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	<title>Milovany - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Milovany&amp;diff=2461673&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Bildbeschreibung eingefügt, defekten Link als Archivlink</title>
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		<updated>2025-11-25T00:48:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildbeschreibung eingefügt, defekten Link als Archivlink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Památník kříž, Milovany, vojenský újezd Libavá.jpg|mini|Denkmal für das untergegangene Dorf und Kreuz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milovany&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Milbes&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Wüstung]] auf dem Gebiet des [[Truppenübungsplatz Libavá|Truppenübungsplatzes Libavá]] in [[Tschechien]]. Sie liegt fünf Kilometer nordwestlich von [[Potštát]], ihr Katastralbezirk umfasst 1131 ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Milovany erstreckte sich in 550 m.&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M. entlang des Baches Milovanský potok &amp;#039;&amp;#039;(Molkenbach)&amp;#039;&amp;#039; auf einer Hochfläche in den [[Oderberge]]n. Am nördlichen Ortsrand verlief die Straße von Město Libavá nach Potštát, durch das Dorf führte die davon abzweigende Straße nach [[Čermná na Moravě|Čermná]]. Nördlich erheben sich die Rovné (&amp;#039;&amp;#039;Huppberg&amp;#039;&amp;#039;, 627 m), der Mastnik (&amp;#039;&amp;#039;Mastnig&amp;#039;&amp;#039;, 602 m) und der Křížový vrch (&amp;#039;&amp;#039;Richters Kreuzberg&amp;#039;&amp;#039;, 641 m), im Nordosten die Strážná (&amp;#039;&amp;#039;Hutberg&amp;#039;&amp;#039;, 641 m), Lipová (619 m) und Pod Lipovou (606 m), östlich der Srnov (&amp;#039;&amp;#039;Großer Rehbuschberg&amp;#039;&amp;#039;, 620 m), im Süden der Příhon (&amp;#039;&amp;#039;Ziegenhalsberg&amp;#039;&amp;#039;, 583 m), südwestlich der Novoveský kopec (&amp;#039;&amp;#039;Neueigenberg&amp;#039;&amp;#039;, 589 m), im Westen der Plazský kopec (&amp;#039;&amp;#039;Bleißberg&amp;#039;&amp;#039;, 586 m) und nordwestlich der Oderský vrch (&amp;#039;&amp;#039;Oderberg&amp;#039;&amp;#039;, 582 m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umliegende Ortschaften waren [[Vojnovice]] und [[Rudoltovice]] im Norden, [[Barnov]], [[Luboměř pod Strážnou]] und [[Luboměř]] im Nordosten, Lipná im Osten, Kovářov, [[Potštát]] und [[Padesát Lánů]] im Südosten, [[Heřmánky (Libavá)|Heřmánky]] im Süden, [[Čermná na Moravě|Čermná]] im Südwesten, Pivovarský Kopec, [[Velká Střelná]] und [[Olejovice]] im Westen sowie [[Údolná]], [[Mastník u Města Libavá|Mastník]] und Dvorecký Mlýn im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Der Ort wurde wahrscheinlich um 1300 angelegt. Die erste schriftliche Erwähnung des zur [[Burg Puchart|Feste Potenstat]] gehörigen Dorfes &amp;#039;&amp;#039;Milbans&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1394 im Zuge der Stadterhebung von [[Potštát]] als Besitz des [[Boček II. von Podiebrad]] und seiner Frau Elisabeth. 1399 wurde der Ort als &amp;#039;&amp;#039;Mylwan&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die erste Nachricht über die Kirche stammt aus dem Jahre 1406. Im Jahre 1408 verkaufte Boček die Herrschaft Potenstat mit allem Zubehör, darunter auch &amp;#039;&amp;#039;Milowany&amp;#039;&amp;#039; an Tas von [[Prusinowitz (Adelsgeschlecht)|Prusinowitz]], der sich fortan das Prädikat &amp;#039;&amp;#039;Podstatzky von Prusinowitz&amp;#039;&amp;#039; zulegte. Im 15. Jahrhundert fiel das Dorf wüst und wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Nové Milovany&amp;#039;&amp;#039; wiederbesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Nachdem das Dorf erneut erloschen war, wurde es vor 1620 wiederum besiedelt. Weitere Namensformen waren &amp;#039;&amp;#039;Milovany&amp;#039;&amp;#039; (ab 1517), &amp;#039;&amp;#039;Milfes&amp;#039;&amp;#039; (ab 1580), &amp;#039;&amp;#039;Milwis&amp;#039;&amp;#039; (1607), &amp;#039;&amp;#039;Milowicz&amp;#039;&amp;#039; (1613), &amp;#039;&amp;#039;Milbes&amp;#039;&amp;#039; (ab 1627), &amp;#039;&amp;#039;Milwes&amp;#039;&amp;#039; (1631), &amp;#039;&amp;#039;Mühlbes&amp;#039;&amp;#039; (ab 1676), &amp;#039;&amp;#039;Mielbis&amp;#039;&amp;#039; (1751) und &amp;#039;&amp;#039;Milbitium&amp;#039;&amp;#039; (1771).