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	<title>Milo Barus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Milo_Barus&amp;diff=42063&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mommpie: Kat.</title>
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		<updated>2026-01-01T20:43:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bürgerlicher Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Bahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) (* [[27. Februar]] [[1906]] in [[Stará Červená Voda|Alt Rothwasser]], [[Österreichisch-Schlesien]]; † [[1. Oktober]] [[1977]] in [[Altötting]], [[Oberbayern]]) war [[Schwerathletik|Schwerathlet]], [[Kraftmensch]], [[Akrobat|Kraftakrobat]] und trug den Titel „Stärkster Mann der Welt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Emil Bahr wurde als Sohn eines Staatsbahnangestellten im böhmischen Alt Rothwasser geboren und wuchs in [[Vidnava|Weidenau]] auf. Schon als Lehrling in einer Mühle konnte er alleine Lasten heben, bei denen sonst mindestens zwei ausgewachsene Gesellen gemeinsam zugreifen mussten. Nach der Lehre als Müller ging er auf [[Wanderjahre|Wanderschaft]], wurde im österreichischen [[Kundl]] Mitglied eines Athletikvereins und trainierte [[Gewichtheben]] und [[Ringen]]. Wieder zurück in Weidenau begann er als Achtzehnjähriger erstmals öffentlich als Kraftsportler aufzutreten und erreichte im damals üblichen olympischen [[Gewichtheben|Gewichtheber-Dreikampf]] (einarmiges Reißen und Stoßen sowie beidarmiges Stoßen)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.olympia-lexikon.de/Olympischer_Dreikampf Olympischer Dreikampf im Gewichtheben bei der Olympiade 1920]&amp;lt;/ref&amp;gt; 280 Kilogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Berufsringer und Soldat ===&lt;br /&gt;
In Freundschaftskämpfen mit den besten Sportlern der Athletikvereine in [[Böhmen]] und Nordmähren war er im &amp;#039;&amp;#039;Gewichtheben&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ringen&amp;#039;&amp;#039; so erfolgreich, dass im März 1925 der englische Weltmeister der Berufsringer [[Joseph Robinson (Ringer)|Joseph Robinson]] den jungen Schwerathleten besuchte und dessen Trainingsleistungen begutachtete. Bei dieser Gelegenheit steigerte Emil Bahr sein Dreikampfergebnis auf 305 Kilogramm&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Träger, Roland Weise: &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus. Der stärkste Mann der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Erhard Lemm, Gera 2017, S. 17, ISBN 978-3-931635-93-0&amp;lt;/ref&amp;gt; und blieb nur 10 Kilogramm unter der Dreikampfleistung von [[Charles Rigoulot]], mit der dieser 1924 im Halbschwergewicht Olympiasieger geworden war. Robinson schloss einen Profivertrag mit Bahr ab, welcher danach 1925 und 1926 als Berufsringer bei offenen internationalen Landesmeisterschaften in Jugoslawien, Ungarn, Rumänien und Italien antrat und erste Preise und Meistertitel sammelte.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Träger, Weise 2017, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den mitteleuropäischen Meisterschaften der Berufsringer 1926 in Prag qualifizierte er sich für den Finalkampf, der im &amp;#039;&amp;#039;klassischen [[Freistilringen|Freistil]]&amp;#039;&amp;#039; ausgeschrieben war. Während des Kampfes fiel sein Gegner nach einem Kopfzug unglücklich und brach sich die Wirbelsäule. Als gefeierter Sieger erhielt Emil Bahr den &amp;#039;&amp;#039;Goldenen Gürtel von Prag&amp;#039;&amp;#039;, verzichtete aber auf diese Auszeichnung, als er kurz danach vom Tod seines Gegners erfuhr.