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	<title>Milchverwandtschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2026-04-01T07:41:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milchverwandtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stillverwandtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein besonders im [[Judentum]] und im [[Islam]] verbreitetes Konzept, dem zufolge das [[Stillen]] von Säuglingen und Kleinkindern zwischen den beteiligten Personen ein ähnliches [[Verwandtschaftsbeziehung|Verwandtschaftsverhältnis]] herstellt wie die [[Blutsverwandtschaft]]. Milchgeschwisterschaft entsteht dadurch, dass entweder verschiedene Frauen Stillgemeinschaften bilden oder eine [[Amme]] das Kind stillt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Judentum ==&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass durch Muttermilch verwandtschaftliche Beziehung entsteht, lässt sich bereits biblisch belegen. Im [[Hebräische Sprache#Althebräisch|biblischen Hebräisch]] wird Verwandtschaft in der Regel durch Samen ({{hboS|זֶרַע&amp;amp;lrm;}}) oder „Knochen und Fleisch“ ({{hboS|עֶצֶם וַבָּשָּׂר&amp;amp;lrm;}}) hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chapman-2012&amp;quot; details=&amp;quot;S. 2&amp;quot;&amp;gt;Cynthia Chapman: &amp;#039;&amp;#039;“Oh that you were like a brother to me, one who had nursed at my mother’s breasts”. Breast Milk as a Kinship-Forging Substance.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Hebrew Scriptures (JHS).&amp;#039;&amp;#039; Band 12, Nr. 7, 2012, S.&amp;amp;nbsp;1–41 (englisch; [http://www.jhsonline.org/Articles/article_169.pdf PDF, 620&amp;amp;nbsp;kB, 42 Seiten] auf jhsonline.org).&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch wurde auch das im orientalischen Umfeld verbreitete Motiv, wonach menschliche Könige häufig als an den Brüsten einer Göttin saugend dargestellt wurden, um deren königliche Legitimität zu demonstrieren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chapman-2012&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 8 &amp;quot;/&amp;gt; (so zum Beispiel der assyrische König [[Aššur-bāni-apli]]), in den prophetischen Schriften des Alten Testaments aufgegriffen und umgedeutet. So wird in {{B|Jes|49|23}} angekündigt, dass [[Zion]] von Königinnen gesäugt wird, um somit selbst königlichen Status zu erhalten, was als Ansage der künftigen Herrlichkeit Zions in {{B|Jes|60|16}} erneut aufgegriffen wird. Und in {{B|Jes|66|11}} sind es die Exilierten selbst, die an der Brust Jerusalems saugen, um dadurch ihre Identität als Israeliten wiederzugewinnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chapman-2012&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 13 &amp;quot;/&amp;gt; Demnach werden durch die Muttermilch verwandtschaftliche Beziehungen hergestellt. In {{B|Hld|8|1}} wird diese Vorstellung konkretisiert. Hier wünscht die Liebende, dass ihr Geliebter von ihrer Mutter gesäugt worden wäre, um somit als Milchbruder nicht den üblichen Restriktionen bezüglich des öffentlichen Kontakts zwischen Mann und Frau unterworfen zu sein (vergleichbar den [[#Islam|muslimischen Vorstellungen]]). Nach alttestamentlicher Vorstellung konstituiert das Stillen also eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen Amme und Kind und somit auch eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen den Kindern, die von der gleichen Amme gestillt wurden. Dennoch findet sich im [[Altes Testament|Alten Testament]] kein Bild von der Fürsorge einer Amme, was darauf schließen lässt, dass Ammen im Judentum nur eine geringe Rolle hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rac384&amp;quot;&amp;gt;Theodor Hopfner, Theodor Klauser: &amp;#039;&amp;#039;Amme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon für Antike und Christentum]] (RAC)&amp;#039;&amp;#039; 1, Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart 1950, Sp. 384.