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	<title>Mischphase - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T23:17:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mischphase&amp;diff=302443&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Espresso robusta: /* Lösungen */ Referenzen optimiert</title>
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		<updated>2025-07-27T15:33:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lösungen: &lt;/span&gt; Referenzen optimiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mischphase&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Thermodynamik]] eine [[Homogenität|homogene]] [[Phase (Materie)|Phase]], welche aus zwei oder mehr [[Stoff (Chemie)|Stoffen]] besteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ernst Brunhuber, Stephan Hasse&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Brunhuber, Stephan Hasse |Titel=Giesserei-Lexikon |Verlag=Fachverlag Schiele &amp;amp; Schoen |Datum=2001 |ISBN=3-7949-0655-1 |Seiten=868 |Online={{Google Buch | BuchID = hXzmxfd5xcYC | Seite = 868 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/physik/mischphase/9812 |titel=Mischphase |werk=Lexikon der Physik |hrsg=Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg |datum=1998 |sprache=de |abruf=2023-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Atom]]e und/oder [[Molekül]]e, aus denen die einzelnen Komponenten bestehen, sind dabei bis auf die Ebene einzelner Teilchen durchmischt. Dies bedeutet, dass Teilchen einer bestimmten Art in Mischphasen keine größeren [[Cluster (Physik)|Cluster]] ausbilden. Die Anteile der einzelnen [[Gemisch|Komponenten]] einer Mischphase können mit Hilfe des [[Stoffmengenanteil]]s&amp;amp;nbsp;&amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; als [[Partielle molare Größe|partielle Größen]] angegeben werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H. D. Baehr, Stephan Kabelac&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Dieter Baehr]], [[Stephan Kabelac]] |Titel=Thermodynamik |Datum=2006 |ISBN=3-540-32514-X |Seiten=236ff |Online={{Google Buch | BuchID = IYLw6WgbFWcC | Seite = 236 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mischphasen können in allen [[Aggregatzustand|Aggregatzuständen]] vorliegen. [[Gas]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;förmige Mischphasen werden meist als Gasmischung, [[Flüssigkeit|flüssige]] Mischphasen als [[Lösung (Chemie)|Lösungen]] und feste Mischphasen als feste Lösungen oder [[Mischkristall]]e bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uwe Hillebrand&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Hillebrand |Titel=Stöchiometrie: eine Einführung in die Grundlagen mit Beispielen und ... |Verlag=Springer DE |Datum=2009 |ISBN=978-3-642-00460-5 |Seiten=87 |Online={{Google Buch | BuchID = 7Y6Pi1JsHyUC | Seite = 87 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mischphasen sind von heterogenen [[Gemisch]]en wie [[Dispersion (Chemie)|Dispersionen]] zu unterscheiden, die räumliche Bereiche unterschiedlicher stofflicher Zusammensetzung enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in Phasendiagrammen ==&lt;br /&gt;
Häufig existieren im [[Zustandsraum (Thermodynamik)|Zustandsraum]] einer betrachteten Mischung neben [[Druck (Physik)|Druck]]-[[Temperatur]]-[[Volumen]]-[[Zustand (Thermodynamik)|Zuständen]], in denen die Mischung als homogene Mischphase vorliegt, Druck-Temperatur-Volumen-Zustände, die eine [[Mischungslücke]] konstituieren. Wird die Mischung von einem Zustand, in dem eine homogene Mischphase stabil ist, durch Änderung von zumindest einer der vorgenannten [[Zustandsgröße]]n in einen Zustand innerhalb einer Mischungslücke überführt, kommt es zu [[Entmischung (Thermodynamik)|Entmischung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Lucas&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Lucas |Titel=Thermodynamik |Verlag=Springer DE |Datum=2007 |ISBN=978-3-540-29333-0 |Seiten=76f |Online={{Google Buch | BuchID = 7bOgA05MxbwC | Seite = 76 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese führt zur Ausbildung koexistierender Phasen, die die Komponenten der Mischung in jeweils unterschiedlichen Anteilen enthalten und kann vor allem bei [[Mineral]]en auch einen [[Metastabilität|metastabilen]] Zustand zur Folge haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peter R. Sahm, Ivan Egry, Thomas