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	<title>Mittelwelle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T01:15:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mittelwelle&amp;diff=34482&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-52093-5: /* Einzelnachweise */ Aktualisierung des nicht mehr abrufbaren Links auf die DLR Seite von 2020 auf den nun um R-Mode Baltic 2 ergänzten Artikel.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mittelwelle&amp;diff=34482&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-24T20:09:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Aktualisierung des nicht mehr abrufbaren Links auf die DLR Seite von 2020 auf den nun um R-Mode Baltic 2 ergänzten Artikel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Funkmast wilsdruff.jpg|mini|hochkant|Funkmast des ehemaligen [[Sender Wilsdruff|MW-Sender Wilsdruff]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittelwellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (MW oder MF für engl. &amp;#039;&amp;#039;Medium Frequency&amp;#039;&amp;#039; bzw. auf Empfangsgeräten oft mit [[Amplitudenmodulation|AM]] für „Amplitudenmodulation“ bezeichnet) bezeichnet man [[elektromagnetische Welle]]n im Bereich von 300&amp;amp;nbsp;[[Hertz (Einheit)|kHz]] bis 3000&amp;amp;nbsp;kHz, entsprechend einer [[Wellenlänge]] zwischen 1000&amp;amp;nbsp;[[Meter|m]] und 100&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freq1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url = https://www.ntia.doc.gov/files/ntia/publications/2003-allochrt.pdf | titel = Frequency Allocation | hrsg =[[Handelsministerium der Vereinigten Staaten|U.S. DEPARTMENT OF COMMERCE]], National Telecommunications and Information Administration | datum = 2003 | zugriff = 2015-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Informationen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ionospheric reflection.svg|lang=de|mini|Abstrahlung einer oberflächennahen Bodenwelle und einer an der Ionosphäre reflektierten Raumwelle (mit Multi-Hop)]]Aufgrund ihrer guten [[Reflexion (Physik)|Reflexionseigenschaften]] an der [[Ionosphäre]] eignet sich die Mittelwelle besonders zur Fernübertragung und wird vom [[Rundfunk]], von [[Funkamateur]]en ([[160-Meter-Band|160-Meter-]] und [[630-Meter-Band]]) und im [[Seefunk]] benutzt. Der [[Mittelwellenrundfunk]] verwendet aus historischen Gründen in der Regel die [[Amplitudenmodulation]], weil sich AM mit einfachsten Mitteln ([[Detektorempfänger|Kristallempfänger]]) demodulieren lässt, was in den Anfangsjahren des Rundfunks entscheidend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Mittelwellensender]] kann sowohl eine [[Bodenwelle]] als auch eine [[Raumwelle]] (je nach Antennenform) abgestrahlt werden. Die Bodenwelle breitet sich entlang der [[Erdoberfläche]] aus und hat, je nach benutzter [[Frequenz]], eine Reichweite von bis zu 300&amp;amp;nbsp;km um den [[Sendemast]]. Als [[Sendeantenne]]n kommen heute meist [[Selbststrahlender Sendemast|selbststrahlende Sendemasten]] und [[T-Antenne]]n zum Einsatz, aber auch [[Kreuzdipol]]e mit vertikaler Abstrahlung. Seltener werden geerdete Türme, an Masten aufgehängte [[Vertikalreuse]]n oder [[Langdrahtantenne]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Raumwelle spielt beim Fernempfang eine besondere Rolle. Diese wird in die [[Erdatmosphäre]] ausgestrahlt und wird an der Ionosphäre zurück zur Erdoberfläche reflektiert. In den Tagesstunden dämpft die Ionosphäre die Mittelwellensignale, weil sie sehr viele ungebundene Elektronen enthält. In den Nachtstunden, wenn die Dämpfung durch die [[Ionosphäre#Die D-Schicht|D-Region]] schwächer wird, steigt die Reichweite bis über tausend Kilometer. Daher kann nachts eine größere Anzahl an Mittelwellensendern empfangen werden als tagsüber. So können in Europa während der Nachtstunden