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mayer Irwin Gruber belegt sogar anhand der im Alten Testament überlieferten Kinderzahlen, dass die Frauen im Alten Testament ihre Kinder üblicherweise drei Jahre lang selbst stillten und somit während der Zeit nicht in der Lage waren, weitere Kinder zu gebären ([[Empfängnisverhütung#Stillzeit|begrenzte empfängnisverhütende Wirkung des Stillens]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Mayer Irwin Gruber: {{Webarchiv|url=http://www.jtsa.edu/Documents/pagedocs/JANES/1989%2019/Gruber19.pdf |wayback=20101217083734 |text=&amp;#039;&amp;#039;Breast-Feeding Practices in Biblical Israel and in Old Babylonian Mesopotamia.&amp;#039;&amp;#039;   }} (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Ancient Near Eastern Society (JANES)&amp;#039;&amp;#039; 19 (1989), S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im [[Altes Testament|Alten Testament]] und im griechischen Umfeld der Einsatz von Ammen nicht abgelehnt wurde, war deren Anstellung im [[Rabbinisches Judentum|rabbinischen Judentum]] unüblich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rac384&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Mischna]] definiert in mKet 5,5 das Säugen eines Kindes als Regelverpflichtung für eine jüdische Ehefrau, die lediglich dann nicht erfüllt werden muss, wenn die Ehefrau mindestens zwei Sklavinnen mit in die Ehe einbringt. Diese Anordnung wird im [[Talmud#Babylonischer Talmud|Babylonischen Talmud]] dahingehend entfaltet, dass das Säugen eines Kindes eine Beziehung zwischen Kind und Mutter oder Amme generiert. Es wird aber nicht weiter auf die Milchverwandtschaft und daran hängende rechtliche Folgen eingegangen, wahrscheinlich weil der Einsatz von Ammen eng an ökonomische Voraussetzungen geknüpft wurde und Milchverwandtschaft somit ein seltenes Oberklassenphänomen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayer Irwin Gruber: &amp;#039;&amp;#039;Breast-Feeding Practices in Biblical Israel and in Old Babylonian Mesopotamia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Ancient Near Eastern Society.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;19, 1989, S. 61–83, hier S. 74/75 (englisch; [https://web.archive.org/web/20160328135212/http://jtsa.edu/Documents/pagedocs/JANES/1989%2019/Gruber19.pdf PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB, 23&amp;amp;nbsp;Seiten] auf web.archive.org).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Islam ==&lt;br /&gt;
Im [[Islam]] gelten für Milchverwandte die gleichen [[Eheverbot|Heiratsverbote]] wie für leibliche Verwandte (auch Milchverwandte gelten als &amp;#039;&amp;#039;[[Mahram]]&amp;#039;&amp;#039;). Der [[Koran]] enthält in der 4.&amp;amp;nbsp;Sure &amp;#039;&amp;#039;[[an-Nisā&amp;#039;]]&amp;#039;&amp;#039; („Die Frauen“) in [[Āya|Vers]]&amp;amp;nbsp;23 ([http://www.corpuscoranicum.de/index/index/sure/4/vers/23 4:23]) – an Männer gerichtet – das ausdrückliche Verbot, Nährmütter oder Milchschwestern zu ehelichen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koran 4-23&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text= Verboten (zu heiraten) sind euch […] eure Nährmütter, eure Nährschwestern, […]&lt;br /&gt;
 |Autor= Übersetzung: [[Rudi Paret]] (1966)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständige Gleichsetzung von Milchverwandten und [[Blutsverwandtschaft|Blutsverwandten]] wird durch ein überliefertes Prophetenwort ([[Hadith]]) hergestellt: „Das Stillen macht das Gleiche verboten, was auch die Geburt verboten macht“ &amp;#039;&amp;#039;(Ar-Riḍāʿa tuḥarrimu mā tuḥarrimu l-wilāda)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche [[Ibn Radschab]]: &amp;#039;&amp;#039;Ǧāmiʿ al-ʿulūm wa&amp;#039;l-ḥikam fī šarḥ ḫamsīna ḥadīṯan min Ǧawāmiʿ al-kalim.&amp;#039;&amp;#039; Manšūrāt Dār an-Naṣr, Damaskus um 1980, S. 385.