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	<title>Minden-Ravensberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Minden-Ravensberg&amp;diff=537449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Turpit: /* Kammerpräsidenten 1723–1807 */ Wikilink</title>
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		<updated>2025-11-01T18:11:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kammerpräsidenten 1723–1807: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Locator map Minden-Ravensberg in Germany.svg|thumb|Lage in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Minden-Ravensberg - Lage 1806.png|thumb|Lage von Minden-Ravensberg in Preußen 1806]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Minden-Ravensberg-Juli 1806 pol.png|thumb|Minden-Ravensberg und Nachbarterritorien im Jahr 1806]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minden-Ravensberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine von 1719 bis 1807 bestehende [[Verwaltungsgliederung Preußens#Geschichte|preußische Verwaltungseinheit]] im nordöstlichen [[Westfalen]]. Sie fasste die [[Heiliges Römisches Reich|Reichsterritorien]] [[Fürstentum Minden]] und [[Grafschaft Ravensberg]] zusammen. Verwaltungssitz war [[Minden]], größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum [[Bielefeld]]. Der Begriff war bis ins 20. Jahrhundert, und ist vereinzelt bis heute, als Regionalbezeichnung für das nördliche [[Ostwestfalen]] lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Minden-Ravensberg.png|thumb|right|Geographie]]&lt;br /&gt;
Innerhalb Preußens bildete Minden-Ravensberg im 18. Jahrhundert eines der in Westdeutschland abseits der Kernlande isoliert liegenden, kleineren Territorien (wie etwa [[Herzogtum Kleve|Kleve]], [[Grafschaft Mark|Mark]] und [[Grafschaft Tecklenburg|Tecklenburg]]). Nachdem Preußen diese Besitzungen 1815 [[Arrondierung|arrondieren]] konnte, lag das Gebiet im Nordosten der neugebildeten [[Provinz Westfalen]]. Gegenwärtig verteilt es sich auf die [[Nordrhein-Westfalen|nordrhein-westfälischen]] Kreise [[Kreis Gütersloh|Gütersloh]] (nördliches Drittel), [[Kreis Herford|Herford]], [[Kreis Minden-Lübbecke|Minden-Lübbecke]] und die Stadt Bielefeld.&lt;br /&gt;
Naturräumlich hatte es im Norden am [[Norddeutsches Tiefland|Norddeutschen Tiefland]] ([[Mindener Land]]), zentral an der [[Ravensberger Mulde]] ([[Ravensberger Land]]) und im Süden an der [[Emssandebene]] Anteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1806 hatte Minden-Ravensberg eine Fläche von 2.113&amp;amp;nbsp;km² und 1800 160.301 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alwin Hanschmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das 18. Jahrhundert (1702–1803).&amp;#039;&amp;#039; In: Wilhelm Kohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Westfalens,&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;1., S.&amp;amp;nbsp;605–686; Monika Lahrkamp: &amp;#039;&amp;#039;Die französische Zeit&amp;#039;&amp;#039;. In: Wilhelm Kohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Westfalens,&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;1–44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Nachfolgekreise ab 1815 (deren Zahl und Zuschnitt Veränderungen unterworfen war, welche aber bis 1969 die historischen Grenzen Minden-Ravensbergs nicht betrafen) umfassten zusammen circa 2.170&amp;amp;nbsp;km² und zählten im Jahre 1910 478.749 Einwohner, 1969 ca. 927.400 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Grafschaft Ravensberg und Fürstentum Minden in 1801.svg|thumb|Gliederung um 1801 ([[Fürstabtei Herford]]) noch eigenständig]]&lt;br /&gt;
Die Reichsterritorien Ravensberg (nebst der Stadt [[Reichsstadt Herford|Herford]]) und Minden waren im 17. Jahrhundert an die Kurfürsten von [[Mark Brandenburg|Brandenburg]] gelangt. Die brandenburgischen Herrscher, die seit 1701 Könige in Preußen waren, bemühten sich, ihren zwischen Niederrhein und Ostpreußen verstreuten Territorialbesitz zu einem einheitlichen Staatswesen zusammenzuschweißen und umfassend zu modernisieren. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Bildung Minden-Ravensbergs 1719.