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	<title>Miskitoküste - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:42:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Miskitok%C3%BCste&amp;diff=182805&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Finian: /* Geschichte */ Lage Black River</title>
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		<updated>2025-07-25T13:20:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Lage Black River&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Map of the Mosquito Coast.jpg|mini|Die Miskitoküste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Miscito Orlando.jpg|mini|hochkant|Dorf der Awas Tingni an der Miskitoküste (Nicaragua)]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Miskitoküste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach dem indigenen Volk der [[Miskito]], deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Miskito-Indianer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Moskito-Indianer&amp;#039;&amp;#039;, benannt; spanisch jedoch: &amp;#039;&amp;#039;Costa de los Mosquitos = [[Stechmücken|Moskito]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;küste&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moskitoküste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Mosquitoküste&amp;#039;&amp;#039; geschrieben und zuweilen &amp;#039;&amp;#039;Mosquitia&amp;#039;&amp;#039; genannt) bezeichnete vor allem während der Kolonialzeit die [[Karibik]]küste [[Nicaragua]]s, die wie auch [[Belize]] in weiten Teilen von [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland|Großbritannien]] beherrscht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Obwohl der Name von manchen Autoren für die gesamte Ostküste Nicaraguas bis zum [[Río Negro (Mittelamerika)|Río Negro]] oder zum [[Río Tinto (Mittelamerika)|Río Tinto]] verwendet wurde und zum Teil sogar [[La Mosquitia]], das heutige Nordost-Honduras, begrifflich einschloss, bezeichnete der eigentliche Begriff einen schmalen Streifen entlang der Karibikküste von 11° 45’ bis 14° 10’ N, der sich auf einer durchschnittlichen Breite von ca. 60–70 km und ca. 360 km Länge vom Río Wawa im Norden bis zum Río Rama im Süden erstreckte. Der Ostrand des nicaraguanischen Hochlands bildet die westliche Begrenzung auf dem Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Miskitoküste ist nach der Mehrheit ihrer Einwohner, den &amp;#039;&amp;#039;Miskito-Indígena&amp;#039;&amp;#039;, benannt. Neben den Miskito leben auch die kleinen Stämme der Sumo und [[Rama (Volk)|Rama]] an der dortigen Küste. Die Miskito sind von kleiner Statur und haben eine dunklere, ins rotbraune gehende Haut. Wegen ihrer Hautfarbe wurde angenommen, sie seien Nachfahren von bei Schiffshavarien geflüchteten schwarzen Sklaven und &amp;#039;&amp;#039;[[Indígenas]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie sprechen eine [[Chibcha]]-Sprache und bewegen sich in ihren Booten auf den Flüssen des Regenwalds entlang der ausgedehnten Karibikküste auch jenseits der Grenze nach Honduras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Historisch wichtigster Ort war eine [[Piraterie|Piraten]]siedlung und spätere Hafenstadt an der Karibikküste, die 1601 nach dem [[Holland|holländischen]] Freibeuter Bleeveldt [[Bluefields (Nicaragua)|Bluefields]] genannt wurde. Als größte Siedlung entlang der Miskitoküste mit einem guten Hafen diente sie als Hauptstadt. Nordwestlich davon lag die englische Gründung [[Black River (Honduras)|Black River]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1604 fielen spanische [[Konquistador]]en in den Norden und Osten Nicaraguas ein, in die Gebiete der [[Xicaque]] und der Vorfahren der Miskito-Indianer. Die Küste wurde so zunächst Bestandteil des [[Vizekönigreich Peru|Vizekönigreichs Peru]]. Die ersten englischen Siedler ließen sich 1630 an der Miskitoküste nieder. Sie waren Agenten der englischen [[Providence Company]], bei der [[Robert Rich, 2. Earl of Warwick]], Vorsitzender und [[John Pym]] Schatzmeister waren, zwei kleine Sandbänke besetzten und freundliche Beziehungen zur indigenen Bevölkerung pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1655 und 1850 beanspruchte Großbritannien ein [[Protektorat]] über die in „Mosquitia“ verballhornte Miskitoküste für sich. Der britische [[Gouverneur]] von [[Jamaika]] krönte 1687 den ersten Miskito-König. Die Briten übten jedoch keine zentrale staatliche Gewalt aus. Die [[Dorfgemeinschaft]]en der Miskito blieben selbständig, wurden von den Engländern nicht deportiert und zeitweilig wurden andere Indígena-Gruppen zwischen [[Yucatán (Halbinsel)|Yucatán]] und [[Panamá]] den Miskito tributpflichtig. Ab 1740 wehte die britische Flagge über Bluefields.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Herrnhuter Brüdergemeine]], von den Briten The Moravian Church bezeichnet, begann 1847 ihre Missionsarbeit in Bluefields. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die pietistische Brüdergemeine aus dem sächsischen [[Herrnhut]] fast alle Indígenas und afroamerikanischen Creoles an der Karibikküste christianisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1840er Jahren gab es auch Erwerbsbemühungen deutscher Kolonialvereine entlang der Miskitoküste.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jstor.org/stable/554005 Gavin B. Henderson: &amp;#039;&amp;#039;German Colonial Projects on the Mosquito Coast, 1844–1848&amp;#039;&amp;#039;, in: The English Historical Review, Jg. 59 (1944), Nr. 234, S. 257–271.