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	<title>Milko Kelemen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Milko_Kelemen&amp;diff=374955&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tycho.brodersen: kleine Ergänzung sowie kleine Korrektur</title>
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		<updated>2026-03-05T17:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kleine Ergänzung sowie kleine Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kelemen 030.jpg|miniatur|hochkant|Milko Kelemen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milko Kelemen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. März]] [[1924]] in [[Slatina (Kroatien)|Podravska Slatina]]; † [[8. März]] [[2018]] in [[Stuttgart]]) war ein in Deutschland lebender [[Jugoslawien|jugoslawischer]] bzw. [[Kroatien|kroatischer]] [[Komponist]]. Er begründete 1959 die &amp;#039;&amp;#039;Zagreber Biennale&amp;#039;&amp;#039;, deren Ehrenpräsident er war. In Slatina werden jährlich im Mai die Milko-Kelemen-Tage veranstaltet, wo vor allem seine Kammermusikwerke aufgeführt werden. Kelemen war Professor für [[Komposition (Musik)|Komposition]] an der [[Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart|Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart]]. Für seine Leistungen als Komponist erhielt er zahlreiche Ehrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Als Minderjähriger kämpfte Kelemen als [[Partisan]] in den Bergen [[Jugoslawien]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.zeit.de/1974/15/auf-der-suche-nach-sicherheit/komplettansicht |titel=Auf der Suche nach Sicherheit. Milko Kelemen oder: Wohin gehört man eigentlich? |autor=Fred K. Prieberg |werk=[[Die Zeit]] |datum=1974-04-05 |zugriff=2018-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er begann sein Studium an der [[Universität Zagreb|Musikakademie Zagreb]], wo er Schüler von [[Stjepan Šulek]] wurde. Danach studierte er bei [[Olivier Messiaen]] in [[Paris]] und [[Wolfgang Fortner]] in [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]]. Ab 1957 wirkte Kelemen bei den [[Darmstädter Ferienkurse|Ferienkursen für Neue Musik]] in [[Darmstadt]] mit. Er arbeitete im &amp;#039;&amp;#039;[[Siemens-Studio für elektronische Musik]]&amp;#039;&amp;#039; in München und war &amp;#039;&amp;#039;Composer in residence&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin]]. Durch die Gründung der Musikbiennale 1959 in Zagreb wurde er zum Begründer der Neuen Musik in Kroatien.&amp;lt;ref&amp;gt;Alen Legovi im Vorwort zu Milko Kelemens Buch &amp;#039;&amp;#039;Schreiben an Strawinsky.&amp;#039;&amp;#039; Kalke, 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits die Gründung dieses Festivals fand internationale Beachtung. Mit Unterstützung von [[Jekaterina Alexejewna Furzewa]] gewann er das [[Bolschoi-Ballett]]. Das amerikanische [[Außenministerium der Vereinigten Staaten|State Department]] vermittelte ihm ein Ballett aus [[San Francisco]], das unter anderem zu Musik von [[John Cage]] tanzte. Schließlich kam auch noch die [[Hamburgische Staatsoper]] mit zwei Flugzeugen angereist, um &amp;#039;&amp;#039;[[Lulu (Oper)|Lulu]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Wozzeck (Berg)|Wozzeck]]&amp;#039;&amp;#039; aufzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das hat ein paar hunderttausend Dollar gekostet, mit den ganzen Reisen, und ich hab das alles umsonst bekommen. Und damit war alles gewonnen. Ich hab die Russen gehabt, nun die Amerikaner, und mit diesen Eckpfeilern bekam ich alles andere, das ich wollte, auch noch [...] Und als dann nach der ersten Zagreber Musikbiennale in der &amp;#039;&amp;#039;New York Times&amp;#039;&amp;#039; ein riesengroßer Artikel erschienen ist mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Revolution in Zagreb&amp;#039;&amp;#039;, da hat mich der Botschafter in Washington gefragt, wie haben Sie das gemacht, wir zahlen manchmal zehntausend Dollar, nur damit drei oder vier Sätze über Jugoslawien in der &amp;#039;&amp;#039;New York Times&amp;#039;&amp;#039; stehen, und jetzt haben wir fast eine halbe Seite!|Milko Kelemen&amp;lt;ref&amp;gt;Milko Kelemen, Zitat in [[Hartmut Krones]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Multikulturelle und internationale Konzepte in der Neuen Musik.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2008, S.&amp;amp;nbsp;473&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kelemen wechselte häufig die Länder, Städte und Wohnungen. Von 1970 bis 1973 war er Professor am [[Robert Schumann Hochschule Düsseldorf|Robert Schumann Institut]] in Düsseldorf. 1973 nahm er den Ruf als Professor für Komposition an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart an. Dort war er der Nachfolger auf dem Lehrstuhl von [[Henk Badings]]. Seitdem lebte er in Stuttgart. 1989 wurde er emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schülern Kelemens gehörten  [[Oskar Gottlieb Blarr]], [[Adriana Hölszky]], [[Dirk Reith]], [[Giovanni Sollima]], [[Mia Schmidt]] und [[Nebojša Jovan Živković]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kelemen 026.jpg|miniatur|Uraufführung Concerto 2000, Stuttgart 2009]]&lt;br /&gt;
