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	<title>Minsen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dr.Lantis am 9. Juni 2025 um 11:10 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-09T11:10:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Minsen&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Wangerland&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Wangerland COA.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Minsen&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 53/42/21/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 7/58/4/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 1 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 334&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2011-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wilhelmshaven.de/PDF/Statistik/S/s-r-3-2012.pdf?m=1502439856&amp;amp; |titel=Gemeinde Wangerland – Statistik Report 3-2012 |seiten=6 |format=PDF; 5.4&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2023-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1971-02-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 26434&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 04426&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Bild                   = Aerial photograph 60D 2012 05 13 8774 DxO.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Luftbild, Ansicht von Norden&lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Flächengemeinde [[Wangerland]] im [[Landkreis Friesland]] in [[Niedersachsen]] mit etwa 300 Einwohnern. Dem nur wenige hundert Meter von der [[Nordsee]] entfernten Küstenbadeort sind die Inseln [[Wangerooge]] und [[Minsener Oog]] vorgelagert. Aufgrund des Strandbetriebes in den nahegelegenen Erholungsorten [[Horumersiel]]-[[Schillig]] und [[Hooksiel]] wird Minsen von einem &amp;#039;&amp;#039;[[Sanfter Tourismus|sanften Tourismus]]&amp;#039;&amp;#039; geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[File:Wangerland Gemarkungen.jpg|thumb|upright=1.0|Die ehemalige Gemeinde ([[Gemarkung]]) Minsen im Nordosten der Gemeinde [[Wangerland]], mit den Ortschaften Minsen, [[Förrien]], [[Horum]] und [[Schillig]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Minsen Hauptstrasse.jpg|mini|Hauptstraße in Minsen, die Küstenroute [[Klaus Störtebeker|Störtebekerstraße]]]]&lt;br /&gt;
Minsen liegt in der nordöstlichen Ecke der [[Ostfriesland|ostfriesischen]] Halbinsel. Das auf einer [[Warft|Warf]] erhöht gelegene Ortszentrum befindet sich einen Kilometer südlich des heutigen Seedeichs der [[Nordsee]]. Der Ort ist eingebettet in die küstentypische [[Marsch (Schwemmland)|Marschlandschaft]]. Unmittelbar angrenzend liegt der kleinere Ort [[Förrien]], ebenfalls auf einer Warf. Des Weiteren zählen zu Minsen einige Streusiedlungen (Norderaltendeich, Diekhausen, Küstersmatt) und Einzelgehöfte, z.&amp;amp;nbsp;B. der Minser Hammrich, der nahe bei Förrien liegt. Der Sitz der Gemeindeverwaltung von [[Wangerland]] in Hohenkirchen ist sechs Kilometer südwestlich entfernt. Weitere größere Nachbarorte sind das fünf Kilometer westlich gelegene [[Heilbad|Nordseeheilbad]] Horumersiel-[[Schillig]] und der neun Kilometer entfernt liegende Küstenbadeort Hooksiel. Sie gehören ebenfalls zur Großgemeinde Wangerland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küstenregion bei Minsen ist Teil des [[Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer]]. Hinter dem Nordsee-[[Deich]] zum Wattenmeer hin befinden sich [[Salzwiese]]n des [[Elisabeth-Außengroden]]s. Die bis zu 500 Meter breiten und insgesamt acht Quadratkilometer großen Salzwiesen gehören zu den größten Salzwiesengebiete im niedersächsischen Wattenmeer. Sie sind auch bei Minsen der Schutzzone&amp;amp;nbsp;I zugehörig und dürfen nicht betreten werden. Nördlich von Minsen führt jedoch bei &amp;#039;&amp;#039;Küstersmatt&amp;#039;&amp;#039;, wo regelmäßige Führungen zu den Salzwiesen stattfinden, ein ausgeschilderter Pfad zum Meer. Dahinter beginnt das [[Watt (Küste)|Wattgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Neues Wanger Watt&amp;#039;&amp;#039;. Vom Deich aus sind die Inseln [[Wangerooge]] und [[Minsener Oog]] in Sichtweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deichbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzwiesen Minsen neu.jpg|mini|[[Salzwiese]]n bei Minsen, vom Deich aus gesehen]]&lt;br /&gt;
