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	<title>Millersche Indizes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:09:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Millersche_Indizes&amp;diff=192517&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nabloodel: Bild gegen schönere Vektorgrafik ausgetauscht.</title>
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		<updated>2025-05-16T16:41:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild gegen schönere Vektorgrafik ausgetauscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Miller Indices Felix Kling.svg|mini|Auswahl millerscher Indizes in einem [[Würfel (Geometrie)|Würfel]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;millerschen Indizes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Kristallographie]] (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Miller’sche Indizes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder seltener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Miller-Indizes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wurden im Jahr&amp;amp;nbsp;1839 von [[William Hallowes Miller]]&amp;amp;nbsp;(1801–1880) vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[William Hallowes Miller]] |Titel=A treatise on crystallography |Verlag=Deighton |Ort=Cambridge |Jahr=1839 |Sprache=en |Online={{Google Buch|BuchID=MDcAAAAAQAAJ |Linktext=Volltext}} |OCLC=8547577 |LCCN=04-30688}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der gleichen Arbeit führte Miller auch die heute gebräuchlichen Schreibweisen ein:&lt;br /&gt;
* (hkl) dient der eindeutigen Bezeichnung von [[Kristallfläche]]n bzw. [[Gitterebene|Ebenen]] im [[Kristallgitter]],&lt;br /&gt;
* {hkl} steht für [[Kristallform]]en, d.&amp;amp;nbsp;h. die Menge aller symmetrisch äquivalenten Flächen,&lt;br /&gt;
* [uvw] für Richtungen (Richtungsindizes),&lt;br /&gt;
* ⟨uvw⟩ für die Menge aller symmetrisch äquivalenten Richtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die millerschen Indizes werden wie folgt gebildet: Man bestimmt die Schnittpunkte der Kristallebene mit den drei [[Koordinatenachse]]n, [[kürzen|kürzt]] gemeinsame Faktoren, bildet die [[Kehrwert]]e und multipliziert mit dem [[kleinstes gemeinsames Vielfaches|kleinsten gemeinsamen Vielfachen]] der [[Nenner]], so dass sich drei [[Ganze Zahl|ganze]], [[teilerfremd]]e Zahlen ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
In der [[Mineralogie]] werden die millerschen Indizes verwendet, um [[Kristallfläche]]n eindeutig zu beschreiben. Auch zur Angabe der [[Spaltbarkeit]] oder von [[Kristallzwilling|Verzwillingungen]] werden sie benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Beugung (Physik)|Beugung]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;methoden wie der [[Röntgenbeugung]] oder der [[Elektronenbeugung]] bezeichnen sie eine [[Gitterebene|Netzebenen]]-Schar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier werden auch höhere Indizes&amp;amp;nbsp;– beispielsweise&amp;amp;nbsp;222&amp;amp;nbsp;– eingesetzt, um die Beugung höherer Ordnung anzugeben. Diese Indizes werden als [[Laue-Indizes]] oder &amp;#039;&amp;#039;Laue-Symbol&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und zur Unterscheidung von den&amp;amp;nbsp;– nach Definition teilerfremden&amp;amp;nbsp;– millerschen Indizes üblicherweise &amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039; Klammern geschrieben. Die Laue-Indizes sind die mit der Ordnung&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; der [[Interferenz (Physik)|Interferenz]] (siehe [[Bragg-Gleichung]]) multiplizierten Miller-Indizes. So wird z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Reflexion (Physik)|Reflexion]] 2.&amp;amp;nbsp;Ordnung an der Gitterebene mit den Miller-Indizes&amp;amp;nbsp;(100) mit den Laue-Indizes&amp;amp;nbsp;200 bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Borchardt-Ott: &amp;#039;&amp;#039;Kristallographie.&amp;#039;&amp;#039; Springer 2008, S. 285, Fußnote 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laue-Indizes werden z.&amp;amp;nbsp;B. bei der Angabe von [[Systematische Auslöschung|systematischen Auslöschungen]] verwendet und gehen in die Formel des [[Strukturfaktor]]s ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Materialwissenschaft]] werden sowohl Gitterebenen als auch Gittervektoren benötigt, um [[Gitterfehler]] wie [[Versetzung (Materialwissenschaft)|Versetzungen]] zu charakterisieren. Auch [[Gleitsystem]]e, [[Textur (Kristallographie)|Texturen]] oder die [[Kristallorientierung]] von [[Einkristall]]en können mit millerschen Indizes beschrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Notation ==&lt;br /&gt;