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Losang: &amp;#039;&amp;#039;Bilanz der Kolonialzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Alois Mayr]] (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;11: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland in der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier/Spektrum/Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 978-3-8274-0965-2, S.&amp;amp;nbsp;46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem 1739 von Peru abgespaltenen [[Vizekönigreich Neugranada]], dessen Ansprüche später die zentralamerikanischen Republiken übernahmen, erhoben auch die USA Anspruch auf die Küste. Ihre Forderungen beruhten nicht zuletzt auf der Furcht vor einer bevorzugten Position, die Großbritannien in Bezug auf den geplanten interozeanischen [[Nicaragua-Kanal]] hätte einnehmen können. 1848 erweckte die Inbesitznahme von [[Greytown (Nicaragua)|Greytown]], des heutigen [[San Juan del Norte]], durch Miskito-Indígenas mit britischer Hilfe das Risiko eines Kriegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of Nicaragua and Mosquito Reservation with latest corrections (1869).jpg|miniatur|Nicaragua, Lage der Mosquito Reservation (1869)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Javali Mine in Nicaragua, Chontales.jpg|miniatur|Nicaragua, Mosquito Reservation – das Javali-Bergwerk (1865)]]&lt;br /&gt;
Im [[Clayton-Bulwer-Vertrag]] von 1850 verpflichteten sich beide Mächte, keinen Teil Zentralamerikas zu kolonisieren oder zu besetzen sowie keine exklusive Kontrolle über den noch zu bauenden Nicaragua-Kanal anzustreben. 1859 trat Großbritannien sein Protektorat an [[Honduras]] ab. Dies rief unter der indigenen Bevölkerung große Unzufriedenheit hervor. Erst am 28. Januar 1860 unterstellten Nicaragua und Großbritannien die Miskitoküste vom [[Cabo Gracias a Dios]] bis Greytown im [[Vertrag von Managua]] formell der Souveränität Nicaraguas und sicherten den Miskito innere [[Autonomie]] zu. Das Oberhaupt der Misikito akzeptierte die Änderung der Verhältnisse, die seine Autorität auf örtliche Angelegenheiten beschränkte, gegen eine jährliche Apanage von £&amp;amp;nbsp;1000 bis 1870. Doch sein Nachfolger weigerte sich 1864, dies anzuerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstbestimmung der Miskito innerhalb der nicaraguanischen Republik  wurde 1881 in einem Schiedsspruch durch den Kaiser [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Franz Joseph I.]] erneut bekräftigt. Handel und Ausbeutung der [[Bodenschätze]] sollten der Miskito-Regierung unterstehen. [[Nordamerika]]nische Firmen begannen 1882, an der Miskitoküste ausgedehnte [[Dessertbanane|Banane]]nplantagen anzulegen. Bis zur Jahrhundertwende gelang es ihnen, die Kontrolle über beinahe den gesamten Handel des Gebiets zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nach 14 Jahren vollständiger Autonomie wurde diese durch ihren damaligen Präsidenten, General [[José Santos Zelaya]], wieder aufgehoben. Mit dem „Dekret der Wiedereingliederung“ der Miskitoküste ließ er diese 1894 durch den General Cabezas militärisch besetzen. Aus der Miskitoküste wurde das nicaraguanische Departamento Zelaya. Inzwischen wurde die Autonomie wiederhergestellt. An der ehemaligen Miskitoküste existieren heute die Autonomiegebiete [[Región Autónoma de la Costa Caribe Norte|Costa Caribe Norte]] und [[Región Autónoma de la Costa Caribe Sur|Costa Caribe Sur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gregor MacGregor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cwik, Christian; &amp;#039;&amp;#039;Displaced Minorities: The Wayuu and Miskito people&amp;#039;&amp;#039;, in: Steven Ratuva (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Palgrave Handbook of Ethnicity&amp;#039;&amp;#039;. London/New York/Singapur, Palgrave Macmillan 2019. [https://link.springer.com/referenceworkentry/10.1007%2F978-981-13-2898-5_117 Link zu Springer-Online.]&lt;br /&gt;
* [[Julius Richter (Theologe)|Julius Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Streit um die Mosquito-Küste&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 30 (1895), S. 498–501.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Gabbert: &amp;#039;&amp;#039;Creoles. Afroamerikaner im karibischen Tiefland von Nicaragua&amp;#039;&amp;#039;. Lit-Verlag, Münster &amp;amp; Hamburg, 1991, ISBN 3-89473-191-5.&lt;br /&gt;
* Juan Marchena Fernández, Pablo Ibáñez Bonillo (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fronteras en lucha. Guerras y reformas en los imperios ibéricos (1750-1783)&amp;#039;&amp;#039;, Madrid (Sílex) (Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Sílex ultramar&amp;#039;&amp;#039; Band 20). ISBN 978-84-19661-82-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.puebloindio.org/moskitia La Nación Moskitia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4299508-5|VIAF=246669737}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Miskitokuste}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Nicaragua)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Nicaraguas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Mittelamerika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Amerika)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Finian</name></author>
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