Volkmann&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter R. Sahm, Ivan Egry, Thomas Volkmann |Titel=Schmelze, Erstarrung, Grenzflächen: Eine Einführung in die Physik und ... |Verlag=Springer DE |Datum=2001 |ISBN=3-642-58523-X |Seiten=83ff |Online={{Google Buch | BuchID = tEErg2bu10MC | Seite = 83 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erhard Hornbogen, Gunther Eggeler, Ewald Werner&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erhard Hornbogen, Gunther Eggeler, Ewald Werner |Titel=Werkstoffe: Aufbau und Eigenschaften von Keramik-, Metall-, Polymer- und Verbundwerkstoffen |Verlag=Springer DE |Datum=2012 |ISBN=978-3-642-22561-1 |Seiten=108 |Online={{Google Buch | BuchID = 9m4R344YTK0C | Seite = 108 }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zustände, in denen die Mischung als homogene Mischphase vorliegt, werden durch [[Binodale]]n von den Zuständen innerhalb der Mischungslücke getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei bestimmten Kombinationen des Druckes &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; und der Temperatur &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt; ist das Volumen der Mischung durch die [[Zustandsgleichung]] des betrachteten Systems ebenso festgelegt. Daher lässt sich das Phasenverhalten von Mischungen in &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt;-&amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;-&amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;-[[Phasendiagramm]]en darstellen. Bei binären Mischungen aus zwei Komponenten wird die Zusammensetzung der Mischung durch den Stoffmengenanteil einer der Komponenten vollständig beschrieben, so dass das Phasenverhalten der Mischung mittels eines dreidimensionalen  &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt;-&amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;-&amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;-Phasendiagrammes dargestellt werden kann. Im Falle [[Ternäres Gemisch|ternärer Mischungen]] wird die Zusammensetzung der Mischung durch die Stoffmengenanteile zweier Komponenten vollständig beschrieben, so dass ein vierdimensionaler Zustandsraum resultiert. Das Phasenverhalten ternärer Systeme bei bestimmten Druck-Volumen-Kombinationen wird häufig mit Hilfe von [[Dreiecksdiagramm]]en dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzzustände in der Mischphasenthermodynamik ==&lt;br /&gt;
Das [[Chemisches Potential|chemische Potential]] wird, ähnlich wie die thermodynamischen Bildungsgrößen und die [[potentielle Energie]], auf einer [[Intervallskala]] abgebildet – also auf einer Skala, in der die Abstände zwischen Messwerten bestimmbar sind, aber kein natürlicher [[Nullpunkt]] existiert. Die Skalierung des chemischen Potentials &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i(a_i)&amp;lt;/math&amp;gt; einer Komponente &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; eines Gemisches erfolgt für die [[Aktivität (Chemie)|Aktivität]] &amp;lt;math&amp;gt;a_i&amp;lt;/math&amp;gt; der Komponente &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; als [[Variable (Mathematik)|Variable]]. Als Bezugspunkt fungiert das chemische Potential &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; der Komponente &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; in einem mischphasenthermodynamischen [[Referenzzustand]] (°). Das chemische Referenzpotential &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; wird dabei so gewählt, dass es nur vom Druck &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; und der Temperatur &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;, nicht aber vom [[Stoffmengenanteil]] &amp;lt;math&amp;gt;x_i&amp;lt;/math&amp;gt; oder der Aktivität &amp;lt;math&amp;gt;a_i&amp;lt;/math&amp;gt; der Komponente &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; abhängt. Das chemische Potential &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i(a_i)&amp;lt;/math&amp;gt; einer Komponente &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; in einer Mischung setzt sich folglich aus dem von der Aktivität &amp;lt;math&amp;gt;a_i&amp;lt;/math&amp;gt; unabhängigen Anteil &amp;lt;math&amp;gt;\mu^{\circ}_i&amp;lt;/math&amp;gt; und dem aktivitätsabhängigen Anteil &amp;lt;math&amp;gt;R \cdot T \cdot \ln a_i&amp;lt;/math&amp;gt; zusammen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Denbigh1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. G. Denbigh |Titel=The Principles of Chemical Equilibrium: With Applications in Chemistry and Chemical Engineering |Auflage=4 |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=1981 |ISBN=978-0-521-23682-9 |DOI=10.1017/cbo9781139167604 |Kapitel=9.1. Conventions for the activity coefficient on the mole fraction scale |Seiten=270 ff |Online=https://www.cambridge.org/core/product/identifier/9781139167604/type/book |Abruf=2021-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerd Wedler, Hans-Joachim Freund |Titel=Lehr- und Arbeitsbuch Physikalische Chemie |Auflage=7 |Verlag=Wiley-VCH |Ort=Weinheim |Datum=2018 |ISBN=978-3-527-34611-0 |Kapitel=2.3.6 Abhängigkeit des chemischen Potentials in Mischphasen vom Molenbruch |Seiten=176 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i = \mu_i^{\circ} + R \cdot T \cdot \ln a_i&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zusammenhang liegt unter anderem der Herleitung des [[Massenwirkungsgesetz#Herleitung|Massenwirkungsgesetzes]] zugrunde. Mischphasenthermodynamische Referenzzustände und damit &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; können für frei wählbare Drücke und Temperaturen definiert werden. Daher sind mischphasenthermodynamische Referenzzustände nicht identisch und nicht zu verwechseln mit [[Standardbedingungen]], die sich durch festgelegte Standard-Werte für Druck und Temperatur auszeichnen und die zur Tabellierung physikalisch-chemischer Größen dienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wedler2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerd Wedler, Hans-Joachim Freund |Titel=Lehr- und Arbeitsbuch Physikalische Chemie |Auflage=7 |Verlag=Wiley-VCH |Ort=Weinheim |Datum=2018 |ISBN=978-3-527-34611-0 |Kapitel=2.6.2 Standardreaktion, Restreaktion und Gleichgewichtskonstante |Seiten=224 f |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[International Union of Pure and Applied Chemistry]] definiert &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; dabei separat für gasförmige Mischungen, Mischungen im [[Kondensierte Materie|kondensierten Zustand]] und Lösungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=E.R. Cohen, T. Cvitas, J.G Frey, B. Holmstrom, K. Kuchitsu, R. Marquardt, I. Mills, F. Pavese, M. Quack, J. Stohner, H. Strauss, M. Takami, and A.J. Thor |Titel=Quantities, Units and Symbols in Physical Chemistry |Hrsg=International Union of Pure and Applied Chemistry |Band=Green Book |Auflage=3 |Verlag=Royal Society of Chemistry |Ort=Cambridge |Datum=2012 |ISBN=978-0-85404-433-7 |DOI=10.1039/9781847557889 |Seiten=61f |Online=https://iupac.org/wp-content/uploads/2019/05/IUPAC-GB3-2012-2ndPrinting-PDFsearchable.pdf |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mischungen ===&lt;br /&gt;
Liegt &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; als [[Reinstoff]] vor (&amp;lt;math&amp;gt;a_i = x_i = 1&amp;lt;/math&amp;gt;), muss &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; gleich &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i&amp;lt;/math&amp;gt; werden. Dies lässt sich wie folgt formulieren:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerd Wedler, Hans-Joachim Freund |Titel=Lehr- und Arbeitsbuch Physikalische Chemie |Auflage=7 |Verlag=Wiley-VCH |Ort=Weinheim |Datum=2018 |ISBN=978-3-527-34611-0 |Kapitel=2.5.5 Aktivität und Aktivitätskoeffizient|Seiten=198 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\lim_{x_i \rightarrow 1} \mu_i = \mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofern &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; als [[Reinstoff]] beim in der Mischphase herrschenden Druck und bei der in der Mischphase herrschenden Temperatur im selben [[Aggregatzustand]] wie die &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; enthaltende Mischphase vorliegt, ist &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; das chemische Potential des Reinstoffes &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Denbigh1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lösungen ===&lt;br /&gt;
