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	<title>Mischverfassung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mischverfassung&amp;diff=180198&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Olivenmus: - Redundanz</title>
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		<updated>2025-03-23T13:21:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;- Redundanz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Die einfachen Verfassungsformen nach [[Aristoteles]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl der&amp;lt;br /&amp;gt; Herrscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;Gemeinwohlorientiert&amp;lt;br /&amp;gt; (gute Verfassung)&amp;#039;&amp;#039; ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;Eigennützig&amp;lt;br /&amp;gt;(schlechte Verfassung)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Einer&amp;#039;&amp;#039; || [[Monarchie]] || [[Tyrannis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Einige&amp;#039;&amp;#039; || [[Aristokratie]] || [[Oligarchie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Alle&amp;#039;&amp;#039; || [[Politie]] || [[Demokratie]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mischverfassung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine [[Verfassung]], in der Elemente zweier oder mehrerer sogenannter „guter“ [[Staatsform]]en vermischt sind ([[Demokratie]] alias [[Politie]], [[Aristokratie]], [[Monarchie]]), wodurch eine neue, zusammengesetzte, bessere Staatsform entstehe. Diese sei den reinen (d.&amp;amp;nbsp;h. „ungemischten“) Staatsformen auf Grund ihrer Stabilität überlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
Vor allem die klassische [[Antike]] brachte dahingehende Theorien hervor, so zum Beispiel bei [[Herodot]], [[Aristoteles]] (wie in seiner [[Politie]]), [[Platon]] und [[Polybios]]. Ferner haben auch moderne Theoretiker an die antike Mischverfassungstheorie angelehnte Staatsmodelle entworfen, so beispielsweise [[Charles de Secondat, Baron de Montesquieu|Montesquieu]] mit der [[Gewaltenteilung|gewaltenteiligen]] Mischverfassung. Mit Beginn der Moderne endet die staatsethische Unterscheidung nach „guten“ und „schlechten“ Verfassungsformen seitens der politischen Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in der Antike wurde das Prinzip der Mischverfassung als ideale Verfassungsform gepriesen, da sie große politische Stabilität gewährleiste, u.&amp;amp;nbsp;a. weil sie von [[Verfassungskreislauf|Kreislauf der Verfassungen]] verschont bliebe. Der ideengeschichtlich bedeutendste politische Denker in dieser Hinsicht war Aristoteles, der die Idee der gemischten Verfassung ausgearbeitet hat. Auch die [[Römische Republik]] wurde in diesem Zusammenhang von Polybios als eine [[Römisches Verfassungsrecht|gemischte Verfassung]] bezeichnet. Gleiches gilt für die ähnlich aufgebaute Verfassung [[Karthago]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob es tatsächlich jemals einen Staat gemischter Verfassung gegeben hat, ist bis heute allerdings höchst umstritten, wenngleich [[Römische Republik|Rom]] oder [[Sparta]] oft als solche charakterisiert wurden und werden. Auch die US-Verfassung gilt als Mischverfassung (vgl. [[Federalist Papers#Liste der Federalist Papers|Federalist-Artikel Nr. 40]]), bei der die Founding Fathers explizit auf Polybios zurückgegriffen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Marshall Davies Lloyd: &amp;#039;&amp;#039;Polybius and the Founding Fathers: the separation of powers.&amp;#039;&amp;#039; 1998 ([https://mlloyd.org/mdl-indx/polybius/polybius.htm mlloyd.org])&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Delegitimierung aller nicht-demokratischen Staats- bzw. [[Herrschaftsform|Regierungsformen]] in der späten Neuzeit verschwand die Mischverfassungstheorie aus dem lebendigen politischen Gedankengut. In der immer noch aktuellen Theorie der [[Gewaltenteilung]] lebt ihr Grundgedanke (von der Aufteilung politischer Macht im Staate) jedoch fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die römische Mischverfassung nach Polybios ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Roms gemischte Verfassung&amp;lt;br /&amp;gt; nach [[Polybios]] (Hist. VI)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsorgan:&amp;#039;&amp;#039; ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;staatstheoretische&amp;lt;br /&amp;gt; Einordnung:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Consulat]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || [[Monarchie|monarchisches Element]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Römischer Senat|Senat]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || [[Aristokratie|aristokratisches Element]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Comitia|Volksversammlung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || [[Demokratie|demokratisches Element]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Politiker und Historiker [[Polybios]] führt in seinen &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Buch VI&amp;#039;&amp;#039;) den Aufstieg [[Römisches Reich|Roms]] zur ersten Weltmacht seiner Zeit auf dessen Verfassung zurück. Diese sei besonders stabil und bringe Eintracht und Frieden im Inneren, was u.&amp;amp;nbsp;a. die machtvolle Außenpolitik des römischen Staates bedinge. Im Verfassungsgefüge der Römischen Republik sei das &amp;#039;&amp;#039;Konsulat&amp;#039;&amp;#039; ein monarchisches, der &amp;#039;&amp;#039;Senat&amp;#039;&amp;#039; ein aristokratisches Element und in den Rechten des Volkes, ausgeübt in verschiedenen &amp;#039;&amp;#039;Comitien&amp;#039;&amp;#039;, komme ein demokratisches Element der Staatsordnung zum Vorschein. Wichtig ist anzumerken, dass er bei dieser Analyse einerseits zentrale Merkmale der römischen Ämter- und Sozialordnung übersieht, so die Prinzipien von [[Annuitätsprinzip|Annuität]] und [[Kollegialität]], das Klientelwesen oder die Rolle der [[Nobilität]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ottmann, S. 59 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polybios’ Charakterisierung des römischen Staates als Mischverfassung überzeugt demnach nur partiell. Andererseits hat seine Argumentation auch etwas für sich: So hatten die [[Ständekämpfe]] tatsächlich eine Beteiligung des Volkes an der Herrschaft zur Folge, so wie auch angesichts der Stellung der Konsuln eine ausschließliche Konzentrierung der Staatsgewalt beim Senat nicht unbedingt schlüssig erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemischte Verfassung hat Polybios zufolge drei entscheidende Vorteile gegenüber einem ungemischten Staatswesen:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ottmann, S. 61 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstens, dass sie die Macht im Staate begrenzen und kontrollieren kann, indem jede politische Kraft ein Gegengewicht findet. Zweitens, dass in einem so aufgebauten Staat alle Verfassungsorgane zur Kooperation gezwungen sind. Drittens, und das folgt aus den ersten beiden Vorteilen, ist eine gemischte Verfassung besonders &amp;#039;&amp;#039;stabil&amp;#039;&amp;#039;. Das Beispiel [[Sparta]]s habe dies gezeigt, während [[Athenische Demokratie|Athen]] und Theben Gegenbeispiele darstellten, deren Erblühen nur auf vorübergehendem politischem Glück beruht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verfassungskreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Polybios]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verfassung der römischen Republik. Historien, VI. Buch.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt und herausgegeben von Karl-Friedrich Eisen und [[Kai Brodersen]]. Reclam, Stuttgart 2012 ([[Reclams Universal-Bibliothek]] 19012).&lt;br /&gt;
* [[Henning Ottmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des politischen Denkens.&amp;#039;&amp;#039; Band II/1: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart/Weimar 2002, S. 52–69.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170122-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Verfassungstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Olivenmus</name></author>
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