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	<title>Misox - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Oliklixer am 6. April 2026 um 09:21 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-06T09:21:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Bezirk Moësa 2007.png|mini|Region Moesa bestehend aus Misox und Calancatal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Misox.jpg|mini|Blick nach Süden ins Misox mit der Ebene von Pian San Giacomo]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mesocco.JPG|mini|Mesocco]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lostallo Tal.jpg|mini|Bei Lostallo]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Misox&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;Val&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Valle Mesolcina&amp;#039;&amp;#039;, [[rätoromanisch]] Val Mesauc) ist ein Tal im [[Schweiz]]er Kanton [[Graubünden]] südlich des [[San-Bernardino-Pass]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Tal erstreckt sich vom San-Bernardino-Pass in südlicher Richtung bis [[Grono]], wo es sich mit dem [[Calancatal]] vereinigt, und von dort westwärts bis an die [[Kanton Tessin|Tessiner]] Grenze kurz vor [[Bellinzona]]. Durch das Misox fliesst die [[Moesa (Fluss)|Moesa]], die kurz hinter der Tessiner Grenze in den [[Tessin (Fluss)|Tessin]] (italienisch: &amp;#039;&amp;#039;Ticino&amp;#039;&amp;#039;) mündet. Nachbartäler sind im Westen das Calancatal und im Osten das [[Val San Giacomo]] in [[Italien]]. Nördlich des San-Bernardino-Passes schliesst sich das [[Rheinwald]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Misox ist wie das [[Bergell]] und das [[Puschlav]] ein Bündner Tal südlich des [[Alpenhauptkamm]]es. Im Misox wird [[italienische Sprache|Italienisch]] gesprochen wie im Bergell und Puschlav und nicht wie im restlichen Graubünden [[Schweizerdeutsch]] oder [[Bündnerromanisch|Rätoromanisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grono wurde am 11. August 2003 mit 41,5 °C die offiziell höchste je gemessene Temperatur in der Schweiz registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orte im Misox ==&lt;br /&gt;
Das Misox liegt in der Bündner [[Region Moesa]]. Bis zur Gebietsreform im Kanton Graubünden 2015–2017 bestanden die Verwaltungskreise [[Mesocco (Kreis)|Mesocco]], [[Roveredo (Kreis)|Roveredo]] und [[Kreis Calanca|Calanca]] im ehemaligen [[Bezirk Moesa]], der durch die Region Moesa abgelöst worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Misox (ohne Calancatal) gehören folgende Gemeinden (von Nord nach Süd):&lt;br /&gt;
* [[Mesocco]]&lt;br /&gt;
* [[Soazza]]&lt;br /&gt;
* [[Lostallo]]&lt;br /&gt;
* [[Cama GR|Cama]]&lt;br /&gt;
* [[Grono]]&lt;br /&gt;
* [[Roveredo GR|Roveredo]]&lt;br /&gt;
* [[San Vittore GR|San Vittore]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Familie der [[Freiherren von Sax|Sax]] (italienisch: de Sacco) herrschte im [[Castello di Mesocco]] über die Täler Misox und Calanca von etwa 1100 bis zum Jahre 1480. Sie hatten zwei [[Gerichtsgemeinde]]n Mesocco und Roveredo eingesetzt und drei Verwaltungsgebiete (italienisch: &amp;#039;&amp;#039;Squadre&amp;#039;&amp;#039;) Mesocco, di Mezzo (Soazza, Lostallo, Cama, [[Verdabbio]] und [[Leggia]]) und Roveredo (Grono, Roveredo und San Vittore) eingerichtet. Die Hundertschaft (italienisch: &amp;#039;&amp;#039;Centena&amp;#039;&amp;#039;), eine öffentliche Versammlung der Bürger, war die gesetzgebende Gewalt, sie fand jedes Jahr am 25. April in Lostallo statt. Ein Generalrat übte die exekutive Gewalt aus, und das Talgericht bestand aus jeweils 30 Geschworenen. 