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Träger, Weise 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1926 wurde Emil Bahr zum zweijährigen [[Wehrdienst]] in die tschechoslowakische Armee eingezogen und beendete den Vertrag als Berufsringer. Während des Militärdienstes fand er bei Soldaten und Offizieren besondere Beachtung und Anerkennung durch seine Körperkraft, die er in einigen Vorführungen demonstrieren durfte. Deshalb plante er, nach dem Militärdienst als &amp;#039;&amp;#039;professioneller Kraftakrobat&amp;#039;&amp;#039; aufzutreten, und begann ein Programm [[Artistik|artistischer]] Kraftakte zu entwickeln. Dabei orientierte er sich an Attraktionen berühmter Kraftmenschen, wie [[John Grün]], [[Paul Bahn]], [[Emil Naucke]] oder [[Paul Trappen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere als Kraftakrobat und stärkster Mann der Welt ===&lt;br /&gt;
Nach dem Militärdienst wurde Emil Bahr 1928 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Artisten-Loge|Internationalen Artisten-Loge]]&amp;#039;&amp;#039; (IAL) und trat im Gedenken an John Grün zuerst in [[Luxemburg]] und der angrenzenden belgischen [[Provinz Luxemburg]] als [[Akrobatik|Kraftakrobat]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Bei einer seiner Vorführungen 1929 in Luxemburg wurde Emil Bahr von der anwesenden Großherzogin als würdiger Nachfolger &amp;#039;&amp;#039;John Grüns&amp;#039;&amp;#039; geehrt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem legte er sich den Künstlernamen &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; zu, den er 1929 von der IAL bestätigen und rechtlich schützen ließ. Den Künstlernamen hatte er vom Namen des [[Milon|Milo von Kroton]], einem Athleten des antiken Griechenlands und Olympiasiegers aus dem Jahr 540 v. Chr., und seinem Familiennamen &amp;#039;&amp;#039;Bahr&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hermsdorf-regional.de/saale-holzland/personen/barus.htm Berühmte Persönlichkeiten der Geschichte des Saale - Holzland - Kreises]&amp;lt;/ref&amp;gt; Erste Engagements unter dem neuen Künstlernamen waren äußerst erfolgreich, so dass er eine Einladung zur Weltmeisterschaft der &amp;#039;&amp;#039;[[Strongman|stärksten Männer]]&amp;#039;&amp;#039; der Welt am 15. März 1930 in Paris erhielt. Unter den mehr als 40 internationalen Konkurrenten im &amp;#039;&amp;#039;[[Cirque Medrano]]&amp;#039;&amp;#039; waren auch die zwei französischen Favoriten und Olympiasieger [[Ernest Cadine]] und Charles Rigoulot.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Träger, Weise 2017, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wettkampf dauerte drei Tage. Dabei errang &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; den Titel &amp;#039;&amp;#039;Stärkster Mann der Welt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„Weltmeister im Lastentragen“&amp;#039;&amp;#039;. Den Weltmeistertitel verteidigte er danach 1931 in London, wo er im &amp;#039;&amp;#039;Bertram Mills Circus&amp;#039;&amp;#039; als Kraftakrobat im [[Olympia (London)|Olympia]] auftrat. Auch 1932 in [[Kalkutta]], 1933 in [[Kairo]], 1934 in [[Buenos Aires]] und 1935 in [[New York City|New York]] wurde er Weltmeister. In den USA engagierte ihn der [[Ringling Bros. and Barnum &amp;amp; Bailey Circus]]. „Eine einzigartige Attraktion im Programm von &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; war das Ersteigen von siebzehn Stufen einer Treppenleiter mit einem sieben Zentner schweren Pferd auf dem Rücken.