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	<title>Mindestumtausch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:05:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mindestumtausch&amp;diff=144348&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redonebird: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-17T05:09:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;verbindlicher Mindestumtausch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (inoffiziell &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwangsumtausch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eintrittsgeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Wolf: Sprache in der DDR:Ein Wörterbuch, 2000, ISBN 3-11-016427-2, Stichworte „Mindestumtausch“, „Zwangsumtausch“ und „Eintrittsgeld“, Seite 51, 147 und 258&amp;lt;/ref&amp;gt;) wurde die Verpflichtung für Besucher der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] aus dem [[Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet|nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet]] bezeichnet, einen bestimmten Betrag bei der Einreise in [[Mark (DDR)|Mark der DDR]] zum offiziellen Kurs (der deutlich über dem Marktkurs lag) umzutauschen. Diese Regelung der [[Devisenverkehrsbeschränkung]] wurde am 1. Dezember 1964 eingeführt. Der umzutauschende Betrag änderte sich mehrmals. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] wurde der Mindestumtausch am 24. Dezember 1989 abgeschafft. Insgesamt erzielte die DDR-Regierung mit dieser Maßnahme Einnahmen von 4,5 Milliarden [[Deutsche Mark|DM]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Peter Schwarz: Die Bundesrepublik Deutschland: Eine Bilanz nach 60 Jahren, 2008, ISBN 3-412-20237-1, S. 165 ({{Google Buch |BuchID=OThqlaLQjFIC |Seite=165 |Hervorhebung=Mindestumtausch 1964}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zwangsweise umgetauschten Beträge waren insbesondere bei Tages- und Verwandtenbesuchen nur schwer sinnvoll auszugeben, da Qualität und Sortiment der im Handel angebotenen Waren in sehr vielen Fällen für westliche Besucher wenig attraktiv waren. Trotz des Mindestumtausches verdreifachte sich der Verkehr aus der Bundesrepublik und West-Berlin in die DDR von 1969 bis 1975 auf über 3,5 Millionen Reisen im Jahr 1975.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Weber: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Ed. Deutschland Archiv, Köln 1980, S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in anderen Ländern, insbesondere denen des [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe|RGW]] sowie in [[Lateinamerika]], gab es ähnliche Regelungen für Besucher und Touristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Umtauschbescheinigung der Staatsbank der DDR Berlin Bhf Friedrichstraße 1987.jpg|mini|Umtauschbescheinigung der Staatsbank der DDR Berlin Bhf Friedrichstraße 20&amp;amp;nbsp;DM in 20&amp;amp;nbsp;M der DDR – 1987]]&lt;br /&gt;
Im besonderen Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zur DDR gab es einen Mindestumtausch. Hierunter versteht man die von der Regierung der DDR verhängte Regelung, nach der Bürger des so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet|NSW]]&amp;#039;&amp;#039; (Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet, also westliche, marktwirtschaftliche Staaten) bei der Einreise in die DDR oder nach [[Ost-Berlin]] konvertierbare Währung in Mark der DDR (früher MDN), das Zahlungsmittel der DDR, umtauschen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einführung des Mindestumtausches am 2. Dezember 1964 gingen die ersten beiden [[Passierscheinabkommen]] voraus, die West-Berlin und die DDR-Regierung am 17. Dezember 1963 und am 24. September 1964 abgeschlossen hatten, um Besuche von Westberlinern bei ihren Verwandten und Freunden in Ost-Berlin zu ermöglichen. Davon machten schon 1963/64 1,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger West-Berlins Gebrauch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rudolf Morsey]] |Titel=Die Bundesrepublik Deutschland |Sammelwerk=Oldenbourg Grundriss der Geschichte |Band=19 |Verlag=Oldenbourg |Ort=München |Datum=1995 |Seiten=82, 277}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die DDR-Regierung nutzte diesen Reisebedarf als [[Devisen]]quelle. Von 1966 an bestand im Handel zwischen beiden deutschen Staaten ein [[Handelsbilanzdefizit]] der DDR (mit einer Unterbrechung 1968).