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	<title>Mirdita - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Albinfo: /* Geographie */</title>
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		<updated>2025-12-28T00:30:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geographie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubik, Albania.jpg|mini|Im Tal des Flusses Fan bei Rubik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mirdita&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Albanische Sprache|albanisch]] auch &amp;#039;&amp;#039;Mirditë&amp;#039;&amp;#039;) ist eine gebirgige Region in Nord[[albanien]]. Ursprünglich war sie Siedlungsgebiet der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mirditen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eines der wichtigsten nordalbanischen [[Volksstamm|Stämme]]. Es ist Kerngebiet der [[Gemeinde Mirdita]] (ehemals [[Kreis Mirdita]]); das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Mirditen dehnte sich aber weiter nach Norden aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Mirdita wird nach Westen von der Küstenebene und dem  [[Adriatisches Meer|Meer]] durch die Gebirgskette des [[Skanderbeggebirge]]s getrennt, die in der [[Mali i Velës]] ({{Höhe|1170|AL|link=true}}) ihren höchsten Punkt erreicht. Dahinter liegt eine stark zerfurchte und [[Erosion (Geologie)|erodierte]] [[Hochebene]], die heute eher als Hügelland zu bezeichnen ist und vor allem im Osten und Norden in höhere Gebirgszüge bis auf {{Höhe|2100|AL}} übergeht. Die Durchschnittshöhe der Landschaft liegt auf rund {{Höhe|400|AL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss [[Fan (Fluss)|Fan]] entwässert die ganze Mirdita. Ganz im Südwesten der Region fließt er in den [[Mat (Fluss)|Mat]], der dort in einer Schlucht die Berge zur Küste durchbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rote Erde weist auf das Vorkommen mineralischer Rohstoffe hin, die an verschiedenen Orten auch abgebaut wurden. Von Bedeutung ist insbesondere der [[Kupfer]]-[[Bergbau]] mit [[Bergwerk]]en in Rubik und [[Kurbnesh]]. Das Einbrechen der [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Weltmarktpreise]], vollkommen veraltete Technik und fehlende [[Anleger (Finanzmarkt)|Investoren]] ließen diese Industrie nach dem Zusammenbruch des [[Kommunismus]] aber zum Stillstand kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür wurde 25 Jahre später begonnen, wie am Südrand gegen Mat auch im Kerngebiet der Mirdita die [[Wasserkraft]] großflächig zu nutzen mit mehreren [[Wasserkraftwerk|Kraftwerken]] am Fan. Der Fan i Madh wurde bei Rrëshen in den 2010er Jahren zum [[Qafë-Molla-Stausee|Qafë-Molla-See]] gestaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mirdite.jpg|mini|hochkant|Ein Mirdite in traditioneller Tracht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung und Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mirëdita&amp;#039;&amp;#039; bedeutet auf Deutsch &amp;#039;&amp;#039;Guten Tag&amp;#039;&amp;#039;. Der Name der Region wird damit oft in Verbindung gebracht, wobei auf die Lage der Region verwiesen wird. Von der Küste aus liegt Mirdita im Osten, dort wo die Sonne auch aufgeht. Mirdita ist also der Ort, wo der neue Tag beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine alte Legende besagt, dass ein Mann bei seinem Tod drei Söhne hinterließ. Sein ganzer Besitz bestand aus einem Sattel und einem Sieb. Der älteste nahm den Sattel (albanisch: &amp;#039;&amp;#039;Shala&amp;#039;&amp;#039;), der zweitälteste das Sieb (albanisch: &amp;#039;&amp;#039;Shosha&amp;#039;&amp;#039;). Dem jüngsten Bruder blieb nicht anders übrig, als den anderen &amp;#039;&amp;#039;Guten Tag&amp;#039;&amp;#039; zu wünschen. Und so seien die drei Stämme der Shala, Shosha und der Mirditen zu ihren Namen gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zentrum des Kanun ===&lt;br /&gt;
Die Mirdita war über Jahrhunderte ein Zentrum des gesellschaftlichen und spirituellen Lebens der nordalbanischen Stämme. Damaliges Zentrum und Hauptort war [[Orosh]], wo sich die Familienoberhäupter der Mirditen zum Ältestenrat, einer Art [[Landsgemeinde]] respektive [[Thing]], trafen. Von großer Bedeutung war auch die Abtei von Orosh, aus der das heutige [[Bistum Rrëshen]] hervorgegangen ist. Wie die anderen Stämme der Region waren auch die Mirditen [[Römisch-katholische Kirche in Albanien|katholisch]], als einziger aber rein katholisch. Noch heute leben im Bezirk mehr als 90 Prozent Katholiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 15.000 bis 20.000 Mirditen zur Mitte des 19. Jahrhunderts unterteilten sich in fünf Unterstämme, sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Bajraks&amp;#039;&amp;#039; (Fahnen): Oroshi, Kushneni, Fandi, Dibrri und Spaçi. Ersterer war der kleinste, letzterer mit drei bis vier Mal so viel Angehörigen der größte. Ein Haushalt umfasste im Schnitt zwölf Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mirditen.jpg|mini|Aufstand gegen die Osmanen zwischen 1900 und 1907]]&lt;br /&gt;