“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Träger, Weise 2017, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings erlitt er im November 1935 in der Manege einen Unfall. Nach einem achtwöchigen Aufenthalt in New Yorker Krankenhäusern kehrte er gesundheitlich angeschlagen von seiner fünfjährigen Welttournee nach Europa zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorläufiges Karriereende im Widerstand ===&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Stärkster Mann der Welt&amp;#039;&amp;#039; hatte er Pferde getragen, Stiere zu Boden gerungen, Telefonbücher zerrissen, beladene Möbelwagen mit den Zähnen gezogen oder Straßenbahnen aus den Schienen gehoben. Die früheren artistischen Leistungen halfen ihm in der böhmischen Heimat aber nicht weiter. Unter dem Eindruck der zunehmenden nationalsozialistischen Übergriffe schloss sich Emil Bahr eingedenk seiner IAL-Mitgliedschaft&amp;lt;ref&amp;gt;Die Internationale Artisten Loge (IAL) war bis zur Schließung 1933 eine sozialistisch dominierte gewerkschaftliche Interessen- und Berufsvereinigung.&amp;lt;/ref&amp;gt; einer deutsch-tschechischen Widerstandsgruppe an, die den &amp;#039;&amp;#039;[[Revolutionäre Sozialisten Deutschlands|Revolutionären Sozialisten]]&amp;#039;&amp;#039; um [[Siegfried Aufhäuser]] nahestand. Er beteiligte sich am Aufbau grenzübergreifender, antifaschistischer Verbindungen und an Aktionen gegen [[Konrad Henlein|Henleins]] [[Sudetendeutsche Partei]]. Am 19. Mai 1936 wurde er nach einem Grenzübertritt von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet. In einer [[Versicherung an Eides statt|eidesstattlichen Erklärung]], die Milo Barus 1976 kurz vor seinem Tod abgab, versicherte er: „Die Umstände in Deutschland veranlassten mich, der tschechischen Widerstandsbewegung von [[Julius Fučík (Autor)|Julius Fučík]] beizutreten. Wir wurden bei Widerstandsaktionen zur Olympiade 1936 mit 16 Gesinnungsgenossen verhaftet und beim [[Volksgerichtshof]] 3. Senat, Dr. Springemann, wegen Hochverrats zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedhelm Berger: &amp;#039;&amp;#039;Kraftlegende Milo Barus, der bei Weißenborn lebte, wäre 110 Jahre alt.&amp;#039;&amp;#039; Artikel in der Ostthüringer Zeitung (OTZ) vom 27. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1941 war Emil Bahr in den Zuchthäusern [[Zellengefängnis Lehrter Straße|Berlin-Moabit]], [[Gedenkstätte Plötzensee|Berlin-Plötzensee]], [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Brandenburg-Görden]] und [[Goleniów|Gollnow/Pommern]] inhaftiert. Nach der Haftentlassung in die böhmische Heimat wurde er dort für drei Jahre unter Polizeiaufsicht gestellt und zur Zwangsarbeit im [[Steinbruch]] verpflichtet. In der Gegend von &amp;#039;&amp;#039;Weidenau-[[Javorník|Jauernig]]-[[Gmina Otmuchów|Ottmachau]]&amp;#039;&amp;#039; gab es seit 1872 [[Granit]]steinbrüche, in denen während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] auch sowjetische Kriegsgefangene und polnische Zwangsarbeiter beschäftigt wurden. 1945 beteiligte sich Emil Bahr an der Befreiung polnischer [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]]. Als Antifaschist wurde er 1945 von der [[Sowjetunion|sowjetischen]] Besatzungsmacht in Weidenau als Polizist eingesetzt. Allerdings fiel er als Sudetendeutscher auch selbst unter die [[Beneš-Dekrete]] und musste mit seiner Ehefrau, die er 1941 kurz nach der Haftentlassung kennengelernt hatte, die [[Tschechoslowakei]] verlassen. Mit einem der letzten [[Deportation]]szüge für Vertriebene fuhren sie nach Bayern.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Träger, Weise 2017, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubeginn nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
