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	<title>Minderleister - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Minderleister&amp;diff=185873&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pvvertreter: Leistung (Schule) Link angepasst</title>
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		<updated>2026-01-20T05:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leistung (Schule) Link angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minderleister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|underachiever}}, aus {{enS|to achieve}} „etwas zustande bringen“, „ein Ziel erreichen“ oder {{enS|low performer}}, [[Niederländische Sprache|niederl.]] &amp;#039;&amp;#039;Onderpresteren&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Person]]en, die dauerhaft unterhalb ihrer [[Körperliche Leistungsfähigkeit|körperlichen]] oder [[Belastbarkeit (Psychologie)|psychischen Leistungsfähigkeit]] bleiben. Der Gegensatz dazu sind die [[Overachiever]] (oder &amp;#039;&amp;#039;Overperformer&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Wichtige Leistungssektoren, bei denen die Minderleistung eine große Rolle spielt, sind die [[Leistungsbeurteilung (Schule)|Schulleistung]], [[Arbeitsleistung]] oder [[Leistung (Sport)|Sportleistung]]. Gemessen wird die tatsächlich erbrachte Leistung im Durchschnitt mit Menschen im a) gleichen Lebensalter (sog. Altersgenossen) und b) gleichen Maßstab der zu erwartenden Leistung. Die Leistung ergibt sich für Schüler aus [[Schulnote]]n ([[Leistungsbeurteilung (Schule)|Leistungsbeurteilungen]], [[Schulzeugnis]]sen), bei Arbeitnehmern aus [[Beurteilung]]en ([[Leistungsbeurteilung (Personalwesen)|Leistungsbeurteilung]], [[Mitarbeiterbewertung]], [[dienstliche Beurteilung]]) und bei Sportlern durch [[Sportnote]]n. Die dauerhaft &amp;#039;&amp;#039;über&amp;#039;&amp;#039; dem [[Notendurchschnitt]] (&amp;#039;&amp;#039;Leistungshoch&amp;#039;&amp;#039;) liegenden Personen sind entsprechend Overachiever (oder Overperformer), die dauerhaft &amp;#039;&amp;#039;darunter&amp;#039;&amp;#039; liegenden (&amp;#039;&amp;#039;Leistungstief&amp;#039;&amp;#039;) heißen Minderleister. Leistungsmaßstab können auch [[Erwartung (Psychologie)|Erwartungen]], [[Anforderung (Heuristik)|Anforderungen]] oder [[Zielvereinbarung]]en sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler ==&lt;br /&gt;
=== Begriff ===&lt;br /&gt;
Am häufigsten werden die Begriffe Minderleister oder Minderleistung auf Schüler angewandt. Als Minderleister gelten Schüler, die in ihren schulischen Leistungen weit unter dem Niveau ihrer intellektuellen Möglichkeiten zurückbleiben&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Brinkmann: &amp;#039;&amp;#039;Lernprozesse professionell begleiten.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die „trotz einer nachweislich sehr hohen [[Intelligenz]] in der Schule keine überdurchschnittlichen oder sogar unterdurchschnittliche Leistungen erbringen“ ([[Hochbegabte]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Holling, Uwe P. Kanning: &amp;#039;&amp;#039;Hochbegabung: Forschungsergebnisse und Fördermöglichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um Schüler, die weit hinter dem zurückbleiben, was sie aufgrund ihrer [[Dispositionelle Eigenschaft|Dispositionen]] zu leisten imstande wären.&amp;lt;ref&amp;gt;Esther Grindel: [https://books.google.de/books?id=KDBGNDX6-4EC&amp;amp;pg=PA50&amp;amp;dq=Minderleister+sch%C3%BCler&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjQ0qWL7-vaAhXKfFAKHRnRDS4Q6AEINjAD#v=onepage&amp;amp;q=Minderleister%20sch%C3%BCler&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Lernprozesse hochbegabter Kinder in der Freiarbeit der Montessori-Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;], 2007, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