Der erste nachweisbare [[Deich]] der Region ist der &amp;#039;&amp;#039;Norderalten-Deich&amp;#039;&amp;#039; 500 Meter nördlich vom Minsener Ortszentrum. Er wird auf das 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert datiert. Heute noch erkennbar ist eine Erhebung, an der eine gleichnamige Straße verläuft. Nach Osten zur [[Innenjade]] hin verläuft der ähnlich alte Osteralten-Deich. Durch ihre nahe Lage zur Nordsee war die Siedlung in ihrer Geschichte naturgemäß oft [[Sturmflut]]en (1164, 1362, 1717, 1825) ausgesetzt. Bei Deichbrüchen verhinderte aber die erhöhte Lage auf einer etwa sechs Meter hohen [[Warft|Warf]] meist Schaden an Leib und Eigentum. Bei der [[Weihnachtsflut 1717|Weihnachtsflut]] von 1717 gab es im Bereich des Kirchspiels Minsen unter den etwa 1.000 Bewohnern 255&amp;amp;nbsp;Todesopfer. Während der norddeutschen [[Sturmflut 1962|Sturmflutkatastrophe]] von 1962 kam es nur zu Orkanschäden im Dorf. Heute schützt ein rund acht Meter hoher Deich die Küstenregion. Bei Minsen gibt es eine [[Schäferei (Gewerbe)|Deichschäferei]], deren etwa 800&amp;amp;nbsp;Schafe auf dem Deich grasen und ihn durch ihren Tritt festigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Minsen soll aus einer Sippensiedlung entstanden sein, die ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Minsingen&amp;#039;&amp;#039; hieß. Die erste Worthälfte leitet sich aus dem Namen des Dorfgründers &amp;#039;&amp;#039;Mins&amp;#039;&amp;#039; ab, der heute noch ein gebräuchlicher Vorname ist. Die zweite Worthälfte -ing steht für Gefolgschaft und wurde regelmäßig an den Namen des Gründers angehängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Das Dorf gehört zur frühgeschichtlich besiedelten Reihe von [[Warft|Warfen]] zwischen der verlandeten Harlebucht bis zur Innenjade. Die Ansiedlung soll schon im Jahre 500 als Flachsiedlung bestanden haben und im [[Mittelalter]] zur heutigen, hügelförmigen Warf aufgehöht worden sein. Bereits im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert schützte der &amp;#039;&amp;#039;Norderalten-Deich&amp;#039;&amp;#039; den Ort vor der Nordsee. 1317 wurde der Ort erstmals urkundlich als &amp;#039;&amp;#039;Minnenze&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Dorfkern liegt auf einer Rundwarf mit einem Durchmesser von etwa 220 Metern und einer Höhe von sechs Metern. Darauf sind die Häuser kreisförmig angeordnet. Mittig liegt eine weitere künstliche Erhöhung mit einem Durchmesser von etwa 60 Metern und zwei Metern Höhe. Dies ist die Kirchwarf, auf der sich Kirche und Friedhof befinden. Auf dieser mit acht Meter höchsten Stelle über dem umgebenden Land suchten die Bewohner Schutz vor Deichbrüchen bei [[Sturmflut]]en und in Kriegszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von 1800 bis heute ===&lt;br /&gt;
Das Dorf Minsen war über Jahrhunderte eine selbstständige Gemeinde. Mit seinem stattlichen Gotteshaus, einem [[Kirchenschiff|einschiffigen]] [[Granit]]quaderbau aus dem Anfang des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, war es [[Kirchspiel]]ort für die umliegenden Siedlungen. 1828 bestand Minsen aus 22&amp;amp;nbsp;Häusern, deren Bewohner Landarbeiter und Landwirte waren. Als die wirtschaftliche Situation sich verschlechterte, wanderten um 1880 aus der Minsener Gegend rund 100 Personen nach Amerika aus. Erst als [[Wilhelmshaven]] Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts Hafen der deutschen [[Kriegsmarine]] wurde, gab es wieder Arbeit. Nach einer verheerenden Flut im Jahr 1855 gehörte die Insel Wangerooge bis 1885 zu Minsen. Bis zum Zweiten Weltkrieg hatte der Ort durchschnittlich 140 Einwohner und 30&amp;amp;nbsp;Bauerngehöfte. Die Gemeinde Minsen umfasste allerdings auch noch die Bauerschaften Nauens, Osterende, Pakens östlicher und westlicher Teil, St. Jooster Binnen- und Grodendistrikt, Tain, Waddewarden, Wassens, Westerende, Wiarder Binnen- und Grodendistrikt und Wüppels, sodass die Gesamteinwohnerzahl der Gemeinde 1933 3.477 betrug.