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	<title>Mittelformatkamera - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:41:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mittelformatkamera&amp;diff=47522&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MB-one am 13. November 2025 um 15:38 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-13T15:38:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rolleiflex camera.jpg|miniatur|rechts|Zweiäugige Mittelformatkamera]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittelformatkameras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Fotografie|fotografische]] Kameras mit einem [[Aufnahmeformat]] zwischen der [[Kleinbildfotografie]] und dem [[Großformat (Fotografie)|Großformat]]. In der [[Analogfotografie]] deckt das Mittelformat Aufnahmeformate von 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;4,5&amp;amp;nbsp;cm bis 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;9&amp;amp;nbsp;cm ab. [[Digitalfotografie|Digitale]] Mittelformate umfassen Stand Januar 2021 [[Bildsensor]]en von 45&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;30&amp;amp;nbsp;mm (3:2) bzw. 43,8&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;32,9&amp;amp;nbsp;mm (4:3) bis 53,7&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;40,4&amp;amp;nbsp;mm Kantenlänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Formate ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rollfilm120.jpg|miniatur|120er-Rollfilm, leere und volle Spule]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausgewählte fotografische Aufnahmeformate.jpg|mini|Vergleich der Aufnahmeformate des APS-, Kleinbild und Mittelformats (siehe Hauptartikel [[Aufnahmeformat]])]]&lt;br /&gt;
Bei allen Rollfilmformaten handelt es sich um &amp;#039;&amp;#039;gerundete&amp;#039;&amp;#039; Maßangaben, die exakten Werte siehe unter [[Rollfilm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typ 120 und 220 ===&lt;br /&gt;
Der bei Mittelformatkameras am weitesten verbreitete Film ist der Rollfilm vom Typ 120, professionelle Kameras nehmen auch den doppelt so langen Typ 220 auf, so dass gewöhnlich mit Mittelformatfilm diese beiden Typen gemeint sind. Das häufigste Format ist dabei 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;cm (also quadratisch), weit verbreitet sind aber auch 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;cm (wie bei der [[Pentax 6×7]]) und 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;4,5&amp;amp;nbsp;cm, wobei letzteres kleinere und leichtere Kamerakonstruktionen erlaubt (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;645-Kameras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Das Bildformat 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;8&amp;amp;nbsp;cm wird von der [[Fuji GX680]] und den beiden [[Messsucherkamera]]s [[Fujifilm|Fuji]] GW680III und GSW680III verwendet; für die Mamiya RB67 Pro SD gab es 6&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;8-Rückteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Format 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;9&amp;amp;nbsp;cm kommt im professionellen Einsatz seltener vor, war aber Standard bei [[Boxkamera|Box-]] und [[Faltkamera]]s. Heute findet dieses Format vor allem Verwendung bei Rollfilmrückteilen an [[Fachkamera]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| autor = Linhof Präzisions-Systemtechnik GmbH | titel = Linhof Zubehör 9×12 cm/4×5 inch Kameras | url =http://www.linhof.de/zubehoer_4x5.html | zugriff=2016-07-08|archiv-url=https://web.archive.org/web/20150407043539/http://www.linhof.de/zubehoer_4x5.html|archiv-datum=2015-04-07}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle| autor = Komamura Corp. | titel = Horseman universal accessories: Roll Film Holders | url=http://www.komamura.co.jp/e/pd_acc2.html | zugriff=2016-07-08 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121013233255/http://komamura.co.jp/e/pd_acc2.html|archiv-datum=2012-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Sonderrolle nehmen [[Panoramakamera]]s wie beispielsweise die [[Linhof Präzisions-Systemtechnik|Linhof]] Technorama ein, die je nach Modell Aufnahmen bis zum Format 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;17&amp;amp;nbsp;cm erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typ 127 ===&lt;br /&gt;
