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	<title>Minerva Motors - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Minerva_Motors&amp;diff=603079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leuni: /* Leichte Automobile */</title>
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		<updated>2026-03-31T15:05:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leichte Automobile&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Minerva2.png|mini|rechts|Minerva Logo]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Minerva 8 Al Rollston 1931.jpg|mini|1931 Minerva Typ AL Rollston]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Minerva Motors 1929.jpg|mini|Part Sociale der Minerva Motors S.A. vom 19. Februar 1929]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minerva Motors&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Belgien|belgischer]] Fahrzeughersteller, der von 1897 bis 1956 aktiv war. Schwerpunkt waren Luxusautos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Belgier [[Sylvain de Jong]] (1868–1928) gründete 1897 die [[Fahrrad]]fabrik Minerva in [[Antwerpen]]. 1900 begann er, einen 3 bzw. 4&amp;amp;nbsp;PS starken [[Schweiz]]er [[Einzylindermotor]] der Marke [[Fabrique de Moteurs et de Machines ZL|Zedel]] an seine Fahrräder zu montieren. Nach dem Erwerb einer [[Lizenz]] der Schweizer Ingenieure H.&amp;amp;nbsp;Lüthi und E.&amp;amp;nbsp;Zürcher (sie hatten einen 211-[[Kubikmeter#Kubikzentimeter|cm³]]-Motor entwickelt) begann er mit dem Bau von [[Minerva (Motorradmarke)|Motorrädern]]. Ihre Motoren waren zusammen mit dem Tank und der [[Zündung (Verbrennungsmotor)|Zündung]] schräg unter dem Rohrrahmen angeordnet. Sein [[Vergaser]] funktionierte durch eine Berührungsfläche. Das Motorrad wurde über einen gedrehten, runden Leder-[[Riemengetriebe|Riemen]] angetrieben. Dieser übertrug die Bewegung der Motorriemenscheibe auf eine andere Riemenscheibe größeren Durchmessers, die an den Hinterradspeichen des Fahrrads angebracht war. Diese Verbindung wurde als die Minerva-Position bekannt. Schnell errangen die Minerva-Motorräder durch ihre Zuverlässigkeit und ihre Siege auf der Rennbahn von Zurenborg einen guten Ruf. Dank der regen Nachfrage wuchs der Betrieb schnell und wurde in neue Gebäude verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leichte Automobile ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1904 Minerva Minervette Type A f3q.JPG|mini|Minervette A]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Minervette.jpg|mini|Minervette chassis 1906]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Versuchen mit leichten Automobilen wurden einige Jahre lang kleine Fahrzeuge mit Einzylindermotoren produziert, die den Namen Minervette erhielten. 1902 kam ein 6-CV-Vierzylindermodell hinzu. 1903 gründete de Jong in [[Berchem (Antwerpen)|Berchem]] bei Antwerpen die &amp;#039;&amp;#039;NV Minerva Motors&amp;#039;&amp;#039;. 1904 begann er mit der Fertigung von Modellen mit [[Zweizylindermotor|Zwei-]], [[Dreizylindermotor|Drei-]] und [[Vierzylindermotor]]en mit [[Kettengetriebe|Kettentrieb]] und metallverkleidetem Holzrahmen. Die gesamte belgische Automobilindustrie fertigte im Jahr 1904 rund 1600 Fahrzeuge, wobei Minerva den größten Anteil dazu beisteuerte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ministere de l Industrie et du Travail |url=https://www.vliz.be/imisdocs/publications/231822.pdf |titel=La Belgique 1830-1905 |datum=1905-07-19 |seiten=507 |sprache=fr |abruf=2023-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Grand-Prix-Saison 1907|1907]] belegten Minerva-Rennwagen die ersten drei Plätze beim [[Circuit des Ardennes (Motorsport)|Ardennenrennen]] für &amp;#039;&amp;#039;[[Kaiserpreis-Rennen 1907|Kaiserpreis]]&amp;#039;&amp;#039;-Fahrzeuge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|hrsg=www.teamdan.com|url=http://www.teamdan.com/archive/gen/1907/1907.html#cda|sprache=en|titel=1907 Grands