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	<title>Minorat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T11:37:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Minorat&amp;diff=268424&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 4. November 2024 um 16:11 Uhr</title>
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		<updated>2024-11-04T16:11:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minorat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;minor&amp;#039;&amp;#039; „kleiner, geringer“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Juniorat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („jünger“) bezeichnet eine [[Erbfolge]], nach welcher die Vererbung über das jüngste Kind geregelt wird und nur der nächste [[Männliches Geschlecht|männliche]] Verwandte oder&amp;amp;nbsp;– bei gleichem Verwandtschaftsgrad&amp;amp;nbsp;– der Jüngste zur [[Erbschaft]] berechtigt ist. Gibt es keinen männlichen [[Erbe]]n, hat die jüngste [[Verwandtschaftsbeziehung#Kinder|Tochter]] den Vorzug, oder die älteste Tochter in Regionen, die von der [[Römisch-katholische Kirche|Kirche]] verwaltet wurden. Das Minorat entstammt dem alten [[Höfeordnung|Höferecht]]. Im Gegensatz dazu steht das [[Majorat]], bei dem alleine der Älteste das Erbe antritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Erbregelung, bei welcher der/die Letztgeborene alles erbt, wird als &amp;#039;&amp;#039;[[Ultimogenitur]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet („Letztgeborenen-Nachfolgeordnung“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Minorat fand sich beispielsweise im [[Kanton Bern]] (Schweiz), aber auch in [[Sachsen]], wo jeweils der jüngste Sohn den elterlichen [[Bauernhof]] übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigentumsordnung für die [[Grafschaft Ravensberg]] vom 8. November 1669 bestätigt das [[Anerbenrecht]] als althergebrachtes Jüngstenrecht. Falls ein Sohn nicht erben kann, tritt die jüngste Tochter an die Stelle; Kinder erster Ehe gehen denen anderer Ehen in der Erbfolge vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Pfeiffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter des Absolutismus in Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Glasmeier: &amp;#039;&amp;#039;Bildwiedergaben ausgewählter Urkunden u. Akten zur Geschichte Westfalens.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Archivbildstelle, Münster 1932, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Hochstift Augsburg|hochstift-augsburgischen]] Amtmannamt [[Pfronten]] erhielt vor 1800 zunächst immer der jüngste Sohn den Hof. Gab es keinen männlichen Erben, dann hatte die älteste Tochter den Vorzug.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bertold Pölcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Hausgerechtigkeit in Pfronten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rund um den Falkenstein.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungsblatt des Heimatvereins Pfronten e.&amp;amp;nbsp;V., Band&amp;amp;nbsp;4, Heft 3, Pfronten Juni 2009, S.&amp;amp;nbsp;89/90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Regelung ist 1840 „nach uraltem Landbrauch“ auch für die ehemals montfortische [[Montfort (Adelsgeschlecht)|Grafschaft Rothenfels]] ([[Immenstadt im Allgäu|Immenstadt]]) bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Michael von Weber: &amp;#039;&amp;#039;Darstellung der sämmtlichen Provinzial- und Statutar-Rechte des Königreiches Bayern.&amp;#039;&amp;#039; 4.&amp;amp;nbsp;Bände. 1.&amp;amp;nbsp;Teil, 1840, S.&amp;amp;nbsp;317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 wurde im heutigen [[Mecklenburg-Vorpommern]] in der Gemeinde [[Kartlow (Kruckow)|Kartlow]] die Einrichtung eines [[Familienfideikommiss]]es nach englischem Vorbild als Minorat durch die [[Preußen|preußische]] Regierung genehmigt. 1870 wurde damit der Titel „[[Graf]] von Cartlow“ verbunden, der nur dem Fideikommissherrn zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren wurde bei den [[Geschichte der Deutschen im Raum Łódź|Łódźer Deutschen]] in [[Polen]] das bis dahin übliche [[Anerbenrecht]] mit Minorat&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Kossmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschen in Polen seit der Reformation.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 1978, S.&amp;amp;nbsp;245.&amp;lt;/ref&amp;gt; vielfach aufgegeben und zu einer [[Realteilung|Realerbteilung]] übergegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Majorat]] (Ältestenrecht)&lt;br /&gt;
* [[Primogenitur]] (Erstgeburtsrecht)&lt;br /&gt;
* [[Sekundogenitur]] (Zweitgeborenenrecht)&lt;br /&gt;
* [[Anerbenrecht]] (Einzelerbenrecht)&lt;br /&gt;
* [[Erbjungfernrecht]] (Tochter-Erbrecht)&lt;br /&gt;
* [[Erbtochter]] (Frauen-Erbrecht)&lt;br /&gt;
* [[Erbgut]], [[Erbhof]] (Begriffsklärungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Matriarchatsforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Minorat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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