp;#039;&amp;#039; 27. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für eine nicht mehr brauchbare Trommel findet ebenfalls eine Zeremonie statt, bei der das Instrument ehrenvoll in ein Tuch gehüllt und in der Erde vergraben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:പഞ്ചമുഖമിഴാവ്൧.jpg|mini|hochkant|Eine der &amp;#039;&amp;#039;panchamukha vadya&amp;#039;&amp;#039; ähnliche [[Tontrommel|Trommel aus Ton]] in Kerala. Sonderform des Tontopfs &amp;#039;&amp;#039;[[ghatam]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Eine andere, religiös verehrte Trommel aus Metall ist die in Ostindien beim &amp;#039;&amp;#039;[[Chhau]]&amp;#039;&amp;#039;-Tanztheater gespielte große Kesseltrommel &amp;#039;&amp;#039;[[dhamsa]]&amp;#039;&amp;#039; mit einem Korpus aus Eisenblech. Näher verwandt mit der &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; ist die gelegentlich bei religiösen Anlässen in Südindien eingesetzte &amp;#039;&amp;#039;panchamukha vadya&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;pancha mukha vadyam&amp;#039;&amp;#039;, „Fünf-Gesichter-Instrument“)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chennaimuseum.org/draft/gallery/02/01/musinst.htm &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments. Pancha Muka Vadyam.&amp;#039;&amp;#039;] Government Museum Chennai; {{Webarchiv | url=http://www.4to40.com/images/music/drums/panchamukha_vadya_kudamuzha.gif | wayback=20140301081228 | text=Zeichnung einer &amp;#039;&amp;#039;panchamukha vadya&amp;#039;&amp;#039; mit zwei &amp;#039;&amp;#039;kudamuzha&amp;#039;&amp;#039;}} (abgebildet in Deva, &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments&amp;#039;&amp;#039;, S. 49)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besteht aus einem großen, oben gerundeten Kupfer- oder Bronzegefäß mit annähernd flachem Boden. Oben sind in der Mitte symmetrisch fünf kleine zylindrische Trommelkörper angesetzt und mit Kuhhäuten bespannt, die mit den Händen geschlagen werden. Damit lassen sich fünf Töne produzieren, beidseitig aufgestellte kleine metallene Kesseltrommeln (&amp;#039;&amp;#039;kudamuzha&amp;#039;&amp;#039;) ergänzen das Set um zwei weitere Töne. Das Instrument wird auf einem kleinen Holzwagen innerhalb des Tempelareals bewegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bigamudre Chaitanya Deva: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; National Book Trust, Neu-Delhi 1977, S. 49f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Haupteinsatzgebiet der Kupfertrommel ist das Sanskrittheater [[Kutiyattam]] (Malayalam, „Zusammenspiel“), das von den Mitgliedern der brahmanischen Bevölkerungsgruppen Chakyar und [[Nambiar]] aufgeführt wird, die zusammen mit weiteren Gruppen zur [[Jati|Kaste]] der mit dem Tempeldienst beschäftigten Ambalavasi gehören. Die Chakyar stellen die männlichen Rollen dar, die Nambiar dürfen als Einzige &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; spielen und die Frauen der Nambiar, die Nangiar, übernehmen die weiblichen Rollen des Tanztheaters. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;kutiyattam&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf das Zusammenspiel der männlichen und weiblichen Darsteller, der Musiker aus den unterschiedlichen Kasten und der Interaktion zwischen Musikern und Göttern. Zu letzterem gehört eine bestimmte solistische Schlagfolge auf der &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039;, mit der am Beginn einer Kutiyattam-Aufführung die [[Asura (Hinduismus)|Asuras]] (Dämonen) vertrieben und die [[Deva (Gott)|Devas]] (Gottheiten) eingeladen werden müssen, damit sie für ein gutes Gelingen der Aufführung sorgen mögen. Weitere Aspekte sind das Zusammenspiel der fünf im Kutiyattam verwendeten Instrumente (&amp;#039;&amp;#039;panchavadyam&amp;#039;&amp;#039;) und die emotionale Beteiligung der Zuschauer am Bühnengeschehen. Weil die &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; mit den Händen geschlagen wird, werden die Nambiar auch &amp;#039;&amp;#039;Panivadas&amp;#039;&amp;#039; genannt, von Sanskrit &amp;#039;&amp;#039;pani&amp;#039;&amp;#039; „Hände“ und &amp;#039;&amp;#039;vadanam&amp;#039;&amp;#039;, „spielen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begleitmusik bestand früher nur aus einer &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039;, heute gehören daneben zum Ensemble die [[Sanduhrtrommel]] &amp;#039;&amp;#039;[[idakka]]&amp;#039;&amp;#039;, ein oder zwei kleinen [[Zimbel]]n (&amp;#039;&amp;#039;kulitalam&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Schneckenhorn]] (&amp;#039;&amp;#039;sankhu&amp;#039;&amp;#039;). Traditionell wird Kutiyattam nur in einem der 16 &amp;#039;&amp;#039;kuttampalams&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt, speziellen Theatergebäuden, die sich innerhalb eines ummauerten Tempelbereichs in Kerala befinden. Tempel in Kerala und damit die Kutiyattam-Aufführungen sind nur für [[Hindu]]s zugänglich. Im &amp;#039;&amp;#039;kuttampalam&amp;#039;&amp;#039; steht die &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039; in ihrem Holzgestell an der mittigen Rückseite der Bühne. Davor agieren die Darsteller. Das Publikum platziert sich nach Kasten aufgeteilt; in den vorderen Reihen sitzen die Brahmanen auf einem etwas erhöhten Bereich auf dem Boden, dahinter sitzen die [[Kshatriyas]] auf dem Boden, die übrigen Zuschauer stehen außen an den Rändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Ragini Devi: &amp;#039;&amp;#039;Dance Dialects of India.