1480 veräusserte Giovanni Pietro de Sacco seine Herrschaftsrechte an den [[Mailand|Mailänder]] Feldherren [[Gian Giacomo Trivulzio]]. Während der Herrschaft der Trivulzio-Familie prägte eine Münzwerkstätte in Roveredo Gold- und Silbermünzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1480 lehnten sich die Bewohner von Soazza und Mesocco an den [[Grauer Bund|Grauen Bund]] an, gefolgt von der Einwohnerschaft der restlichen Teile der Talschaften am 4. August 1496. Gian Francesco Trivulzio, der Sohn von Gian Giacomo Trivulzio, billigte im Jahre 1549 gegen eine Zahlung von 24&amp;#039;500 Gold[[Dukat (Münze)|dukat]]en eine Ablösung der noch verbliebenen Herrschaftsrechte. Seit diesem Jahre ist die Geschichte von Misox eng mit der der [[Drei Bünde]] bzw. Graubündens verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1555 zogen die ausgewiesenen Evangelischen [[Locarno]]s durchs Misox und durchs Rheintal nach [[Zürich]]. [[Giovanni Beccaria (Reformator)|Giovanni Beccaria]], der Reformator Locarnos, war schon 1549 ins Misox geflüchtet. Er nahm 1559 erneut seine Lehrer- und Predigertätigkeit in diesem Tal wieder auf, um den entstandenen evangelischen Gemeinden zu dienen. 1561 wurde er aufgrund katholischer Interventionen im Rahmen der [[Gegenreformation]] aus dem Misox verbannt und flüchtete ins tolerantere [[Chiavenna]] und 1571 nach [[Bondo GR|Bondo]], wo er als reformierter Pfarrer tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|10526|Beccaria, Giovanni|Autor=Emidio Campi}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Pfister (Theologe)|Rudolf Pfister]]: &amp;#039;&amp;#039;Um des Glaubens willen. Die Evangelischen Flüchtlinge von Locarno und ihre Aufnahme zu Zürich im Jahre 1555.&amp;#039;&amp;#039; Evangelischer Verlag, Zollikon 1955, S. 39–40&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Evangelischen, vorwiegend italienische Glaubensflüchtlinge, wurden anlässlich der Pastoralvisite von Bischof [[Karl Borromäus]] 1583 zum katholischen Glauben gezwungen. 108 Personen wurden angeklagt, davon elf wegen angeblicher Hexerei durch die weltliche Gewalt verbrannt, die übrigen kehrten unter Folter zur katholischen Kirche zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Camenisch: &amp;#039;&amp;#039;Carlo Borromeo und die Gegenreformation im Veltlin&amp;#039;&amp;#039;, Chur 1901, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit 1500 waren viele Menschen aus dem Misox aus wirtschaftlichen Gründen emigriert; danach waren sie als Kaminfeger, Baumeister, Stuckateure, Glaser und Flachmaler in ganz Europa tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|8073|Autor=Cesare Santi}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im 17. Jahrhundert kam es im Misox zu verschiedenen [[Hexenprozess]]en unter fragwürdigen Umständen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=qgi-001:1978:47#356 Cesare Santi &amp;#039;&amp;#039;Indice dei materiali su processi di streghe in Mesolcina.&amp;#039;&amp;#039;] (italienisch) auf e-periodica.ch/digbib (abgerufen am 12. Januar 2017)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Ereignisse und Themen aus dem Misox berichtet die Radiosendung [[Voci del Grigione italiano]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Der grosse Waldbestand wurde früher für Holzschlag und -export in die [[Lombardei]] genutzt. Landwirtschaft, vor allem Viehzucht, wurde früher intensiv betrieben, sie ist nach dem Zweiten Weltkrieg stark zurückgegangen. Heute werden Reben im unteren Misox angebaut; Rinder-, Ziegen- und Schafzucht mit Alpbestossung ist im oberen Misox vorherrschend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1950 wurden die ersten grossen Wasserkraftwerke erstellt. Heute sind die Elektrizitätswerke von Ara bei Soazza und von Lostallo in Betrieb. Auch einige Unternehmen der Metall- und Plastikverarbeitung, der Bekleidungsindustrie, mehrere Baufirmen und