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 wurden die Verwaltungsaufgaben einer gemeinsamen Regierung, der [[Kriegs- und Domänenkammer]] zu Minden, übertragen. Formal bestanden zwar beide Territorien mitsamt ihrer Gliederung in Ämter und Vogteien weiter, verwaltungstechnisch bedeutsamer wurden aber die sich nach 1722 herausbildenden vier landrätlichen Bezirke (jeweils zwei für Ravensberg und Minden), denen jeweils ein [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] vorstand. Der preußische Staat förderte [[Leinenindustrie|Leinenherstellung]] und -handel, so dass sich das Gebiet rasch zu einer dichtbesiedelten, [[Industrielle Revolution in Deutschland#Vor-, Früh- und Protoindustrialisierung|protoindustriellen]] Gewerberegion mit Bielefeld als Wirtschaftszentrum entwickelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1807 geriet das Gebiet in den [[Napoléon Bonaparte|napoleonischen]] Machtbereich und hörte als Verwaltungseinheit auf zu bestehen. Bis 1810 lag das Gebiet vollständig im [[Königreich Westphalen]] ([[Departement der Weser]]), ab 1811 gehörte der Norden Minden-Ravensbergs zum Kaiserreich Frankreich ([[Departement der Oberen Ems]]). Bereits 1813/15 wieder an Preußen gelangt, fand es nach einer Übergangszeit im [[Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein]] im [[Regierungsbezirk Minden]], nun unter Einschluss südostwestfälischer Gebiete um [[Paderborn]], seinen Nachfolger. Dabei wurden im Gebiet Minden-Ravensbergs folgende [[Landkreis|Kreise]] gebildet: [[Kreis Bielefeld|Bielefeld]], [[Kreis Bünde|Bünde]], [[Kreis Halle (Westfalen)|Halle (Westf.)]], [[Kreis Herford|Herford]], [[Kreis Minden|Minden]] (Stadt Minden bis 1817 eigener [[Stadtkreis (Deutschland)|Stadtkreis]]) und [[Kreis Rahden|Rahden]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Minden-Ravensberg blieb als Teilregion Westfalens mit eigenem Charakter auch weiterhin erkennbar, der Name geläufig. Neben der intensiven wirtschaftlichen Entwicklung trug dazu die lutherische [[Erweckungsbewegung]] bei, die etwa zwischen 1750 und 1950 in der Region ein vertieftes christliches Lebensgefühl hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich und sozial stürzte Minden-Ravensberg um 1830 in eine schwere Krise, als das hiesige, sich auf [[Heimarbeit]] gründende Leinengewerbe infolge der Mechanisierung sich als nicht mehr konkurrenzfähig erwies. Große Bevölkerungsteile wurden arbeitslos und litten bittere Not, viele wanderten nach Amerika aus. Der umfassende Ausbau des Eisenbahnnetzes, besonders der Bau der [[Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft|Köln-Mindener Eisenbahn]] 1847 mitten durch das Gebiet, leitete eine umfassende, breitgefächerte [[Industrialisierung]] ein, welche die zahlreichen Arbeitslosen bald integrieren konnte. Wichtige Sparten sind bis heute [[Textilindustrie]], [[Maschinenbau]], [[Holzindustrie|Möbel-]], [[Nahrungsmittelindustrie|Nahrungsmittel-]], zeitweilig auch [[Zigarre]]nindustrie. Auch gab es [[Steinkohlenbergbau|Steinkohlen-]] und [[Eisenerz|Eisenstein-Bergbau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Gehrke: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau in Minden-Ravensberg. Aus einem Bericht des Bergmeisters Brassert von 1862 über den Bergbau im Regierungsbezirk Minden.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 62 (1990), S. 163–170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prägung durch Religion einerseits und Industrialisierung andererseits zeigte sich auch im politischen Leben Minden-Ravensbergs. Bei den [[Reichstagswahlen in Deutschland|Reichstagswahlen]] ab 1867 konnten die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokraten]] erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg zu den lange dominierenden [[Deutschkonservative Partei|Christlich-Konservativen]] aufschließen. Bis dahin war das konservative Milieu bestimmend, was auch die [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitische Agitation]] mit einschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Friedrich Watermann: &amp;#039;&amp;#039;Politischer Konservatismus und Antisemitismus in Minden-Ravensberg 1879–1914.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 52 (1980), S. 11–64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Politisch aktiv war auch der die Interessen der Großagrarier vertretende [[Bund der Landwirte]], der auch gegen die [[Deutschkonservative Partei|Christlich-Konservativen]] agitierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Friedrich Watermann: &amp;#039;&amp;#039;Der „Bund der Landwirte“ in Minden-Ravensberg 1893–1914.