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	<title>Mindelsee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mindelsee&amp;diff=134817&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Taadma: /* Flora und Fauna */</title>
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		<updated>2026-02-23T05:57:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Flora und Fauna&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox See&lt;br /&gt;
|NAME = Mindelsee&lt;br /&gt;
|BILD = Mindelsee2.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Mindelsee vom Südufer; im Hintergrund [[Möggingen am Mindelsee|Möggingen]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47/45/16/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 9/01/20/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = DE-BW&lt;br /&gt;
|LAGE = &lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = Fällgraben, Krebsbach, Adernbach&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = Mühlbach→[[Markelfinger Winkel]]→[[Gnadensee]]→[[Untersee (Bodensee)]]→[[Rhein]]&lt;br /&gt;
|INSELN = &lt;br /&gt;
|UFERORT = Dürrenhof&lt;br /&gt;
|NAHERORT = [[Möggingen am Mindelsee|Möggingen]], [[Markelfingen]], [[Radolfzell]]&lt;br /&gt;
|HÖHE = 409&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = DE-NN&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 1.02&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-FLÄCHE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten&amp;quot;&amp;gt;[https://www-docs.b-tu.de/fg-gewaesserschutz/public/projekte/uba_2/10_bad_wuert.pdf Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 10 Baden-Württemberg (PDF; 411 kB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = 2.170&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-SEELÄNGE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|SEEBREITE = 0.560&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-SEEBREITE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|VOLUMEN = 8740000&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-VOLUMEN = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 13.5&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-MAX-TIEFE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = 8.5&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-MED-TIEFE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|PH-WERT = 8.07&lt;br /&gt;
|EINZUGSGEBIET = 25.43&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-EINZUGSGEBIET = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mindelsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Gletscherzungensee]] auf der Halbinsel [[Bodanrück]] auf den Gemarkungen [[Möggingen am Mindelsee|Möggingen]] und [[Markelfingen]] im östlichen Gemeindegebiet von [[Radolfzell]] rund 1800 Meter nordöstlich von Markelfingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seefläche beträgt bei einer mittleren Wassertiefe von acht Metern etwa 115 Hektar; sie erstreckt sich mit rund 2200&amp;amp;nbsp;m Länge und rund 570&amp;amp;nbsp;m Breite in Nordwest-Südost-Richtung; gespeist wird der Mindelsee neben etlichen Quellen aus Westen vom &amp;#039;&amp;#039;Fällgraben &amp;#039;&amp;#039;sowie aus Osten vom &amp;#039;&amp;#039;Krebs-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Adernbach&amp;#039;&amp;#039;, der Abfluss erfolgt über den &amp;#039;&amp;#039;Mühlbach&amp;#039;&amp;#039; in den [[Untersee (Bodensee)|Untersee]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Radolfzell, KN - Dürrenhof sö - Mindelsee v N Panorama.jpg|mini|Mindelsee von Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Das Mindelseebecken, das bis zu 100 Meter unter dem durchschnittlichen Höhenniveau der umliegenden jungeiszeitlichen [[Drumlin]]landschaft liegt, wurde in der [[Würmeiszeit]] von einer [[Gletscherzunge]] des [[Rheingletscher]]s ausgeschürft und füllte sich nach dem Abschmelzen der Gletscherzunge vor etwa 15.000 Jahren mit Wasser. In den weiten, feuchten, umliegenden Gebieten bildeten sich [[Niedermoor]]e mit [[Torf]]schichten bis zu zehn Metern Mächtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem [[Torfstich]], der bis in die ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts währte, waren aber vor allem die [[Melioration]]smaßnahmen prägend für das Landschaftsbild des heutigen Mindelseegebietes, also Maßnahmen zur Werterhöhung des [[Boden (Bodenkunde)|Bodens]]. Der Seespiegel wurde durch [[Verlandung]]sprozesse und später durch [[Trockenlegung]]smaßnahmen, die schon im späten Mittelalter begannen, immer wieder abgesenkt, sodass der See von einstmals mehr als acht Kilometern Länge und bis zu zwei Kilometern Breite auf die heutige Ausdehnung schrumpfte. Gleichzeitig resultiert jedoch die Vielfalt der Lebensräume des heutigen Naturschutzgebietes aus diesen Versuchen, das Sumpfloch, wie es genannt wurde, trockenzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensräume ==&lt;br /&gt;
Das insgesamt kleine Mindelseegebiet beherbergt eine Reihe von Lebensräumen, von denen die meisten in unserer Zeit immer stärker gefährdet, oder schon zur Gänze verschwunden sind. Neben der offenen Wasserfläche sind das vor allem ausgedehnte Schilfzonen und trockenere Riedwiesen, verlandende Torfstichgebiete mit verbliebenen kleinen Weihern und Teichen, und daran anschließend Busch- und Hochbuschfluren. Die Ried-, Streu- und vor allem für die Schafweide extensiv genutzten Weidewiesen sind oft von einem artenreichen Heckensaum umgeben. Im Süden grenzt ein alter, hochstämmiger [[Rotbuchenwald|rotbuchendominierter]] [[Mischwald]] unmittelbar an den See. Entlang der zufließenden Bäche und des Mühlbaches sind Weiden- und Pappelgalerien entstanden. Besonders reich an sehr seltenen Pflanzen und Insekten sind die [[Quelle|Kalkquellsümpfe]] im Norden und Osten des Sees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiete ==&lt;br /&gt;