Häufig liegt ein Stoff &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; bei gegebenem Druck und gegebener Temperatur als Reinstoff in einem anderen Aggregatzustand vor als in einer Mischphase. Dies ist häufig der Fall, wenn Stoff &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; in einem [[Lösungsmittel]] gelöst und damit Komponente einer [[Lösung (Chemie)|Lösung]] ist. Dann kann &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; nicht mehr mit dem chemischen Potential des Reinstoffes gleichgesetzt werden. Stattdessen ist der Referenzzustand (°) dann dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivitätskoeffizient &amp;lt;math&amp;gt;\gamma_i&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; gegen eins und der Stoffmengenanteil &amp;lt;math&amp;gt;x_i&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; gegen null läuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Denbigh1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Dieser Referenzzustand entspricht einer idealen, unendlich [[Verdünnung|verdünnten]] [[Lösung (Chemie)|Lösung]] von &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt;, deren Verhalten für alle Stoffmengenanteile &amp;lt;math&amp;gt;x_i&amp;lt;/math&amp;gt; dem [[Henry-Gesetz]] folgt. In diesem Szenario kann &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; als mit dem Henry-Gesetz extrapoliertes chemisches Potential des reinen Stoffes &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; in einem hypothetischen flüssigen Zustand interpretiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Denbigh2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. G. Denbigh |Titel=The Principles of Chemical Equilibrium: With Applications in Chemistry and Chemical Engineering |Auflage=4 |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=1981 |ISBN=978-0-521-23682-9 |DOI=10.1017/cbo9781139167604 |Kapitel=9.2 The activity coefficient in relation to Raoult&amp;#039;s and Henry&amp;#039;s laws |Seiten=271 ff |Online=https://www.cambridge.org/core/product/identifier/9781139167604/type/book |Abruf=2021-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundamentalgleichung für homogene Mischphasen ==&lt;br /&gt;
Die chemischen Potentiale &amp;lt;math&amp;gt;\mu_i&amp;lt;/math&amp;gt; der Komponenten &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; sind zentrale Größen zur Beschreibung des Verhaltens von Mischphasen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. B. Ewing, T. H. Lilley, G. M. Olofsson, M. T. Rätzsch, G. Somsen |Titel=Standard Quantities in Chemical Thermodynamics. Fugacities, Activities and Equilibrium Constants for Pure and Mixed Phases: (IUPAC Recommendations 1994) |Hrsg=International Union of Pure and Applied Chemistry |Sammelwerk=Pure and Applied Chemistry |Band=66 |Nummer=3 |Verlag=De Gruyter |Datum=1994 |DOI=10.1515/iupac.66.0023 |Seiten=533-552 |Online=http://www.degruyter.com/view/IUPAC/iupac.66.0023 |Abruf=2023-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Fundamentalgleichung]] der Thermodynamik gibt die Abhängigkeit der [[Innere Energie|Inneren Energie]] &amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt; eines thermodynamischen Systems von dessen [[Intensive und extensive Größen|extensiven]] [[Zustandsgröße]]n an. Für homogene Mischphasen mit der Temperatur &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;, dem Druck &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; und dem [[Volumen]] &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt;, welche &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; Komponenten &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; enthalten, nimmt die Fundamentalgleichung folgende Form an:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Heintz |Titel=Thermodynamik der Mischungen |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2017 |ISBN=978-3-662-49923-8 |DOI=10.1007/978-3-662-49924-5 |Seiten=2 |Online=https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-662-49924-5 |Abruf=2023-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math style=&amp;quot;border: 1px black; border-style: solid; padding: 1em;&amp;quot;&amp;gt;\mathrm{d}U = T \cdot \mathrm{d}S - p \cdot \mathrm{d}V + \sum_{i=1}^k\mu_i \cdot \mathrm{d}n_i&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm d S&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[Infinitesimalzahl|infinitesimale]] Änderung der [[Entropie]] &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; der Mischphase und &amp;lt;math&amp;gt;n_i&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Stoffmenge]] der Komponente &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermodynamik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Espresso robusta</name></author>
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