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	<title>Millerntor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:35:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Millerntor&amp;diff=78498&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;UweRohwedder: /* Millerntorwache */ +ref</title>
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		<updated>2025-09-12T09:50:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Millerntorwache: &lt;/span&gt; +ref&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Millerntorwache (Hamburg-Neustadt).2.12115.ajb.jpg|mini|Das letzte verbliebene nördliche Wachhaus am heutigen Millerntorplatz, erbaut von [[Carl Ludwig Wimmel]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Millerntor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Milderdor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mildradisdor,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Ellerntor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Düster(n)tor&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Altonaertor&amp;#039;&amp;#039;) war das westliche der früheren [[Liste ehemaliger Stadttore in Hamburg|Hamburger Stadttore]]. Es wurde im Zuge mehrerer Stadterweiterungen mehrfach versetzt und befand sich zuletzt beim heutigen &amp;#039;&amp;#039;Millerntorplatz&amp;#039;&amp;#039; an der Grenze zwischen der [[Hamburg-Neustadt|Neustadt]] und der Vorstadt [[Hamburg-St. Pauli|St. Pauli]]. Es wies zur einstigen Nachbarstadt [[Bezirk Altona|Altona/Elbe]] und wurde deshalb auch als &amp;#039;&amp;#039;Altonaer Tor&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Von diesem letzten Millerntor führte die [[Reeperbahn]] zum Altonaer [[Nobistor]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Millerntor&amp;#039;&amp;#039; umgangssprachlich die Gegend um den Millerntorplatz, insbesondere das nahe gelegene [[Millerntor-Stadion]]. Von 1912 bis 1935 war &amp;#039;&amp;#039;Millerntor&amp;#039;&amp;#039; zudem der offizielle Name des unter dem Platz gelegenen [[U-Bahnhof St. Pauli|U-Bahnhofes St. Pauli]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standorte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hambvrgvm, 38187429X, original.jpg|mini|Auf dieser Stadtansicht von 1590 ist das (2.) Millerntor am westlichen Stadtrand als Nr. 3 „&amp;#039;&amp;#039;Ellern porta“&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. ]]&lt;br /&gt;
Das erste Millerntor wurde 1246 erstmals urkundlich erwähnt und lag am Nordende des [[Rödingsmarkt]]s, etwa bei der Kreuzung [[Alter Wall]]/[[Großer Burstah]]/Graskeller, unmittelbar neben dem [[Hospital zum Heiligen Geist (Hamburg)|Hospital zum Heiligen Geist]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Millerntor wurde 1499 etwa 200 Meter weiter nordwestlich errichtet, zwischen der heutigen [[Ellerntorsbrücke]] und dem – allerdings deutlich später entstandenen – [[Stadthaus (Hamburg)|Stadthaus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Hier wurde zwischen 1475 und 1547 der [[Neuer Wall|Neue Wall]] aufgeschüttet und ab 1499 das [[Herrengrabenfleet|Herrengraben- bzw. Bleichenfleet]] als zusätzlicher Stadtgraben angelegt. Über diesen Graben führte die Ellentorsbrücke weiter auf die Landstraße nach Westen (Alter und Neuer Steinweg). An diesem Standort wurde das Tor auch als Ellerntor (niederdeutsch für [[Erlen (Gattung)|Erlen]]) oder Düster(n)tor (vgl. Düsternstraße) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Tor blieb auch nach der Stadterweiterung noch einige Zeit als Grenztor zwischen Alt- und Neustadt bestehen und wurde erst 1668 endgültig abgebrochen. Vgl. [[Jonas Ludwig von Heß|J. L. von Heß]]: &amp;#039;&amp;#039;Hamburg topographisch, politisch und historisch beschrieben.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1, 2. Aufl. 1811, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anlage des großen [[Hamburger Wallanlagen|Wallringes]] um die heutige Neustadt wurde das Tor dann noch einmal weiter nach Westen an den heutigen Millerntorplatz verlegt und dort 1623 zunächst als Holzbau&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hamburg-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Ellert und Richter 2010, S. 468. &amp;lt;/ref&amp;gt; ausgeführt, möglicherweise durch den Hamburger Bildhauer [[Zacharias Hübener]] († 1650).