Prix|datum=|abruf=2020-02-12|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20181214070042/http://www.teamdan.com/archive/gen/1907/1907.html#cda|archiv-datum=2018-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach diesem Dreifachsieg durch [[John Moore-Brabazon, 1. Baron Brabazon of Tara|John Moore-Brabazon]], [[Frederick Koolhoven]] und [[Kenelm Lee Guinness]] mit dem 8-Liter-Wagen widmete sich de Jong endgültig dem Bau von luxuriösen, großvolumigen Autos und stellte die Produktion von Fahrrädern und Motorrädern ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Charles Rolls]], der später [[Rolls-Royce Motor Cars|Rolls-Royce]] mitgründete, begann mit dem Verkauf des 14&amp;amp;nbsp;CV starken 2,9-Liter-Minerva in [[England]], was außer den [[Niederlande]]n, [[Frankreich]] und der Schweiz zum bedeutenden Markt wurde. Mit 105&amp;amp;nbsp;£ war die Minervette mit 636&amp;amp;nbsp;cm³ das billigste Auto auf dem britischen Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 erwarb Minerva eine weltweite Lizenz für den [[Schiebermotor|Doppelschiebermotor]] des Amerikaners [[Charles Yale Knight]]. Diese Motoren liefen ausgesprochen ruhig und leise. Außer Minerva bauten auch die britischen [[Daimler Motor Company|Daimler]] und die französischen [[Panhard &amp;amp; Levassor]] Motoren dieser Konstruktion. Alle zukünftigen Automobile von Minerva blieben bei diesem Aggregat, und [[Ventil]]motoren verschwanden aus dem Programm, was sich für Minerva schicksalhaft auswirken sollte. Bei den [[österreich]]ischen Alpenwettbewerben und den [[Schweden|schwedischen]] Winterwettbewerben stellte sich schnell mit dem neuen Triebwerk sportlicher Erfolg ein. Bald gehörte außer dem 6,5-Liter-Motor einer mit 2,5 und einer mit 4,5 Litern Hubraum zum Lieferprogramm von Minerva. Zu den bekanntesten Kunden der prestigeträchtigen Marke zählten die Könige von Belgien, Schweden und [[Norwegen]] und [[Henry Ford]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Henry Ford, der Direktor der Ford-Automobilwerke, hat in Newyork eine Minerva-Knight-Limousine mit Innenlenkung zu seinem eigenen Gebrauch gekauft. Der Ankauf eines Minerva-Wagens durch einen der bedeutendsten Automobilfabrikanten Amerikas ist für die Antwerpner Fabrik ein überaus schmeichelhafter Beweis, welcher Wertschätzung sich ihre Erzeugnisse in den sachverständigen Kreisen erfreuen.|Quelle=Artikel in der &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Automobil-Zeitung (Österreich)|Allgemeinen Automobil-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Juli 1912|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|aaz|28|07|1912|60|Minerva-Knight|HERVORHEBUNG=Minerva-Kui.qht}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luxuswagen ==&lt;br /&gt;
Als die meisten Autos noch über eine [[Kurbel]] zum Anlassen verfügten, baute Minerva schon auf Wunsch elektrische [[Anlasser]] und Beleuchtung ein. Außer den primitiven [[Feder (Technik)#Biegefeder|Blattfedern]] hatten Minervas schon [[Stoßdämpfer]] und spiralverzahnte Hinterachswinkelgetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minerva NN ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1921 Minerva OO 30 CV-Autoworld Bruxelles-01.JPG|mini|Minerva OO]]&lt;br /&gt;
Bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurden noch vor Einmarsch der deutschen Truppen in fieberhafter Eile leicht gepanzerte Mannschaftstransportfahrzeuge und [[Mitrailleuse]]n für das belgische Militär mit großvolumigen 7-Liter-Motoren in die schweren Fahrgestelle eingebaut. Während des Kriegs flohen die Ingenieure zusammen mit de Jong nach [[Amsterdam]] in die neutralen Niederlande, wo sie Bauteile entwickelten und sich auf die Rückkehr nach Kriegsende vorbereiteten. 1920 nahm Minerva die Produktion von Luxusautos mit dem Typ &amp;#039;&amp;#039;NN&amp;#039;&amp;#039;, einem 20&amp;amp;nbsp;CV starken 3,6-Liter-Monobloc-Vierzylindermodell und dem Typ &amp;#039;&amp;#039;OO&amp;#039;&amp;#039;, einem 30&amp;amp;nbsp;CV starken 5,3-Liter-Sechszylindermodell, wieder auf. Erprobte Vorkriegskonstruktionselemente, wie Tauchschmierung, [[Kühlung]], Magnetzündung, [[Kupplung|Konuskupplung]] und das [[Getriebe|Kulissenvierganggetriebe]], blieben allerdings weitgehend unverändert. Die Motoren hatten eine siebenfach gelagerte [[Kurbelwelle]]. Amerikanische Filmstars, Politiker und Industrielle mochten die Fahrzeuge. Sie hatten eine gleich hohe Qualität, wie sie [[Rolls-Royce Motor Cars|Rolls-Royce]] berühmt machte, waren jedoch preislich etwas günstiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minerva AG ===&lt;br /&gt;