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Christoph Kleßmann]] |Titel=Zwei Staaten, eine Nation. Deutsche Geschichte 1955–1970 |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=1988 |Seiten=347}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drastische Erhöhung des Mindestumtausches 1973 stand im Zusammenhang mit den Devisenproblemen der DDR im Zuge der [[Ölpreiskrise|Ölkrise von 1973]]. Zwischen 1970 und 1974 stiegen die Exporterlöse der DDR für Industriewaren um 65 %, die Preise für Rohstoffimporte dagegen stiegen um 170 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Dietrich Staritz]] |Titel=Geschichte der DDR 1949–1990 |Sammelwerk=Moderne Deutsche Geschichte |Band=11 |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt |Datum=1996 |Seiten=305}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bundesrepublik half der DDR-Wirtschaft in dieser Situation durch den Kreditrahmen (Swing) im innerdeutschen Handel, durch die an die DDR entrichteten Devisenpauschalen für den [[Transitverkehr durch die DDR|Transitverkehr]] nach West-Berlin und für Visagebühren sowie durch westdeutsche Kostenbeteiligungen am Ausbau der Transitstrecken. Zusammen mit dem Mindestumtausch der westdeutschen DDR-Besucher summierten sich diese Deviseneinnahmen der DDR ab 1979 auf geschätzte 2 bis 2,5 Mrd. DM pro Jahr – Devisen, die der DDR für Zinsen und Tilgung von internationalen Krediten zur Verfügung standen. Die Kreditbelastung der DDR wuchs von 1 Mrd. $ 1971 auf über 5 Mrd. $ 1977.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietrich Staritz |Titel=Geschichte der DDR 1949–1990 |Ort=Göttingen |Datum=1996 |Seiten=307f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Pro Aufenthaltstag und pro Person war eine vorgeschriebene Höhe zu wechseln. Der Mindestumtausch betrug für Bürger der Bundesrepublik Deutschland und [[West-Berlin]]s zuletzt 25,00 Mark der DDR im Kurs 1 : 1 (eine Mark der DDR = eine Deutsche Mark der Deutschen Bundesbank). Weiterhin mussten mitgeführte [[Devisen]] jeweils bei der Ein- und Ausreise auf einem Formblatt den Zollbehörden der DDR mitgeteilt werden. Bei Tagesaufenthalten in Ost-Berlin sowie im [[Kleiner Grenzverkehr|Kleinen Grenzverkehr]] in den grenznahen Kreisen der DDR erfolgte der Wechsel unmittelbar beim Grenzübertritt von West- nach Ost-Berlin. Verantwortlich für die Erhebung des Mindestumtauschs war die [[Passkontrolleinheit]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Gieseke. Staatssicherheit und Gesellschaft: Studien zum Herrschaftsalltag in der DDR, Band 30 von Analysen und Dokumente, Deutschland Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, 2007, ISBN 3-525-35083-X, S. 144 ff. ({{Google Buch |BuchID=C2rporK0FrUC |Seite=144 |Hervorhebung=Zwangsumtausch}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; An allen innerstädtischen Grenzübergängen befanden sich daher Niederlassungen der [[Staatsbank der DDR]] (früher Deutsche Notenbank). Bei mehrtägigen Aufenthalten musste der Währungstausch nach erfolgter Einreise bei einer beliebigen Filiale der Staatsbank der DDR vorgenommen werden. Die Aufenthaltsgenehmigung wurde dann durch die zuständige Volkspolizeikreisstelle für die Anzahl der Tage erteilt, für die man getauscht hatte. Die beim Aufenthalt eventuell nicht verbrauchte DDR-Währung durfte aufgrund der [[Devisenverkehrsbeschränkung]]en der DDR nicht ausgeführt oder in Devisen zurückgetauscht werden. Überschüssige Beträge konnten jedoch bei der Ausreise aus der DDR bei den Grenzfilialen der Staatsbank der DDR „deponiert“ und bei einer erneuten Einreise über dieselbe Grenzübergangsstelle wieder in Empfang genommen werden. Auf diese Weise war auch das Ansammeln und Abheben von mehreren Mindestumtauschbeträgen möglich. Für Einnahmen in der DDR (reguläre Geschäftstätigkeit, Honorare, Gagen, Bar-Erbschaften) konnte bei der Staatsbank der DDR ein Konto für sogenannte [[Devisenausländer]] eingerichtet werden, die Beträge wurden jedoch nicht verzinst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Wert der Währungen im internationalen Handel und den danach orientierten Kursen der West-Berliner Wechselstuben und Banken in der BRD deutliche Unterschiede zu Gunsten der [[Deutsche Mark|D-Mark]] aufwies, bestand die DDR beim Wechsel von DM in M auf einen Kurs im Verhältnis von 1:1. War die rechtliche Grundlage für einen Rücktausch gegeben, wurde zum „international üblichen“ Kurs gewechselt. Da generell die Aus- und Einfuhr von DDR-Mark verboten war und als Devisenvergehen geahndet wurde, konnte ein Rücktausch in diesen besonderen Fällen nur bei der Staatsbank der DDR vorgenommen werden. Dieser Kurs war noch ungünstiger als ein Rücktausch bei