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	<title>Missionierende Religion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T03:34:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Missionierende_Religion&amp;diff=19558&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Judentum */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-07-06T11:31:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Judentum: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;missionierende Religion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|missio}}, „(Aus-)Sendung“, übertragen „Auftrag“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verkündigungsreligion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Religion]], die ihre Botschaft aktiv verbreitet. Anhänger glauben sich dazu [[Berufung (Religion)|berufen]], Nichtgläubige und Andersgläubige von der Wahrheit ihrer Botschaft zu überzeugen &amp;#039;&amp;#039;(universale [[Wahrheit]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;siehe auch: [[Universalreligion]])&amp;#039;&amp;#039;. Mission geschieht heutzutage vorwiegend als [[Werbung]] durch Predigten, Vorträge, Verbreitung von Schriften, Hausbesuche, private Gespräche und mit Hilfe moderner Massenmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem das [[Christentum]] und der [[Islam]] ([[Daʿwa]]) zählen zu den missionierenden Religionen, teilweise auch Bewegungen aus dem Bereich des [[Hinduismus]] und [[Buddhismus]]. Oft wird Mission ausschließlich auf die Verbreitung des christlichen Glaubens bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Formen des [[Monotheismus]], wie beispielsweise die Religion der [[Drusen]] und der [[Jesiden]], sowie [[polytheistisch]]e, [[Pantheismus|pantheistische]] und [[Animismus (Religion)|animistische]] [[Ethnische Religion|Lokalreligionen]] sind von ihrem Selbstverständnis her nicht missionarisch und kennen auch keine Möglichkeit des [[Konversion (Religion)|Übertritts]]. Bei Drusen und Jesiden spielt dabei eine Rolle, dass im Bereich des Islams keine Mission geduldet wird. Das [[Judentum]] spielt insofern eine Sonderrolle, als hier die Missionierung ebenfalls nicht vorgesehen, die Konversion einzelner ([[Konversion (Judentum)|Gijur]]) jedoch möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Christentum gilt das 19. Jahrhundert als das „große Jahrhundert der Weltmission“. Der Yale-Professor Kenneth Scott Latourette konstatiert: „Mit dem 19. Jahrhundert begann seine [des Christentums] größte geographische Ausbreitung weltweit.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kenneth Scott Latourette |Titel=Geschichte der Ausbreitung des Christentums |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=1956 |Seiten=120}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beschreibt den Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Christentums und der Ausdehnung des globalen Handels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kenneth Scott Latourette |Titel=Geschichte der Ausbreitung des Christentums |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=1956 |Seiten=120f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die starke Ausbreitung des Christentums und neue Religionen wie die Bahai führten 1893 zum ersten &amp;#039;&amp;#039;[[Weltparlament der Religionen]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Chicago]], wo u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Hinduismus]] mit neuen missionarischen Ansprüchen auftrat. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts und dem Aufkommen der Pfingstbewegung ab 1909 brach vor allem im Christentum eine weitere Verstärkung missionarischer Aktivitäten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ethnische Religion]]en kennen keinen missionarischen Auftrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Zoroastrismus ===&lt;br /&gt;
Als älteste missionierende Religion gilt der [[Zoroastrismus]], der sich unter Einfluss von [[Zarathustra]] Ende des 2.&amp;amp;nbsp;Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr. von [[Iran]] aus zu verbreiten begann. Er war es, der erstmals in der Religionsgeschichte andere Religionen als falsch bezeichnete. Von Zarathustra wird gesagt, er habe darum gebetet, dass sein Glaube sich ausweiten möge, dass Häuser, Dörfer, Distrikte und Länder denken, sprechen und handeln mögen gemäß der Gerechtigkeit, die er predigt (Ys xlii 6). Es wird von Wanderpriestern berichtet, die Seite an Seite mit denen arbeiteten, die zu Hause ihren priesterlichen Aufgaben nachkamen (Visp. lii 3, ix&amp;amp;nbsp;2).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theo Sundermeier]]: {{Webarchiv |url=http://www.entwurf-online.de/download/Die%20Mission%20nichtchristlicher%20Religionen.doc |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Mission nichtchristlicher Religionen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070927222431}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Judentum ===&lt;br /&gt;