Bereits 1922 wurde ein kleineres Vierzylindermodell &amp;#039;&amp;#039;AG&amp;#039;&amp;#039; vorgestellt, dem 1923 ein Vierzylindermodell mit einem 15-CV-2-Liter-Motor folgte, dessen Leistung mit 55&amp;amp;nbsp;PS angegeben wurde und der damit 80&amp;amp;nbsp;km/h erreichte. Dazu kam ein 3,4-Liter-Sechszylinder 20&amp;amp;nbsp;CV, der mit Bremsen an Vorder- und Hinterrädern und einer trockenen Mehrscheibenkupplung ausgestattet war. Seine Handbremse wirkte auf das Getriebe, und das Fahrzeug erreichte mit 82&amp;amp;nbsp;PS eine Höchstgeschwindigkeit von 100&amp;amp;nbsp;km/h. 1924 spendierte de Jong dem Vierzylindermotor zwei weitere Zylinder und stellte auf dieser Basis das neue Sechszylindermodell &amp;#039;&amp;#039;AB&amp;#039;&amp;#039; vor. 1925 kam das Modell &amp;#039;&amp;#039;AF&amp;#039;&amp;#039; mit einem 5,3-Liter-Sechszylindermotor auf den Markt, der bereits mit 100&amp;amp;nbsp;PS Leistung angegeben wurde. In einem Gesamtbestand von 15.500 Personenwagen in der Schweiz befanden sich zu diesem Zeitpunkt 224 der Marke Minerva, die sich durch den Sieg bei Zuverlässigkeitsfahrten, insbesondere bei der Schweizer Alpenfahrt großes Ansehen erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minerva AK ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1928 Minerva AK 32 CV landaulette fr3q.JPG|mini|Minerva AK]]&lt;br /&gt;
1927 wurde der 30 CV durch das Modell &amp;#039;&amp;#039;AK&amp;#039;&amp;#039; mit einem 6-Liter-Motor ersetzt, ebenso wie das kleinere 2-Liter-15-CV-Modell durch den Typ &amp;#039;&amp;#039;AH&amp;#039;&amp;#039; 12/14 mit 2-Liter-Sechszylindermotor. Die neuen Modelle waren mit Dewandre-Vakuum-[[Bremskraftverstärker|Servobremsen]] und [[Cantileverschwinge|Cantilever]]-Federn an den Hinterrädern ausgerüstet. Der herrschaftliche AK wurde wegen seiner hohen Qualität, Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit in einem Atemzug mit Rolls-Royce, [[Société Française Hispano-Suiza|Hispano-Suiza]], [[Aéroplanes G. Voisin|Voisin]] und [[Maybach-Motorenbau|Maybach]] genannt. Trotz des Todes von de Jong 1928 blieben große Luxusfahrzeuge die Spezialität des Unternehmens, das 4.300 Mitarbeiter in der Produktion von Motoren, Fahrgestellen, Karosserien von Personen- und Lastwagen beschäftigte und in den 1920er-Jahren jährlich etwa 2000 bis 2500 Fahrzeuge herstellte, davon etwa zwei Drittel von den kleinen Typen mit 2 bis 2,3 Litern Hubraum und ein Drittel von schwereren Modellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 70&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minerva AL ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mnderva AR 1932.jpg|mini|Minerva AR]]&lt;br /&gt;
1930 wurden die Modelle &amp;#039;&amp;#039;AL&amp;#039;&amp;#039; mit einem 6,6-Liter-Motor und &amp;#039;&amp;#039;AP&amp;#039;&amp;#039; mit einem 4-Liter-Aggregat vorgestellt. Der [[Reihenmotor#Reihen-Achtzylinder|Reihenachtzylindermotor]] hatte 6616 cm³ Hubraum mit 90 mm Bohrung und 130 mm Hub.