Die Ursachen für eine Minderleistung bzw. erwartungswidrige Leistung sind nicht eindeutig zu bestimmen, im Falle der Hochbegabung beispielsweise können sie „in den seltensten Fällen nur einer einzigen Verursachung zugeschrieben werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mia L. Kellmer-Pringle: &amp;#039;&amp;#039;Zum Konzept des „Underachievements“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus K. Urban]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hochbegabte Kinder. Psychologische, pädagogische, psychiatrische und soziologische Aspekte&amp;#039;&amp;#039;, Schindele, Heidelberg 1982, ISBN 3-88070-353-1, S. 131–134, hier S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie liegen vermutlich simultan zum einen auf schulischer Seite (z.&amp;amp;nbsp;B. wenig motivierender Unterricht), auf Seiten der Familie (z.&amp;amp;nbsp;B. Desinteresse am schulischen Fortkommen des Kindes, problematischer [[Erziehungsstil]]e, überhöhte Leistungserwartung) wie auch auf Seiten des Schülers (z.&amp;amp;nbsp;B. Persönlichkeitsmerkmale wie [[Angst]], Anstrengungsvermeidung). Von der Motivationsstruktur her sind Minderleister eher unterdurchschnittlich leistungsmotiviert, aber überdurchschnittlich auf pädagogische Unterstützung angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund für die Minderleistung kann in dem übersteigerten Leistungsanspruch liegen, der kennzeichnend für viele Hochbegabte ist: „Das faktische Leistungsvermögen Hochbegabter hängt wesentlich von der Fähigkeit ab, die Unsicherheit beim Arbeiten und die Unzufriedenheit über die Unvollkommenheit einer abgeschlossenen Arbeit zu ertragen“,&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Brackmann: &amp;#039;&amp;#039;Ganz normal hochbegabt. Leben als hochbegabter Erwachsener.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. 2008, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreibt [[Andrea Brackmann]]. Danach tun sich die so genannten „Minderleister“ schwer damit, zwischen ihrer hohen Leistungserwartung und ihrem realen Leistungsvermögen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso kann die an vielen Stellen erwähnte Unruhe und Nervosität, die nicht leicht von dem Erscheinungsbild des [[ADHS]] zu unterscheiden ist, zu einer Minderleistung führen. Denn sowohl für einige Hochbegabte als auch für Personen mit ADHS gilt, dass die „Reizoffenheit“ und „hohe Sensibilität der Sinne“ die Konzentrationsfähigkeit negativ beeinflussen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Piero Rossi: &amp;#039;&amp;#039;Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung – auch bei Hochbegabten?&amp;#039;&amp;#039; in: Deutsche Gesellschaft für das Hochbegabte Kind e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Labyrinth. Hochbegabte Kinder in Schule und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 48–63, hier S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitverantwortlich für eine niedrige Motivation kann auch ein negatives Selbstkonzept sein. Das kann durch eine „einengende, normierende, entwertende oder ausgrenzende Haltung der Umwelt“&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Schlichte-Hiersemenzel: &amp;#039;&amp;#039;Zum Selbstkonzept hoch begabter Kinder und Jugendlicher.