westlichen Wechselstuben und Banken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gab es in West-Berlin einen regen Geschäftsverkehr mit der Mark der DDR. In fast allen Zweigstellen der [[Berliner Sparkasse#1945–1990|Sparkasse der Stadt Berlin West]] wurde die Mark der DDR gegen die Deutsche Mark der Deutschen Bundesbank getauscht; der Umtauschkurs lag über Jahre hinweg zwischen 1 : 3 und 1 : 10. Die Kundschaft bestand hauptsächlich aus Soldaten der westalliierten Streitmächte, die an der Grenze nicht kontrolliert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurden die Rahmenbedingungen, insbesondere die jeweiligen Tagessätze, immer wieder verändert. Diese Veränderungen waren stets auch als Anpassung an die aktuelle politische Situation im Verhältnis der beiden deutschen Staaten zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung 1964 ===&lt;br /&gt;
Am 25. November 1964 teilte die Regierung der DDR mit, dass man mit Wirkung vom 1. Dezember 1964 einen Mindestumtausch einführen werde. Als Hintergrund für diese Maßnahme nahm man an, dass die DDR nach Absetzung des sowjetischen Staatschefs [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Chruschtschow]] verstärkt auf Distanz zur Bundesrepublik gehen wollte. [[Westdeutschland|Westdeutsche]] mussten 5,00 DM, West-Berliner 3,00 DM pro Besuchstag umtauschen, Rentner und Kinder waren vom Mindestumtausch ausgenommen. Am 1. Dezember trat die Regelung in Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ullrich Heilemann u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Wirtschaftspolitische Chronik 1949–2002 |Verlag=Lucius &amp;amp; Lucius UTB |Ort=Stuttgart |Datum=2003 |Seiten=97}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderungen 1973 und 1974 ===&lt;br /&gt;
Ab dem 15. November 1973 machten die neuen Regelungen keinen Unterschied mehr zwischen Westdeutschen und West-Berlinern. Die Regelungen galten nunmehr für Bürger kapitalistischer Staaten einheitlich. Allerdings wurde jetzt hinsichtlich des Reiseziels unterschieden. Die Umtauschsätze betrugen fortan für das Gebiet der DDR 20,00 DM, für Reisen nach Ost-Berlin 10,00 DM. Kinder und Rentner waren von dieser Regelung nicht mehr ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 15. November 1974 wurden die Sätze wieder gesenkt. Jetzt musste für den Aufenthalt in der DDR 13,00 DM, für eine Reise nach [[Ost-Berlin]] 6,50 DM pro Tag und pro Person gewechselt werden. Vom 20. Dezember an waren Personen unter 14 Jahren und Rentner vom Mindestumtausch wieder ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderung 1980 ===&lt;br /&gt;
Die DDR kündigte am 9. Oktober 1980 eine zum 13. Oktober in Kraft tretende Änderung an. Demnach mussten nun 25,00 DM pro Person und Tag umgetauscht werden, zwischen den Reisezielen (DDR bzw. Ost-Berlin) wurde nicht mehr unterschieden, auch Rentner mussten den vollen Satz wieder tauschen. Für Personen unter 15 Jahren musste fortan ein ermäßigter Satz in Höhe von 7,50 DM gewechselt werden, Kinder unter sechs Jahren waren weiterhin vom Mindestumtausch befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empört über die Maßnahme der DDR zeigte sich damals vor allem die [[Opposition (Politik)|oppositionelle]] [[CDU/CSU]] in der Bundesrepublik. Sie vermutete eine [[Wahlkampf]]hilfe der DDR für die [[Sozialliberale Koalition]]. Denn nach Meinung der Opposition hätte die DDR bereits seit längerer Zeit eine Anhebung der Sätze beabsichtigt, diese jedoch bewusst erst einige Tage nach der am 5. Oktober abgehaltenen [[Bundestagswahl 1980|Bundestagswahl]] angekündigt, um der Opposition keine Wahlkampfmunition zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderungen 1983 und 1984 ===&lt;br /&gt;
Ab dem 15. September 1983 waren nun wieder Kinder unter 14 Jahren von den Regelungen ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Umtauschsatz für Rentner wurde zum 1. August 1984 auf 15,00 DM gesenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschaffung 1989 ===&lt;br /&gt;
Durch die [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende in der DDR]] (erstmals war es nach der [[Berliner Mauer|Maueröffnung]] am 9. November 1989 für DDR-Bürger einfacher als für Bundesbürger, in den jeweils anderen Teil Deutschlands zu reisen) wurden zum 24. Dezember die Mindestumtauschregelungen auf Anordnung der DDR-Finanzministerin [[Uta Nickel]] außer Kraft gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Anordnung über die Aufhebung der Rechtsvorschrift zum verbindlichen Mindestumtausch&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Dezember 1989. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 26 vom 29. Dezember 1989, S. 275, [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201989%20I.pdf Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Regelungen in anderen Ländern ==&lt;br /&gt;