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Englebert |url=https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bd6t53415414/f28.item |titel=Minerva |datum=1931-01-01 |seiten=22 |sprache=fr |abruf=2023-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Zeitgeist und Wunsch seiner Kundschaft folgend, stellte Minerva außerdem mit dem 6-Liter-Sechszylindermodell &amp;#039;&amp;#039;AKS&amp;#039;&amp;#039; sein 150&amp;amp;nbsp;PS starkes, sportliches Spitzenmodell vor, das auch unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Speed Six&amp;#039;&amp;#039; bekannt wurde und 150&amp;amp;nbsp;km/h Höchstgeschwindigkeit erreichte, von dem ein Exemplar sich im [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in [[München]] befindet. Das Sechszylindermodell AB wurde durch den Typ &amp;#039;&amp;#039;AE&amp;#039;&amp;#039; 20 HP mit 55&amp;amp;nbsp;PS und das Modell OO durch den Typ &amp;#039;&amp;#039;AF&amp;#039;&amp;#039; 30 HP mit 75&amp;amp;nbsp;PS abgelöst, der trotz seiner zwei Tonnen Gesamtgewicht 130&amp;amp;nbsp;km/h schaffte. 1932 wurde als kleinstes Modell der &amp;#039;&amp;#039;AR&amp;#039;&amp;#039; mit einem Reihensechszylindermotor mit 3 Liter Hubraum präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minerva CC5 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Minerva CC5.jpg|mini|Minerva CC5]]&lt;br /&gt;
Der Minerva CC5 war ein Lastwagen für 10 t Zuladung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Englebert |url=https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bd6t5345082f/f102.item |titel=Minerva |datum=1933-01-01 |seiten=97 |sprache=fr |abruf=2023-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrräder ==&lt;br /&gt;
Minerva stellte im Laufe der Zeit auch Fahrräder her. Rennräder wurden aus Rohrsätzen des italienischen Rohrbauers [[Columbus Tubi]] gebaut. Heute werden wieder Räder von Minerva vertrieben. Dabei handelt es sich um Alu-Trekking und Stadträder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Minerva armored car, model 1914 near Antwerp WW1..jpg|mini|Minerva-Panzerwagen bei Antwerpen (1914)]]&lt;br /&gt;
Zur Produktion von Minerva im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] sind wenig Informationen verbreitet. Bekannt ist ein [[Minerva (Panzerwagen)|Panzerwagen]], der von Minerva gebaut wurde und auf den Chassis der schweren Automobile basierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftskrise ==&lt;br /&gt;
=== Minerva M4 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Minerva M4.jpg|mini|Minerva M4]]&lt;br /&gt;
Das letzte Modell war der 1934 vorgestellte &amp;#039;&amp;#039;M4&amp;#039;&amp;#039; mit 2-Liter-Vierzylindermotor, der sich nicht gut verkaufte. Der Minerva M4 hatte einen Vierzylinder-[[Charles Yale Knight|Knight-Schiebermotor]] mit 1979&amp;amp;nbsp;cm³ Hubraum mit 75&amp;amp;nbsp;mm Bohrung und 112&amp;amp;nbsp;mm Hub. Das Getriebe hatte drei Gänge. Der Tankinhalt betrug 50&amp;amp;nbsp;l mit dem eine Reichweite von 400&amp;amp;nbsp;km ermöglicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Englebert |url=https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bd6t5345087b/f56.item |titel=Minerva M4 |datum=1933-11-01 |seiten=598 |sprache=fr |abruf=2023-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem entstanden zumindest 1934 auch [[Omnibus]]se wie der HTM.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 92&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der hohen Zuverlässigkeit der Knight-Schiebermotoren entwickelte Minerva einen V-12-[[Flugzeugmotor]] mit 9,4 Liter Hubraum und einer Leistung von 150&amp;amp;nbsp;PS. Wegen der [[Weltwirtschaftskrise]] in den 1930er-Jahren wurde die Gesellschaft unter der Firma &amp;#039;&amp;#039;Société Nouvelle Minerva&amp;#039;&amp;#039; reformiert, das [[New York City|New Yorker]] Vertriebsbüro geschlossen, die [[London]]er Filiale neu organisiert und 1936 mit dem anderen belgischen Konstrukteur [[Automobiles Imperia|Imperia]] fusioniert. Imperia stellte ein weiteres Jahr Minervas und das Modell &amp;#039;&amp;#039;AP&amp;#039;&amp;#039; bis 1938 her. Für den [[Export]] nach England und Frankreich wurden die Personen- und Lastwagen als Minerva-Imperias gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] dienten die Geschäftsräume als Niederlassung des [[Erla Maschinenwerk]]s, in denen [[Messerschmitt Bf 109|Messerschmitt-Bf-109]]-Flugzeuge repariert wurden. Am 8. April 