In Bayern bereitete sich Emil Bahr 1947 durch hartes, intensives Krafttraining wieder auf seine Artistenrolle als &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; vor. Sein Nachkriegsdebüt gab er im [[Zirkus Krone]]. Nach Auftritten in verschiedenen Zirkussen ging er bis 1949 mit seinem Programm &amp;#039;&amp;#039;Olympia-Sportschau&amp;#039;&amp;#039; auf Tour durch Bayern, Württemberg und Baden. Im Mai 1950 zog er mit seinem Zirkusprogramm nach Schweden. Dieser Ausflug endete unglücklich in [[Ystad]], wo im September 1950 der &amp;#039;&amp;#039;Zirkus Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; durch Feuer zerstört wurde. Völlig mittellos musste er sich als Hilfsarbeiter im [[Malmö]]er Zementwerk das notwendige Geld für die Rückfahrt nach Deutschland verdienen. 1951 trat &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; mit seinen Kraftakten in kleineren, vom Krieg verschonten Orten in Niedersachsen auf, u. a. im „Haus Riefe“ in [[Stollhamm]] und im „Reitlander Hof“ in [[Stadland|Reitland]]. Bevor er richtig Fuß fassen konnte, erreichte ihn der Haftbefehl eines Münchner Gerichts. Die bayerische Justiz verfolgte ihn wegen seiner Tätigkeit als Polizist in Weidenau, wo er sich an der Enteignung einiger Nazigrößen beteiligt hatte. Mit Hilfe eines dänischen Rechtsanwalts erreichte er, dass der Haftbefehl 1952 annulliert wurde. Allerdings sah er sich während der [[Adenauer-Ära]] nicht mehr sicher vor Verfolgungen durch die NS-belastete Justiz in [[Westdeutschland]]. Mit einem kleinen Lastwagen voller Requisiten fuhr er im Dezember 1951 über die Zonengrenze bei [[Rotheul]] von Bayern nach Thüringen. Nach kurzer Einvernahme und Überprüfung seiner Angaben durch die [[Volkspolizei]] wurde ihm in [[Sonneberg]] die Unterkunft in einem Gasthaus zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sonneberg begann er als Milo Barus nochmals von vorne mit einem neu aufgelegten Programm. Zuerst konnte ihn das Publikum im „Sonneberger Gesellschaftshaus“, in dem er schon 1947 auf einer Tournee durch Oberfranken mehrere Auftritte hatte, und in vielen Orten im [[Landkreis Sonneberg]] bei häufigen Vorstellungen bestaunen. Die Einwohner der unmittelbaren Umgebung feierten ihn. Danach bereiste er weiter entfernte Städte und Dörfer in [[Südthüringen]] und wurde sehr schnell in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] bekannt. 1953 wurde er als Kraftakrobat vom [[Aeros (Zirkus)|Zirkus Aeros]] engagiert, wo die Besucher seine unglaublichen Kraftvorführungen im Zirkusprogramm begutachteten und ihn mit großem Applaus belohnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Artistenlebens als Thüringer Gastwirt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Meuschkensmühle.jpg|mini|links|Meuschkensmühle mit Hinweis zur Ausstellung über Milo Barus]]Emil Bahr bewarb sich 1953 ohne Erfolg um die Bewirtschaftung des Sonneberger [[Burg Sonneberg#Das aktuelle Schlossberggebäude|Schlossbergs]], ein repräsentatives städtisches Ausflugs-, Veranstaltungs- und Tanzlokal. Wegen seines unsteten Artistenlebens, das er vorläufig auch noch nicht beenden wollte, erschien er der Stadtverwaltung als ungeeignet, die Führung dieser aufwändig renovierten und vor der Neueröffnung stehenden Einrichtung zu übernehmen. Daher zog Bahr nach [[Stadtroda]] um, wo er mit seiner Frau das Gasthaus „Klosterbräu-Stübl“ übernahm. Ab 1956 war er Wirt der „Meuschkensmühle“ im [[Eisenberger Mühltal]] bei [[Weißenborn (Holzland)|Weißenborn]]. Er trat weiterhin in vielen Orten der DDR, vorwiegend in Thüringen, als &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; auf, bis er 1963 einen Herzinfarkt erlitt. Danach gab es keine öffentlichen Auftritte mehr, außer gelegentliche, kleinere Vorführungen in geschlossener Gesellschaft. Gegen Ende seines Lebens musste Emil Bahr aus gesundheitlichen Gründen das Gasthaus in Thüringen aufgeben. Er zog 1976 nach [[Mühldorf am Inn]] um, in die Nähe der Verwandtschaft seiner fünf Jahre jüngeren Ehefrau. Das Ehepaar war kinderlos geblieben und hatte in der DDR keine Familienangehörigen. In seinem letzten Lebensjahr erlitt er mehrere Infarkte. Schwer behindert verstarb &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; ein Jahr nach der Ausreise aus der DDR im Krankenhaus in Altötting. Seine Frau Martha, die ihm seit 1947 bei seinen Vorstellungen assistiert hatte, verstarb zwölf Jahre nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Barus-Cup.jpg|mini|Milo-Barus-Denkmal und Infotafel zum &amp;#039;&amp;#039;Milo-Barus-Cup&amp;#039;&amp;#039; an der Meuschkensmühle]]&lt;br /&gt;