Der kleinere Rollfilm des Typs 127 gehört im Falle des Format 4&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6,5&amp;amp;nbsp;cm ebenfalls zum Mittelformat, wenngleich man es bei seinem Erscheinen noch als Kleinbildformat ansah. In den meisten Fällen wurde dieser Film allerdings mit Kleinbildformaten belichtet. Kameras dafür werden seit Anfang der 1970er Jahre praktisch nicht mehr gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sofortbildfilm ===&lt;br /&gt;
Zum Mittelformat zählen auch die meisten Sofortbildfilme, die sowohl in Rückteilen von professionellen Kameras zur Vorabkontrolle der Beleuchtung, wie auch in speziellen [[Sofortbildkamera]]s Verwendung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Digitaltechnik ===&lt;br /&gt;
Neben Kameras werden auch separate [[Digitale Kamerarückwand|digitale Rückteile]] angeboten. Sie kommen dem modularen System vieler Hersteller entgegen und lassen sich zudem (mit verschiedenen Adaptern) auch an [[Fachkamera]]s anschließen. Hersteller digitaler Mittelformatkameras sind Stand Januar 2021 [[Fujifilm]], [[Hasselblad]], [[Phase One (Unternehmen)|Phase One]], [[Leica Camera|Leica]] und [[Pentax]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In digitalen Rückteilen werden überwiegend Mittelformat-Sensoren der Größen 43,8&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;32,9&amp;amp;nbsp;mm und 53,7&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;40,4&amp;amp;nbsp;mm gefertigt. Hasselblad und Phase One bieten Stand Januar 2021 Modelle mit 50, 100 und 150 Mega[[pixel]]n an. Die Pixelgröße liegt zwischen etwa 4 und 5&amp;amp;nbsp;μm. Hersteller der in den Rückteilen eingebauten Sensoren sind Stand Januar 2021 [[Sony]], [[Dalsa]] und [[Kodak]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorteile der digitalen Fotografie liegen vor allem in der Möglichkeit der sofortigen Kontrolle des Ergebnisses und damit einem schnelleren Arbeiten, sowie geringeren laufenden Kosten, da gegebenenfalls nichts mehr entwickelt oder digitalisiert werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kameratypen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sucherkameras ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Agfa Synchro-Box.jpg|mini|hochkant|Boxkamera]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;tright&amp;quot; style=&amp;quot;clear:none&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Kodak No 2-A Folding Autographic Brownie (ca 1917).jpg|mini|hochkant|ohne|Faltbare Laufbodenkamera]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Professionelle Kameras gibt es heute insbesondere im Mittelformat kaum mehr als Sucherkamera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der älteren Boxkamera handelte es sich stets um eine Sucher- und Mittelformatkamera für die verschiedenen Rollfilmformate. Diese eher einfachen Kameras wurden bis etwa 1960 in sehr großer Zahl verkauft und dann vom [[Kleinbildfilm]] nahezu vollständig abgelöst. Neben der klassischen Kastenform gab es Abarten der Box mit sehr modisch gestalteten Kunststoffgehäusen. Die Grenzen der einäugigen Boxkamera zur zweiäugigen Sucher- bzw. Reflexkamera sind hierbei fließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine meist einfach gehaltene Kamera mit regulärer Gehäuseform war bei vielen Produzenten die letzte Bauform der Box.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den professionellen wie für den Amateurbereich gab es zahlreiche Balgenkameras mit Objektiven und Verschlüssen unterschiedlichster Qualitätsstufen. Mit verschiedenen Rückenteilen, Wechselobjektiven, Blitzen und anderen Systembestandteilen stellten die Pressekameras hierbei sicherlich früh eine obere Grenze dar. Auch die ersten [[Sofortbildkamera]]s waren als Balgenkameras ausgelegt, was sich positiv auf Größe und Gewicht auswirkte. Ein aktueller Vertreter der Mittelformat-[[Messsucherkamera]]  ist die von [[Fujifilm|Fuji]] gefertigte GF670 ([[Aufnahmeformat#Mittelformatfotografie|6&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6]]&amp;amp;nbsp;/ 6&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;7), die außerhalb Japans als  [[Voigtländer]] Bessa III vertrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einäugige Spiegelreflexkameras ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pentacon six TL.jpg|mini|hochkant|Einäugige Spiegelreflexkamera mit Fischauge-Objektiv und Lichtschachtsucher]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;tright&amp;quot; style=&amp;quot;clear:none&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Arax ttl 