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Gesellschaft für das Hochbegabte Kind e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Labyrinth. Hochbegabte Kinder in Schule und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 64–70, hier S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der Eltern hervorgerufen sein; das kann aber auch, wie Brackmann und Scheidt in ihrer psychotherapeutischen Praxis feststellten, durch ein negatives Selbstkonzept der Eltern verursacht sein. Im Umfeld der Minderleister und Leistungsverweigerer fand sich nicht selten wenigstens ein hochbegabter Elternteil, der seine eigenen Kapazitäten hartnäckig verdrängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung des Begriffs „Minderleister“ führt zu einer wenig hilfreichen Stigmatisierung, die vorrangig der Entlastung aller Mitverantwortlichen (Gesellschaft, Bildungseinrichtungen, Elternhaus) diene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minderleister unter Hochbegabten ===&lt;br /&gt;
Zu [[Hochbegabung|Hochbegabten]] (Personen mit einem [[Intelligenzquotient|IQ]] über dem 98. Perzentil bzw. mindestens zwei Standardabweichungen) und Minderleistungen gibt es folgende Erkenntnisse:&lt;br /&gt;
* In manchen Ratgeberbüchern (und auch in einigen wissenschaftlichen Artikeln) werden bis zu 50 % Minderleister unter den Hochbegabten angegeben. Wie viele Minderleister identifiziert werden, hängt letztlich nur davon ab, wie man „Minderleistung“ definiert.&lt;br /&gt;
* Der statistisch zu erwartende Anteil Minderleister im Sinne von Schulleistungen unterhalb des Medians an den Hochbegabten beläuft sich auf 12 % bis 13 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef H. Rost: &amp;#039;&amp;#039;Underachievement aus psychologischer und pädagogischer Sicht. Wie viele hochbegabte Underachiever gibt es tatsächlich?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;News &amp;amp; science. Begabtenförderung und Begabungsforschung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 15, Januar 2007, {{ZDB|2257343-4}}, S. 8–9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das [[Marburger Hochbegabtenprojekt]] definiert als Minderleistung für Hochbegabte jede Abweichung von der Normleistung&lt;br /&gt;
** Besuch des Gymnasiums,&lt;br /&gt;
** keine Wiederholung einer Klassenstufe,&lt;br /&gt;
** Notendurchschnitt 3,0 oder besser.&lt;br /&gt;
Unter den untersuchten hochbegabten Schülern lag der Anteil der Minderleister bei 15 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gregor Brandt |Titel=Hochbegabte und hochleistende Jugendliche – Anmerkungen zum Marburger Hochbegabtenprojekt |Sammelwerk=Labyrinth |Band=24 |Nummer=69 |Datum=2001 |Seiten=10-15 |Online=[http://www.angelfire.com/art/gregorbrand/Roststudie.html Volltext] |Abruf=2013-05-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitnehmer ==&lt;br /&gt;
=== Begriff ===&lt;br /&gt;
Minderleister sind Arbeitnehmer, die ihre persönliche Leistungsfähigkeit nicht voll ausschöpfen und dadurch unter der durchschnittlichen Leistung vergleichbarer Arbeitnehmer bleiben. Der Arbeitnehmer hat keine [[Arbeitsleistung]] „mittlerer Art und Güte zu erbringen“, sondern muss seine [[Arbeitskraft]] unter Anspannung der ihm möglichen Fähigkeiten ordnungsgemäß verrichten, mithin [[Sorgfalt|sorgfältig]] und [[Konzentration (Psychologie)|konzentriert]] und unter Ausschöpfung seiner ihm möglichen Fähigkeiten und Fertigkeiten arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;BAG, Urteil vom 13. Juli 1988, Az. 2 AZR 576/87, {{Webarchiv |url=https://www.jurion.de/urteile/bag/1988-03-17/2-azr-576_87/ |text=Volltext |wayback=20180802162535 |archiv-bot=2022-03-27 00:07:22 InternetArchiveBot}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Quantitative oder qualitative Minderleistungen unter der Hälfte der durchschnittlichen [[Normalleistung (REFA)|Normalleistung]] bedeuten ein graduelles Leistungsdefizit, das tatbestandlich eine verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;BAG, Urteil vom 21. Mai 1992, Az. 2 AZR 551/91, {{Webarchiv |url=https://www.jurion.de/urteile/bag/1992-05-21/2-azr-551_91/ |text=Volltext |wayback=20180802162508 |archiv-bot=2022-03-27 00:07:22 InternetArchiveBot}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eingliederung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, deren Vermittlung wegen in ihrer Person liegender Gründe erschwert ist, können Arbeitgeber einen [[Lohnkostenzuschuss|Zuschuss]] zum Arbeitsentgelt zum Ausgleich einer Minderleistung erhalten ([[Eingliederungszuschuss]]; {{§|88|sgb_3|juris}}, {{§|90|sgb_3|juris}}  SGB III).