Vor seiner Ausreise aus der DDR 1976 überließ Milo Barus seine Requisiten dem mit ihm befreundeten Roland Weise (verstorben am 19. Juni 2013), die dieser später im  [[Internationales Artistenmuseum|Internationalen Artistenmuseum]]  (2014 geschlossen) ausstellte. Nach Schließung dieses Museums übernahm das &amp;#039;&amp;#039;Mühltalmuseum&amp;#039;&amp;#039; des Eisenberger Mühltals die &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; gewidmeten Gegenstände und Dokumente. In der Meuschkensmühle sowie in der Naupoldsmühle befinden sich Fotos seiner legendären Kraftakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Eisenberger Mühltal wird jährlich am 3. Oktober am Fuße seines ehemaligen Wohnhauses, der ehemaligen Gaststätte „Milos Waldhaus“ (vor 2025 als Gaststätte geschlossen und privatisiert als Wohnhaus), nahe der Meuschkensmühle, der &amp;#039;&amp;#039;„Milo-Barus-Cup“&amp;#039;&amp;#039; als Kraftsportwettkampf veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 wurde ein [[Spielfilm]] über sein Leben mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;„Milo Barus, der stärkste Mann der Welt“&amp;#039;&amp;#039; gedreht. Die Filmregie führte [[Henning Stegmüller]] und die Hauptrolle des &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; spielte [[Günter Lamprecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Stadtroda, wo &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus&amp;#039;&amp;#039; ab 1953 für einige Zeit wohnte, trägt die staatliche Grundschule ihm zu Ehren seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roland Weise: &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus. Der Mann der Pferde trug.&amp;#039;&amp;#039; Streitberger Verlag, Pößneck 1966&lt;br /&gt;
* Uwe Träger, Roland Weise: &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus – Der stärkste Mann der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Erhard Lemm, Gera 2017, ISBN 978-3-931635-93-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hermsdorf-regional.de/saale-holzland/personen/barus.htm Berühmte Persönlichkeiten der Geschichte des Saale-Holzland-Kreises: &amp;#039;&amp;#039;Milo Barus (bürgerlicher Name Emil Bahr) - stärkster Mann der Welt.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123818850|VIAF=77232085}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Barus, Milo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ringer (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kraftsportler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kraftakrobat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwangsarbeiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Barus, Milo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bahr, Emil (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kraftsportler, „Stärkster Mann der Welt“&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stará Červená Voda|Alt Rothwasser]], Österreichisch Schlesien (heute: Tschechien)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Oktober 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Altötting]], Oberbayern&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mommpie</name></author>
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