1943 wurde es Ziel eines Bombardements, das zivile Opfer forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenarbeit mit Rover ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Minerva Land Rover IMG 1546.jpg|mini|Minerva Land Rover]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] produzierte das Unternehmen bis 1953 den britischen [[Land Rover Series I|Land Rover]] unter Lizenz für die [[Belgische Streitkräfte|belgische Armee]]. Es gab Pläne zum Wiedereintritt in den Markt für Personenwagen, aber sie kamen nie über das Stadium von [[Prototyp (Technik)|Prototypen]] hinaus. Nach Ablauf der Lizenz des  Land Rovers entwickelte Minerva noch zwei eigene Offroader, den C20 und den C22, von denen aber nur eine Handvoll gebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;https://militaeraktuell.at/minerva-landrover-ikone-des-kalten-krieges/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute gibt es weltweit einige Minerva in fahrbarem Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stückzahlen ==&lt;br /&gt;
Die Original-Werksunterlagen zur Produktion sind offenbar irgendwann verloren gegangen, es gibt zum Produktionsumfang daher nur Schätzungen:&lt;br /&gt;
: 1900: etwa 200 Fahrräder/Monat&lt;br /&gt;
: 1902: 35 Motoren/Tag, also etwa 1000 im Jahr&lt;br /&gt;
: 1902–03: wenige Autos/Jahr&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 70&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: 1905: 5000–6000 Motoren und Motorräder, 600 Minervetten, 300 größere Autos&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=71}} Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 22 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: 1906/07: etwa 600 Autos/Jahr&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Automobile Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; Volume 22 No. 1, 1984, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: 1912: 1600 Arbeiter und Angestellte, u.&amp;amp;nbsp;a. 1200 Fahrgestelle/Jahr&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=75}} Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 44 (französisch), &amp;#039;&amp;#039;Automobile Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; Volume 22 No. 1, 1984, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: 1913: Beginn des LKW-Baues&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Zahl von 3000 gebauten Autos&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Automobile Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; Volume 22 No. 1, 1984, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist sicher zu hoch, richtig ist dagegen, dass die Fabrikanlagen erweitert wurden, um irgendwann in Zukunft einmal 3000 Autos pro Jahr bauen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=75}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl der gebauten Autos dürfte dagegen nur geringfügig über der von 1912 gelegen haben, vielleicht 1300 Stück.&lt;br /&gt;
: Herbst 1914 bis Frühjahr 1919: Kriegsbedingt keine Produktion, anschließend Wiederaufnahme der Produktion bis Herbst 1919 durch Streiks verschleppt&lt;br /&gt;
: 1919: 250 Stück des Typs 20Cv und 70 Stück des Typs 30 CV&lt;br /&gt;
: 1920: 311 Stück des Typs 20Cv und 343 Stück des Typs 30 CV&amp;lt;ref&amp;gt;Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 69 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: 1925/26: Höchste erreichte Jahresproduktion: etwa 2500 bis 3000 Kraftfahrzeuge, davon 1000 nach Großbritannien exportiert&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=82}} Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 81 (französisch), &amp;#039;&amp;#039;Automobile Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; Volume 22 No. 1, 1984, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: 1926/27: Von den gebauten Typen sind 2/3 12CV Sechszylinder, 1/3 alle übrigen Typen zusammen&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=84}} Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 