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friesland.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl durch Zuzüge von [[Vertreibung|Heimatvertriebenen]] leicht an. Für stärkeren Zuzug sorgten kleinere Neubaugebiete in den 1950er- und 1960er-Jahren. Die einst selbstständige Gemeinde Minsen gehört seit dem 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1971 zur Flächengemeinde [[Wangerland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W.&amp;amp;nbsp;Kohlhammer |Ort=Stuttgart/Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=275}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde die Region nördlich von [[Jever]], die bereits seit Jahrhunderten den Namen &amp;#039;&amp;#039;Wangerland&amp;#039;&amp;#039; trug, zu einer Großgemeinde zusammengefasst. Dieser Bereich der ostfriesischen Halbinsel war, ebenso wie die Insel [[Wangerooge]], jedoch nie Teil von [[Ostfriesland]], sondern gehörte stets zum [[Landkreis Friesland|Oldenburger Friesland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bunker Wiesenbatterie.jpg|mini|hochkant=0.6|Bunker im heutigen Naturschutzgebiet [[Wiesenbatterie Schillig]] mit 1,5&amp;amp;nbsp;m starken Betondecken]]&lt;br /&gt;
=== Militärische Vergangenheit in den Weltkriegen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ließ die [[Kaiserliche Marine]] wegen der nahe am Land vorbeiführenden Fahrrinne der Jade zum [[Reichskriegshafen]] [[Wilhelmshaven]] östlich von [[Schillig]] [[Küstenfort]]s der Marineartillerie errichten. Dies waren zwischen Minsen und Schillig die wegen ihrer Lage so bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;[[Forts Schillig#Deichbatterie|Wiesenbatterie]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Forts Schillig#Wiesenbatterie|Deichbatterie]]&amp;#039;&amp;#039;. Beide [[Fort]]s hatten Ausmaße von etwa 100&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;500&amp;amp;nbsp;Metern mit [[Kasematte]]n, [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]] und einem schützenden Wassergraben. Ihre [[Artillerie]]-Stellungen sollten in die Jade eindringende feindliche Seeziele (Schiffe) bekämpfen. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten die beiden militärischen Anlagen demilitarisiert werden, wurden aber im Rahmen der deutschen Wiederaufrüstung ab 1935 wiederhergestellt. Dabei wurden sie mit zwei weiteren Kanonenstellungen in Schillig &amp;#039;&amp;#039;([[Forts Schillig#Wattbatterie|Wattbatterie]])&amp;#039;&amp;#039; und in [[Horumersiel]] &amp;#039;&amp;#039;([[Sielbatterie]])&amp;#039;&amp;#039; Teil des militärischen Küstenschutzes. Zum Einsatz kamen die weitreichenden Geschütze nur in den letzten Kriegstagen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], als sie zur Feindbekämpfung landeinwärts schossen. Selbst wurden sie weder von See noch aus der Luft angegriffen, nach dem Krieg jedoch gesprengt. Die Stellungen beherbergten auch [[Flak]]geschütze gegen anfliegende alliierte [[Bomber]]verbände. Sie gehörten gemeinsam mit den umfangreichen militärischen Anlagen auf der vorgelagerten Insel [[Wangerooge]] zu einem Ring von Flakstellungen rund um den Reichskriegshafen Wilhelmshaven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Minsen selbst errichteten belgische Kriegsgefangene 1944 direkt neben der Kirche einen [[Lazarett]]bunker, der sich heute in einem Gebüsch verbirgt. Eine Sprengung im Jahr 1949 misslang, da wegen der Nähe zur Kirche nicht genügend Sprengstoff zum Einsatz kommen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Wangerland COA.svg|mini|rechts|hochkant=0.6|Das &amp;#039;&amp;#039;Seewiefken&amp;#039;&amp;#039; im Wangerländer Gemeindewappen]]&lt;br /&gt;