Kelemen komponierte sowohl [[elektronische Musik]], [[Kammermusik]] und [[Oper]]n als auch andere groß besetzte Werke für Chor und Orchester. Dabei ging es ihm in erster Linie um Nachahmung und Erzählung und weniger um eine [[Ästhetik|Ästhetisierung]] der verwendeten Klänge zu musikalischem Material.&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Kutschke: &amp;#039;&amp;#039;Wildes Denken in der Neuen Musik.&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Hauptwerke Kelemens sind die Oper „Apocalyptica“ und das [[Oratorium]] „Salut au monde“. Er fasste 1953 den Entschluss, einen Text [[Walt Whitman]]s als Oratorium zu vertonen. Als er dies in den 1990er Jahren umsetzte, ging es ihm um „eine neue [[Synthese]] von allem, was in den letzten 50 Jahren musikalisch entwickelt wurde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Prinzip seines Wirkens war das Bestreben, die [[Komplexität]] [[Neue Musik|&amp;#039;&amp;#039;Neuer Musik&amp;#039;&amp;#039;]] transparenter zu machen. Seine schöpferische Grundhaltung hat er in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Klangwelten&amp;#039;&amp;#039; formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Normvorstellung meiner Werturteile geht davon aus, dass in der Musik der Einfluss der Archetypen – beziehungsweise die Wirkung des Akkords des Eindrucksvollen – von der [[Imagination]] angefangen bis hin zu Form, Sprache und Struktur erhalten bleibt.|Milko Kelemen&amp;lt;ref&amp;gt;Milko Kelemen: &amp;#039;&amp;#039;Klangwelten.&amp;#039;&amp;#039; F. Noetzel, 1997, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische und psychologische Basis für das Schaffen Kelemens war das Werk [[C. G. Jung]]s. Eine neuartige Gestaltung musikalischen Materials könne mit musikalischen [[Archetyp (Psychologie)|Archetypen]] erreicht werden, die nicht zwingend der Diktion komplizierter Kompositionstechniken unterliegen müssten. Kelemen lehnte es ab, Neuartigkeit zum Selbstzweck zu erheben. Er setzte sich vielmehr für eine [[postmoderne]] [[neue Einfachheit]] unter Verwendung der [[Onomatopoesie|Onomatopoesis]] ein: Das musikalische Gesamtgefüge wird nicht mehr formal künstlich konstruiert, um einen wechselseitigen logischen Bezug der einzelnen Teile zu erreichen. Dafür wurde eine neue Eigenqualität erzielt, indem außermusikalische Klänge lautmalerisch nachgezeichnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Kutschke: &amp;#039;&amp;#039;Wildes Denken in der Neuen Musik.&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kelemen war Autor der Bücher „Klanglabyrinthe“,&amp;lt;ref&amp;gt;Milko Kelemen: &amp;#039;&amp;#039;Klanglabyrinthe.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Klangwelten“&amp;lt;ref&amp;gt;Milko Kelemen: &amp;#039;&amp;#039;Klangwelten.&amp;#039;&amp;#039; Noetzel, Wilhelmshaven 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Schreiben an [[Igor Fjodorowitsch Strawinski|Strawinsky]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Milko Kelemen: &amp;#039;&amp;#039;Schreiben an Strawinsky.&amp;#039;&amp;#039; Kalke, Stuttgart 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Beethovenpreis]] der Stadt Bonn 1963&lt;br /&gt;
* Preis der [[Internationale Gesellschaft für Neue Musik|Internationalen Gesellschaft für Neue Musik]]&lt;br /&gt;
* Großer Jugoslawischer Staatspreis&lt;br /&gt;
* [[Chevalier des Arts et des Lettres]]&lt;br /&gt;
* [[KulturPreis Europa]] 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Besetzungszettel UA Kelemen.jpg|miniatur|hochkant|Besetzungszettel der Uraufführung der Oper „Der Belagerungszustand“]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, Ballett, 1959–1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der neue Mieter&amp;#039;&amp;#039; musikalische Szene, 1962; 1964 in Münster aufgeführt; als &amp;#039;&amp;#039;Novi stanar&amp;#039;&amp;#039; 1965 in Zagreb&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abbandonate&amp;#039;&amp;#039;, Ballett mit Gesängen, 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Belagerungszustand&amp;#039;&amp;#039;, Oper, 1966–1969; 1970 an der Hamburger Staatsoper; als &amp;#039;&amp;#039;Opsadno stanje&amp;#039;&amp;#039; 1971 in Zagreb&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Apocalyptica. Opera bestial oder „Vom Anfang und Ende“ oder „Das Buch der Bücher“&amp;#039;&amp;#039;, multimediale Ballettoper, 1973–1978; konzertant 1979 in Graz aufgeführt; komplett 1982 in Dresden (mit [[Arila Siegert]] und [[Gerald Binke]])&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Dahlhaus u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Oper, Operette, Musical, Ballett&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 6. Piper, München 1997, S.&amp;amp;nbsp;649&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Salut au Monde&amp;#039;&amp;#039; für Sprecher, Vokalsolisten, Chor (24-stimmig), großes Orchester und Lichtaktionen (Idee 1953, Komposition 1996).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dom Bernarde Albe&amp;#039;&amp;#039;, Ballett (1998; 1999 in Zagreb aufgeführt)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Concerto 2000&amp;#039;&amp;#039; für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Knabenstimme und Orchester, nach einem Text von Walt Whitman; Uraufführung 2009 in Stuttgart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Beate Kutschke |Titel=Wildes Denken in der Neuen Musik |Verlag=Königshausen und Neumann |Ort=Würzburg |Datum=2002 |ISBN=3-8260-2243-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118561030|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sikorski.de/308/de/kelemen_milko.html Informationen zu Milko Kelemen und seinen Werken auf der Website des Musikverlags Sikorski]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118561030|LCCN=n80136295|VIAF=116440208}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kelemen, Milko}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kroate]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2018]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kelemen, Milko&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jugoslawischer bzw. kroatischer Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. März 1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Slatina (Kroatien)|Slatina]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. März 2018&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tycho.brodersen</name></author>
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