Obwohl die Nordalbaner keine zentrale Herrschaft anerkannten, gab es auch eine Art weltliche Autorität in Orosh. Der &amp;#039;&amp;#039;Kapedan&amp;#039;&amp;#039; („Kapitän“), der jeweils vom Oberhaupt der Familie &amp;#039;&amp;#039;Gjonmarku&amp;#039;&amp;#039; gestellt wurde, war Anführer der Mirditen und letzte Instanz in Entscheidungen und Streitfragen. Die Rechte der privilegierten Familie und die Rolle des Kapedan waren im [[Kanun (Gewohnheitsrecht)|Kanun]] genau umschrieben. Jeder Mirdite, der jemanden [[Blutrache|tötete]], musste den Gjonmarku eine Abgabe zahlen. Sogar die [[Osman (Dynastie)|Osmanen]] erkannten die Vorrangstellung der Gjonmarku an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Mirdita zur [[Osmanisches Reich|Türkenzeit]] innere Selbstverwaltung genoss, stellten die Stämme Hilfstruppen für die [[Osmanische Armee|Armee des Sultans]]. Noch 1896 gab es in der Mirdita keine Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Republik Mirdita ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kam es in der Mirdita zu einem inneren Machtkampf, nachdem der Kapedan ohne männliche Nachkommen gestorben war. Der unbeliebte und enterbte Neffe Gjon Marka Gjoni versuchte trotzdem, an die Macht zu kommen. Von den [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawen]] erbat er sich (finanzielle) Unterstützung, die er auch erhielt, da [[Belgrad]] an einer Destabilisierung des jungen albanischen Staates interessiert war. Er forderte die Mirditen erfolglos auf, sich gegen die „türkische“ – also [[Islam|muslimische]] – Regierung in [[Tirana]] zu erheben. In der Folge rief Gjon Marka Gjoni, der des Lesens und Schreibens nicht mächtig war, am [[17. Juli]] [[1921]] in [[Prizren]] die „Republik Mirdita“ aus, erklärte sich zu deren Präsidenten und verlangte vom [[Völkerbund]] die Anerkennung. Das aussichtslose Unternehmen wurde bald nicht einmal mehr von Jugoslawien unterstützt, das Gjoni aber trotzdem mit Waffen und Soldaten versorgte. Albanischen Regierungstruppen unter [[Bajram Curri]] gelang es, die fremden Truppen, zu denen nur wenige Mirditen gehörten, zurückzuschlagen. Im November 1921 floh Gjon Marka Gjoni wieder nach Prizren. Die Mirditen erklärten sich nach Verhandlungen unter der Leitung von [[Ahmet Zogu]] loyal zur albanischen Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mirdities URSS.jpg|miniatur|hochkant|Mirditische Briefmarke aus dem Jahr 1921]]&lt;br /&gt;
Als Überrest der Republik Mirdita tauchen gelegentlich [[Briefmarke]]n der Republik Mirdita im Handel auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
In der [[Sozialistische Volksrepublik Albanien|Volksrepublik Albanien]] erlangte die Mirdita als rohstoffreiche Region Bedeutung. Neben der [[Holzwirtschaft]] war insbesondere der 1928 gestartete Kupferbergbau von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |url=http://www.tirexresources.com/s/History.asp |titel=Tirex Resources Website |zugriff=15. Oktober 2009 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20091209013515/http://www.tirexresources.com/s/History.asp |archiv-datum=2009-12-09 |offline=ja |archiv-bot=2019-05-01 22:48:57 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu wurden in den 60er Jahren die drei Städte Rrëshen, Rubik und [[Kurbnesh]] erbaut. In Rubik wurde eine metallurgische Fabrik errichtet. Später folgte dann noch der Bau der [[Bahnstrecke Milot–Klos|Eisenbahnstrecke von Milot nach Rrëshen]]. Die [[Hekurudha Shqiptare|albanische Eisenbahn]] hat die Strecke ab Rubik zwischenzeitlich wieder demontiert. Auf ihrem Trasse wurde zwischenzeitlich die [[Autostrada A1 (Albanien)|Autobahn A1]] errichtet, die heute ein schnelles und bequemes Durchqueren der Region erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Bergwerkarbeit wurde im sozialistischen Albanien von Strafgefangenen, politischen Häftlingen und Internierten vollbracht, so auch in Mirdita. Das [[Gefängnis Spaç|Bergwerk von Spaç]] im Norden von Mirdita gehörte zu den berüchtigtsten [[Arbeitslager]]n Albaniens. Die Häftlinge lebten dort unter primitivsten hygienischen Bedingungen, erhielten nur unzureichend Nahrung und hausten in Unterkünften, die sie kaum vor der winterlichen Kälte schützten. Die Arbeitsanforderungen waren extrem hoch. Hinzu kamen [[Isolationshaft]] und oft auch [[Folter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Bartl: &amp;#039;&amp;#039;Die Mirditen – Bemerkungen zur nordalbanischen Stammesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchner Zeitschrift für Balkankunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, München 1978, S. 27–69.&lt;br /&gt;
* Peter Bartl: &amp;#039;&amp;#039;Die Abtei des hl. Alexander in der Mirdita nach den Berichten ihres Abtes Prenk Doçi aus den Jahren 1888-1896.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchner Zeitschrift für Balkankunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 10 u. 11, München 1996, S. 7–83.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Albanische Hefte |TitelErg=Themenschwerpunkt Mirdita |Herausgeber=Deutsch-Albanische Freundschafts-Gesellschaft |ISSN=0930-1437 |Nummer=1/2017 |Datum=2017-11 |Seiten=23 f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.mirdita.net/ Mirdita.net] (albanisch und wenig englisch)&lt;br /&gt;
* [http://ekoturizemrubik.com/wp-content/uploads/2015/11/Guide_EN.pdf Ecotourismus Guide Mirdita] (PDF; englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=41/55//N |EW=20/5//E |type=landmark |region=AL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region Albaniens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qark Lezha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Mirdita Republic]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Albinfo</name></author>
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