&amp;#039;&amp;#039; Motilal Banarsidass Publishers, Neu-Delhi 2002, ISBN 81-208-0674-3, S. 78, 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ചാക്യാർക്കൂത്ത്4.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Chakyar Kuthu&amp;#039;&amp;#039;. Bhima, einer der fünf [[Pandava]]s im Mahabharata, pflückt die süß riechenden Opferblumen Sougandika. Rechts hinten zwei &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039;-Spieler, am linken Rand zwei Frauen mit Zimbeln]]&lt;br /&gt;
Eine mit Kutiyattam verwandte, ebenso alte Theaterform sind Solo-Darbietungen, die in Kerala &amp;#039;&amp;#039;Kuthu&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kuttu,&amp;#039;&amp;#039; englische Umschrift &amp;#039;&amp;#039;Koothu&amp;#039;&amp;#039;, „Tanz“) genannt werden, während sich &amp;#039;&amp;#039;Kuti-yattam&amp;#039;&amp;#039; („kombiniert-Tanz“) auf zwei oder mehrere Darsteller bezieht. Beim &amp;#039;&amp;#039;Chakyar Kuthu&amp;#039;&amp;#039; verkörpert ein Schauspieler der Chakyar sämtliche Rollen und agiert mit einem &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039;-Spieler als Begleiter, der direkt hinter ihm sitzt, und Nangiar-Frauen, die Zimbeln spielen.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://knowindia.gov.in/knowindia/state_uts.php?id=44 | wayback=20160207091224 | text=&amp;#039;&amp;#039;Kerala. Art &amp;amp; Culture. Theatre.&amp;#039;&amp;#039;}} knowindia.gov.in&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Darsteller erzählt mit Humor und Spott Szenen aus den großen Epen [[Mahabharata]], [[Ramayana]] und aus den [[Puranas]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://enchantingkerala.org/kerala-temples/performing-arts/chaakkiar-kootth.php | wayback=20120511111644 | text=&amp;#039;&amp;#039;Chaakkiar Kootth.&amp;#039;&amp;#039;}} Enchanting Kerala.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weibliche Gegenstück zum Chakyar Kuthu ist das von einer Nangiar-Frau aufgeführte Solo-Tanztheater &amp;#039;&amp;#039;Nangiar Kuthu&amp;#039;&amp;#039;, das Erzählungen aus dem Leben [[Krishna]]s beinhaltet. Es wird ebenso von der Kupfertrommel und Zimbeln begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Panchari melam&amp;#039;&amp;#039; ist das bekannteste Perkussionsorchester, das in Kerala bei religiösen Festen auf dem Tempelgelände auftritt. Zu den Instrumenten gehören die Zylindertrommel &amp;#039;&amp;#039;[[chenda]]&amp;#039;&amp;#039; (ähnlich der &amp;#039;&amp;#039;[[chande]]&amp;#039;&amp;#039; in Karnataka), das [[Paarbecken]] &amp;#039;&amp;#039;[[elathalam]]&amp;#039;&amp;#039;, die gebogene [[Naturtrompete]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kombu (Trompete)|kombu]]&amp;#039;&amp;#039; und das Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[kuzhal]]&amp;#039;&amp;#039; (ähnlich einer &amp;#039;&amp;#039;[[shehnai]]&amp;#039;&amp;#039;). Bei einem &amp;#039;&amp;#039;mizhavu Panchari melam&amp;#039;&amp;#039; gruppieren sich die übrigen Instrumentalisten um mehrere &amp;#039;&amp;#039;mizhavu-&amp;#039;&amp;#039;Spieler.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Pradeep: {{Webarchiv|url=http://www.hindu.com/fr/2008/02/08/stories/2008020850110300.htm |wayback=20080720140605 |text=&amp;#039;&amp;#039;Rhythmic beats of Koodiyattom.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;The Hindu,&amp;#039;&amp;#039; 8. Februar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karin Bindu: &amp;#039;&amp;#039;„Miḻāvu“ – göttliches Perkussionsinstrument im südindischen Sanskrit-Drama „Kūṭiyāṭṭam“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Anthropos&amp;#039;&amp;#039;, Band 111, Heft 2, 2016, S. 395–414&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=WmDoHRN4jRw &amp;#039;&amp;#039;Mizhavu Thayambaka, Orchestra, Kerala.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video von keralatourism.org&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=xovfXEKZ8vA&amp;amp;feature=results_video&amp;amp;playnext=1&amp;amp;list=PLF424603BA1836BCF &amp;#039;&amp;#039;Kerala: A Miravu Pot Drum is ritualistically Introduced to a Temple.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video, produziert von Rolf Kilius (Einweihungszeremonie für eine &amp;#039;&amp;#039;mizhavu&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1044190515}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistische Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagtrommel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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