Seit 15. August 1938 besteht das [[Mindelsee (Naturschutzgebiet)|Naturschutzgebiet Mindelsee]]. Zudem ist der Mindelsee Teil des [[Bodanrück (Landschaftsschutzgebiet)|Landschaftsschutzgebietes Bodanrück]]. Wesentlicher Schutzzweck beider Schutzgebiete ist der Erhalt des Mindelsees und der ihn umgebenden Gebiete als Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten, als international bedeutendes Feuchtgebiet für Wasservögel, als Landschaftsraum von hervorragender Eigenart und Schönheit und als bedeutsames Demonstrations- und Forschungsobjekt für die Wissenschaft. Im Naturschutzzentrum Möggingen gibt es eine Ausstellung zum Thema Naturschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bund-bawue.de/natur-landwirtschaft/naturoasen-schuetzen/landschaftspflege/mindelsee/mindelsee-ausstellung/ |titel=Mindelsee-Ausstellung |sprache=de-DE |abruf=2024-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2009 gehören der Mindelsee zum [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] „[[Bodanrück und westl. Bodensee]]“, das insgesamt rund 14.341 Hektar groß ist und wurde damit nach den Richtlinien der Europäischen Union in die Liste der [[Natura 2000|Natura-2000]]-Gebiete aufgenommen. Das rund 409 Hektar große [[SPA-Gebiet]] (Vogelschutzgebiet) „[[Mindelsee (Vogelschutzgebiet)|Mindelsee]]“ ist komplett umgeben vom SPA-Gebiet „[[Bodanrück (Vogelschutzgebiet)|Bodanrück]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
Mehr als 700 verschiedene Blütenpflanzen sowie Hunderte Moos- und Algenarten wurden im Mindelseegebiet festgestellt, darunter viele seltene, zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten. Besonders erwähnenswert ist das Vorkommen von über 20 Orchideenarten, darunter das europaweit geschützte [[Torf-Glanzkraut]], die [[Sumpf-Stendelwurz]], die [[Sommer-Drehwurz]] und [[Traunsteiners Knabenkraut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso artenreich und vielfältig ist die Tierwelt. Fast 600 Käferarten, über 400 verschiedene Schmetterlinge sowie etwa 40 unterschiedliche [[Libellen]] kommen im Naturschutzgebiet vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert sind auch die Vorkommen verschiedener Fledermausarten, darunter die des sehr gefährdeten [[Graues Langohr|Grauen Langohrs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Naturschutzgebiet wurden an die 100 regelmäßig brütende Vogelarten gezählt, unter ihnen selten gewordene wie [[Neuntöter]], [[Drosselrohrsänger]], [[Mittelspecht]] oder [[Schwarzkehlchen]]. Die [[Flussseeschwalbe]] konnte mit Hilfe von im See verankerten Plattformen ([[Brutfloß|Brutflößen]]) wieder angesiedelt werden. Trotz anscheinend optimaler Voraussetzungen verschwanden auch hier früher regelmäßig brütende Arten wie [[Bekassine]], [[Nördlicher Raubwürger|Raubwürger]] oder [[Wiedehopf]]. Im Herbst und Winter bietet der Mindelsee (solange er nicht zufriert) vielen Wasservögeln ein sicheres Rast-, Mauser- und Überwinterungsgebiet. Besonders hervorzuheben sind die Rast- und vereinzelten Wintervorkommen der in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet gefährdeten [[Moorente]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Randbereiche des Sees, die Tümpel und Weiher sind reich an Amphibien und Reptilien. [[Wasserfrosch]], [[Springfrosch]] und der [[Teichmolch]] finden hier ihre Lebensräume. Die [[Ringelnatter]] ist nicht selten, in den trockeneren Gebieten kommt die [[Zauneidechse]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mindelsee wird von einer Berufsfischerin betreut – sowohl Besatz als auch Befischung unterliegen einer strengen Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Aufdermauer, Herbert Berner, Wilhelm Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;Der Mindelsee bei Radolfzell. Monographie eines Naturschutzgebietes auf dem Bodanrück.&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 1983. 786 S., ISBN 3-88251-045-5.&lt;br /&gt;
* Folder des Naturschutzzentrums Möggingen: &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet Mindelsee&amp;#039;&amp;#039;. Konstanz 1998.&lt;br /&gt;
* Thomas Huth, Baldur Junker: [[Geotourismus|Geotouristische]] Karte von Baden-Württemberg – Südost. Freiburg in Breisgau 2006. ISBN 978-3-00-018976-0.&lt;br /&gt;
* Axel Leisler: &amp;#039;&amp;#039;Ökologische Probleme und Konflikte anthropogener Nutzung auf verschiedenen Biotopflächen im Naturschutzgebiet Mindelsee bei Radolfzell&amp;#039;&amp;#039;. Mainz 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Seen in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://pudi.lubw.de/detailseite/-/publication/10509-Seensteckbrief.pdf |titel=Mindelsee |titelerg=Seensteckbrief |hrsg=LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg – Institut für Seenforschung |datum=2023-04 |format=pdf |abruf=2023-05-16 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bund-bawue.de/natur-landwirtschaft/naturoasen-schuetzen/landschaftspflege/mindelsee/ bund-bawue.de: &amp;#039;&amp;#039;Mindelsee&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.konstanz-magazin.de/Tipps/mindelsee.php konstanz-magazin.de: &amp;#039;&amp;#039;Mindelsee&amp;#039;&amp;#039;] (Mit Fotostrecke)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Rhein|SMindelsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Radolfzell am Bodensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See im Landkreis Konstanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Taadma</name></author>
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