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsfragen ===&lt;br /&gt;
Als nicht mit dem [[Arbeitsvertrag (Deutschland)|Arbeitsvertrag]] konforme Arbeitsleistung gilt die [[Nichterfüllung]], [[Schlechterfüllung]] oder die Verletzung vertraglicher [[Nebenpflicht]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CB&amp;quot;&amp;gt;Christina Baumgartl: [https://books.google.de/books?id=DGBzDQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA157&amp;amp;dq=Minderleister+Arbeitnehmer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjc6-TV-uvaAhUJLVAKHQruCgIQ6AEILzAB#v=onepage&amp;amp;q=Minderleister%20%20&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Gestaltungsraum des Arbeitgebers bei betriebsbedingten Kündigungen im Rahmen von §&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;3 Satz&amp;amp;nbsp;2 KSchG im Hinblick auf Minderleister und ältere Arbeitnehmer&amp;#039;&amp;#039;], 2013, S. 105 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Arbeitnehmer verletzt seine [[Arbeitspflicht (Arbeitsrecht)|Arbeitspflicht]], wenn er schuldhaft die geschuldete Arbeitsleistung nicht erbringt, ohne dass ein [[Arbeitspflicht (Arbeitsrecht)#Befreiung von der Arbeitspflicht|Befreiungstatbestand]] vorliegt (Nichterfüllung) oder die geschuldete Arbeitsleistung mangelhaft erbringt (Schlechterfüllung). Nichterfüllung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer nicht zur Arbeit erscheint, lediglich körperlich anwesend ist ([[innere Kündigung]]) oder ausschließlich private Arbeiten erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Fuhlrott, Patrick Mückl: &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Low-Performance, Krankheit, Schwerbehinderung.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 433.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da [[Nacherfüllung]] wegen des [[Dauerschuldverhältnis]]ses unmöglich ist, erhält er nach dem Grundsatz „ohne Arbeit kein Lohn“ kein [[Arbeitsentgelt]] ({{§|326|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]). Hat der Arbeitnehmer die [[Unmöglichkeit (BGB)|Unmöglichkeit]] zu vertreten, gilt {{§|323|bgb|juris}} BGB.&lt;br /&gt;
Schwieriger sind die Fälle der Schlechterfüllung, bei der zwar eine Arbeitsleistung erbracht wird, aber von der geschuldeten qualitativ ([[Arbeitsqualität]], [[Fehlerquote]]) oder quantitativ ([[Arbeitsintensität]], [[Arbeitsvolumen]]) ungünstig abweicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Asusa Schul, Joachim Wichert: &amp;#039;&amp;#039;Schlechtleistung des Arbeitnehmers als Grund für verhaltens-, personen- oder betriebsbedingte Kündigung.&amp;#039;&amp;#039; In: DB 2005, S. 1907.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Kürzung des Arbeitsentgelts ist hier nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Tschöpe: &amp;#039;&amp;#039;„Low Performer“ im Arbeitsrecht.