Abhängig von seinem [[Kristallsystem]] wird jedem [[Kristall]] ein [[Koordinatensystem]] zugeordnet. Die drei Vektoren &amp;lt;math&amp;gt;\vec{a_1}&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\vec{a_2}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\vec{a_3}&amp;lt;/math&amp;gt; mögen die [[Basisvektor|Basis]] dieses Gitterkoordinatensystems bilden (nicht zu verwechseln mit den primitiven Translationen des Gitters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Basis des zugehörigen [[Reziprokes Gitter|reziproken Gitters]] sei durch die Vektoren &amp;lt;math&amp;gt;\vec{g_1}&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\vec{g_2}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\vec{g_3}&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben (sie werden über die Basisvektoren &amp;lt;math&amp;gt;\vec{a_i}&amp;lt;/math&amp;gt; des Gitters definiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gitterebene (millersche Indizes) ===&lt;br /&gt;
Es gibt zwei äquivalente Möglichkeiten, eine [[Gitterebene]] zu beschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gitterebene im Ortsraum ====&lt;br /&gt;
Betrachtet man eine Gitterebene mit den [[Spurpunkt]]en &amp;lt;math&amp;gt;s_1 \vec{e_1}&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;s_2 \vec{e_2}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;s_3 \vec{e_3}&amp;lt;/math&amp;gt; (&amp;lt;math&amp;gt;\vec {e_i}&amp;lt;/math&amp;gt; sind die [[Einheitsvektor]]en eines rechtwinkligen Koordinatensystems des Raums), so ist die [[Achsenabschnittsform]] gegeben durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{s_1}x_1 + \frac{1}{s_2}x_2 + \frac{1}{s_3}x_3 = 1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ein [[Normalenvektor]] der Gitterebene durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec{n} = \begin{pmatrix} \frac{1}{s_1} \\ \frac{1}{s_2} \\ \frac{1}{s_3} \end{pmatrix}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man bilde nun ein Vielfaches dieses Normalenvektors, sodass alle Einträge dieses Vielfachen des Normalenvektors ganze teilerfremde Zahlen sind. Sei dies z.&amp;amp;nbsp;B. im Folgenden durch die ganze Zahl &amp;lt;math&amp;gt;j&amp;lt;/math&amp;gt; gewährleistet (möglich, da die &amp;lt;math&amp;gt;s_i \in \Z&amp;lt;/math&amp;gt;, da die Schnittpunkte auf dem Kristallgitter liegen sollen), dann gilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec{n_2}  =\begin{pmatrix} \frac{j}{s_1} \\ \frac{j}{s_2} \\ \frac{j}{s_3} \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} h \\ k \\ l \end{pmatrix}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komponenten des [[Tupel #Besondere Bezeichnungen für n-Tupel mit kleinem n|Tripletts]] &amp;lt;math&amp;gt;(hkl)&amp;lt;/math&amp;gt; heißen die millerschen Indizes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wolfgang Demtröder]] |Titel=Experimentalphysik 3: Atome, Moleküle und Festkörper |Verlag=Springer |Jahr=2005 |ISBN=3-540-21473-9 |Seiten=386 |Online={{Google Buch|BuchID=UmrfixbVs_AC|Seite=386|Hervorhebung=Normalenvektor Indizes}} }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedes Triplett bezeichnet eine spezifische Ebene. Negative Zahlen werden anstelle des Minuszeichens durch einen Strich über dem zugehörigen Index gekennzeichnet, also z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;lt;math&amp;gt;(\bar 1 0 \bar 2)&amp;lt;/math&amp;gt;. Ein Index von Null bezeichnet einen Schnittpunkt im Unendlichen (wie man aus der Achsenabschnittsform sieht), d.