sogar Mittelwellensender vom amerikanischen Kontinent und aus Fernost empfangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden Raum- und Bodenwelle gemeinsam empfangen, dann kommt es zu Störungen durch [[Interferenz (Physik)|Interferenzen]], dem [[Nahschwund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der üblicherweise für Rundfunkübertragungen genutzte Bereich der Mittelwelle liegt zwischen 525&amp;amp;nbsp;kHz und 1705&amp;amp;nbsp;kHz (entspr. ca. 570 … 175 m Wellenlänge), das ist deren Gesamtausdehnung über alle weltweit zugeteilten Bänder nach dem [[Genfer Wellenplan (1975)]], RJ81 und RJ88 ([[Internationale Fernmeldeunion|ITU]]-Vereinbarungen), die sich leicht voneinander unterscheiden. Niedrigste jemals in Europa verwendete Frequenz war die des [[Bayerischer Rundfunk|BR]] auf 520&amp;amp;nbsp;kHz (ca. 576,5 m) (hier aufgrund einer von vielen Sonderzuweisungen, die nur für Sender sehr kleiner Leistung erteilt wurden). Die höchste Frequenz in Europa wurde verwendet bis zum 1. Juli 2012 von [[Radio Vatikan]] auf 1611&amp;amp;nbsp;kHz (186 m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung der Mittelwelle in Europa ==&lt;br /&gt;
Am 1. April 1923 begann die Telefonfabrik Czeija &amp;amp; Nissl mit einem Versuchssendeprogramm in Wien 20, mit einem 100-W-Sender von [[Oskar Koton]]; ab 1. Juli in Wien 9 unter der Marke [[Radio Hekaphon]] – Welle 600 (Meter Wellenlänge; 500&amp;amp;nbsp;kHz) von einem für drahtlose Telegraphie konzessionierten Sender aus dem Jahr 1914 am [[Technologisches Gewerbemuseum|Technologischen Gewerbemuseum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Februar 1924 erhielt eine Gruppe um [[Oskar Czeija]] die staatliche Konzession, daraus entstand die [[RAVAG]]; die ersten Sendungen von [[Radio Wien (1924)|Radio Wien]] erfolgten im 2. Halbjahr von einem von Koton übernommenen Sender. Eine Kontinuität gab es auch unter den Darbietern. 1938 verlor die RAVAG die Eigenständigkeit, in den letzten Kriegstagen nahm ein Widerstandssender den Betrieb auf, die vier Besatzer machten jeweils eigene Programme, die Amerikaner bauten mit dem [[Sender Kronstorf|Sendemast Kronstorf]] (2010 demontiert) das höchste jemals in Österreich errichtete Bauwerk, um möglichst weit auch in der sowjetischen Zone empfangen werden zu können. 1958 wurde der ORF gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erhielten die Verlierer-Staaten nach dem [[Kopenhagener Wellenplan]] nur sehr wenige, ungünstige Frequenzen im [[Gleichwellennetz#Historische Gleichwellennetze für Mittelwellenrundfunk|Mittelwellenbereich]] zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später waren [[Piratensender]] auf der Mittelwelle auch im deutschsprachigen Raum zu hören. In den 1980er Jahren nahmen Piraten- und Privatsender den Betrieb jedoch auf [[UKW]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rundfunk in Deutschland begann am 29. Oktober 1923 durch einen Mittelwellen-Sender auf dem [[Vox-Haus]] (750&amp;amp;nbsp;kHz) in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Riegler: &amp;#039;&amp;#039;Meilensteine des Rundfunks. Daten und Fakten zur Entwicklung des Radios und Fernsehen&amp;#039;&amp;#039;. Siebel-Verlag, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-88180-651-0, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Abschaltung vieler leistungsstarker Rundfunksender im Mittelwellenbereich konnten 2010 weniger Radiosender aus Europa als noch Mitte der 1980er Jahre empfangen werden. In Deutschland wurden zwischen 2012 und Anfang 2015 fast alle öffentlich-rechtlichen Mittelwellensender abgeschaltet. Das dadurch eingesparte Geld muss für den Ausbau von [[DAB+]] genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Fast-alle-ARD-Radiosender-stellen-Mittelwelle-ein-2512316.html Fast alle ARD-Radiosender stellen Mittelwelle ein] auf heise.de vom 6. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2015 wurden mit der Abschaltung der Mittelwellensender von [[Deutschlandradio]] die letzten deutschen Hörfunksender aus diesem Frequenzbereich stillgelegt&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Heumann: [https://www.deutschlandfunk.de/abschied-von-der-mittelwelle-der-gefuerchtete-wellensalat.724.de.html?dram:article_id=340167 Abschied von der Mittelwelle. Der gefürchtete Wellensalat ist Geschichte] ([[Deutschlandfunk]].de vom 17. Dezember 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;, abgesehen von Kleinprojekten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dampfradio.blog/2019/03/27/radio-antennenlohe-auf-mittelwelle-1476-khz/|titel=„Radio AnTennenlohe“ auf Mittelwelle – 1476&amp;amp;nbsp;kHz|werk=Dampfradio.blog|hrsg=Jan Welker|datum=2019-03-27|abruf=2019-10-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie etwa [[Veranstaltungsrundfunk]]&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Kraft: &amp;#039;&amp;#039;Maker Faire Hannover: Erfolgreiche Sendung auf 828&amp;amp;nbsp;kHz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Funk-Telegramm]].&amp;#039;&amp;#039; 31.&amp;amp;nbsp;Jg., Nr. 10, 2019, S. 6f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenfalls am 31. Dezember 2015 wurden in Frankreich die Mittelwellensender von [[France Info]] und [[France Bleu]] und in Luxemburg der Mittelwellensender [[Radio Luxemburg]] abgeschaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.radiofrance.fr/extinction-des-ondes-moyennes |text=Extinction des ondes moyennes |wayback=20151231210504 |archiv-bot=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2021 wurden auch in Tschechien die öffentlich-rechtlichen Mittelwellensender abgeschaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.digitalfernsehen.de/news/empfang/radio/radio-tschechien-schaltet-mittelwelle-und-langwelle-ab-585918/ |titel=Radio: Tschechien schaltet Mittelwelle und Langwelle ab |werk=digitalfernsehen.de |datum=2021-12-30 |sprache=de-DE |abruf=2022-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2017 läuft das EU-Projekt „R-Mode Baltic“. Sein Ziel ist die Entwicklung eines „Ranging-Mode Systems“ bodengebundener, maritimer [[Funknavigation|Navigation]] als Ausfalloption. Sie soll zur Verfügung stehen, falls einzelne oder alle globalen Satellitennavigationssysteme unscharf gestellt, gestört oder unverfügbar sein sollten. „R-Mode Baltic“ soll für die Ostsee auf dem Frequenzband der Mittelwelle erprobt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dlr.de/de/kn/forschung-transfer/projekte/maritime-sicherheit-und-navigation/r-mode-baltic-und-r-mode-baltic-2 |titel=R-Mode Baltic und R-Mode Baltic 2 |werk=[[Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt]] |zugriff=2026-01-24 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerd Klawitter, Peter Manteuffel: &amp;#039;&amp;#039;Rundfunk auf Mittelwelle Deutschland  Europa  Übersee&amp;#039;&amp;#039;, Siebel Verlag GmbH, Meckenheim 1998, ISBN 3-89632-027-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Analoge Videorekorder, die nach dem [[Videorekorder#Farbaufzeichnung|Color-Under-Verfahren]] arbeiten, speichern das Farbsignal des Videobildes im Frequenzbereich der Mittelwelle bei 600–1000&amp;amp;nbsp;kHz. Nach diesem Verfahren arbeiten nahezu alle analogen Heimvideorekorder wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Video Home System|VHS]] und [[Video8]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste bekannter Sendeanlagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Radiowellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4139500-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funkfrequenz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-52093-5</name></author>
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