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	<title>Mist - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mist&amp;diff=47651&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Submeir: doppelt</title>
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		<updated>2025-11-09T10:56:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die in der [[Landwirtschaft]] bei der [[Viehhaltung]] in [[Stall|Ställen]] anfallende Mischung aus [[Kot|Exkrementen]] von Tieren (&amp;#039;&amp;#039;Dung&amp;#039;&amp;#039; mit Fest- und Flüssigbestandteilen, vgl. [[Gülle]] und [[Jauche]]) mit einem Bindemedium. Dieses besteht traditionellerweise aus pflanzlichem [[Einstreu]], meist [[Stroh]], manchmal auch [[Holzspan|Hobelspäne]] oder [[Hanf]]häcksel, oft vermischt mit dem vom Vieh nicht verzehrten [[Heu]]. Mist ist ein [[Wirtschaftsdünger]] und zählt zu den organischen [[Düngung|Düngern]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Manure (DFdB).JPG|Misthaufen|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Miststreuer im Mostviertel.jpg|mini|[[Miststreuer]] im [[Mostviertel]] in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Manure (lorentey).jpg|mini|Ungeschützte Feldlagerung]]&lt;br /&gt;
Bis zur Einführung des [[Dünger#Mineraldünger|Mineraldüngers]] war der Mist ein existenzieller Bestandteil der Landwirtschaft in [[Selbstversorger]]wirtschaft (Subsistenzwirtschaft). Die [[Entmistung]] ist arbeitsaufwendig. In der modernen Landwirtschaft wird Mist mit [[Miststreuer]]n, im privatgärtnerischen Bereich meist per Hand mit einer [[Mistgabel]] ausgebracht. Insbesondere [[Pferdeapfel|Pferdeäpfelmist]] wird häufig auch von Kleingärtnern eingesetzt, beispielsweise als [[Kompostierung|Kompostverbesserer]] und zur Düngung von [[Rosen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuchtchampignons werden in kontrollierten Kulturräumen auf fermentiertem Pferdemist kultiviert. Auch für [[Frühbeet]]e ist der gärende und damit wärmende Mist als Unterbau hochgeeignet. Hier gilt Pferdemist (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;fimus equinus&amp;#039;&amp;#039;), der früher auch zum schonenden Erhitzen bis zu 60 °C in der Pharmazie bzw. Alchemie&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Alchemie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1980, Sp. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Udo Benzenhöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Johannes de Rupescissa|Johannes’ de Rupescissa]] „Liber de consideratione quintae essentiae omnium rerum“ deutsch. Studien zur Alchemia medica des 15. bis 17. Jahrhunderts mit kritischer Edition des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Studien zur Naturkunde der frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Steiner, Wiesbaden/Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05388-3 (Zugleich Philosophische Dissertation, Universität Heidelberg, 1988), S. 183–184.&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt wurde, als besonders „hitzig“, während etwa Ziegenmist wenig Wärme freisetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mist kann darüber hinaus zur [[Biogas]]-Erzeugung genutzt werden. In weiten Teilen der Erde wie in holzarmen Steppengegenden war (und ist) gesammelter Mist einer der wichtigsten Heizstoffe der Feuerstelle: Er verbrennt besonders raucharm, wenn er vollständig durchgetrocknet ist, und hat einen hohen Heizwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biogas ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;siehe Tabelle&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
{{Vergleich von Biogasrohstoffen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung: Der Misthaufen (Miststock) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Misthaufen werden, bevor der Zeitpunkt für das Düngen erreicht ist, der Mist nachgegärt und weiter aufgeschlossen und die aggressiveren Substanzen ausgewaschen. Als wertvolle Ressource war ein großer, wohlgebauter Misthaufen eines [[Bauernhof]]es, schweizerisch auch &amp;#039;&amp;#039;Miststock&amp;#039;&amp;#039; genannt, sprichwörtlich „der Stolz jedes Bauern“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wurden Misthaufen in der Beziehung zum Hof regional unterschiedlich angelegt: Teils vor dem Hof (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Hessen]]), teils dahinter (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Pommern]], in [[Bayern]]), im Innenhof (z.&amp;amp;nbsp;B. beim [[oberösterreich]]ischen [[Vierkanthof|Vierkanter]]) oder bei [[Bergbauernhof|Berghöfen]] schlichtweg hangaufwärts. In modernen, v.&amp;amp;nbsp;a. großlandwirtschaftlichen Betrieben folgt die Anlage gewöhnlich wirtschaftlichen Erwägungen und unterscheidet sich weniger landestypisch als vielmehr betriebsartbedingt (Tierart, Betriebsgröße, Eigen- oder Fremdverwertung usw.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Regelungen ==&lt;br /&gt;
