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	<title>Mikroform - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T00:36:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mikroform&amp;diff=24544&amp;oldid=prev</id>
		<title>2001:16B8:C16A:5400:B455:6C76:B7A:7C93: /* Spezielle Einsatzgebiete */</title>
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		<updated>2025-04-02T19:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Spezielle Einsatzgebiete&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Archium KlausWendel ColorMicrofilm Laserrecording 20090302.png|mini|Farbmikrofilm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mikroform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Oberbegriff für auf [[Film (Foto)|Filmmaterial]] verkleinerte analoge Abbildungen von gedruckten Vorlagen sowie direkt auf das Medium wie auf einen Drucker geschriebene digitale Informationen (Computer Output on Microfilm (COM)). Die wichtigsten Mikroformen sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mikroplanfilm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mikrofiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von französisch &amp;#039;&amp;#039;fiche&amp;#039;&amp;#039;, Blatt, Zettel) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mikrofilm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf Spulen oder in Kassetten (Rollfilm). Am verbreitetsten ist Mikroplanfilm, Format 105 mm × 148 mm (DIN A6), 16-mm- und 35-mm-Mikrofilme auf Spulen. Eine Sonderform stellt die Filmkarte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.computerwoche.de/a/isg-speichert-bilder-und-texte-auf-com,1174385|titel=ISG speichert Bilder und Texte auf COM|hrsg=[[Computerwoche]]|datum=1984-05-18|zugriff=2015-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dar, eine [[Lochkarte]], in der auf der linken oder rechten Seite ein Fenster ausgestanzt ist, in das ein 35-mm-Mikrofilmbild eingeklebt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzgebiete allgemein ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GKD mirofiche 1988 05 single.jpg|mini|links|Karte der [[Gemeinsame Körperschaftsdatei|GKD]] auf Mikrofiche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mikrofiche Ausschnitt.jpg|mini|Mikrofiche (Scan eines Ausschnittes im Kleinbildformat)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mikroformen werden vor allem zur [[Archiv]]ierung benutzt. Ein Grund für die Verfilmung ist die verhältnismäßig lange Haltbarkeit und technische Unabhängigkeit des Mediums. Viele lang aufzubewahrende, vom Verfall bedrohte, aber auch besonders kostbare Dokumente/[[Publikation]]en werden deshalb verfilmt; parallel kann auch eine [[Digitalisierung]] vorgenommen werden. Man spricht in diesem Fall von „[[Hybride Archivierung|Hybrider Archivierung]]“. Mikrofilme werden mit Mikrofilm-Lesegeräten gelesen und mittels Lese-/Rückvergrößerungsgeräten können neben dem Lesen auch Reproduktionen hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Filmlochkarte.jpg|mini|Filmlochkarte mit Mikrofilm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Aufkommen leistungsfähiger rein digitaler [[Revisionssicherheit|revisionssicherer]] Archivsysteme für Massendaten erfolgte die gesetzlich vorgeschriebene Archivierung von Geschäftsfällen (z.&amp;amp;nbsp;B. Kopien aus der Rechnungsschreibung, Zahlungsvorgänge eines Monats/Quartals/… auf Bankkonten) weit überwiegend per digitaler COM-Verfilmung auf Mikrofiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Archivierung zog man bis zur breiten Verfügbarkeit passender Speichermedien für Computer auch Vorteile aus dem geringen Platzbedarf und der Möglichkeit der Vervielfältigung. Größere Auskunftssysteme beispielsweise für Fernsprechteilnehmer, Katalogbestellungen und Reisebuchungen basierten auf diesem Verfahren. Auch wurden umfangreiche technische Dokumentationen zum Beispiel in der Fahrzeugbranche auf Mikroformen abgelegt und für Filialen/Werkstätten vervielfältigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Mikrofilm wurde von [[René Dagron]] im