&amp;amp;nbsp;h., der zugehörige Basisvektor ist parallel zur Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind anstatt einer spezifischen Netzebene alle symmetrisch äquivalenten Ebenen gemeint, so wird die Notation &amp;lt;math&amp;gt;\{hkl\}&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet. Beispielsweise bezeichnet man mit &amp;lt;math&amp;gt;\{1 0 0\}&amp;lt;/math&amp;gt; im [[Kubisches Kristallsystem|kubischen Kristallsystem]] die aufgrund der kubischen Symmetrie äquivalenten Ebenen &amp;lt;math&amp;gt;(1 0 0)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;(\bar 1 0 0)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;(0 1 0)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;(0 \bar 1 0)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;(0 0 1)&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;(0 0 \bar 1)&amp;lt;/math&amp;gt;, was den sechs Oberflächen eines [[Würfel (Geometrie)|Würfels]] entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gitterebene im reziproken Gitter ====&lt;br /&gt;
Jeder Netzebenen-Schar &amp;lt;math&amp;gt;(hkl)&amp;lt;/math&amp;gt; im direkten Gitter entspricht im [[Reziprokes Gitter|reziproken Gitter]] des Kristalls ein Punkt bzw. Ortsvektor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;h \vec{g_1} + k \vec{g_2} + l \vec{g_3}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser hat im reziproken Raum die Koordinaten &amp;lt;math&amp;gt;h,k,l&amp;lt;/math&amp;gt;; er steht senkrecht auf den gleichnamigen Netzebenen und hat als Länge den Kehrwert des [[Gitterebene #Gitterebenenabstand|Netzebenenabstandes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden diejenigen ganzen Zahlen &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;l&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet, die keinen gemeinsamen Teiler mehr haben. Dies entspricht dem kürzesten reziproken Gittervektor, der senkrecht auf der Ebene steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gittervektoren (Richtungsindizes) ===&lt;br /&gt;
Auch Vektoren innerhalb des Gitters können durch Indizes bezeichnet werden. Dabei wird die Notation &amp;lt;math&amp;gt;[u v w]&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet, um einen spezifischen Vektor im realen Gitter ([[Gittervektor]]) zu bezeichnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;u \vec{a_1} + v \vec{a_2} + w \vec{a_3}.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vektor steht im Allgemeinen &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; senkrecht auf der Ebene &amp;lt;math&amp;gt;( u v w )&amp;lt;/math&amp;gt;. Dies ist nur im [[Kubisches Kristallsystem|kubischen Gitter]] der Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Notation &amp;lt;math&amp;gt;\langle u v w \rangle&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet alle zum Vektor &amp;lt;math&amp;gt;[u v w]&amp;lt;/math&amp;gt; symmetrisch äquivalenten Richtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beispiel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei einem kubischen Kristall (also einem Würfel) ist &amp;lt;math&amp;gt;\langle 1 0 0 \rangle&amp;lt;/math&amp;gt; eine Richtung parallel zu einer der Würfelkanten, &amp;lt;math&amp;gt;\langle 1 1 0 \rangle&amp;lt;/math&amp;gt; die Richtung einer der [[Diagonale (Geometrie)|Flächendiagonalen]] und &amp;lt;math&amp;gt;\langle 1 1 1 \rangle&amp;lt;/math&amp;gt; die Richtung einer Raumdiagonalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vierer-Schreibweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Miller-bravais.svg|mini|Millersche Indizes im hexagonalen Kristallsystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gitterebenen ===&lt;br /&gt;