Einen Mindestumtausch zu fordern, war nicht nur auf die DDR beschränkt. Nahezu alle Länder des [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe|RGW]] bedienten sich dieser Deviseneinnahmequelle. Auch andere, insbesondere lateinamerikanische Staaten, verlangten einen Mindestumtausch (in US-$). Teilweise konnten aber auch vor Reiseantritt Hotelgutscheine, Benzincoupons und Verpflegungs- und Warengutscheine in einer vorgeschriebenen Mindestmenge pro Reisetag gegen Devisen erworben werden. Oft war die Erteilung des Einreisevisums vom Nachweis eines Mindestumtauschs oder dem Erwerb der Gutscheine abhängig. Die Regelung entfiel nur bei Pauschalreisen. Hier sorgten die Reiseveranstalter für ausreichenden Devisenzufluss, der durch den Reisepreis abgedeckt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Verkehr der RGW-Länder untereinander gab es teilweise verbindliche Umtauschregelungen (Mindestumtausch, aber auch Höchstumtausch). So konnte man die transferierten Geldmengen und letztlich auch den Reiseverkehr besser kontrollieren. Darüber hinaus barg es die Möglichkeit, unerwünschte Treffen von DDR-Bürgern mit westlichen Verwandten und Freunden in den liberaleren [[sozialistische Bruderländer|sozialistischen „Bruderländern“]] zu kontrollieren und einzudämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlagen ==&lt;br /&gt;
* Beschluß der Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik vom 11. Juni 1968. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik|Gesetzblatt der DDR]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 10 vom 11. Juni 1968, S. 227, [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201968%20I.pdf Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anordnung über Durchführung eines verbindlichen Mindestumtauschs von Zahlungsmitteln&amp;#039;&amp;#039; vom 4. Juni 1972. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Teil II Nr. 32 vom 4. Juni 1972, S. 361, [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201972%20II.pdf Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anordnung über Durchführung eines verbindlichen Mindestumtauschs von Zahlungsmitteln&amp;#039;&amp;#039; vom 5. November 1973. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 51 vom 6. November 1973, S. 517, [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201973%20I.pdf Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anordnung über Durchführung eines verbindlichen Mindestumtauschs von Zahlungsmitteln&amp;#039;&amp;#039; vom 5. November 1974. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 54 vom 5. November 1974, S. 497, [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201974%20I.pdf Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anordnung über Durchführung eines verbindlichen Mindestumtauschs von Zahlungsmitteln&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Oktober 1980. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 29 vom 9. Oktober 1980, S. 291, [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201980%20I.pdf Digitalisat].&lt;br /&gt;
* §&amp;amp;nbsp;5 der &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die zeitweilige Einreise von Personen mit ständigem Wohnsitz in Berlin (West) in die Deutsche Demokratische Republik&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Februar 1972&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die zeitweilige Einreise von Personen mit ständigem Wohnsitz in Berlin (West) in die Deutsche Demokratische Republik&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Februar 1972. Im &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Teil II Nr. 10 vom 24. Februar 1972, S. 125 f., [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201972%20II.pdf Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anordnung über die Aufhebung der Rechtsvorschrift zum verbindlichen Mindestumtausch&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Dezember 1989. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 26 vom 29. Dezember 1989, S. 275, [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201989%20I.pdf Digitalisat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (DDR)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redonebird</name></author>
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