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	<title>Mithuna - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T11:56:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mithuna&amp;diff=2904256&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ https</title>
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		<updated>2023-12-12T19:22:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KarlaCavesStatue5.JPG|mini|Mithuna im Eingangsbereich des [[Buddhismus|buddhistischen]] Höhlentempels von [[Karli]] (2./3. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WLA haa Gupta Mithuna.jpg|mini|Mithuna der [[Gupta-Reich|Gupta-Zeit]] (4./5. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Khajuraho10.jpg|mini|Liebespaar in [[Khajuraho]] (11. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kamasutra 106.jpg|mini|Erotische Szene in Khajuraho&amp;lt;br&amp;gt;(11. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Khajurahosculpture.jpg|mini|Erotische Szene in Khajuraho&amp;lt;br&amp;gt;(11. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WLA metmuseum Loving Couple Mithuna Eastern Ganga 3.jpg|mini|Liebespaar aus [[Orissa]] (13. Jh.)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mithuna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maithuna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]]: मैथुन „Vereinigung“, „Paar“, „Hochzeit“, „Geschlechtsverkehr“) wird in der [[Indische Kunst|indischen Kunst]] ein „Himmlisches Liebespaar“ bezeichnet, das an [[Buddhismus|buddhistischen]], [[Jainismus|jainistischen]] oder [[Hinduismus|hinduistischen]] (Höhlen-)Tempeln oder [[Torana]]s angebracht ist. Mithuna-Skulpturen sind über ganz Indien verbreitet; in Nordindien sind sie jedoch häufiger anzutreffen als im Süden des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem 2. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. finden sich Darstellungen von nebeneinanderstehenden oder -sitzenden Liebespaaren (z.&amp;amp;nbsp;T. auch auf Elefanten oder Stieren bzw. Büffeln reitend) als Reliefs oder auf Pfeilern bzw. Säulen der buddhistischen [[Stupa]]s oder [[Höhlentempel]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bharhut]], [[Amaravati (Andhra Pradesh)|Amaravati]], [[Bedsa]], [[Karli]] u.&amp;amp;nbsp;a.). Etwas später tauchen sie zärtlich umschlungen an Portalfassaden auf (z.&amp;amp;nbsp;B. Karli). Jainismus und Hinduismus übernahmen sowohl die Motivik als auch die Art der Darstellung, die sich in den folgenden Jahrhunderten vor allem an hinduistischen Tempeln zu eindeutig [[Erotik|erotischen]] Darstellungen fortentwickelten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kalika-Mata-Tempel]] in [[Chittorgarh]], [[Lakshmana-Tempel|Lakshmana-]], [[Vishvanatha-Tempel|Vishvanatha-]] und [[Kandariya-Mahadeva-Tempel]] in [[Khajuraho]], Sas-Bahu-Tempel in [[Nagda (Rajasthan)|Nagda]] u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der islamischen Eroberung Nordindiens wurden eine Vielzahl erotischer und anderer Bildwerke zerstört; neue Tempel wurden danach so gut wie nicht mehr gebaut. Erst in der Zeit der [[Mogulreich|Mogul-Herrschaft]] entspannte sich die Situation ein wenig – für den Hof fertigten Maler und Zeichner eine Fülle erotischer Miniaturen an, denen jedoch jegliche religiös-philosophische Ebene fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst ==&lt;br /&gt;
=== Malerei ===&lt;br /&gt;
Obwohl sich dergleichen nur selten erhalten hat, kann man davon ausgehen, dass auch viele gemalte Mithunas existiert haben. Die besterhaltenen finden sich in [[Ajanta]] (Höhle XVII), wobei jedoch festzustellen ist, dass diesen frühen Malereien jegliche erotische Komponente fehlt – stattdessen findet sich ein liebevolles Beieinandersitzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indischer Maler des 6. Jahrhunderts 001-2.jpg|Ajanta (Höhle I) sitzendes Liebespaar&lt;br /&gt;
Ajanta Caves, Painting 1.JPG|Ajanta (Höhle XVII) sitzendes Königspaar&lt;br /&gt;
Ajanta Caves, Painting 3.JPG|Ajanta (Höhle XVII) sitzende Paare&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Skulptur ===&lt;br /&gt;
Die erotischen Figuren Indiens entwickeln sich – wie die gesamte indische Bildhauerkunst – von frühen reliefartigen zu den nahezu vollplastischen Skulpturen der Blütezeit. Ob die in formaler Hinsicht realistischere Darstellungsweise auch auf den Inhalt übertragbar ist, ist eine vieldiskutierte aber nicht abschließend geklärte Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