Im [[Trigonales Kristallsystem|trigonalen Kristallsystem]] und im [[Hexagonales Kristallsystem|hexagonalen Kristallsystem]] wird häufig die Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;(HKIL)&amp;lt;/math&amp;gt; mit vier Indizes verwendet. Diese abgewandelten millerschen Indizes werden als &amp;#039;&amp;#039;bravaissche Indizes&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Bravais-Miller-Indizes&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Miller-Bravais-Indizes&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Die Indizes &amp;lt;math&amp;gt;H&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; stimmen mit den üblichen millerschen Indizes überein, der zusätzliche (und eigentlich [[Überbestimmung|redundant]]e) Index &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich immer als &amp;lt;math&amp;gt;-(H+K)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vorteil dieser Indizes im hexagonalen Kristallsystem ist, dass symmetrieäquivalente Flächen leicht zu identifizieren sind, da sie durch [[Permutation]] der ersten drei Indizes erhalten werden. So sind die Flächen &amp;lt;math&amp;gt;(1 0\bar 1 0)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;(0 1\bar 1 0)&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;(1\bar 1 0 0)&amp;lt;/math&amp;gt; beispielsweise Flächen des hexagonalen Prismas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsindizes ===&lt;br /&gt;
==== Kristallographie und Mineralogie ====&lt;br /&gt;
In der [[Kristallographie]] und [[Mineralogie]] werden meist die normalen Richtungsindizes &amp;lt;math&amp;gt;[uv.w]&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;[uv^{*}w]&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet, wobei durch einen Platzhalter&amp;amp;nbsp;. oder&amp;amp;nbsp;* für &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; angedeutet wird, dass das trigonale bzw. hexagonale Kristallsystem gemeint ist. &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; ist immer null.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird diese Schreibweise teilweise auch für die im Folgenden beschriebenen &amp;#039;&amp;#039;Weber-Indizes&amp;#039;&amp;#039; verwendet, weswegen es zu Verwechslungen kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Werkstoffwissenschaft ====&lt;br /&gt;
In der [[Werkstoffwissenschaft]] wird eine die abweichende Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;[UVTW]&amp;lt;/math&amp;gt; bevorzugt, die &amp;#039;&amp;#039;Weber-Indizes&amp;#039;&amp;#039; (engl. {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Weber symbols&amp;#039;&amp;#039;}}).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Leonhard Weber (Kristallograph)|Leonhard Weber]] |Titel=Das viergliedrige Zonensymbol des hexagonalen Systems |Sammelwerk=[[Zeitschrift für Kristallographie|Z. Kristallogr.]] |Band=57 |Datum=1922 |Seiten=200–203}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Umrechnung aus der Dreier-Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;[uvw]\!\,&amp;lt;/math&amp;gt; ist hier unterschiedlich zur Umrechnung der Ebenen-Indizes:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher Hammond |Titel=The Basics of Crystallography and Diffraction |Verlag=Oxford University Press |Datum=2001 |ISBN=978-0-19-850552-5 |Seiten=115 |Online={{Google Buch |BuchID=NaGLdNHGvPQC |Seite=115}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;U = (2u - v)/3&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;V = (2v - u)/3&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;T = -(u + v)/3&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;W = w.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Umrechnung von Richtungen in die Vierer-Schreibweise verglichen mit Ebenen komplizierter ist, werden in der Literatur Richtungen mit Weber-Indizes häufig falsch angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorteil dieser Schreibweise liegt darin, dass die Richtung &amp;lt;math&amp;gt;[UVTW]&amp;lt;/math&amp;gt;, ähnlich wie in [[kubisches Kristallsystem|kubischen Kristallsystemen]], senkrecht zur Ebene &amp;lt;math&amp;gt;(UVTW)&amp;lt;/math&amp;gt; ist; in der Dreier-Schreibweise ist dies in diesen Kristallsystemen im Allgemeinen &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; der Fall. Zudem können&amp;amp;nbsp;– wie bei den &amp;#039;&amp;#039;Miller-Bravais-Indizes&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– in kubischen Kristallsystemen aus Symmetriegründen äquivalente Richtungen durch Permutation der ersten drei Indizes erhalten werden, und eine &amp;lt;math&amp;gt;0&amp;lt;/math&amp;gt; bedeutet, dass die Richtung senkrecht zum entsprechenden [[Basisvektor]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Herleitung =====&lt;br /&gt;