Handwerksbetriebe sind im Tal niedergelassen. Viele Arbeitnehmende fahren als Pendler in die Agglomerationen von Bellinzona und [[Lugano]]. Etwas Tourismus entwickelte sich in San Bernardino, in kleinerem Umfang auch auf der Alp Laura bei Roveredo. Die meisten Skilifte in [[San Bernardino GR|San Bernardino]] wurden 2012 geschlossen, weil Investoren fehlten. Das hatte negative Auswirkungen auch auf die Hotellerie, Gewerbe und die gesamte lokale Wirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|8073|Autor=Cesare Santi}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/schweiz/wintertourismus/san-bernardinos-skilifte-stehen-wieder-still-1.18464470 Peter Jankovsky: &amp;#039;&amp;#039;San Bernardinos Skilifte stehen wieder still&amp;#039;&amp;#039;, NZZ, Zürich 20. Januar 2015]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 2023 wurden die Anlagen vom Unternehmen San Bernardino Swiss Alps erworben, saniert und Ende Dezember 2023 wieder in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.graubuenden.ch/de/news/skigebiet-san-bernardino |titel=Wiedereröffnung Skigebiet San Bernardino |sprache=de |abruf=2024-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Schon im Mittelalter führte eine einfache Transitstrasse durch das Misox, die den Süden mit dem Norden Europas verband. Um 1750 wurde sie ausgebaut und verbreitert. 1818–1822 wurde eine neue Passstrasse unter der Leitung des Tessiner Ingenieurs [[Giulio Pocobelli]] über den San Bernardinopass gebaut, die noch heute im Sommerhalbjahr befahrbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907–1972 wurde das untere Misox durch eine [[Bahnstrecke Bellinzona–Mesocco|elektrifizierte Schmalspurbahn]] befahren, die von Bellinzona bis Mesocco führte; seither bestehen verschiedene Postautoverbindungen nach San Bernardino, Thusis und Chur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1967 verbindet der 6,6 Kilometer lange [[San-Bernardino-Tunnel|San Bernardino-Strassentunnel]] die Dörfer [[San Bernardino GR|San Bernardino]] und [[Hinterrhein GR|Hinterrhein]], seit 1973 führt die [[Autobahn 13 (Schweiz)|Halbautobahn A13]] durchgängig von [[Bellinzona]] nach [[Chur]]. Im Juni 2024 wurde die A13 stark durch Unwetter beschädigt und für den Verkehr gesperrt. Die Autobahn soll Mitte Juli 2024 wiedereröffnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/verkehr-im-misox-sortieren-die-schwierige-auto-triage-an-der-a13 |titel=Verkehr im Misox sortieren - Die schwierige Auto-Triage an der A13 |datum=2024-06-27 |sprache=de |abruf=2024-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahrhunderten gibt es zusätzlich Saumpfade und Wanderwege über den [[San-Jorio-Pass]], wo man zum [[Comersee]] kommt. Durch das Val de la Forcola und den Forcola-Pass erreicht man [[Chiavenna]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|8073|Misox|Autor=Cesare Santi|Datum=2017-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Val Mesolcina}}&lt;br /&gt;
* [https://www.visit-moesano.ch/de/region-entdecken/misox Misox] auf visit-moesano.ch&lt;br /&gt;
* [https://ethorama.library.ethz.ch/de/orte/jzf9P4mdDs2tMHwlXzwL Val Mesolcina] auf ETHorama&lt;br /&gt;
* [https://lanostrastoria.ch/entries/Zb67gjxMArM Ritratto delle valli Mesolcina e Calanca nel 1972] (italienisch) auf lanostrastoria.ch/entries/&lt;br /&gt;
* [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=qgi-001:1979:48#105 Cesare Santi, &amp;#039;&amp;#039;Alcuni processi di stregheria in Mesolcina (1614–1679).&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Misox| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=46.382702|EW=9.233665|type=landmark|region=CH-GR}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Oliklixer</name></author>
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