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	<title>Minarchismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Minarchismus&amp;diff=317702&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina am 19. Januar 2025 um 09:19 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-19T09:19:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minarchismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische Denkrichtung, den [[Staat]] in seinem Umfang, seinem Einfluss und seiner politischen Aufgabe auf ein in einer freien Gesellschaft „notwendiges Minimum“ zu beschränken. Der Staat soll nur stark genug sein, die [[Freiheit]] und das Eigentum jedes Individuums zu beschützen, sich gewissermaßen auf einen „[[Nachtwächterstaat]]“ beschränken. Der Minarchismus steht in der Tradition des [[Klassischer Liberalismus|klassischen Liberalismus]]. Manche Minarchisten in den [[Vereinigte Staaten|USA]] zählen sich zum [[Libertarismus]] (etwa der [[Libertarian Party]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Weltanschauung|Denkrichtung]] hat eine gewisse Bandbreite. Manche Minarchisten wollen den Staat auf einen Minimalstaat beschränken, der nur für die Parlamente, Gerichte, Polizei, Gefängnisse und Streitkräfte verantwortlich ist, während andere ihm auch öffentliche Infrastruktur wie [[Währung]], Straßenbau oder auch sehr viel weitergehende Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser überlassen. Wie [[Anarchokapitalismus|Anarchokapitalisten]] sind auch die Minarchisten Gegner der [[Wehrpflicht]], der [[Schulpflicht]], des Verbots von [[Droge]]n und der Verfolgung [[Opferlose Straftat|opferloser Straftaten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anthory Gregory: &amp;#039;&amp;#039;The Minarchist’s Dilemma&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Strike The Root&amp;#039;&amp;#039;, 10 May 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Minarchisten wie [[Robert Nozick]] leiten ihre Überzeugung aus prinzipiellen Überlegungen über die Rolle des Staates ab, während andere sie mit [[Utilitarismus|utilitaristischen]] Argumenten begründen. Hierbei sind besonders zu vermerken:&lt;br /&gt;
* [[Freier Wille|Freiwilligkeit]]: Minarchisten stehen allgemein gegen Pflicht- bzw. Zwangsmaßnahmen (von den drei staatlichen Grundeinrichtungen).&lt;br /&gt;
* [[Effektivität]]: Private Einrichtungen könnten Probleme meist effektiver und unbürokratischer bewältigen.&lt;br /&gt;
* [[Mündigkeit (Philosophie)|Mündigkeit]]: Der Einzelne sei intelligent und vernünftig genug, selbst zu entscheiden, wofür sein Geld verwendet wird und welche Zwecke er als sinnvoll ansieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialleistungen ==&lt;br /&gt;
Minarchisten befürworten generell die [[Privatisierung]] von Sozialleistungen, die statt von einem [[Sozialstaat]] durch karitative Verbände zu erbringen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steuerpolitik ==&lt;br /&gt;
Viele Minarchisten befürworten eine [[Flat Tax|Einheitssteuer]], andere eine [[Kopfsteuer]] und wiederum andere lehnen jede [[Besteuerung]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Minimalstaat und Adam Smith ==&lt;br /&gt;
Oft wird der schottische Nationalökonom und Moralphilosoph [[Adam Smith]], der als Begründer des [[Klassischer Liberalismus|klassischen Wirtschaftsliberalismus]] gilt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helga Grebing]], [[Walter Euchner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der sozialen Ideen in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. VS Verlag, 2005, ISBN 3-531-14752-8, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Minimalstaat in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Z.&amp;amp;nbsp;B. Hermann Adam: &amp;#039;&amp;#039;Bausteine der Politik – Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; VS-Verlag, 2007, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem wird jedoch entgegengehalten, dass Smith neben dem Schutz der äußeren und inneren Sicherheit noch weitere Staatsaufgaben sah, so die Bereitstellung [[Öffentliches Gut|öffentlicher Güter]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Straßen), für die sich kein privater Investor finden ließe,&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Peter Kruber: &amp;#039;&amp;#039;Theoriegeschichte der Marktwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2002, ISBN 3-8258-6288-7, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred E. Streit: &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;. 6.&amp;amp;nbsp;Auflage. Lucius &amp;amp; Lucius, Stuttgart 2005, ISBN 3-8252-8298-8, S.&amp;amp;nbsp;50.&amp;lt;/ref&amp;gt; und öffentlicher Dienste (z.&amp;amp;nbsp;B. Schulen, Universitäten, Kultur), die der Bildung und dem sozialen Ausgleich dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank R. Pfetsch, Thomas Kreihe: &amp;#039;&amp;#039;Theoretiker der Politik: von Platon bis Habermas&amp;#039;&amp;#039;. UTB, W.&amp;amp;nbsp;Fink, Paderborn 2003, ISBN 3-8252-8252-X, S. 228 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Minimalstaat bei Robert Nozick ==&lt;br /&gt;
Nozick versucht in seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;[[Anarchie, Staat und Utopia]]&amp;#039;&amp;#039; einen Minimalstaat anhand eines modernen Entwurfs zu begründen. Diesen Minimalstaat, der auf den Schutz der Bürger gegen Gewalt, Diebstahl und Betrug, auf die Durchsetzung von Verträgen usw. beschränkt ist, grenzt er gegenüber dem „Ultraminimalstaat“ ab, in dem dieser Schutz nur zahlungsbereiten Kunden zukommt („Versicherungsstaat“).&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Nozick: &amp;#039;&amp;#039;Anarchie, Staat, Utopia.&amp;#039;&amp;#039; Olzog, München 2011, S. 52&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bodo Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Minimalstaat – Eine Auseinandersetzung mit Robert Nozicks Argumenten&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band 142). Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149604-2, S. 251&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später distanzierte sich Nozick vom libertären Programm und bekannte sich zu einer republikanisch-[[Kommunitarismus|kommunitaristischen]] Position.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann-Josef Große Kracht: &amp;#039;&amp;#039;Renaturalisierung sozialer Ungleichheiten? Zu Wolfgang Kerstings vergeblicher Hoffnung, auf dem Weg von John Rawls über Robert Nozick zu einer liberalen Sozialstaatsphilosophie zu gelangen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Politische Vierteljahresschrift&amp;#039;&amp;#039;, 45 (3), 2004, S. 395–413, hier: S. 402.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Nozick: &amp;#039;&amp;#039;Anarchie Staat Utopia.&amp;#039;&amp;#039; Übers. Hermann Vetter. Moderne Verlagsgesellschaft, München 1976 (Neuauflage: Olzog, München 2006, ISBN 3-7892-8098-4).&lt;br /&gt;
* Bodo Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Minimalstaat: Eine Auseinandersetzung mit Robert Nozicks Argumenten&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149604-2.&lt;br /&gt;
* Roland Chr. Hoffmann-Plesch: &amp;#039;&amp;#039;Vom Minimalstaat zum Weltstaat: Eine rechtsphilosophische Untersuchung zur minarcholibertaristischen Gerechtigkeitsutopie&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Schriften zur Rechtswissenschaft, Bd. 165). Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2013, ISBN 978-3-86573-721-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.oeffentliche-it.de/-/no-government No-Government].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jens Fromm, Mike Weber (Hrsg.): ÖFIT-Trendschau: Öffentliche Informationstechnologie in der digitalisierten Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Kompetenzzentrum Öffentliche IT, Berlin 2016, abgerufen am 11.&amp;amp;nbsp;Oktober 2016, ISBN 978-3-9816025-2-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Libertarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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