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 54 (1982), S. 7–19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das konservative Wählerpotential bescherte 1930–33 den [[NSDAP|Nationalsozialisten]] überdurchschnittliche Wahlerfolge. Nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich blieb das Gebiet rund 50 Jahre lang unangefochtene SPD-Domäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 kam der Begriff Minden-Ravensberg zunehmend außer Gebrauch. Gründe waren zum einen die weitergehende Modernisierung, welche die bisherigen traditionellen und religiösen Bindungen abschwächte. Hinzu kam, dass das hiesige Regionalbewusstsein immer in Konkurrenz mit anderen Identitäten stand und daher vergleichsweise schwach ausgeprägt war. Die Minden-Ravensberger waren schon sehr früh zu (Brandenburg-)Preußen gekommen und konnten sich als Protestanten problemlos mit der Erfolgsgeschichte dieses Staates identifizieren, desgleichen seit 1871 mit dem preußisch dominierten [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]]. In katholischen Gegenden Westfalens ([[Münsterland]], [[Hochstift Paderborn (Region)|Paderborn]]) dagegen wurde die regionale Identität als Abgrenzung gegen das ungeliebte Preußen bewusst gepflegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse Zäsur stellte die nordrhein-westfälische [[Gebietsreform]] 1969–74 dar, welche die preußische Verwaltungseinteilung wesentlich veränderte und infolge derer sich die historischen Grenzen Minden-Ravensbergs auch nicht mehr wie bisher vollständig in den Kreisgrenzen wiederfinden lassen. Etwa seit 1980 besteht das Bemühen, im Rahmen des [[Regierungsbezirk Detmold|Regierungsbezirks Detmold]] mit [[Ostwestfalen-Lippe]] ein neues Regionalbewusstsein zu schaffen, womit bezeichnenderweise die Minden-Ravensberger am wenigsten Probleme zu haben scheinen. Damit hat der Begriff Minden-Ravensberg heute praktisch nur noch historischen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kammerpräsidenten 1723–1807 ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Porträt des Freiherrn Karl vom und zum Stein als preußischer Minister.jpg|thumb|Freiherr vom und zum Stein (Gemälde von Johann Christoph Rincklage)]]&lt;br /&gt;
Die Kammerpräsidenten der Kriegs- und Domänenkammer waren:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=1&amp;amp;tektId=712&amp;amp;id=049&amp;amp;klassId=8 |wayback=20140304133431 |text=ArchiveNRW: &amp;#039;&amp;#039;Findbuch A 200 I Kriegs- und Domänenkammer Minden&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-03-20 14:31:26 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1723–1725: [[Heinrich Wennemar von Merode]]&lt;br /&gt;
* 1725–1738: [[Friedrich Wilhelm von Borcke (Minister)|Friedrich Wilhelm von Borcke]]&lt;br /&gt;
* ?   –1745: [[Alexander Samuel von Loeben]]&lt;br /&gt;
* 1758–1761: [[Valentin von Massow (Politiker)|Valentin von Massow]]&lt;br /&gt;
* 1763–1771: [[Karl Friedrich von Dacheröden]]&lt;br /&gt;
* 1771–1794: [[Franz Traugott Friedrich Wilhelm von Breitenbauch]]&lt;br /&gt;
* 1796–1803: [[Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein]]&lt;br /&gt;
* 1805–1807: [[Friedrich von Hövel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Verwendung des Namens ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Minden-Ravensberger&amp;#039;&amp;#039;, Periodikum zur Heimatkunde und Regionalgeschichte&lt;br /&gt;
* [[Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg]] (VMR)&lt;br /&gt;
* [[BKK Herford Minden Ravensberg]].&lt;br /&gt;
* historisch: [[Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg]] (EMR)&lt;br /&gt;
* Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH), Regionalverband Minden-Ravensberg [http://www.juh-minden.de]&lt;br /&gt;
* [[Kommunales Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.hoeckmann.de/geschichte/mindenkarte.htm Detaillierte Karte von Minden und Ravensberg im Jahre 1789]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.170563|EW=8.668213|type=adm2nd|dim=150000|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Kreis Minden-Lübbecke)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kreis Herford)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Bielefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Minden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kreis Gütersloh)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsgliederung Preußens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1719]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1807]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Turpit</name></author>
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