&amp;lt;ref&amp;gt;{{ThiemeBecker |Band=18 |Seite=40 |Lemma=Hübener, Zacharias |Autor=Harry Schmidt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1659–63 erbaute der städtische [[Bauhof am Deichtor|Bauhofmeister]] [[Hans Hamelau (Baumeister)|Hans Hamelau]] einen massiven Steinbau mit zweigeschossigem Turm. Der Turm erhielt nach dem Brand der [[Hauptkirche Sankt Michaelis|Michaeliskirche]] 1750 eine Schlaguhr, wurde aber schon 1790 wieder abgetragen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhold Pabel]]: &amp;#039;&amp;#039;Alte Hamburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;, S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das Tor selbst 1806 im Rahmen der [[Schleifung]] der Bastionen entfernt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Ernst Christian Schütt: &amp;#039;&amp;#039;Chronik Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloh/München 2. Aufl. 1997. S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über diesem Tor befand sich – wie auch am ebenfalls von Hamelau erbauten [[Deichtorplatz|Deichtor]] – der heute am [[Hamburger Rathaus]] angebrachte lateinische Sinnspruch [[Libertatem quam peperere]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der [[Hamburger Franzosenzeit|französischen Besatzung]] wurde 1819–1820 von [[Carl Ludwig Wimmel]] anstelle des bisherigen Tores eine neue, zeitgemäße Toranlage gebaut. Wimmels klassizistischer Neubau bestand aus zwei größeren Wach- und Zollgebäuden und zwei kleineren Torhäuschen, zwischen denen sich fünf vier Meter hohe Steinpfosten und ein Metallzaun befanden. Die Zauntore wurden noch bis 1860 während der nächtlichen [[Torsperre (Hamburg)|Torsperre]] geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweise durften Juden die Stadt Hamburg ausschließlich durch das Millerntor betreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://shmh.de/de/ueber-die-millerntorwache &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Millerntorwache.&amp;#039;&amp;#039;] Website des Stiftung Historische Museen Hamburg. Abgerufen am 13. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!-- auf welches tor bzw. welche periode bezieht sich diese aussage?  --&amp;gt;&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;170&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hamburg Millerntor 1600 by Suhr.jpg|Das 2. Millerntor um 1600 mit der Ellerntorsbrücke&lt;br /&gt;
Datei:Hamburg 1800 Millerngate.jpg|Das 3. Millerntor von Hamelau, um 1800&lt;br /&gt;
Datei:Suhr-Millerntor um 1820.jpg|Das 4. Millerntor von Wimmel, nach 1820&lt;br /&gt;
Datei:UBf-Millerntor 1913.jpg|U-Bahnhof Millerntor 1912 (heute Südeingang). Die Pfeiler erinnern an die Form des letzten Tores.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung des Namens ist umstritten. Sicher ist nur, dass es am ursprünglichen Standort keine Mühle gab – anders als beim anfangs auch als &amp;#039;&amp;#039;Mölendor&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten [[Dammtor]]. In den Urkunden des 13. bis 15. Jahrhunderts wird das (1.) Millerntor als &amp;#039;&amp;#039;Milderdor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mildere Dor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Millerdor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;porta Milderadis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mylredor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mylherdor&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mylderendor&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Lokalhistoriker und Namensforscher haben dies in der Vergangenheit verschiedentlich als „mittleres Tor“ (aufgrund seiner Lage zwischen Dammtor im Norden und [[Liste ehemaliger Stadttore in Hamburg#Schaartor|Schaartor]] im Süden) gedeutet oder auch mit der Heiligen [[Mildred von Minster|Mildred]] (wegen Milderadis) in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. u. a. [[Wolfgang Laur]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Orts- und Gewässernamen der Freien und Hansestadt Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, S. 172 f.; [[Reinhold Pabel]]: &amp;#039;&amp;#039;Alte Hamburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;, S. 163 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Deutungen