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sozialen Umgang miteinander sind Milchverwandte deshalb nicht den gleichen Einschränkungen unterworfen wie Personen, die einander fremd sind. So haben Frauen gegenüber milchverwandten Männern keine Pflicht zur Verhüllung ([[Hidschab]]). Einer Frau, die einen derart ungezwungenen Umgang mit ihrem früheren und mittlerweile erwachsenen [[Adoption|Adoptivsohn]] wünschte, soll der [[Mohammed|Prophet Mohammed]] selbst empfohlen haben, diesen zu stillen. Diese Überlieferung wurde in der Vergangenheit von vielen muslimischen Gelehrten als Beleg dafür betrachtet, dass es auch erlaubt sei, erwachsene Männer zu stillen. Über die Frage, wie oft eine Frau ein männliches Kind (oder einen erwachsenen Mann) gestillt haben muss, um eine Milchverwandtschaft zu begründen, gingen die Meinungen aber auseinander. Während die [[Schafiiten]] und [[Zahiriten]] unter Verweis auf Überlieferungen von [[Aischa bint Abi Bakr]] lehrten, dass dafür fünf Stillsitzungen notwendig seien, meinten die [[Malikiten]] und die [[Hanafiten]], eine einzige Stillsitzung reiche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche Schacht/Burton 361b–362a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- ??? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute noch wird das Stillen erwachsener Männer von einzelnen muslimischen Gelehrten als Mittel zur Umgehung des Verhüllungsgebotes empfohlen. So erklärte der Leiter der Fakultät für [[Hadith]]-Wissenschaften an der [[Azhar (Ägypten)#Azhar-Universität|al-Azhar-Universität]] in Kairo, ʿIzzat ʿAtīya, 2007 in einer Rechtsauskunft ([[Fatwa]]) das Stillen von Erwachsenen als erlaubt, damit nicht miteinander verwandte Männer und Frauen sich gemeinsam in denselben Räumlichkeiten aufhalten dürfen. Konkret sei es weiblichen Mitarbeitern einer Firma erlaubt, ihre männlichen Arbeitskollegen zu diesem Zweck einige Male zu „stillen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich äußerte sich 2010 der saudische Gelehrte ʿAbd al-Muhsin al-ʿUbaikān, ein Berater am Hof von König [[Abdullah ibn Abd al-Aziz]], in einem Fatwa. Er erklärte, dass der Islam mit dem Konzept der Milchverwandtschaft ein Mittel zur Verfügung stelle, um das allgemein geltende Verbot der Geschlechtervermischung zu umgehen, und empfahl in diesem Zusammenhang das Herstellen von Stillbeziehungen zwischen den beteiligten Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;al-Arabiya 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gutachten der beiden Gelehrten riefen sowohl in ihren Ländern als auch international große Empörung hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orientalisches Christentum ==&lt;br /&gt;
Da die Vorstellung, dass Muttermilch verwandtschaftliche Bande konstituiert, nicht nur im Judentum, sondern auch im nicht-jüdischen antiken Mittelmeerraum bestand, wurde sie auch im Christentum aufgegriffen. Im römischen Bereich allerdings wurde dieses Konzept aufgrund seiner Nähe zur Adoption bereits in der Antike durch ein Konzept der &amp;#039;&amp;#039;geistlichen Verwandtschaft&amp;#039;&amp;#039; bei bestehender [[Pate]]nschaft ersetzt,&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Parkes: &amp;#039;&amp;#039;Milk kinship in Islam. Substance, structure, history.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comparative Studies in Society and History (CSSH)&amp;#039;&amp;#039; 13 (2005), S. 320.&amp;lt;/ref&amp;gt; das beispielsweise Einfluss auf das Eherecht hat. So waren Ehen zwischen Pateneltern und Patenkindern in der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] bis 1983 untersagt (can. 1079 [[Codex Iuris Canonici|CIC/1917]]) und sind es bis heute in den [[Unierte Kirchen (katholisch)|unierten Kirchen]] (can. 811 [[Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium|CCEO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Altorientalische Kirchen|orientalischen Kirchen]] hingegen gilt weiterhin auch Milchverwandtschaft als Ehehindernis. In der [[Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien|Syrisch-Orthodoxen Kirche]] gilt nach Aufweis des Nomocanon des [[Barhebräus]] (13. Jh.), dass zwei Kinder, die von der gleichen Amme gestillt wurden, nicht erlaubt heiraten können, wobei die Verwandtschaft zwischen Milchgeschwistern genauso wie die Verwandtschaft zwischen [[Verwandtschaftsbeziehung#Geschwister|natürlichen Geschwistern]] behandelt wird und sich das Ehehindernis somit auch auf die Angehörigen erstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Nomocanon Gregorii Barhebraei VIII, 3&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Koptische Kirche|Koptischen Kirche]] gilt die Bestimmung nach Aufweis [[Fetha Negest|Ibn al-ʿAssāls]] (13.