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	<title>Mischkristall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T13:21:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mischkristall&amp;diff=233906&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-07-26T11:33:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mischkristall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mk) wird ein [[Kristall]] oder [[Kristallit]] bezeichnet, der aus mindestens zwei verschiedenen [[Chemisches Element|chemischen Elementen]] besteht, wobei die Fremd-[[Fremdatom|Atom]]e oder -[[Ion]]en [[Statistik|statistisch]] verteilt sind. Diese können&lt;br /&gt;
* in die Zwischengitterplätze eingelagert sein ([[Einlagerungsmischkristall]] oder interstitielle Lösung) oder&lt;br /&gt;
* ein Atom des anderen Elements durch [[Substitution (Mineralogie)|Substitution]] ersetzen ([[Substitutionsmischkristall]]).&lt;br /&gt;
Mischkristalle sind somit feste [[Lösung (Chemie)|Lösungen]], die, wenn sie [[metall]]ische Eigenschaften besitzen, auch [[Legierung]]en genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mischkristallbildung ==&lt;br /&gt;
Es werden zwei Arten von Mischkristallbildung unterschieden:&lt;br /&gt;
* bei der &amp;#039;&amp;#039;homöotypen&amp;#039;&amp;#039; Mischkristallbildung haben die beteiligten Stoffe den gleichen Kristall[[strukturtyp]], den folglich auch der Mischkristall besitzt; Vergleiche hierzu [[Legierung#Zweistoffsysteme mit vollständiger Löslichkeit im festen Zustand|Zweistoffsysteme mit vollständiger Löslichkeit im festen Zustand]].&lt;br /&gt;
* bei der &amp;#039;&amp;#039;heterotypen&amp;#039;&amp;#039; Mischkristallbildung hingegen zwingt einer der beteiligten Stoffe dem/den anderen beim Einbau seine Kristallstruktur auf. Vergleiche hierzu [[Legierung#Zweistoffsysteme mit begrenzter Löslichkeit im festen Zustand|Zweistoffsysteme mit begrenzter Löslichkeit im festen Zustand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Atome der beteiligten Elemente nicht mehr statistisch regellos im Gitter verteilt sind, spricht man von [[Legierung#Intermediäre Kristalle|Intermediären Kristallen]] oder auch [[Intermetallische Verbindung|Intermetallischen Verbindungen]], deren [[Kristallstruktur]] keiner der Basiselemente entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mischkristalle bei Mineralen ==&lt;br /&gt;
Im Reich der [[Mineral]]e bilden sich Mischkristalle nur selten aus reinen [[Chemisches Element|chemischen Elementen]] (Ausnahmen sind hier natürliche Legierungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Auricuprid]] Cu&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;Au), sondern meist aus [[Chemische Verbindung|chemischen Verbindungen]]. Zwei Minerale definierter Zusammensetzung bilden hier eine Mischkristallreihe (kurz: Mischreihe), deren Endglieder sie darstellen und deren Mischkristalle oft Namen erhalten, die keine Rückschlüsse auf ihre Zusammensetzung zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den gängigen [[Systematik der Minerale|Mineral-Systematiken]] bilden solche Mischreihen meist eigene [[Mineralgruppe]]n oder Untergruppen innerhalb von Mineralgruppen und werden in verschiedenen Quellen dann auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mineralreihe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mineralserie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Bekannt sind unter anderem die [[Wakefielditreihe]], bestehend aus Wakefieldit-(Ce), Wakefieldit-(La), Wakefieldit-(Nd) und Wakefieldit-(Y), innerhalb der [[Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage)#Gruppe 8.AD|Xenotimgruppe]] (8.AD.35) oder die auch als Chabasit-Serie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Mineralienatlas |ID=Chabasit-Serie |Abruf=2025-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichneten [[Chabasitgruppe|Chabasite]] Chabasit-Ca, Chabasit-K, Chabasit-Mg, Chabasit-Na und Chabasit-Sr, die zusammen mit [[Willhendersonit]] die [[Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage)#Gruppe 9.GD|Chabasitgruppe]] (9.GD.10) bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besteht z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Labradorit]], ein Mischkristall der Reihe [[Albit]] (NaAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;[[Anorthit]] (CaAl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;), zu 50–70&amp;amp;nbsp;% aus Anorthit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Minerale [[Forsterit]] (Mg&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und [[Fayalit]] (Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) bilden eine vollständige Mischkristallreihe, die [[Olivin]]-Reihe ((Mg,Fe)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;). Weitere Beispiele sind die [[Biotit]]-Reihe zwischen [[Phlogopit]] und [[Annit (Mineral)|Annit]] und die [[Melilith]]-Reihe zwischen [[Åkermanit]] und [[Gehlenit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Mischkristallreihen enthalten [[Mischungslücke]]n. Das bedeutet, dass bei bestimmten Verhältnissen beider Endglieder zwei [[Phase (Materie)|Phasen]] existieren. Ein Beispiel ist die [[Plagioklas]]-Reihe Albit-Anorthit. Viele Mischkristallreihen sind bei hohen Temperaturen vollständig, besitzen aber bei tiefen Temperaturen solche Mischungslücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Kristalle können geringe Mengen anderer Elemente lösen. Dies bezeichnet man als [[Diadochie]]. Ein Beispiel ist der Einbau von Magnesium in [[Calcit]] (CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;). Hier besteht keine vollständige Mischbarkeit zum [[Dolomit (Mineral)|Dolomit]] [CaMg(CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;] oder zum [[Magnesit]] (MgCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mischkristallverfestigung]]&lt;br /&gt;
* [[Goldschmidtsche Regel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Jürgen Ruge, Helmut Wohlfahrt | Titel= Technologie der Werkstoffe. Für Studenten des Maschinenbaus und Bauingenieurwesens, der Verfahrenstechnik und der Werkstoffkunde | Auflage= 7. durchgesehene und erweiterte | Verlag= Vieweg + Teubner | Ort= Braunschweig u. a.| Jahr= 2002 | Seiten= 47, 48 | ISBN= 3-528-63021-3}} [https://books.google.de/books?id=YWjyV2hnMzIC&amp;amp;pg=PA47&amp;amp;lpg=PA47&amp;amp;dq=Mischkristall&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=Q9U78sx_Sf&amp;amp;sig=oooLaejn5GIaIuIfO63MMKs9tv4&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=z8r9Sfe4CcOMsAbh2-jVBA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result (Google Books)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Mineralienatlas:Mischkristall]] (Wiki)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170112-4|LCCN=sh2006005572}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kristallographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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