Nach [[Rabbinische Literatur|rabbinischer]] Interpretation soll [[Abraham]] als erster Missionar angesehen worden sein {{Bibel|Gen|12|5}}. Im 8. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. rief der Prophet [[Jesaja]] das [[Israeliten|Volk Israel]] dazu auf, ein „Licht für die Völker“ zu sein  {{Bibel|Jes|49|6}}. Unter der Herrschaft der [[Hasmonäer]] sollen verschiedene Gruppen zwangsbekehrt worden sein, so z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Idumäa|Idumäer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pierre Grimal]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Hellenismus und der Aufstieg Roms&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Fischer Weltgeschichte Bd.&amp;amp;nbsp;6). Frankfurt 1965, S. 266.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hadrian (Kaiser)|Kaiser Hadrian]] bekämpfte jüdische Aufständische (Bar-Kochba-Aufstand 132–136 n.&amp;amp;nbsp;Chr.), vertrieb viele Juden aus Palästina und untersagte die jüdische Mission. Den Sinn der [[Jüdische Diaspora|jüdischen Diaspora]] sahen einige Juden darin, [[Proselytismus|Proselyten]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;werbung zu betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eleasar ben Schammua|Rabbi Eleaser]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Gesamtverzeichnis der deutschsprachigen Talmudausgabe|Talmud: Pesahim]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://halakhah.com/pdf/moed/Pesachim.pdf#294 online], englisch), 87b Absatz&amp;amp;nbsp;5 (unter Bezug auf {{B|Hos|2|25}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;dagegen [[Chelbo|Rabbi Chelbo]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Gesamtverzeichnis der deutschsprachigen Talmudausgabe|Talmud: Jebamoth]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://halakhah.com/pdf/nashim/Yevamoth.pdf#214 online], englisch), 47b (unter anderem Bezug auf [[Buch Ruth]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Druck des Christentums (ab 380 Staatsreligion im Römischen Reich) und des Islams (ab dem 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) erlosch die jüdische Mission. Im 10. Jahrhundert schlossen sich große Teile der [[Chasaren]] (Südrussland) dem jüdischen Glauben an. Außerdem gab es noch die jüdischen Reiche [[Himjar]], [[Adiabene]] sowie im Bereich der [[Punier]] und [[Berber]] das Reich der Königin [[Kahina]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Shlomo Sand]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Erfindung des jüdischen Volkes]] – Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt 4, deutsche Ausgabe: Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-549-07376-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt war die Form der jüdischen Mission weder organisiert noch ging sie von Herrschern aus; sie war eher ein vorsichtiges Werben von Mensch zu Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;Theo Sundermeier: {{Webarchiv |url=http://www.entwurf-online.de/download/Die%20Mission%20nichtchristlicher%20Religionen.doc |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Mission nichtchristlicher Religionen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070927222431}}, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christentum ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mission (Christentum)|Geschichte der christlichen Mission}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die christliche Mission beruft sich auf [[Jesus von Nazaret|Jesu]] sogenannten [[Missionsbefehl]]: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ ({{B|Mt|28|19–20a}}, ähnlich im älteren Evangelium bei {{B|Mk|16|15}}). Die Zeit des [[Jesus von Nazaret#Wirken|Wirkens Jesu von Nazareth]] umfasst die drei Jahre als Wander[[charismatiker]] vor seinem Tod sowie seine Tätigkeit als [[Wunder Jesu|Wunderheiler]]. Jesu Wirken im jüdischen Umfeld erfüllte [[Messianische Bewegungen|messianische]] Erwartungen an die Nachfolgedynastien König [[David]]s. Nach [[Kreuzigung Christi|Jesu Tod]] beging die [[Judenchristen|judenchristliche]] Gemeinde weiterhin das [[Abendmahl Jesu]], entnommen aus der messianischen Interpretation der [[Pessach]]-[[Haggada]], und erwartete seine [[Parusie|Wiederkehr]] in einem Umfeld vieler jüdischer Gemeinden in [[Kleinasien]], Griechenland und Italien. Diese Zeit war gekennzeichnet durch aktive [[Propaganda]] und [[Konversion (Religion)|Proselyten]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;werbung (siehe auch [[Urchristentum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Loslösung vom Judentum setzte mit der [[Paulinische Theologie|paulinischen Theologie]] und Mission (um 50 n.