===Beschreibung===&lt;br /&gt;
Das 1952 für die Gemeinde Minsen vom Präsidenten des [[Niedersachsen|Niedersächsischen]] [[Verwaltungsbezirk Oldenburg|Verwaltungsbezirks Oldenburg]] genehmigte Wappen wurde 1972 im Zuge der Niedersächsischen Verwaltungs- und [[Gebietsreform in Niedersachsen|Gebietsreform]] von der neuen Großgemeinde Wangerland als Gemeindewappen übernommen. Das Wappenbild zeigt auf blauem Grund eine [[Nixe]], das &amp;#039;&amp;#039;Seewiefken&amp;#039;&amp;#039; (friesische Koseform von &amp;#039;&amp;#039;Seewief&amp;#039;&amp;#039; für Seeweib). Ihr Oberkörper ist unbekleidet und das blonde Haar ist zu einem Zopf geflochten. Die rechte Hand hält sie mit drohendem Zeigefinger hoch. Der silberne, schuppenbedeckte Unterkörper endet als Schwanzflosse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sage===&lt;br /&gt;
[[Datei:Seeweib Minsen.jpg|rechts|mini|hochkant=1.6|&amp;#039;&amp;#039;Dat Minsener Seewief&amp;#039;&amp;#039; (Seeweib), links Bodentafel dazu]]&lt;br /&gt;
Die Wappenfigur beruht auf einer alten [[Sage]], die im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aufgeschrieben wurde. Die Sage erzählt, dass das heutige Minsen dereinst näher am Meer gelegen habe. Die Stelle (eine Sandbank, die bei Ebbe sichtbar wird) heißt heute &amp;#039;&amp;#039;Minsener Olloog&amp;#039;&amp;#039;, weil dort vorgeblich das alte Kirchspiel (fries. eben &amp;#039;&amp;#039;Ol&amp;#039;Loog&amp;#039;&amp;#039;) lag. Die Geschichte erzählt, wie Fischer dereinst eine Nixe (fries. &amp;#039;&amp;#039;Seewiefken&amp;#039;&amp;#039;) in ihren Netzen fingen. Sie brachten die Nixe an Land und plagten sie sehr, weil das Gerücht umging, dass Seemenschen die Geheimnisse um allerlei Allheilmittel wüssten. Doch das Seeweibchen sagte nur: „Kölln oder Dill, ick segg jo nich, wo’t got faer is, un wenn ji mich ok fillt!“ Irgendwann wusste es den Händen ihrer Peiniger zu entwischen. Es eilte flugs dem Wasser zu, dort kehrte es noch einmal um und spritzte mit den Händen etwas Meerwasser über den Deich. Anschließend tauchte es unter und verschwand. Am nächsten Tag, als die Bewohner in der Kirche waren, erhob sich ein schwerer Sturm, die Flut türmte sich auf, durchbrach den Deich und riss das gesamte Dorf mitsamt seinen Gärten und Feldern in die Tiefe hinab. Seither existiere in der Gegend die alte Redewendung: „Das geht aus wie das Beten von Minsen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Kuhn, F. L. W. Schwartz: &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Aus dem Munde des Volkes&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Olms, Hildesheim 2009, ISBN 9783487043005, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Henne am Rhyn: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Volkssage im Verhältniß zu den Mythen aller Zeiten und Völker&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hartleben, Leipzig 1879, S. 245–247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Erzählung ist eine Bronzeskulptur gewidmet, die im Ortsteil Norderaltendeich in Deichnähe aufgestellt ist. Die Bildhauerin und Malerin Karin Mennen aus dem benachbarten Horum schuf 1992 die überlebensgroße Figur einer Nixe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In früheren Zeiten war der Ort aufgrund des fruchtbaren [[Klei]]bodens der Seemarsch stark landwirtschaftlich geprägt. Der wirtschaftliche Aufschwung kam jedoch erst nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch den Fremdenverkehr. Heute ist der [[Fremdenverkehr|Tourismus]] der bedeutendste Wirtschaftszweig. Förderlich ist vor allem der Strandbetrieb in den benachbarten Kur- und Ferienorten Horumersiel-[[Schillig]] und [[Hooksiel]]. Feriengästen steht in Minsen ein breites Angebot an Ferienwohnungen, -häusern sowie Gäste- und Hotelzimmern zur Verfügung. Ab 1980 verlor der Ort innerhalb von 20 Jahren sämtliche Infrastruktureinrichtungen wie