&amp;amp;nbsp;Jh.) gleichermaßen;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fetha Negest]] XXIV, II, 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ibn Sabāʿ (13. Jh.) spricht diese Ausdehnung jedoch nicht an, so dass hier das Ehehindernis nur für die betroffenen Milchgeschwister zu gelten scheint.&amp;lt;ref&amp;gt;Al-ğawhratu an-nafīsatu fī ʿulūm al-kanīsati 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Armenische Apostolische Kirche|Armenischen Kirche]] stellt die Milchverwandtschaft ebenfalls nur für die betroffenen Milchgeschwister ein Ehehindernis dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Mxit&amp;#039;ar Goš 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Umstritten ist allerdings, ob diese Quellen des orientalischen Kirchenrechts originär christliche Ideen aufgreifen oder muslimisch beeinflusst wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Parkes: &amp;#039;&amp;#039;Milk kinship in Islam. Substance, structure, history.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comparative Studies in Society and History (CSSH).&amp;#039;&amp;#039; Nr. 13, 2005, S. 307–329 (nimmt einen muslimischen Einfluss an).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Mitterauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Christianity and endogamy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Continuity and Change (CON).&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6, 1991, S. 295–333. (schließt einen muslimischen Einfluss aus).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurioses ==&lt;br /&gt;
In [[Christian Morgenstern]]s [[Gedicht]] &amp;#039;&amp;#039;Lorus&amp;#039;&amp;#039; (aus &amp;#039;&amp;#039;Palmström&amp;#039;&amp;#039;) wird ein „Stiefmilchbruder“ des bei Morgenstern regelmäßig auftretenden Charakters Korf erwähnt; dieser Verwandtschaftsgrad existiert realiter jedoch nirgends.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Westermarck-Effekt]] (gemeinsam aufwachsende nichtverwandte Kinder finden sich nicht sexuell anziehend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cynthia Chapman: &amp;#039;&amp;#039;“Oh that you were like a brother to me, one who had nursed at my mother’s breasts”. Breast Milk as a Kinship-Forging Substance.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Hebrew Scriptures (JHS).&amp;#039;&amp;#039; Band 12, Nr. 7, 2012, S.&amp;amp;nbsp;1–41 (englisch; [http://www.jhsonline.org/Articles/article_169.pdf PDF, 620&amp;amp;nbsp;kB, 42 Seiten] auf jhsonline.org).&lt;br /&gt;
* Jean Dauvillier, Carlo de Clercq: &amp;#039;&amp;#039;Le Mariage en Droit Canonique Oriental.&amp;#039;&amp;#039; Librairie du Recueil Sirey, Paris 1936 (französisch).&lt;br /&gt;
* Avner Giladi: &amp;#039;&amp;#039;Breast-Feeding in Medieval Islamic Thought. A Preliminary Study of Legal and Medical Writings.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Journal of Family History.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;23, 1998, S.&amp;amp;nbsp;107–123 (englisch).&lt;br /&gt;
* Avner Giladi: &amp;#039;&amp;#039;Infants, Parents and Wet Nurses. Medieval Islamic views on Breast-feeding and their social implications.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1999 (englisch).&lt;br /&gt;
* Mayer Irwin Gruber: &amp;#039;&amp;#039;Breast-Feeding Practices in Biblical Israel and in Old Babylonian Mesopotamia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Ancient Near Eastern Society.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;19, 1989, S.&amp;amp;nbsp;61–83 (englisch; [https://web.archive.org/web/20160328135212/http://jtsa.edu/Documents/pagedocs/JANES/1989%2019/Gruber19.pdf PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB, 23&amp;amp;nbsp;Seiten] auf web.archive.org).&lt;br /&gt;
* Peter Parkes: &amp;#039;&amp;#039;Milk Kinship in Islam. Substance, Structure, History.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Social Anthropology.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;13, Nr.&amp;amp;nbsp;3, 2005, S.&amp;amp;nbsp;307–329 (englisch).&lt;br /&gt;
