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	<title>Milzener - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T06:52:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie</title>
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		<updated>2024-06-15T16:23:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milzener&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hsbS|Milčenjo}}) waren ein [[Westslawen|westslawischer]] Stamm im Gebiet der heutigen [[Oberlausitz]], der erstmals in der Beschreibung des &amp;#039;&amp;#039;[[Bayerischer Geograph|Bayerischen Geographen]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Mitte des [[9. Jahrhundert]]s erwähnt wird. Hier wurden ihm 30 &amp;#039;&amp;#039;civitates&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;[[Siedlungskammer]]n, möglicherweise schon mit einer zentralen Burganlage in der Mitte der zugehörigen Siedlungen&amp;amp;nbsp;– zugeschrieben. Sie waren die Vorfahren der bis heute in der Oberlausitz ansässigen [[Sorben]]. Ihre Hauptburg war [[Bautzen|Budusin]] (Bautzen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Die genaue Abgrenzung des Siedlungsgebietes der Milzener ist in der Forschung umstritten. Es umfasste im Wesentlichen eine Gefildelandschaft mit fruchtbaren [[Löss|Lößböden]] und einer Ausdehnung von etwa 50 Kilometern in Ost-West- und etwa 20 Kilometern in Nord-Süd-Richtung. Die Grenze dürften nach Norden die sumpfige und teilweise unfruchtbare Ebene und nach Süden das [[Lausitzer Bergland]] gebildet haben. Im Westen bildet der Höhenzug des [[Westlausitzer Hügel- und Bergland]]es westlich und südwestlich von [[Kamenz]] einen natürlichen Riegel. Nach Osten, zum benachbarten Gebiet (der) [[Besunzane]] um [[Görlitz]] und evtl. um [[Lubań]] (Lauban), ist die Abgrenzung weniger deutlich. Nach den Milzenern wurde die Region um [[Bautzen]] in den schriftlichen Quellen des 10. bis 12. Jahrhunderts als &amp;#039;&amp;#039;[[Gau]] [[Milzan|Milsca]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, so z.&amp;amp;nbsp;B. in der Chronik [[Thietmar von Merseburg]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Spätestens im frühen 8. Jahrhundert dürften die Milzener aus dem heutigen Polen in das beschriebenen Gebiet eingewandert sein. Sie gründeten kleine Siedlungen im Offenland und an Flusstälern und machten Bautzen zu ihrem Fürstensitz. Ihre ca. 250 Siedlungen umfassten meist nur wenige Bauernstellen, die zu einer Großfamilie gehörten, mit (geschätzt) insgesamt 6.500 Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bayer: {{Webarchiv |url=http://www.saechsischer-jakobsweg.de/images/stories/spurensuche.pdf |wayback=20170327075844 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der sächsische Jakobsweg an der Frankenstraße - eine historische Spurensuche.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-01 20:26:10 InternetArchiveBot}} o.&amp;amp;nbsp;J., S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 932 wurden die Milzener von [[Meißen]] aus durch König [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]] unterworfen und gerieten in „Zinsabhängigkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Thietmar von Merseburg: &amp;#039;&amp;#039;Chronik&amp;#039;&amp;#039; I 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tode Heinrichs im Jahr 936 konnten sie die deutsche Herrschaft vorübergehend abschütteln. In dem als Regest aus dem 11. Jahrhundert überlieferten, wohl unter [[Mieszko I.]] von Polen (* 945?; † 25. Mai 992) an den Papst gesandten [[Dagome iudex]] wird das Land der Milzener als Grenzgebiet von dessen Reich erwähnt. 990 wurden sie wieder dem römisch-deutschen König tributpflichtig. Um 1000 setzte die Christianisierung ein. 1013 wurde das Gebiet der Milzener im [[Frieden von Merseburg]] als Reichslehen König [[Bolesław I. (Polen)|Bolesław I.]] von Polen zugesprochen. Dieser Beschluss wurde wohl 1018 im [[Frieden von Bautzen]] erneuert, bis das Milzenerland 1031 wieder an die Mark Meißen und 1076 an Herzog [[Vratislav II.]] von [[Böhmen]] fiel. Seit dem 11. Jahrhundert erweiterten die Milzener ihr Siedlungsgebiet durch Rodung, doch schon Ende des 11. Jahrhunderts setzte die deutsche Besiedlung mit der Errichtung von [[Waldhufendorf|Waldhufendörfern]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 10. Jahrhundert waren die Besunzane vermutlich in den Milzenern aufgegangen, da ihr Stammesname nicht mehr erwähnt wurde. Die Spuren der Milzener (als Stammesname) verlieren sich im 12. Jahrhundert; in späteren Quellen werden die slawischsprachigen Bewohner der Lausitz nurmehr als „Wenden“ oder „Sorben“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stadtmuseum Bautzen (Hrsg.), Matthias Wilhelm (Text): &amp;#039;&amp;#039;Milceni et Silensi – Die Oberlausitz und Schlesien um das Jahr 1000 in der Zeit des Bolesław Chrobry&amp;#039;&amp;#039;. Begleitheft zur Gemeinschaftsausstellung des Muzeum Miejskie Wrocławia, Abteilung Archäologisches Museum mit dem Stadtmuseum Bautzen vom 17. Juni bis zum 11. November im Stadtmuseum. Bautzen [2001]; {{DNB|965021084}}.&lt;br /&gt;
* Joachim Meffert: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortenburg in Bautzen: Der archäologische Forschungsstand und die Ausgrabungen von 1999 bis 2001&amp;#039;&amp;#039;. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 44 (2002), S. 75–177; {{ISSN|0402-7817}}.&lt;br /&gt;
* Jasper von Richthofen: &amp;#039;&amp;#039;Die Landeskrone bei Görlitz – eine bedeutende slawische Befestigung in der östlichen Oberlausitz&amp;#039;&amp;#039;. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 45 (2003), S. 263–300; {{ISSN|0402-7817}}.&lt;br /&gt;
* Jasper von Richthofen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Besunzane, Milzener, Sorben: die slawische Oberlausitz zwischen Polen, Deutschen und Tschechen&amp;#039;&amp;#039;. Schriftenreihe der Städt. Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz N.F. Bd. 37. Oettel, Görlitz, Zittau 2004; ISBN 3-932693-90-6.&lt;br /&gt;
* Karin J. Sczech: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Untersuchungen zu Bautzen in der Oberlausitz in slawischer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Archäologische Forschungen am GWZO. Berichte und Beiträge des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.&amp;amp;nbsp;V. 2003, S. 49–64; {{DNB|972564888}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawischsprachige Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
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