werden jedoch bis heute angezweifelt. Eine neuere Deutung führt &amp;#039;&amp;#039;Mild/Milder&amp;#039;&amp;#039; stattdessen auf die [[Indogermanische Sprachen|indogermanische]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*mel-&amp;#039;&amp;#039; zurück, was auf die staubige oder sandige Bodenbeschaffenheit des ersten Standorts hindeuten könnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Diana Ascher: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.philol.uni-leipzig.de/fileadmin/Fakult%C3%A4t_Philo/Namenberatungsstelle/NBS_Webseite/Onomastica_Lipsiensia_Band14_Namenforschung_und_Namenberatung_2021-komprimiert.pdf Überlegungen zu einigen älteren Stadtteil-, Gewässer-, Flur- und Straßennamen Hamburgs.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Onomastica Lipsiensia&amp;#039;&amp;#039; 14 (2021), S. 77–99, zum Millerntor S. 85 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ab dem 16. Jahrhundert (für das 2. Tor) auftauchende Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ellerntor&amp;#039;&amp;#039; ([[Ellerntorsbrücke]]) ist vermutlich eine [[Volksetymologie|volksetymologische]] Umbildung bzw. Umdeutung des älteren und inzwischen nicht mehr verstandenen Namens zu „Ellern“ (niederdeutsch für [[Erlen (Gattung)|Erlen]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Der seinerzeit ebenfalls volkstümliche Name &amp;#039;&amp;#039;Düsterntor&amp;#039;&amp;#039; (vgl. Düsternstraße) verweist auf den langen und vermutlich dunklen Torgang zwischen äußerem und innerem Tor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Altonaer Tor&amp;#039;&amp;#039; war schließlich im 18. und 19. Jahrhundert für das 3. bzw. 4. Tor am heutigen Millerntorplatz in Gebrauch, da von hier aus die Chaussee ins benachbarte Altona führte.&amp;lt;ref&amp;gt;So z.&amp;amp;nbsp;B. auf den zahlreichen Lithografien der [[Gebrüder Suhr]] und anderer Zeitgenossen. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Millerntorwache ==&lt;br /&gt;
Von den beiden Wachhäusern aus dem 19. Jahrhundert blieb bis heute das nördliche, die sogenannte Millerntorwache, erhalten. Seit Oktober 2013 befindet sich darin das &amp;#039;&amp;#039;Museum für Hamburgische Geschichtchen&amp;#039;&amp;#039;, eine von der [[Alfred Toepfer Stiftung F. V. S.]] betriebene Außenstelle des [[Museum für Hamburgische Geschichte|Museums für Hamburgische Geschichte]]. Nach der Methode der [[Oral History]] können dort Hamburger ihre persönliche Geschichte rund um Hamburg erzählen. Vor Ort wird diese dokumentiert und anschließend in der Sammlung des Museums archiviert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://shmh.de/de/millerntorwache &amp;#039;&amp;#039;Millerntorwache&amp;#039;&amp;#039;] shmh.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Wachhaus früher unmittelbar an der Straße lag, wurde es mehrfach durch Fahrzeuge beschädigt. Im Jahr 2004 wurde es daher nach Instandsetzung um einige Meter in Richtung des Museums versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/print-welt/article288086/Millerntorwache-zieht-nach-184-Jahren-um.html |titel=Millerntorwache zieht nach 184 Jahren um |werk=[[Die Welt]] (welt.de) |datum=2004-01-22 |sprache=de |abruf=2025-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://toepfer-stiftung.de/museum-fuer-hamburgische-geschichtchen/ Das Museum für Hamburgische Geschichtchen] auf der Website der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburgmuseum.de/de/millerntorwache/museum-fuer-hamburgische-geschichtchen.htm Die Millerntorwache] auf der Website des Hamburg Museums&lt;br /&gt;
* [http://vimeo.com/toepferstiftung/videos Gefilmte Gespräche aus dem Museum für Hamburgische Geschichtchen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/33/1/N |EW=9/58/13/E |type=landmark |region=DE-HH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1205198865|VIAF=7861158261790702540003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tor in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Hamburg-Neustadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg-St. Pauli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk im Bezirk Hamburg-Mitte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;UweRohwedder</name></author>
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