Eine Deutung der Mithunas kann im Wesentlichen auf drei Ebenen erfolgen&amp;lt;ref&amp;gt;Gavin Frost, Yvonne Frost: T&amp;#039;&amp;#039;antric Yoga: The Royal Path to Raising Kundalini Power.&amp;#039;&amp;#039; Motilal Banarsidass Publ., 1996, ISBN  978-8-1208-1231-4, S.&amp;amp;nbsp;125–126 ([https://books.google.de/books?id=Xa-EAU6Rbl8C&amp;amp;pg=PA125&amp;amp;lpg=PA125&amp;amp;dq=maithuna+ritual+beschreibung&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=fuKd1OfPkq&amp;amp;sig=ACfU3U1kmGyIDmFZrtU-LDhg5S4j4udHLw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiKlbSut9bnAhW7ShUIHe-nCi04ChDoATAEegQIChAB#v=onepage&amp;amp;q=maithuna%20ritual%20beschreibung&amp;amp;f=false] auf books.google.de)&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
=== Liebe und Religion ===&lt;br /&gt;
Bei vielen Kulturen und kulturellen Praktiken liegen die Sphären von (Gottes-)[[Liebe]], [[Ekstase]], [[Trance]], [[Sexualität]] und [[Religion]] nahe beieinander; im Rauschzustand können sexuelles und religiöses Empfinden gleichermaßen gesteigert werden. Doch nur in Indien hat dieses Denken bzw. Empfinden einen breiten künstlerischen Ausdruck gefunden (vgl. auch [[Kamasutra]], [[Tantra]], [[Bhakti]]).&lt;br /&gt;
==== Mithuna-Ritual ====&lt;br /&gt;
Maithuna-Ritual bedeutet die sexuelle Vereinigung in einem rituellen Kontext (spirituelle oder sakrale Sexualität). Ein Maithuna-Ritual wurde in Indien in den tantrischen Schulen der &amp;#039;&amp;#039;Kaulas&amp;#039;&amp;#039; (einer shivaitischen Schule des hinduistischen Tantra) und &amp;#039;&amp;#039;[[Shaktismus|Shaktas]]&amp;#039;&amp;#039; (einer Schule des hinduistischen Tantras, die [[Shakti]] in den Vordergrund stellen und verehren) zelebriert und fand in der Gruppe statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung von Gegensätzen ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer in den Mithunas angesprochener Themenkomplex ist die Suche nach der (Wieder-)Vereinigung von gegensätzlichen Prinzipien wie beispielsweise dem von Mann und Frau. Durch deren Vereinigung kann und soll ein Zustand überirdischer Harmonie erreicht werden, in welchem alle – vermeintlichen oder tatsächlichen – Gegensätze aufgehoben sind. Die Mithunas können somit als bildhafte Verwirklichung dieses Gedankens bzw. als Aufforderung oder Anregung zu dessen Nachahmung aufgefasst werden.&lt;br /&gt;
=== Abwehr von Übel ===&lt;br /&gt;
Die meisten Mithuna-Paare sind an den Portalgewänden oder an den Außenwänden der Tempel angebracht; im Innern der Tempelbauten sind sie nur selten anzutreffen. Diese Platzierung macht eine unheilabwehrende ([[apotropäisch]]e) Funktion dieser Figuren wahrscheinlich – in Anwesenheit von Liebe und Erotik finden unheilvolle, d.&amp;amp;nbsp;h. [[Asura (Hinduismus)|dämonische]] oder zerstörerische Kräfte keinen Entfaltungsspielraum mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Uma-Maheshwara]]&lt;br /&gt;
* [[Yab-Yum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernard Soulié: &amp;#039;&amp;#039;Erotische Kunst Indiens.&amp;#039;&amp;#039; Gondrom, Bayreuth 1982, ISBN 3-8112-0300-2.&lt;br /&gt;
* Kamala Devi: &amp;#039;&amp;#039;The Eastern Way of Love.&amp;#039;&amp;#039; Simon &amp;amp; Schuster, 1985, ISBN 0-671-60432-5.&lt;br /&gt;
* Omar V. Garrison: &amp;#039;&amp;#039;Tantra: the Yoga of Sex.&amp;#039;&amp;#039; Harmony Books, New York, 1983, ISBN 0-517-54948-4.&lt;br /&gt;
* Prithvi Kumar Agrawala: &amp;#039;&amp;#039;Mithuna. The Male-Female Symbol in Indian Art and Thought.&amp;#039;&amp;#039; Munshiram Manoharlal Publishers, New Delhi 1983, ISBN 81-215-0142-3.&lt;br /&gt;
* V. V. Sudha Piratti: &amp;#039;&amp;#039;Mithuna in Buddhist art – with special reference to Amaravati &amp;amp; Nagarjunakonda.&amp;#039;&amp;#039; Bharatiya Kala Prakashan, 2002, ISBN 81-86050-88-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Erotic sculptures in Nepal|Erotische Skulpturen in Nepal}}&lt;br /&gt;
* [https://www.metmuseum.org/art/collection/search/60005184?ft=*&amp;amp;ao=on&amp;amp;where=India&amp;amp;pg=1&amp;amp;rpp=20&amp;amp;what=Limestone&amp;amp;pos=3 &amp;#039;&amp;#039;Pfeiler mit Mithunas (3./4. Jh.) – Foto&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualität und Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paar (Bildende Kunst)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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