Die offenen Misthaufen, auf denen der Mist bis zur Ausbringung auf den [[Acker]] lagert, sind vor allem in ländlichen Bereichen nach wie vor verbreitet und sind als stetige [[Emission (Umwelt)|Emission]] von Gerüchen (v.&amp;amp;nbsp;a. durch [[Ammoniak]]verflüchtigung) mancherorts Ursache von juristischen Streitigkeiten, insbesondere wenn neue [[Wohngebiet]]e in direkter Nähe bestehender landwirtschaftlicher Betriebe gebaut werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Lagerung und Ausbringung von Mist sind in vielen Ländern [[gesetz]]liche Vorschriften und Sicherheitsrichtlinien zu beachten, unter anderem zur Vermeidung spontaner [[Selbstentzündung]] bei der wärmeintensiven Verrottung ([[Gärung]]) großer Mistmengen bei unzureichender Belüftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der [[Grundwasserschutz]] spielt eine große Rolle, da ein ungeregelter Austrag ([[Sickerwasser|Versickerung]]) von Nähr- und teilweise Schadstoffen (z.&amp;amp;nbsp;B. Arzneirückstände im Urin bei Intensivmast) in [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] und [[Gewässer]] diese stark gefährden können. In Europa muss Mist daher in der Regel auf befestigtem und wasserundurchlässigem Untergrund – auf sogenannten Mist- oder [[Dungplatte]]n, oft mit nachgeschalteten [[Güllegrube|Jauchegruben]] zum Auffangen flüssiger Bestandteile – gelagert werden. Als Ausnahme von dieser Grundregel darf gut abgelagerter und hinreichend trockener Mist dann bei entsprechender Witterung (kein Regen zu erwarten) kurzfristig vor der Ausbringung ungeschützt auf dem Feld zwischengelagert werden. Dabei gelten in den Ländern sehr unterschiedliche Definitionen von „Kurzfristigkeit“ (wenige Tage bis Wochen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausbringungsmöglichkeiten sind gleichfalls in Bezug auf Flächen, Mengen, Jahreszeiten und Wetterbedingungen eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland dienen die [[Düngeverordnung]] und das [[Wasserhaushaltsgesetz]] ({{§|62|whg_2009|juris}} „Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“) als wesentliche rechtliche Grundlagen für nähere Bestimmungen auf Landesebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachgebrauch ==&lt;br /&gt;
Teilweise wird das Wort Mist auch für reinen [[Kot]] verwendet. [[Umgangssprache|Umgangssprachlich]] wird der Begriff für [[Unsinn]] und [[Chaos]] verwendet. Als [[Interjektion]] sind „Mist!“ und „Verdammter Mist!“ gebräuchlich. Außerdem ist &amp;#039;&amp;#039;Mist&amp;#039;&amp;#039; eine ostösterreichische Bezeichnung für [[Abfall|Müll]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Traufgässchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ralf Kosch: &amp;#039;&amp;#039;Einfluss der Festmistaufbereitung und -anwendung auf die Stickstoffflüsse im ökologisch wirtschaftenden Futterbaubetrieb&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Göttinger agrarwissenschaftliche Beiträge&amp;#039;&amp;#039;, Band 12), Excelsior P.S, Hohengandern 2003, ISBN 978-3-937069-02-9 (Dissertation Universität Göttingen 2003 108 Seiten).&lt;br /&gt;
* L. Schulz, R. Hradetzky (Kärntner Institut für Seenforschung): &amp;#039;&amp;#039;[http://www.kis.ktn.gv.at/angewandte_forschung/berichte_material/Grundwasserschutz.pdf Grundwasserschutz bei der Lagerung von Stallmist am Feld.]&amp;#039;&amp;#039; Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaftskataster. 1999&lt;br /&gt;
* Günter Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzenernährung und Düngung&amp;#039;&amp;#039;. UTB/Ulmer. Stuttgart. 2000. ISBN 978-3-8252-8189-2&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.naehrstoffboerse.de/data/OrganischeDuengersindwertvollundgefragt.pdf  Verwertung von Wirtschaftsdüngern. Organische Dünger sind gefragt.]&amp;#039;&amp;#039; naehrstoffboerse.de (PDF-Datei; 197&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mist}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Manure|Mist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogassubstrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngemittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Viehwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exkremente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferdehaltung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Submeir</name></author>
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