&amp;amp;nbsp;Chr.) ein – die entscheidende neue Phase des Christentums.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Homolka]], [[Walter Jacob (Rabbiner)|Walter Jacob]], [[Tovia Ben-Chorin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Lehren des Judentums nach den Quellen&amp;#039;&amp;#039;. Band III. Knesebeck, München 1999, S. 57ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Paulus von Tarsus]], der Jesus nicht leibhaftig begegnet war, sowie seine Mitstreiter und Nachfolger gründeten neue [[Heidenchristen|heidenchristliche]] Gemeinden mit einem gewandelten Missionsverständnis. Die [[Jerusalemer Urgemeinde]], die das Judentum als Basis für das Christentum ansah, verlor gegenüber den stark wachsenden heidenchristlichen Gemeinden zunehmend an Bedeutung und verschwand schließlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Homolka, Walter Jacob, Tovia Ben-Chorin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Lehren des Judentums nach den Quellen&amp;#039;&amp;#039;. Band III. Knesebeck, München 1999, S. 440ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrhunderten führte die fortgesetzte [[Mission (Christentum)|christliche Mission]] zu einer allmählichen [[Christianisierung des Römischen Reiches]], die in der [[Spätantike]] seit [[Konstantin der Große|Konstantin]] ([[konstantinische Wende]]) schließlich zum Aufstieg des Christentums zur [[Staatsreligion|Reichsreligion]] und zur Entstehung einer [[Römische Reichskirche|römischen Reichskirche]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] warben insbesondere die [[Iroschottische Kirche|iro-schottischen]] [[Wandermönch]]e für den christlichen Glauben. Die [[Kreuzzug|Kreuzzüge]] waren kein Akt der Missionierung, sondern ein Versuch, die [[islamische Expansion]] zurückzudrängen und die heiligen Stätten in Jerusalem für die Christenheit zurückzuerobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reconquista]] auf der Iberischen Halbinsel diente der Zurückdrängung des [[Islam|muslimischen]] Machtbereichs in [[Al-Andalus]] und wurde 1492 abgeschlossen. Die anschließende Tätigkeit der [[Konquistador]]en vor allem aus Spanien war ausdrücklich mit dem Auftrag zur [[Christianisierung]] verbunden. In Lateinamerika versuchten katholische [[Missionar]]e, „Seelen zu retten“. Dabei gab es humane Versuche wie die [[Jesuitenreduktion]]en, aber auch brutales Überstülpen fremder Kultur durch die Eroberer. Später wurde Mission in Verbindung mit dem [[Kolonialismus]] betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islam ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Islamische Expansion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den klassischen Lehren des [[Sunniten|sunnitischen Islams]] sind Muslime aufgefordert, den Islam durch [[Daʿwa]] weltweit zu verbreiten. Klassischerweise wird die Bevölkerung über eine Botschaft an den Herrscher aufgefordert, den Islam anzunehmen. Geschieht das nicht, wird dies als Berechtigung zur „Öffnung“ (arabisch &amp;#039;&amp;#039;futuhat&amp;#039;&amp;#039;), das heißt zur Eroberung der entsprechenden Länder durch militärische Anstrengung ([[Dschihad]]), gesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch-qa7t-cWs1o4C-133&amp;quot;&amp;gt;Marwan Abou-Taam: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sicherheit im Spannungsfeld des internationalen Terrorismus und der Weltordnungspolitik.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 2007, ISBN 978-3-8258-0662-0, S.&amp;amp;nbsp;133 ({{Google Buch |BuchID=qa7t-cWs1o4C |Seite=133}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Missionarische Tätigkeiten im Bereich des Islam werden als Angriff auf den Islam gewertet und sind deshalb verboten. Bis heute sind christliche Missionsbestrebungen in fast allen islamischen Ländern kaum möglich. Das gilt auch für andere islamische Strömungen, wie beispielsweise die [[Schia]] oder die [[Ahmadiyya|Ahmadiyya-Gemeinschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/hintergrund-die-stroemungen-des-islam-132756.html |titel=Die Strömungen des Islam |datum=2001-09-16 |sprache=de |abruf=2023-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Manichäismus ===&lt;br /&gt;