* J. Schacht, J. Burton: &amp;#039;&amp;#039;Raḍāʿ. 1. Legal aspects.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;8, S.&amp;amp;nbsp;361a–362b (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Nachrichten aus dem Ausland&lt;br /&gt;
   |titel=Rechtsgutachten sorgt für Unruhen in Ägypten&lt;br /&gt;
   |url=https://www.islaminstitut.de/2007/rechtsgutachten-sorgt-fuer-unruhen-in-aegypten/&lt;br /&gt;
   |hrsg=[[Institut für Islamfragen]]&lt;br /&gt;
   |datum=2007-05-29&lt;br /&gt;
   |kommentar=Überlieferungswissenschaftler beharrt auf der Legitimität des sogenannten Stillens von Erwachsenen&lt;br /&gt;
   |zugriff=2019-01-30}}&lt;br /&gt;
*  {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Saleh bin Fauzan bin Abdul-Lah al-Fauzan&lt;br /&gt;
   |titel=Fatwa zum Stillen von Erwachsenen&lt;br /&gt;
   |url=https://www.islaminstitut.de/2008/fatwa-zum-stillen-von-erwachsenen/&lt;br /&gt;
   |werk=Fatawa (Gutachten)&lt;br /&gt;
   |hrsg=[[Institut für Islamfragen]]&lt;br /&gt;
   |datum=2008-10-23&lt;br /&gt;
   |zugriff=2019-01-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koran 4-23&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=[[Rudi Paret]]&lt;br /&gt;
 |titel=Koran Sure&amp;amp;nbsp;4: Die Frauen&lt;br /&gt;
 |url=http://www.koransuren.de/koran/sure4.html&lt;br /&gt;
 |werk=koransuren.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Deutsche Koran Übersetzung&lt;br /&gt;
 |kommentar=Paret, 1901–1983, war deutscher Philologe und Islamwissenschaftler, von ihm stammt eine maßgebliche deutsche [[Koranübersetzung]]; die Internetseite bietet den Vergleich zwischen 4&amp;amp;nbsp;Übersetzungen&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160314074247/http://www.koransuren.de/koran/sure4.html&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2016-03-14&lt;br /&gt;
 |zugriff=2019-01-30&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=[[Kurt Rudolph]]&lt;br /&gt;
 |titel=Der Koran – Kapitel&amp;amp;nbsp;4 – Vierte Sure: Die Frauen&lt;br /&gt;
 |url=https://www.projekt-gutenberg.org/henning/koran/chap004.html&lt;br /&gt;
 |werk=[[Projekt Gutenberg-DE]]&lt;br /&gt;
 |kommentar=Quelle: Reclam Verlag 1970&lt;br /&gt;
 |zugriff=2019-01-30&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC 2007&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Meldung&lt;br /&gt;
 |titel=Breastfeeding fatwa causes stir&lt;br /&gt;
 |url=http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/6681511.stm&lt;br /&gt;
 |werk=[[BBC News]]&lt;br /&gt;
 |datum=2007-05-22&lt;br /&gt;
 |sprache=en&lt;br /&gt;
 |zitat=Dr Izzat Atiya […] said that if a woman fed a male colleague »directly from her breast« at least five times they would establish a family bond and thus be allowed to be alone together at work.&lt;br /&gt;
 |zugriff=2019-01-30&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;al-Arabiya 2011&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Meldung&lt;br /&gt;
 |titel=Fatwa fight rages between Saudi clerics&lt;br /&gt;
 |url=http://www.alarabiya.net/articles/2010/07/01/112770.html&lt;br /&gt;
 |werk=[[al-Arabiya]]&lt;br /&gt;
 |datum=2010-07-01&lt;br /&gt;
 |sprache=en&lt;br /&gt;
 |zitat=Obeikan said an adult man is considered a woman’s son if she breastfeeds him. So, if gender mixing is to be allowed in Islam women should breastfeed men to create a family-like environment and minimize chances of unauthorized sexual relations. The issue of adult breastfeeding, loosely based on a story from the early Islamic era, has infuriated both conservatives and liberals alike and was also condemned by women rights activists. The fatwa was also seen as a way of getting around the ban on mixing of unrelated men and women.&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120828173847/http://www.alarabiya.net/articles/2010/07/01/112770.html&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2012-08-28&lt;br /&gt;
 |zugriff=2019-01-30&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwandtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindheit und Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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