Einkaufsmöglichkeiten, Post, Bank, Schmiede und die Tankstelle. Geblieben sind nur eine Gaststätte und die Kirche. Der Ort gewann allerdings im Jahr 2000 mit dem &amp;#039;&amp;#039;Nationalparkhaus Wangerland&amp;#039;&amp;#039; eine zentrale Gemeindeeinrichtung, die über den [[Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer]] und die [[Windenergie]]nutzung im Wangerland informiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Minsen, in der nordöstlichen Ecke des [[Jever]]landes, lag in früheren Jahrhunderten sehr abgelegen, da es keine ausgebaute Straße nach Minsen gab. Im Herbst war der Ort kaum zu erreichen, da die vom Regen aufgeweichten Wege grundlos wurden. Die Straße nach Hohenkirchen entstand 1887 in Form einer [[Chaussee]]. Als Hauptverbindung führt heute die [[Kreisstraße]] 87 in Ost-West-Richtung durch die Siedlung. Seit 1964 ist die Straße Teil der [[Störtebekerstraße]], einer [[Ostfriesland|ostfriesischen]] Küstenroute zur Förderung des Fremdenverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minsen ist zudem durch die Buslinie 212 der [[Weser-Ems Bus]] mit Jever und Horumersiel verbunden. In den Sommer- und Herbstferien verkehrt zusätzlich eine Urlauberbuslinie 227, welche über einen teils anderen Linienweg nach Jever fährt. Viele Fahrten der Linie 212, besonders in den Schulferien und am Wochenende, verkehren jedoch nur auf Voranmeldung. Minsen liegt im Tarifgebiet des [[Verkehrsverbund Ems-Jade|Verkehrsverbundes Ems-Jade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Minsen.1.JPG|mini|Die Minsener Kirche heute, rechts der [[Glockenturm]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St.-Severinus-und-Jacobus-Kirche (Minsen)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ev.-luth. St.-Severinus-und-Jacobus-Kirche ist die nördlichste Kirche des Wangerlandes und der gesamten [[Ostfriesland|ostfriesischen]] Halbinsel. Die Vorläuferkirche soll der Sage nach auf den [[Erzbischof]] &amp;#039;&amp;#039;[[Adaldag|Aldag von Bremen]]&amp;#039;&amp;#039; (953–988) zurückgehen. Die jetzige Kirche ist eine [[Romanik|romanische]] [[Saalkirche]] aus der Zeit um 1250. Mit den Ausmaßen von 12&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;33&amp;amp;nbsp;Metern und einer Höhe von zehn Metern bis zur Dachtraufe handelt es sich um ein beeindruckendes Gotteshaus. Die bis zu 1,5 Meter starken Mauern bestehen außen aus [[Granit]]blöcken. Die Innenwand ist aus Ziegelsteinen (die sich im Jeverland bereits im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert durchsetzten) aufgebaut. In unmittelbarer Nähe zur [[Nordsee]] (1.000&amp;amp;nbsp;Meter) gelegen, beschädigten Stürme oft das Kirchendach sowie die Fassade und ließen Feuchtigkeit eindringen. Wie bei zahlreichen Kirchen in [[Frieslande|Friesland]] und benachbarten Küstengebieten sind die Kirchenglocken wegen des unsicheren Baugrundes in einem separaten [[Glockenturm]] aus rotem Backstein untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalparkhaus Wangerland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wangerland Haus Minsen.jpg|mini|Informationszentrum &amp;#039;&amp;#039;Nationalpark-Haus Wangerland&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
In Minsen befindet sich das &amp;#039;&amp;#039;Nationalpark-Haus Wangerland&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nationalparkhaus-wattenmeer.de/nationalpark-haus-wangerland?seite=das_haus Nationalpark-Haus Wangerland], abgerufen am 22. Februar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Das 2001 als &amp;#039;&amp;#039;Nordseehaus Wangerland&amp;#039;&amp;#039; eröffnete Infozentrum wurde am 22.