Der [[Manichäismus]] war missionierend; er verbreitete sich bis nach [[Afrika]], [[Gallien]], [[Syrien]] und wurde im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[Turkestan]] [[Staatsreligion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinduismus, Buddhismus und andere süd- und ostasiatische religiöse Bewegungen ===&lt;br /&gt;
In Auseinandersetzung mit sozio-kulturellen und religiösen Einflüssen aus Europa und den USA bildeten sich so auch im Hinduismus und Buddhismus Reformansätze heraus, die eine dogmatische Fixierung von Lehrinhalten und heiligen Texten, einen allgemeinen Gültigkeitsanspruch und so auch aktive Missionsbestrebungen unterstützten. Oft ging es dabei um die Rückgewinnung früherer Konvertiten aus der eigenen Religion, dieser Anspruch wurde jedoch zuweilen sehr weit ausgedehnt, so dass z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Arya Samaj]] im Indien Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts fast alle Einwohner als frühere Hindus und somit als legitime Missionsgruppe betrachtete. Da sich die Missionsbemühungen des Arya Samaj jedoch auch gegen die traditionellen brahmanischen Eliten und das [[Kastensystem]] wandten, stießen sie auf häufig sehr entschiedenen Widerstand in weiten Teilen der Bevölkerung und gingen so ab Mitte der 1920er Jahre zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheiterten die Agitatoren des frühen 20. Jahrhunderts in der Hindu-Mehrheitsgesellschaft noch weitgehend am Einfluss brahmanischer Eliten und traditioneller Wertesysteme, so haben die Missionierungsbewegungen [[Hindutva|hindu-nationalistischer]] Kräfte unter den „Stammesbevölkerungen“ Indiens ([[adivasi]]) seit Ende der 1980er Jahre eine tiefgreifende Wirkung für das kulturelle Erbe der betroffenen Gruppen. Etablierte kulturelle Traditionen (vor allem auch Geschlechterbilder) werden umgedeutet hin zu einer vereinheitlichten Hindu-Kultur mit fremden Göttern ([[Rama (Mythologie)|Rama]], [[Krishna]], [[Hanuman]]) und androzentrischen (Männer und Männlichkeit hervorhebenden) Gesellschaftsvorstellungen und Weltbildern. Diese Art von ideologischer Einflussnahme, obwohl sie stark politisch motiviert ist (als Werbung potenzieller Wähler für die hindunationalistische Partei der [[Bharatiya Janata Party|BJP]]), ist dennoch im weiteren Sinne als Missionierung zu betrachten, da eine dauerhafte Bindung an ein (stark auch religiös fundiertes) Weltbild angestrebt wird, das explizit anderen Religionszugehörigkeiten gegenübergestellt wird. Immer wieder gibt es von hindu-nationalistischen Agitatoren angestiftete Ausschreitungen gegen religiöse Minderheiten (vor allem Muslime und Christen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige hinduistische und buddhistische, sowie andere süd- und ostasiatische Gruppen sind vor allem seit dem Ende der 1960er Jahre in westlichen Ländern und zunehmend auch weltweit (Osteuropa, Japan) missionarisch tätig. Große Bekanntheit erlangt hat beispielsweise die [[Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein]] (ISKCON), im Westen besser bekannt als Hare-Krishna-Bewegung, die das Krishna-Bewusstsein verbreiten will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
International missionarisch tätig aus dem hinduistisch-buddhistischen oder weiteren ostasiatischen Bereich sind oder waren auch [[Ananda Marga]], [[Brahma Kumaris]] [[Ōmoto]], [[Ōmu Shinrikyō]], [[Sahaja Yoga]], [[Sant Mat]], [[Shinnyo-En]], [[Sōka Gakkai]], [[Tenrikyō]] und andere, sowie weitere spirituelle Lehrer und Gurus aus diesem Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Missionsgesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen]]&lt;br /&gt;
* [[Arbeitsgemeinschaft Pfingstlich-Charismatischer Missionen]]&lt;br /&gt;
* [[Der Deutschen Evangelischen Allianz nahestehende Organisationen]]&lt;br /&gt;
* [[Evangelisation]]&lt;br /&gt;
* [[Proselytismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Missionierung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mission]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikationswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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