94 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Ende 1928: Die Belegschaft besteht aus 6000 Arbeitern und 800 Angestellten, die Werkfläche beträgt knapp 200.000&amp;amp;nbsp;m²&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=85}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: ab 1929: Die Zahl der Beschäftigten sinkt ständig: 4400 Arbeiter 1929, 3000 Arbeiter 1930, 1800 Arbeiter 1932, 1200 Arbeiter 1934&amp;lt;ref&amp;gt;Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 151 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;, es kommt zu größerer Überproduktion (s.&amp;amp;nbsp;u.)&lt;br /&gt;
: 1931: Es werden noch 2000 Pkw und 300 Lkw hergestellt&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=91}} Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 135 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Typ AL entstehen insgesamt maximal 120&amp;amp;nbsp;Stück&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=87}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: 1934: Vom Typ M-4 werden insgesamt maximal 300 bis 400&amp;amp;nbsp;Stück gebaut&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 93&amp;quot; /&amp;gt;, noch 600 in den Vorjahren produzierte unverkaufte Pkw befinden sich im Lager&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=93}} Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5, S. 151 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: ab 1935: Es werden noch einige wenige Pkw aus Restteilen bis etwa 1937/38 zusammengesetzt, im Übrigen Nutzfahrzeugproduktion von 100–300 Einheiten jährlich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 93&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: Mai 1940 bis Ende 1945: Kriegsbedingt keine Produktion&lt;br /&gt;
: 1946: Etwa 100 leichte Lkw des Typs C-15 werden gebaut&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=94}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: 1951–54: Etwa 500 Arbeiter bauen insgesamt etwa 9000 Land-Rover in Lizenz für die belgische Armee&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=96}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Yvette und Jacques Kupelian, Jacques Sirtaine: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de l&amp;#039; Automobile Belge&amp;#039;&amp;#039;, Brüssel 2012, S.70ff, ISBN 978-2-87212-662-0&lt;br /&gt;
* Yvette Kupélian, Jacques Kupélian: &amp;#039;&amp;#039;Minerva.&amp;#039;&amp;#039; Overijse 1985, ISBN 2-87076-003-5 (französisch).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Automobile Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; Volume 22 No. 1, 1984, S. 58–71.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Minerva Motors S.A.|Minerva Motors}}&lt;br /&gt;
* [http://www.belgium.be/eportal/application?origin=indexDisplay.jsp&amp;amp;event=bea.portal.framework.internal.refresh&amp;amp;pageid=contentPage&amp;amp;docId=24492.0 Kurzbiographie von Sylvain de Jong]&lt;br /&gt;
* [https://traumautoarchiv.de/html/F1150.html Deutsche Website mit Fotos von über 20 Minerva-Modellen]&lt;br /&gt;
* [http://minervamotor-car.50megs.com/whats_new.html britische Website zu Minerva Motor Fahrzeugen insbesondere mit gepanzerten Militärfahrzeugen]&lt;br /&gt;
* [http://www.minervacars.com Minerva Cars]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/072988|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 70&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=70}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 92&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belge 93&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|9782872126620|Seite=93}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Belgische Automobilmarken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Pkw-Hersteller (Belgien)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Unternehmensgründung 1897]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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