Die Richtung &amp;lt;math&amp;gt;[u v w]&amp;lt;/math&amp;gt; soll äquivalent zu &amp;lt;math&amp;gt;[U V T W]\!\,&amp;lt;/math&amp;gt; sein, d.&amp;amp;nbsp;h. beide Indizes sollen in die gleiche Richtung zeigen. Also ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;u \cdot \vec a + v \cdot \vec b + w \cdot \vec c \propto U \cdot \vec a + V \cdot \vec b + T \cdot \vec d + W \cdot \vec c.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec d = -(\vec a + \vec b) ,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weshalb sich dies als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;u \cdot \vec a + v \cdot \vec b + w \cdot \vec c \propto (U-T) \cdot \vec a + (V-T) \cdot \vec b + W \cdot \vec c &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schreiben lässt. Da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;T = -(U+V)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt, folgt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;u \cdot \vec a + v \cdot \vec b + w \cdot \vec c \propto (2U+V) \cdot \vec a + (2V+U) \cdot \vec b + W \cdot \vec c &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist die Umrechnung von Webersymbolen in Richtungsindizes der Dreier-Schreibweise&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;u = 2U+V&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v = U+2V&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;w = W,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
wobei am Ende noch gekürzt werden muss. Aus letzteren Gleichungen lassen sich durch Auflösen nach &amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;W&amp;lt;/math&amp;gt; die Gleichungen zur Bestimmung der Weberindizes aus der Dreier-Schreibweise erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Charles Kittel]]: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to solid state physics.&amp;#039;&amp;#039; 7. Aufl. Wiley, New York 1996. ISBN 0-471-11181-3.&lt;br /&gt;
* Werner Schatt, H. Worch: &amp;#039;&amp;#039;Werkstoffwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 8. Aufl. Dt. Verl. für Grundstoffindustrie, Stuttgart 1996. ISBN 3-342-00675-7.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Hans-Joachim Bautsch]], [[Will Kleber]], [[Joachim Bohm (Kristallograph)|Joachim Bohm]] | Titel=Einführung in die Kristallographie | Verlag=Oldenbourg Wissenschaftsverlag | Ort= | Jahr=1998|Online = {{Google Buch|BuchID=K7GKi1RA8FMC |Seite=}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Christopher Hammond | Titel=The basics of crystallography and diffraction | Verlag=Oxford University Press | Ort=Oxford | Jahr=2001 | ISBN=978-0-19-850552-5|Online = {{Google Buch|BuchID=NaGLdNHGvPQC |Seite=}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Miller Index}}&lt;br /&gt;
* IUCr Online Dictionary of Crystallography: [http://reference.iucr.org/dictionary/Miller_indices Miller indices]&lt;br /&gt;
* IUCr Online Dictionary of Crystallography: [http://reference.iucr.org/dictionary/Bravais-Miller_indices Bravais-Miller indices]&lt;br /&gt;
* [http://www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/kap_3/backbone/r3_2_1.html &amp;#039;&amp;#039;Richtungen und Ebenen im Gitter&amp;#039;&amp;#039; bei der Universität Kiel]&lt;br /&gt;
* [http://timms.uni-tuebingen.de/ttimms/Player/PlayClipWMT.aspx?mode=e&amp;amp;start=00%3a24%3a00&amp;amp;ref=mms%3a%2f%2fu-003-stimms03.uni-tuebingen.de%2fUT_2005%2f10%2f24%2fUT_20051024_001_exphys5_0001.wmv500.wmv&amp;amp;resourceid=UT_20051024_001_exphys5_0001 Videovorlesung der Universität Tübingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kristallographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nabloodel</name></author>
	</entry>
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