Jahre 1859 in Paris erfunden. Bei der Belagerung von Paris während des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] in den Jahren 1870/71 half er mit, die Kommunikation zwischen dem unbesetzten Frankreich und der Hauptstadt zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mikrofilm bietet mehrere Vorteile gegenüber digitalen Speichermedien, darum ist in den 2020er Jahren keine Ablösung des Mikrofilms durch digitale Speichermedien abzusehen. Ein Mikrofilm ist als Speichermedium sehr lange haltbar, man geht bei entsprechender Lagerung von 500 Jahren Haltbarkeit aus. Zudem können Informationen mit einfachsten Mitteln zurückgewonnen werden, es genügt ein Vergrößerungsglas. In Hinsicht auf Kosten, Sicherheit und Beständigkeit gilt Mikrofilm in den 2020er Jahren als Langzeitspeichermedium als konkurrenzlos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BBK/DE/2018/Bundessicherungsverfilmung_seit_57_Jahren.html |titel=Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe - Meldungen - Mikrofilm sticht auch heute noch Digitalbild: 57 Jahre Bundessicherungsverfilmung |titelerg= |werk=bbk.bund.de |hrsg= |datum= |seiten= |offline= |archiv-url= |archiv-datum= |zugriff=2020-05-04 |format= |sprache= |kommentar= |zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Microform-reader.jpeg|mini|Älteres Mikrofiche-Lesegerät]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2022-09-16 GLAM on Tour Zentralbibliothek Zürich (Martin Rulsch) 039.jpg|thumb|Modernes Mikrofiche-Lesegerät in der [[Zentralbibliothek Zürich]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften von Mikroformen sind in verschiedenen [[DIN]]-, EN- und [[International Organization for Standardization|ISO]]-Normen definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mikrofilmbasis besteht normalerweise aus [[Polyester]] ([[Polyethylenterephthalat]]), früher wurde auch [[Celluloseacetat|Acetat]] verwendet. Die lichtempfindliche Beschichtung besteht aus einer Silberhalogenid-Emulsion (Silberfilm) oder einer Verbindung aus [[Diazoniumsalze]]n (Diazofilm). In der Regel werden vom qualitativ höherwertigen Silberfilm (vergleichbar mit einem [[Glasmaster (Presswerk)|Masterfilm]]) Abzüge auf Diazofilm gemacht. Standardisierte Verkleinerungsfaktoren für 16-mm-Mikrofilm sind 1:20, 1:24, 1:32, 1:40, 1:42, 1:48 und 1:96; für 35-mm-Mikrofilm 1:7,5, 1:10,5, 1:14,8, 1:21, 1:29,7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Monochromfilm die verbreitetste Form ist, gibt es auch [[Farbmikrofilm]], der weltweit nur noch von [[Ilford (Unternehmen)|Ilford]] als „Ilfochrome Micrographic“ hergestellt wird und sich von [[Film (Foto)|Farbfilmen]] stark unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltbarkeit von Mikrofilm soll bei entsprechender Lagerung (21&amp;amp;nbsp;°C, 50&amp;amp;nbsp;% [[relative Luftfeuchte]]) bis zu 500 Jahre betragen. Passend dazu ist der Werbespruch eines Mikrofilmunternehmens „Digital for now, analog forever“&amp;amp;nbsp;– sinngemäß: „Digital für den Moment, analog für die Ewigkeit“, oder: „Digital speichern, analog archivieren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laserbelichtung ==&lt;br /&gt;
Eine Renaissance erfährt der Mikrofilm im Digitalzeitalter durch die Möglichkeit der Laserbelichtung. Bei der Laserbelichtung werden rote, grüne und blaue [[Laser]] entsprechend den Farbkanälen von digitalen [[RGB-Farbraum|RGB-Dateien]] moduliert und auf einen fotografischen Film fokussiert. Farben können dadurch sehr exakt und punktgenau, [[Pixel]] für Pixel geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Daten auf Mikrofilm ==&lt;br /&gt;
Es besteht auch die Möglichkeit, digitale Daten auf Mikrofilm zu archivieren. Die erzielbare Datendichte ist jedoch gering. Es besteht zudem die Gefahr von [[Obsoleszenz#Arten|digitaler Obsoleszenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezielle Einsatzgebiete ==&lt;br /&gt;
* Zahlreiche kulturgeschichtliche Dokumente auf Mikroform liegen zur [[Langzeitarchivierung]] im [[Barbarastollen (Freiburg im Breisgau)|Barbarastollen]] im [[Schwarzwald]].&lt;br /&gt;
