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	<title>Milchpulver - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:47:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Milchpulver&amp;diff=131265&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;D-Kuru: Umformulierung Eingangsatz (Erster Satz: _Was_ ist es? -&gt; Beschreibung. Herstellung danach)</title>
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		<updated>2025-12-01T11:02:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umformulierung Eingangsatz (Erster Satz: _Was_ ist es? -&amp;gt; Beschreibung. Herstellung danach)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:PowderedMilk.jpg|mini|Milchpulver]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milchpulver&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bzw. &amp;#039;&amp;#039;Trockenmilch&amp;#039;&amp;#039;) ist eine weiße, pulvrige Substanz, die aus [[Milch]] hergestellt wird. Bei der Herstellung wird der Milch dazu das gesamte freie [[Wasser]] entzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die erste Fertig-Trockenmilch für die Säuglingsernährung wurde 1865 von [[Justus von Liebig]] entwickelt, zwei Jahre später veränderte [[Henri Nestlé]] in [[Vevey]] das Rezept und verkaufte das neue Produkt unter seiner Marke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Verfahren zur Produktion von Milchpulver in den Vereinigten Staaten wurde von dem in New York City beheimateten [[Samuel R. Percy]] erfunden. Er erhielt am 9. April 1872 darauf ein US-Patent.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=125406| Code=A| Titel=Improvement in drying and concentrating liquid substances by atomizing| V-Datum=1872-04-09| Erfinder=Samuel R. Percy}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber erfolgte der erste Prozess zur Produktion von Milchpulver außerhalb der Vereinigten Staaten bereits Jahre früher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Vollmilch]] hat einen Wasseranteil von etwa 87,5 %. Dieser wird zur Pulverherstellung auf ungefähr 3 % reduziert (unfreies Wasser). Zur Herstellung von einem Kilogramm Milchpulver sind etwa sechs bis sieben Liter Milch erforderlich.&lt;br /&gt;
Vollmilchpulver wird aus Vollmilch mittels [[Trocknung]] hergestellt. Vor dem Trocknungsschritt wird der Anteil an Trockensubstanz in Verdampferapparaten erhöht. Das fertige Produkt enthält rund 26 % Fett, 25 % [[Protein]]e, 38 % [[Lactose|Milchzucker]] und 7 % Milchsalze. Magermilchpulver ist ein aus [[Magermilch]] durch Trocknung hergestelltes Milchtrockenprodukt (Restwassergehalt etwa 4 %). Magermilchpulver enthält rund 36 % Proteine und 52 % Milchzucker.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Töpel: &amp;#039;&amp;#039;Chemie und Physik der Milch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Molkenpulver wird aus [[Molke]] gewonnen. Molke ist ein bei der Käseherstellung anfallendes Nebenprodukt. Molke gibt es als Süßmolkenpulver oder Sauermolkenpulver. Molkenpulver enthält rund 11 % Proteine und 70 % Milchzucker.&amp;lt;ref&amp;gt;Homepage von [[Nordmilch]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei der [[Trocknung|Dehydratisierung]] angewendeten Verfahren werden in [[Sprühtrocknung]] und [[Walzentrocknung]] unterschieden. Bei der Dehydration verliert die Milch einen Teil ihrer [[Vitamin]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Milchpulver wird oft zur Herstellung von [[Käse]], [[Joghurt]] sowie Süß- und Backwaren, vor allem [[Schokolade]], benutzt, als auch als Grundstoff für Instant-Babynahrung. Außerdem wird Milchpulver in Bereichen verwendet, in denen auf gewichtsreduzierte und haltbare Lebensmittel Wert gelegt wird, zum Beispiel im Freizeit-Outdoorsektor oder in Katastrophengebieten. In [[Bulgarien]] wird der [[Salzlakenkäse]] teilweise aus Milchpulver hergestellt. Volkswirtschaftlich von Bedeutung ist die subventionierte Milchüberproduktion in der [[Europäische Union|EU]] und vielleicht auch in der [[Schweiz]] und den [[Vereinigte Staaten|USA]], die zu einem großen Teil zu Milchpulver verarbeitet wird und in den [[Export]] gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schweizerbauer.ch/politik--wirtschaft/agrarwirtschaft/eu-steigert-milchpulverexporte-48269.html |titel=EU steigert Milchpulverexporte |werk=[[Schweizer Bauer|schweizerbauer.ch]] |datum=2019-03-22 |abruf=2019-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.swiss-milkpowder.ch/expo/meaning.asp?lang=de&amp;amp;id_session=%27%7B3F32D4C0-161F-477F-8166-14C0415D8892%7D%27&amp;amp;rnd=%7B90372043-15F3-488F-98C8-A1A30699B9CA%7D |titel=Bedeutung der Schweizer Milchpulverexporte |werk=swiss-milkpowder.ch |abruf=2019-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dialog-milch.de/im-fokus-eu-milchpulver-und-der-milchmarkt-in-afrika/ |titel=Im Fokus: EU-Milchpulver und der Milchmarkt in Afrika |werk=dialog-milch.de |abruf=2019-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge ihrer geänderten [[Gemeinsame Agrarpolitik|Agrarpolitik]] kauft die EU seit 2014 bis zur Höchstmenge von jährlich 109.000&amp;amp;nbsp;t (2006: 350.000&amp;amp;nbsp;t, 2018 und 2019: 0&amp;amp;nbsp;t) zum [[Interventionspreis]] von 1,698&amp;amp;nbsp;EUR/kg Sprühmagermilchpulver an; über diese mengenmäßigen Beschränkungen hinaus können die Interventionsstellen es bis zu diesem Höchstpreis im Ausschreibungsverfahren ankaufen und zum späteren Verkauf einlagern.