2.jpg|miniatur|ohne|Mittelformat-Spiegelreflexkamera mit 300-mm-Objektiv]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den professionellen Kameras sind die einäugigen [[Spiegelreflexkamera]]s bei weitem am häufigsten, die zumeist aus einem Spiegelkasten, einem abnehmbaren Filmmagazin und dem Objektiv bestehen. Im Jahr 1948 wurde von [[Hasselblad]] die erste 6&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6-Mittelformatkamera im modularen Design vorgestellt (Hasselblad 1600F). Diese Kamera erlaubte den Austausch von Objektiven, Suchern und Filmmagazinen. Auch die von der Kleinbildkamera bekannte Form mit fest eingebautem [[Pentaprismensucher]] gibt es im Mittelformat. Bei den Sofortbildkameras hatte die faltbare Polaroid-Spiegelreflexkamera eine große Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grad der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Automatisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist vielfach geringer, als man dies von gängigen Kleinbildkameras gewohnt ist. Zwar gibt es einige wenige Modelle wie die Rolleiflex 6008AF&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dhw-fototechnik.de/rolleiflex-slr/rolleiflex-6008-af.html Webseite der DHW Fototechnik zur Rolleiflex 6008AF]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit [[Autofokus]], in der Regel muss jedoch manuell fokussiert werden. Auch der Filmtransport erfolgt häufig manuell. Dies wird allerdings auch weniger störend empfunden, da der Hauptanwendungsbereich jenseits der Action-Fotografie liegt. Die Wechselmagazine ermöglichen ein rasches Austauschen des Filmtyps (Farb-/Schwarzweißfilm, Farbumkehr-/Farbnegativfilm usw.). Zusätzlich gibt es 50er Magazine, die mit perforiertem 70-mm-Film geladen werden. Die [[Wechselobjektiv]]e sind für viele Mittelformatkamera-Modellreihen im Bereich von etwa 35&amp;amp;nbsp;mm bis 1000&amp;amp;nbsp;mm verfügbar. Daneben wird – wie auch bei der Kleinbildfotografie – umfangreiches Systemzubehör angeboten: auswechselbare Einstellscheiben, [[Motorantrieb]]e, Balgeneinstellgeräte, Zwischenringe, IR-, Fern- und Funkauslöser sowie systemkonforme Blitzgeräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiäugige Spiegelreflexkameras ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Yashica mat-124g.jpg|mini|hochkant=0.5|Zweiäugige Spiegelreflexkamera]]&lt;br /&gt;
Eine inzwischen geringe Bedeutung hat die [[zweiäugige Spiegelreflexkamera]] (engl.: „Twin Lens Reflex“, TLR), es war aber einmal die typische Bauform für eine Mittelformat-Spiegelreflexkamera. Urahn ist das Modell „Rolleiflex“ des Herstellers [[Rollei]] von 1929. Von ihr gab und gibt es zahlreiche Nachbauten. Bei den zweiäugigen Kameras ist das Objektiv zumeist fest eingebaut. DHW Fototechnik in [[Braunschweig]], das Nachfolgeunternehmen von [[Rollei|Franke &amp;amp; Heidecke]], fertigte bis 2015 die legendären zweiäugigen 6×6 in drei Versionen. Auf der [[photokina]] 2012 wurde eine Neuauflage der zweiäugigen 6×6-Mittelformatkamera als Rolleiflex FX-N vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://photoscala.de/Artikel/photokina-2012-Rolleiflex-Hy6-Mod2-Rolleiflex-FX-N-Electronic-Shutter Ankündigung der DHW Fototechnik Neuheiten zur Photokina 2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezialkameras ===&lt;br /&gt;
An Spezialkameras sind vor allem Panoramakameras zu nennen, beispielsweise die [[Noblex]], oder die [[Seitz Roundshot]]. Ebenso gibt es [[Fachkamera]]s im Mittelformat (z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Linhof Präzisions-Systemtechnik|Linhof]], [[Arca-Swiss]], [[Rollei]], [[Fuji GX680|Fuji]]), die [[Wechselmagazin]]e mit den Bildgrößen 4,5&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;cm bis 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;9&amp;amp;nbsp;cm verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Größe und Gewicht ===&lt;br /&gt;
Mittelformat- unterscheiden sich von Kleinbildkameras zumeist erheblich im Gewicht: Lässt sich mit fünf bis sechs Kilogramm bereits ein Kleinbildsystem für eine ausgesprochen universelle Anwendung zusammenstellen, sind im Falle einer  6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;cm-Kamera bereits zehn bis zwölf Kilogramm einzuplanen. Dadurch sind Mittelformatfotografen viel eher auf ein Fahrzeug zum Transport angewiesen. Auch im Falle einer Kamera mit fest eingebauten [[Normalobjektiv]] besteht ein solcher Unterschied. Die Boxkameras waren dank simpler Blechkonstruktion zwar nicht schwer, aber recht groß, was ihre Ablösung beschleunigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kosten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mamiya 645 Super system.svg|miniatur|Komponenten einer [[Systemkamera]] im Mittelformat]]&lt;br /&gt;