* Im [[Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse]] in [[Dortmund]] wurden zahlreiche Tageszeitungen archiviert.&lt;br /&gt;
* Die Zentralbibliothek in Zürich archiviert mehrere Tageszeitungen auf Mikrofilmen. Das Archiv geht bis auf die erste Ausgabe der [[Neue Zürcher Zeitung|Neuen Zürcher Zeitung]] zurück.&lt;br /&gt;
* Mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[European Register of Microform and Digital Masters]]&amp;#039;&amp;#039; (EROMM) existiert eine internationale Datenbank, die als Nachweisinstrument für Werke dient, die bereits verfilmt wurden beziehungsweise deren Verfilmung bevorsteht.&lt;br /&gt;
*Zahlreiche [[Promotion (Doktor)|Promotionsordnungen]] von Universitäten sehen die Veröffentlichung einer [[Dissertation]] als Mikrofiche vor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausdruck auf Papier ==&lt;br /&gt;
Um mikroverfilmte Dokumente wieder zu Papier zu bringen, wurden spezielle Drucker – sog. &amp;#039;&amp;#039;Reader-Printer&amp;#039;&amp;#039; – gebaut. Vor der Digitaltechnik, die die Drucker vom Scanner unabhängig machte, wurden konventionelle analoge Tisch[[kopiergerät]]e zusammen mit einem Mikroformbetrachtungsgerät zu einem Drucker umfunktioniert. Diese lichten das für den Betrachter projizierte Bild auf Knopfdruck ab und bringen es zu Papier. Die Modifikation des ursprünglichen Kopierers bestand im Wesentlichen in der geänderten [[Optik]], die die Vorlage auf den [[Fotoleiter]] projiziert, wodurch diese analogen Geräte sehr voluminös ausfallen. Die Lichtmenge ist wegen der im Mikrofilm von der Belichterlampe entstehenden Temperatur geringer als bei herkömmlichen Kopierern, womit länger belichtet werden muss und das Gerät langsamer druckt als der ursprüngliche Kopierer. Die Hochspannung für den [[Elektrofotografie|elektrofotografischen Prozess]] ist wesentlich verändert, da Mikroform [[Negativfilm]] ist und eine erneute Umkehr der [[Farbwert]]e vom Film zum Ausdruck erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dag-Ernst Petersen]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://iada-home.org/wp-content/uploads/2021/05/Kopenhagen_1999_Petersen_181.pdf Die Mikroform: Chance und Gefahr für das Buch.]&amp;#039;&amp;#039; 1999 (PDF, online).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Microform}}&lt;br /&gt;
* [http://www.eromm.org/ Europäisches Register der Mikroformmaster und digitalen Master (EROMM)]&lt;br /&gt;
* [http://www.peviar.ch/ Permanent Visual Archive: Langzeitspeicher auf Mikrofilm]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.recom-art.de/fileadmin/user_upload/Vortraege/2007_11_Symposion_Stuttgart/Fluck/Symposium_Recom_v1_1.pdf | wayback=20120131172924 | text=Ausbelichtung digitaler Daten auf Farbmikrofilm}} (PDF; 6,9 MB)&lt;br /&gt;
* Laserbelichtung&lt;br /&gt;
** [http://www.contentmanagement.de/AT/Mikrofilm/mikrofilm.html ART&amp;amp;SCIENCE Farbmikrofilm]&lt;br /&gt;
** [http://www.digitabulum.org/index.php?title=%22analogisation%22_of_digital_data Filmmaterial-Laserbelichtung-Datenvorbereitung bei der digitalen Mikrographie]&lt;br /&gt;
* Zur Sicherungsstrategie digitaler Daten auf Mikrofilm&lt;br /&gt;
** [https://web.archive.org/web/20100612183307/http://www.archive.nrw.de/archivar/hefte/2008/ausgabe1/Archivar_2008-1.pdf Robert Kretzschmar, Das Landesarchiv Baden-Württemberg in der digitalen Welt &amp;#039;&amp;#039;in:&amp;#039;&amp;#039; ARCHIVAR, 61. Jahrgang, Heft 01, Februar 2008, S. 14–19. (Zum Begriff „born digital material“ siehe S. 18)] (PDF; 1,5 MB)&lt;br /&gt;
** [http://www.archium.org/mikroverfilmung Software zur Konversion digitaler Daten auf Mikroformen]&lt;br /&gt;
* Bedienung&lt;br /&gt;
** [https://www.youtube.com/watch?v=iu9yuezDSIQ Guide to using Steely&amp;#039;s microfiche readers]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4039216-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speichermedium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2001:16B8:C16A:5400:B455:6C76:B7A:7C93</name></author>
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