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 1a Abs. 1 e) ii), Art. 2 Abs. 1 a), Art. 3 Abs. 1 der {{EU-Verordnung|2013|1370|titel=des Rates vom 16. Dezember 2013 mit Maßnahmen zur Festsetzung bestimmter Beihilfen und Erstattungen im Zusammenhang mit der gemeinsamen Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse}}; [[Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung]] (BLE, deutsche Marktordnungsstelle gem. {{§|7|mog|juris}} MOG): [https://www.ble.de/DE/Themen/Marktorganisation/Intervention/Milchprodukte/milchprodukte_node.html Intervention von Milchprodukten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn aus Milchpulver wieder Milch hergestellt wird, spricht man von Trockenmilch. Dies kann entweder im Haushalt oder auch industriell erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magermilchpulver wird in der [[Biochemie]] bzw. [[Molekularbiologie]] verwendet, um bei immunologischen Nachweisreaktionen, zum Beispiel nach einem [[Western Blot]], nicht-spezifische Bindungsstellen der verwendeten [[Antikörper]] mit Proteinen zu blockieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Alfred Pingoud]], Claus Urbanke | Titel=Arbeitsmethoden der Biochemie | Verlag=Walter de Gruyter | ISBN=3-11-016513-9 | Jahr=1997| Ort=Berlin}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Lebensmittelqualität wird Milchpulver ebenso in Futtermittelqualität oder für Köder ([[Boilie]]) angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung und Geschmack ==&lt;br /&gt;
Der Lebensmittelchemiker [[Josef Tillmans]] hat eingehende Studien zu den Ursachen von geschmacklichen Beeinträchtigungen bei Trockenmilch durchgeführt. Er empfiehlt die Lagerung von Milchpulver in fest verschlossenen Gefäßen in einem gleichmäßig temperierten kühlen Raum und fern von Wasserdampf, um Zersetzungserscheinungen zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tillmans&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Josef Tillmans]] |Titel=Lehrbuch der Lebensmittel-Chemie |Verlag=Springer |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2013-08-13 |ISBN=978-3-662-29961-6 |DOI=10.1007/978-3-662-29961-6 |VerlagEA=J. F. Bergmann |OrtEA=München |JahrEA=1927 |Kapitel=Trockenmilch oder Milchpulver |Seiten=130–133 |Online={{Google Buch |BuchID=TiWyBgAAQBAJ |Seite=130}} |Abruf=2018-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen Untersuchungen nimmt das Pulver leicht Feuchtigkeit aus der Luft auf und wird dadurch zunächst sandig ([[Kristallisation]] des Milchzuckers), später vollkommen unlöslich (Kristallisation des [[Casein]]s), bis es letztlich einen unangenehmen Geruch und Geschmack entwickelt ([[Biotische Zersetzung|bakteriologische Proteinzersetzung]]). Direkte Sonneneinstrahlung bewirkt einen {{&amp;quot;|eigentümlichen talgigen Geschmack}} (Zersetzung des Fettes durch [[UV-Strahlung]]). Der Kontakt mit Sauerstoff ist hingegen bei trockenem Pulver erst nach einem halben bis einem Jahr relevant, wenn sich [[Ranzig (Fett)|Fett-Oxidationsprozesse]] bemerkbar machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tillmans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Milchpulver ist zur Herstellung der Trockenmilch mit heißem Wasser zu übergießen, da es kalt aufgelöst leicht ausbuttert. Wurde das Pulver zuvor adäquat gelagert, so ist für nach dem Sprühtrocknungsverfahren („Krause-Verfahren“) hergestelltes Milchpulver die daraus zubereitete Trockenmilch geschmacklich &amp;quot;nicht von gekochter Frischmilch zu unterscheiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tillmans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
Die Milchpulverherstellung ist ein sehr energieintensives Verfahren, besonders was die eigentliche Trocknung im Sprüh- oder Walzentrockner betrifft. Aus diesem Grund wird versucht, durch das vorherige Eindampfen eine möglichst hohe Trockensubstanz im Konzentrat zu erreichen.&lt;br /&gt;
Außerdem gehen durch die Trocknung Vitamine verloren, in etwa gleich viel wie bei der Produktion von H-Milch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/sendungen/puls/alltag-umwelt/milchpulver-fast-so-gut-wie-sein-ursprung |titel=Alltag &amp;amp; Umwelt – Milchpulver – Fast so gut wie sein Ursprung |datum=2015-03-23 |autor=Daniela Huwyler |abruf=2018-05-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher werden manchen Milchpulvern später Vitamine wieder zugesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kuhmilchsorten, Milchverarbeitung und Gesundheit – food-monitor |Sammelwerk=food-monitor |Datum=2009-08-06 |Online=http://www.food-monitor.de/2009/08/kuhmilchsorten-milchverarbeitung-und-gesundheit/ |Abruf=2018-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorteile sind die Lagermöglichkeit über längere Zeiträume (in Papiersäcken etwa sechs Monate), somit ist es zur Anlage von Notreserven geeignet, die geringen Lagerkosten (wenig Platz, keine Tanks und keine Kühlung erforderlich), die sich daraus ergebenden guten Transportmöglichkeiten des Milchpulvers sowie die Möglichkeit, in deutlich kürzerer Zeit mithilfe von [[Wasserkocher]]n heiße Milchgetränke (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Heiße Schokolade]]) zuzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kaffeeweißer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|41579|Autor=Albert Pfiffner}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensmittellexikon.de/k0000190.php Wissen rund um Lebensmittel, Ernährung und Kochen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dauermilcherzeugnis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;D-Kuru</name></author>
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