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Místopisný&amp;quot;&amp;gt;Adolf Turek: &amp;#039;&amp;#039;Místopisný rejstřík obcí českého Slezska a severní Moravy.&amp;#039;&amp;#039; Zemský archiv v Opavě, Opava 2004, S. 375, [http://historie.zasova.info/subdom/historie/wp-content/uploads/2017/06/Mistopisny_rejstrik_obci_ceskeho_Slezska_a_severni_Moravy.pdf deutsche Einleitung und deutsches Abkürzungsverzeichnis, Ortsregister in tschechischer Sprache] (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB) auf historie.zasova.info, abgerufen am 10. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pfarre Milovany wurde 1560 protestantisch und erlosch im Dreißigjährigen Krieg. In der Rekatholisierung des Dorfes lagen 1627 zwölf Gehöfte wüst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://home.pages.at/kbeier/Religionskaempfe.htm |text=Religionskämpfe |wayback=20070926213709 }}, auf home.pages.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Jan Stiaßny Podstatzky von Prusinowitz verlor wegen seiner Teilnahme am Mährischen Ständeaufstand 1626 die Herrschaft [[Potštát|Bodenstadt]]; sie wurde 1634 an Caroline von Contecroy als Ausgleich für eine Forderung von 250.000 rheinischen Gulden an die Hofkasse für 70.000 Gulden übertragen. Auf Grund des Einspruches von Christoph Podstatzky von Prusinowitz auf [[Veselíčko u Lipníka nad Bečvou|Veselíčko]], der darlegte, dass er der Hofkasse lediglich 84.000 Gulden schulde, wurde ein Verfahren eröffnet, dessen Ausgang keiner der Beteiligten erlebte. In den Hufenregistern von 1656 bis 1676 sind für Milovany ein Richter, 18 Bauern, zwei Gärtner und vier Häusler ausgewiesen. Nachdem Caroline von Contecroy, verheiratete Herzogin von Österreich, ohne männliche Nachkommen verstorben war, fiel die Herrschaft schließlich durch [[Heimfall]] an die [[Krone Böhmen]]. [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]] verkaufte die Herrschaft schließlich 1663 für 50.000 Gulden an den Hofrat Johannes Walderode von Eckhusen. Zusammen mit seiner Frau Katharina Hroch errichtete dieser am 22. Mai 1670 einen Familien[[fideikommiss]], der zum einen die mährischen Güter Bodenstadt, [[Luboměř pod Strážnou|Liebenthal]], [[Dřínov u Kroměříže|Dřínov]] und [[Vrchoslavice]]; zum anderen die böhmischen Güter [[Řepín]], Libáň, Krustenitz, Deutsch Lhotka, den Hof Augezd, einen Weinberg in [[Mělník]] und ein Haus in Prag sowie zum dritten die Güter [[Bělá nad Svitavou|Deutsch Biela]] und [[Křetín]] einschließlich zweier Häuser in Wien und Prag umfasste. Die Matriken wurden seit 1628 in Potštát geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrschule, in der auch die Kinder aus [[Mastník u Města Libavá|Siegertsau]] unterrichtet wurden, entstand 1779. Im Jahre 1784 wurde aus Mitteln des Religionsfonds eine neue Kirche errichtet und zwei Jahre später in Milbes eine eigene Pfarre eingerichtet, zu der das Dorf Siegertsau eingepfarrt wurde. Mit Franz Graf Walderode von Eckhusen erlosch 1797 das Geschlecht im Mannesstamme. Alleinerbin des Familienfideikommisses und der Allodialgüter wurde seine Tochter Johanna Maria verwitwete Gräfin Renard. Diese verglich sich 1798 mit ihrem Neffen Joseph Graf [[Desfours]] und überließ ihm den böhmischen Teil des Fideikommisses. Nach Johanna Marias Tod fiel Desfours auch der mährische Anteil zu. Im Jahre 1816 bewilligte ihm Kaiser [[Franz II. (HRR)|Franz I.]] die Vereinigung beider Adelshäuser zum Grafengeschlecht Desfours-Walderode. Er verpachtete die nach den Stadtbränden von 1787, 1790 und 1813 sowie Misswirtschaft heruntergewirtschaftete Herrschaft Bodenstadt 1816 für 15 Jahre an den Verwalter des Gutes [[Spálov|Sponau]], Joseph Hosch. Im Jahre 1835 lebten in den 61 Häusern des Dorfes 385 Personen. Die Bewohner lebten von der Landwirtschaft, die wegen der steinigen und trockenen Böden wenig ertragreich war. Der Franzenshof war Sitz eines herrschaftlichen Forstreviers. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb das Dorf immer der Familienfideikommissherrschaft Bodenstadt der Grafen Desfours-Walderode untertänig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1850 bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete &amp;#039;&amp;#039;Milbes&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Milovany&amp;#039;&amp;#039; mit den [[Einzelsiedlung|Einschichten]] Hofermühle &amp;#039;&amp;#039;(Dvorecký Mlýn)&amp;#039;&amp;#039;, Dorfmühle und dem Forsthaus Franzenshof ab 1850 eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft [[Hranice na Moravě|Mährisch Weißkirchen]] und dem Gerichtsbezirk [[Město Libavá|Stadt Liebau]]. Im Jahr 1855 wurde Milbes dem Bezirk Stadt Liebau zugeordnet und ab 1868 gehörte das Dorf zum Bezirk [[Šternberk|Sternberg]]. Im Jahre 1869 lebten in den 67 Häusern des Ortes 490 Menschen. 1880 war Milbes auf 72 Häuser angewachsen und hatte 550 Einwohner. 1890 wurde ein neues Schulhaus eingeweiht, der zweiklassige Unterricht begann im Jahre 1900. 1895 gründete sich die [[Freiwillige Feuerwehr]]. Die Bewohner des Dorfes lebten von der Landwirtschaft, die jedoch wegen der steinigen Böden wenig ertragreich war, hauptsächlich wurde [[Gemeiner Lein|Flachs]] angebaut. Im Jahre 1900 wurden 1168 ha des [[Kataster]]s landwirtschaftlich genutzt. Außerdem bestanden im Dorf eine Wasser- und eine Windmühle sowie eine [[Raiffeisenkasse]] und Kasse des Kontributionsfonds. Zu dieser Zeit lebten in den 72 Häusern 520 Einwohner, darunter waren drei Tschechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 wurde die Gemeinde dem Bezirk [[Moravský Beroun|Bärn]] zugeordnet. Beim Zensus von 1910 bestand der Ort aus 105 Häusern, in denen 516 deutschsprachige Einwohner lebten. 1921 lebten in den 105 Häusern 567 Einwohner, davon waren drei Tschechen. Im Jahre 1930 lebten in den 77 Häusern des Dorfes 424 Einwohner, darunter fünf Tschechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1938 ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Münchner Abkommen]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Milbes&amp;#039;&amp;#039; 1938 dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum [[Landkreis Bärn]]. 1939 lebten in der Gemeinde 458 Menschen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam das Dorf wieder zur Tschechoslowakei zurück und die meisten deutschen Bewohner wurden vertrieben. Im Zuge der Errichtung des [[Truppenübungsplatz Libavá|Truppenübungsplatzes Libavá]] wurde Milovany 1946 nicht wieder besiedelt. 1949 wurde die Gemeinde dem Bezirk und Gerichtsbezirk Olomouc zugeordnet. Im Jahr darauf wurde die Gemeinde Milovany offiziell aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
Milovany befindet sich innerhalb des absoluten Sperrgebietes. Obwohl der Truppenübungsplatz einmal im Jahr am 1. Mai während der Fahrradtouristikaktion „Bílý kámen“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bilykamen-libava.cz/ XXXI. Bílý kámen • 1. května 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt; geöffnet ist, befindet sich Milovany auf keiner der zugelassenen Transitrouten und ist daher das ganze Jahr über unzugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten sind u. a. Mauerreste der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Denkmale ==&lt;br /&gt;
* Pfarrkirche St. Katharina, erbaut 1784 auf dem Friedhof über dem Dorf anstelle eines hölzernen Vorgängerbaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Veronika Cahová: &amp;#039;&amp;#039;Zaniklé obce Olomouckého kraje.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Olomouc 2006, S. 47–48, S. 49–50 in der {{Webarchiv | url=http://geography.upol.cz/soubory/studium/dp/2007/2007_Cahova.pdf | wayback=20210517045052 | text=online Diplomarbeit }} (PDF; 1,9 MB; 105 Seiten) auf geography.upol.cz (tschechisch), abgerufen am 10. Mai 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.libavsko.eu/historie/milovany-milbes Geschichte des Ortes auf libavsko.eu]&lt;br /&gt;
* [http://www.baerner-laendchen.de/Milbes.htm Präsentation auf baerner-laendchen.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.zanikleobce.cz/index.php?lang=d&amp;amp;obec=416 Eintrag in zanikleobce.cz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49/40/00/N |EW=17/36/15/E |type=city |region=CZ-712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Okres Olomouc]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppenübungsplatz Libavá]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1394]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1950]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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