&amp;#039;&amp;#039; In: BB 2006, S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bundesarbeitsgericht]] (BAG) nahm im Dezember 2003 zur Arbeitsleistung wie folgt Stellung: „Ist die Arbeitsleistung im Vertrag, wie meistens, der Menge und der Qualität nach nicht oder nicht näher beschrieben, so richtet sich der Inhalt des Leistungsversprechens zum einen nach dem vom Arbeitgeber durch Ausübung des [[Direktionsrecht]]s festzulegenden Arbeitsinhalt und zum anderen nach dem persönlichen, subjektiven Leistungsvermögen des Arbeitnehmers. Der Arbeitnehmer muss tun, was er soll, und zwar so gut, wie er kann. Die Leistungspflicht ist nicht starr, sondern dynamisch und orientiert sich an der Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers. Ein objektiver Maßstab ist nicht anzusetzen ... Der Dienstverpflichtete schuldet das ‚Wirken‘, nicht das ‚Werk‘“.&amp;lt;ref&amp;gt;BAG, Urteil vom 11. Dezember 2003, Az. 2 AZR 667/02, [https://lexetius.com/2003,3672 Volltext], Rn. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Verhaltensbedingte Minderleistung&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Leistungsstörung]], die auf den fehlenden [[Wille]]n und die fehlende [[Leistungsbereitschaft]] zurückzuführen ist. Eine &amp;#039;&amp;#039;personenbedingte Minderleistung&amp;#039;&amp;#039; liegt vor, wenn zwar der erforderliche Wille und die Leistungsbereitschaft vorhanden sind, aber diese wegen nicht steuerbarer Umstände ([[Krankheit]]) nicht abgerufen werden können. Außerdem ist zu unterscheiden zwischen Leistungsmängeln und Eignungsmängeln. &amp;#039;&amp;#039;Leistungsmängel&amp;#039;&amp;#039; stellen eine „willentliche Minderleistung“ dar, weil der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft zurückhält und nicht die ihm mögliche Leistung bringt. &amp;#039;&amp;#039;Eignungsmängel&amp;#039;&amp;#039; lassen die erforderlich [[Qualifikation (Personalwesen)|Qualifikation]] vermissen oder sind auf altersbedingte, krankheitsbedingte oder physische/geistige Ursachen zurückzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsfolgen ===&lt;br /&gt;
Es drohen die Kürzung oder Streichung von [[Sondervergütung]]en, Gehaltskürzung, [[Versetzung (deutsches Arbeitsrecht)|Strafversetzung]] oder [[Änderungskündigung]]. Jedenfalls ist die Minderleistung ein [[Karriere]]hindernis, die im Rahmen der [[Sozialauswahl]] des {{§|1|kschg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 [[Kündigungsschutzgesetz|KSchG]] zu einer [[Kündigung (deutsches Arbeitsrecht)|Kündigung]] führen kann. Mit der [[Herrschende Meinung|herrschenden Meinung]] steht die Rechtsprechung zur Minderleistung als [[Kündigungsgrund]] ({{enS|Low-Performer-Kündigung}}) in Einklang. Erbringt der Arbeitnehmer eine erheblich unterdurchschnittliche Arbeitsleistung über einen längeren Zeitraum hinweg, kann dies unter Umständen eine verhaltens- oder personenbedingte Kündigung im Sinne des {{§|1|kschg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 KSchG sozial rechtfertigen. Dies gilt vor allem, wenn er nicht so gut arbeitet, wie er eigentlich kann.&amp;lt;ref&amp;gt;BAG, Urteil vom 17. Januar 2008, Az. 2 AZR 536/06, [https://lexetius.com/2008,1014 Volltext] = NZA 2008, 693; BAG, Urteil vom 10. Februar 2005, Az. 2 AZR 584/03, [https://lexetius.com/2005,1796 Volltext] = NZA 2005, 1207.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sportler ==&lt;br /&gt;
Vor allem im [[Leistungssport]] spielt die Minderleistung eine Rolle. [[Qualifikation (Sport)|Qualifikationen]] stellen hier eine wichtige Hürde dar, bei der eine Minderleistung die Nichtteilnahme oder das Ausscheiden aus einem Wettkampf zur Folge hat. Wichtiges Indiz für sportliche Minderleistungen sind die [[Relegation (Sport)|Relegation]] beim Abstieg, der [[Abstieg (Sport)|Abstieg]] in eine niedrigere [[Liga (Sport)|Liga]] oder die [[Disqualifikation]]. Im [[Profisport]] ist der Sportler als Arbeitnehmer anzusehen, so dass hier das [[Arbeitsrecht (Deutschland)|Arbeitsrecht]] zur Anwendung kommt. Die [[Leistungsverweigerung im Sport]] ist eine auf bestimmte Absichten des Sportlers zurückzuführende Minderleistung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Börsenhandel ==&lt;br /&gt;