&amp;amp;nbsp;Juni 2012 offiziell zum [[Nationalparkhaus]] ernannt. Das Haus beherbergt eine Ausstellung zum [[Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer|Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer]] sowie Informationen zur [[Windenergie]]nutzung an der Nordseeküste. Mittelpunkt der Ausstellung ist eine rund 7.000&amp;amp;nbsp;Liter Meerwasser fassende Aquariumanlage mit heimischen Fischen und Krebstieren der Nordsee. Weiterhin gehören [[Diorama|Dioramen]] mit den hier typischen Landschaftsformen [[Salzwiese]], [[Sandbank]] und [[Watt (Küste)|Watt]] zur Ausstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenüber der Dorfkirche gelegene Einrichtung erfüllt außerdem die Funktion einer Touristeninformation und dient als Veranstaltungszentrum für Diavorträge, Foto- und Gemäldeausstellungen und Musikveranstaltungen. Das Nationalpark-Haus wird gemeinsam von der &amp;#039;&amp;#039;Wangerland Touristik GmbH&amp;#039;&amp;#039;, der [[Wangerland|Gemeinde Wangerland]], der &amp;#039;&amp;#039;Windpark-Bassens-Verwaltungs-GmbH&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; in [[Jever]] betrieben. Die Arbeitsgemeinschaft ist für die wissenschaftliche und fachliche Begleitung verantwortlich. Das Gebäude gehört der Wangerland Touristik.&amp;lt;ref&amp;gt;Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz e.&amp;amp;nbsp;V. – [http://www.wau-jever.de/nationalpark-haus-wangerland/ Nationalpark-Haus Wangerland], abgerufen am 11. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
* Bürgerverein&lt;br /&gt;
* Fremdenverkehrsverein&lt;br /&gt;
* Klönsnackrunde&lt;br /&gt;
* Gymnastikriege&lt;br /&gt;
* Boßelverein &amp;#039;&amp;#039;Wiet genoog&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Fastnachtsclub FFC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freizeitaktivitäten ===&lt;br /&gt;
* Radfahren auf überregionalem Radwegeverbund&lt;br /&gt;
* Nordic-Walking auf regionalem Streckennetz&lt;br /&gt;
* Salzwiesenführungen&lt;br /&gt;
* Veranstaltungen im &amp;#039;&amp;#039;Nationalparkhaus Wangerland&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Luiken]] (* 1925 in Minsen; † 2012 in [[Jever]]) war ein [[Niedersachsen|niedersächsischer]] [[Kommunalpolitik|Kommunal-]] und [[Landespolitik]]er ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ostfriesische Inseln]]&lt;br /&gt;
* [[Luftangriff auf Wangerooge am 25. April 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Minsen, een Karkdörp up Klei un ümto&amp;#039;&amp;#039; (Minsen, ein Kirchdorf auf dem [[Klei]] und umzu), Geschichtswerkstatt Wangerland e.&amp;amp;nbsp;V., 2005.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hermann Haiduck&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Architektur der mittelalterlichen Kirchen im ostfriesischen Küstenraum&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebs-GmbH&lt;br /&gt;
   |Ort=Aurich&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-940601-05-6&lt;br /&gt;
   |Seiten=31}}&lt;br /&gt;
* [[Axel Bürgener]], Klaus Siewert: &amp;#039;&amp;#039;[[Saalkirche]]n im Wangerland.&amp;#039;&amp;#039; Verlag „Auf der Warft“, Münster/Hamburg/Wiarden 2015, ISBN 978-3-939211-97-6, S. 36&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Karl Steinhoff (Verwaltungsjurist)|Karl Steinhoff]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Dorfschulmeister in Minsen (1913)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Das Seilerrad&lt;br /&gt;
   |Verlag=Heinz Holzberg&lt;br /&gt;
   |Ort=Oldenburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1980&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-87358-130-2&lt;br /&gt;
   |Seiten=212–216}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Beschreibung von Minsen im Schülerprojekt [http://www.geschichtsatlas.de/~gc18/minsenges.htm Geschichtsatlas]&lt;br /&gt;
* Fremdenverkehrsverein [http://www.minsen-foerrien.de/ Minsen-Förrien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Wangerland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Friesland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Wangerland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Friesland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1317]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr.Lantis</name></author>
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