Professionelle Mittelformatkameras sind naturgemäß erheblich teurer als vergleichbare Kleinbildkameras. Dies liegt zum einen an den kleinen Stückzahlen, vor allem aber am technischen Aufwand. Insbesondere die Objektive müssen aufwändiger gehalten werden, damit sie den größeren Bildkreis auch mit guter Qualität ausleuchten. Ein gewöhnlicher Rollfilm kostet so viel wie ein Kleinbildfilm, erlaubt aber weniger Aufnahmen. Im Falle der Diaprojektion lassen sich teure Glasrähmchen nicht umgehen, da andernfalls keine akzeptable [[Planlage]] möglich ist. Digitalrückteile für Mittelformatkameras sind schließlich so teuer, dass nur in seltenen Fällen eine Anschaffung durch Amateure möglich ist. Die Digitalisierung der Fotografie verweist damit die Mittelformate in den Bereich der Berufsfotografie, wo sie jedoch auch durch immer höher auflösende Kleinbildkameras ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schärfentiefe ===&lt;br /&gt;
Da die Objektive von Mittelformatkameras eine längere Brennweite als jene der Kleinbildkameras besitzen (ein Normalobjektiv für 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;cm hat beispielsweise 85&amp;amp;nbsp;mm), bieten sie eine geringere [[Schärfentiefe]]. Dies hat den großen Vorteil, dass sich Objekte sehr leicht freistellen, also durch einen unscharfen Hintergrund von diesem abheben lassen. Ist aber ein größerer Schärfenbereich erforderlich, sind große Blendenwerte (also eine kleine Blendenöffnung) und infolgedessen lange Belichtungszeiten erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sucher ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Faltlichtschachtsucher Sportsucher IMGP0561.jpg|miniatur|hochkant=0.45|Ein sogenannter [[Sportsucher]]]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;tright&amp;quot; style=&amp;quot;clear:none&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Moscow 2.png|miniatur|hochkant=1|ohne|Faltkamera mit Sucher und gekuppeltem Entfernungsmesser]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spiegelreflex-Kameras werden meist mit einem [[Lichtschachtsucher]] betrieben, auch wenn er sich bei manchen Modellen gegen einen Prismensucher austauschen lässt. Aufgrund des großen Bildformats lässt sich das Bild damit ausgezeichnet beurteilen, hierin liegt beim Fotografieren ein wesentlicher Unterschied zum Kleinbild. Der Lichtschachtsucher weist in der Regel ein Gitterraster auf. Er zeigt das Bild seitenverkehrt, was gewöhnungsbedürftig ist, nach Meinung vieler Profis allerdings aus hirnphysiologischen und [[Wahrnehmungspsychologie|wahrnehmungspsychologischen]] Gründen eine bessere Beurteilung – und somit auch Komposition – des Motivs erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mit einem Prismensucher ist das Bild einer Mittelformatkamera sehr groß und dadurch gut zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es, je nach Kamerakonstruktion und Entstehungszeit, die damals wie heute üblichen Sucherkonstruktionen unterschiedlicher Güte und Ausführung. Die Bandbreite reicht vom einfachen [[Ikonometer|Rahmensucher]] aus Draht, Blech oder Plastik über den Brillantsucher der Box bis hin zum optischen Aufstecksucher einer Spezialkamera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildqualität ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Film size comparison.jpg|miniatur|rechts|Größenvergleich: Rollfilm 120 links, Kleinbildfilm 135 rechts. Im Gegensatz zum Kleinbildfilm ist Rollfilm [[Perforation|unperforiert]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar können Mittelformatobjektive nicht die gleiche Auflösung wie Kleinbildobjektive bieten, also genauso viel Linien pro Millimeter abbilden, weswegen das rund viermal größere 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;cm-Format nicht auch eine viermal höhere Auflösung bietet; eine erhebliche Qualitätssteigerung ist aber trotzdem möglich. Dies erfordert jedoch einigen Aufwand. Das heißt: Mit einer Mittelformatkamera gelangt man nicht automatisch zu einer besseren Qualität. So lässt sich der Stativeinsatz in den meisten Fällen nicht umgehen. Zum einen führt das zugunsten der Schärfentiefe häufig erforderliche Abblenden zu Belichtungszeiten, die sich freihändig nicht mehr bewältigen lassen, allerdings kann die geringe Schärfentiefe auch kreativ (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Porträts, Stichwort [[Bokeh]]) eingesetzt werden. Zum anderen führt der große Spiegel der einäugigen Spiegelreflexkameras bisweilen zu Vibrationen, die z.