Im Börsenjargon werden unter der [[Performance (Risikomanagement)|Performance]] die [[Underperformer]], Performer oder [[Overperformer]] unterschieden, je nachdem, ob die [[Marktentwicklung]] von [[Effekten]] oder sonstigen [[Basiswert]]en eine bestimmte [[Benchmark]] ([[Aktienindex]], [[Rendite]]) dauerhaft unterschreitet, marktkonform verläuft oder überschreitet. „Underperformer“ sind beispielsweise [[Aktie]]n, die hinter den Erwartungen zurückbleiben oder kurz- bis mittelfristig unterhalb des allgemeinen [[Börsentrend]]s liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schulverweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://sciencev1.orf.at/science/news/146217 Versteckt hochbegabt: „Underachiever“ erkennen]&lt;br /&gt;
* [https://www.familienhandbuch.de/schule/schulprobleme/null-bock-auf-schule-wie-entstehen-schulmudigkeit-und-schulverweigerung-was-kann-man-tun Dr. Karlheinz Thimm: &amp;#039;&amp;#039;Schulmüdigkeit und Schulverweigerung&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Susann Rainsborough: &amp;#039;&amp;#039;Nenn mich nicht dämlich. Betrachtungen zum Schulversagen.&amp;#039;&amp;#039; Rainsborough, Hamburg 2002, ISBN 3-8311-4356-0.&lt;br /&gt;
* Piero Rossi: &amp;#039;&amp;#039;Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung – auch bei Hochbegabten?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind|Deutsche Gesellschaft für das Hochbegabte Kind e.&amp;amp;nbsp;V.]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Labyrinth. Hochbegabte Kinder in Schule und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster u. a. 2001, ISBN 3-8258-5205-9, S. 48–63.&lt;br /&gt;
* [[Detlef H. Rost]]: &amp;#039;&amp;#039;Underachievement aus psychologischer und pädagogischer Sicht. Wie viele hochbegabte Underachiever gibt es tatsächlich?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;News &amp;amp; science. Begabtenförderung und Begabungsforschung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 15, Januar 2007, {{ZDB|2257343-4}}, S. 8–9, ([http://www.oezbf.at/cms/tl_files/Publikationen/Beitraege_aus_der_Wissenschaft/2007/01-03-Rost-UNDERACHIEVER_fuer_website.pdf online (PDF; 38,51 kB)]).&lt;br /&gt;
* [[Jürgen vom Scheidt (Schriftsteller)|Jürgen vom Scheidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Drama der Hochbegabten. Zwischen Genie und Leistungsverweigerung.&amp;#039;&amp;#039; Kösel, München 2004, ISBN 3-466-30635-3.&lt;br /&gt;
* Barbara Schlichte-Hiersemenzel: &amp;#039;&amp;#039;Zu Entwicklungsschwierigkeiten hochbegabter Kinder und Jugendlicher in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt. Erfahrungen und mögliche Lösungswege. Ein Erfahrungsbericht.&amp;#039;&amp;#039; Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2001.&lt;br /&gt;
* Christine Spahn: &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Schule versagt. Vom Leidensweg hochbegabter Kinder.&amp;#039;&amp;#039; MUT-Verlag, Asendorf 1997, ISBN 3-89182-066-6.&lt;br /&gt;
* Margit Stamm: &amp;#039;&amp;#039;Unterfordert, unerkannt, genial. Randgruppen unserer Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Rüegger, Zürich u. a. 2007, ISBN 978-3-7253-0872-9.&lt;br /&gt;
* Harald Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Begabtenförderung und Lehrerbildung. Beiträge zur Tagung des ABB e. V. in Königswinter 26.–28.10.2001.&amp;#039;&amp;#039; Karl Heinrich Bock, Bad Honnef 2002, ISBN 3-87066-849-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochbegabung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagogische Psychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pvvertreter</name></author>
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