&amp;amp;nbsp;B. eine {{Bruch|1|30}}&amp;amp;nbsp;s aus der Hand nahezu unmöglich machen (allerdings abhängig vom Kameramodell und der Auslösetechnik). Hier liegt der entscheidende Vorteil zweiäugiger Kameras – der Auslösevorgang ist kaum spürbar, da keine Spiegelbewegung passiert, sondern nur der Verschluss ausgelöst wird. Da die Objektive zumeist weniger lichtstark als im Kleinbild-Bereich sind, liegt es nahe, dies mit einem hochempfindlichen Film auszugleichen (auch wieder abhängig vom System übliche Blendenöffnung f2.8-f4, auch f2 möglich, jedoch preislich höher angesiedelt). Durch die gröbere Körnung lichtempfindlicher Filme wird der Faktor, um den vergrößert werden kann, ohne dass die Körnung dem Betrachter auffällt, verringert. Oftmals kann Filmkorn jedoch auch als kreatives Bildmittel eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildredaktionen nahmen Mittelformat-Diapositive lange Zeit bevorzugt an, was nicht nur an der Qualität lag, sondern vielmehr am komfortablen Betrachten der Bilder auf dem Leuchttisch. Zudem konnte wegen der geringeren erforderlichen Vergrößerung bei der Reproduktion nachlässiger gearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatzgebiete ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Apollo12Visor (cropped).jpg|mini|Die US-[[Astronaut]]en, hier [[Alan Bean]] ([[Apollo 12]]) im November 1969, verwendeten auf den [[Apollo-Programm|Apollo-Mondmissionen]] [[Hasselblad#EL_mit_Motor|Hasselblad-Mittelformatkameras]] mit [[Motorantrieb|motorischem Filmtransport]]. Die Kameras wurden aus Gewichtsgründen nach Herausnehmen der Filme auf dem Mond zurückgelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.hasselblad.com/inspiration/history/hasselblad-in-space/ |wayback=20210128214646 |text=Hasselblad in Space. |archiv-bot=2024-03-21 03:58:31 InternetArchiveBot }} Hasselblad Homepage, abgerufen am 12. Februar 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Mittelformat-Kameras werden überwiegend von Profi-Fotografen eingesetzt, für kommerzielle Produktionen und in der Werbefotografie ist es nach wie vor das beliebteste Format. Hier spielt die Geschwindigkeit oder der Motivabstand eine eher untergeordnete Rolle. Das größere und hellere Sucherbild bietet dafür Vorteile bei der Bildkomposition und das Modul-System vieler Hersteller erlaubt einen flexiblen Einsatz. Auch im Kunstgewerbe („Fine-Art“) und bei engagierten Amateuren sind Mittelformatkameras aufgrund gefallener Gebrauchtpreise populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelformatkameras lassen sich durch ihre größere Bauform nicht ganz so spontan einsetzen wie ihre Kleinbild-Pendants. Im Bereich der Action-, Sport- oder Tierfotografie werden sie deshalb seltener eingesetzt, denn bei weit entfernten Motiven stoßen sie schnell an systembedingte Grenzen. Mittelformat-Teleobjektive sind schwer und teuer, extreme Brennweiten stehen überhaupt nicht zur Verfügung. Bei den meisten Herstellern endet das Programm bei 300-mm-Teleobjektiven, was bei 6&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;cm ca. einer fünffachen Vergrößerung entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Analogfotografie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adrian Bircher: &amp;#039;&amp;#039;Mittelformat-Fotoschule.&amp;#039;&amp;#039; Photographie, Gilching 1991, ISBN 3-933131-08-1.&lt;br /&gt;
* Andreas Feininger: &amp;#039;&amp;#039;Die hohe Schule der Fotografie.&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München 1996, ISBN 3-453-41219-2.&lt;br /&gt;
* Andreas Feininger: &amp;#039;&amp;#039;Andreas Feiningers große Fotolehre.&amp;#039;&amp;#039; Econ, Düsseldorf 1979, Heyne, München 2001, ISBN 3-453-17975-7.&lt;br /&gt;
* Ernst A. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Fotopraktikum.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser, Basel 2003, ISBN 3-7643-6689-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Medium format cameras|Mittelformatkameras|3=S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kameraformate}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kamera]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MB-one</name></author>
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