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	<title>Mikrofilamente - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:26:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mikrofilamente&amp;diff=439017&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2025-05-02T12:25:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MEF microfilaments.jpg|mini|Mikrofilamente in [[Fibroblast]]en der Maus, [[Fluoreszenzmikroskopie|fluoreszenzmikroskopisch]] dargestellt]]&lt;br /&gt;
{{Infobox GO-Terminus&lt;br /&gt;
| Typ = C&lt;br /&gt;
| GO = 0005865&lt;br /&gt;
| Eltern = [[Sarkomer]]&lt;br /&gt;
| Kinder = [[Aktin]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Troponin]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Tropomyosin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox GO-Terminus&lt;br /&gt;
| Typ = C&lt;br /&gt;
| GO = 0005884&lt;br /&gt;
| Eltern = [[Zytoskelett]]&lt;br /&gt;
| Kinder = [[Aktin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mikrofilamente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind fadenförmige [[Protein]]-Strukturen in [[Eukaryoten|eukaryotischen]] Zellen. Zusammen mit den [[Mikrotubulus|Mikrotubuli]] und [[Intermediärfilamente]]n bilden sie die Hauptmasse des [[Zytoskelett|Cytoskelett]]s. Sie bestehen hauptsächlich aus dem Protein [[Aktin]] und werden daher auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aktinfilamente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die Bezeichnung „Mikrofilament“ rührt daher, dass sie mit einem Durchmesser von nur sieben [[Nanometer#Nanometer|Nanometern]] deutlich dünner sind als die Mikrotubuli und Intermediärfilamente. Funktionell spielen sie eine Rolle bei [[Zellmigration|aktiven Bewegungen]] der Zellen, bei [[Intrazellulärer Transport|intrazellulären Transportvorgängen]] und bei der mechanischen Stabilisierung der Zellen.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Zusammenbau der Filamente ==&lt;br /&gt;
[[Datei:STD Depth Coded Stack Phallodin Stained Actin Filaments.png|mini|hochkant=1.1|Aktin-Filamente, Farben repräsentieren verschiedene Schichten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G-Aktin (globuläres Aktin, ein Monomer) bindet das [[Nukleotide|Nucleotid]] [[Adenosintriphosphat|ATP]]. Dieses [[Monomer]] (ATP-Aktin) kann sich nun mit weiteren Aktinmolekülen verbinden – [[Polymerisation|polymerisieren]], wobei ATP-Aktin unter Abspaltung ([[Hydrolyse]]) eines anorganischen Phosphatrestes zu [[Adenosindiphosphat|ADP]]-Aktin wird. Die entstehende Kette von Aktinmonomeren bildet so die filamentöse Form der &amp;#039;&amp;#039;Aktinfilamente&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;F-Aktin&amp;#039;&amp;#039; genannt. Das Filament besteht aus zwei Ketten polymerisierter G-Aktin-Monomere, die sich helixartig umeinanderwinden. Diese Aktin-typische Helixwindung ist regelmäßig nach 7 G-Aktinen zu finden, weshalb man sie auch „Aktinhelix“ nennt, um sie z.&amp;amp;nbsp;B. von der [[DNA-Doppelhelix]] in ihrer Form zu unterscheiden. Ihr Durchmesser beträgt 7&amp;amp;nbsp;nm. In der Zelle liegen beide Aktinformen im Gleichgewicht vor, wobei Monomere hauptsächlich im Komplex mit aktinbindenden Proteinen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Profilin]], auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holmes&amp;quot;&amp;gt;K. C. Holmes, D. Popp, W. Gebhard, W. Kabsch: &amp;#039;&amp;#039;Atomic model of the actin filament.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; 347, 1990, S. 21–22. PMID 2395461&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktinfilamente weisen eine Polarität auf und haben ein schnell polymerisierendes sogenanntes (+)-Ende und ein langsam polymerisierendes (−)-Ende. ATP-Aktin bindet bevorzugt am (+)-Ende und das Filament wächst an diesem Ende. Das ATP wird in der Folge zu ADP [[Hydrolyse|hydrolysiert]], wodurch die Bindungsstärke zu den benachbarten Aktinen nachlässt. Am (−)-Ende läuft die Hydrolyse von ATP zu ADP schneller als die Anlagerung eines neuen ATP-Aktins ab, sodass ADP-Aktin dissoziiert und das Filament von dieser Seite verkürzt wird. Aktinmonomere binden aber ATP stärker als ADP, tauschen damit das Nukleotid aus und können wieder am (+)-Ende eingefügt werden. Dieser schnelle Kreislauf ist für die Zellbewegungen wichtig und wird als [[Treadmilling]] bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cell biology&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Titel = Cell Biology | Auflage = 1. | Autor = T. D. Pollard, W. D. Earnshaw | Jahr = 2004 | Verlag = Saunders | ISBN=1-4160-2388-7 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche &amp;#039;&amp;#039;Begleitproteine&amp;#039;&amp;#039; steuern die Polymerisations- und Abbauvorgänge. Im Muskel werden die Filamente beispielsweise durch das [[Tropomyosin]] stabilisiert, das sich auf ganzer Länge an ein Filament anlegt. In Zellen außerhalb des Herzens und der Skelettmuskulatur wird [[Caldesmon]] gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Proteine bedecken auch die Enden der Aktinfilamente und behindern oder fördern die Verlängerung oder den weiteren Abbau. Andere Proteine verhindern oder fördern die Polymerisation von G-Aktin oder bewirken den Zerfall des F-Aktins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise setzen sich die Proteine Cofilin und ADF (Aktin depolymerisierender Faktor) an das (−)-Ende und fördern die Dissoziation von Aktin. Das Protein [[Profilin]] hingegen fördert den Einbau am (+)-Ende. Die Bindung von sowohl Cofilin als auch Profilin wird über das Aktingebundene Nukleotid (ADP oder ATP) bestimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Didry&amp;quot;&amp;gt;D. Didry, [[Marie-France Carlier|M. F. Carlier]], [[Dominique Pantaloni|D. Pantaloni]]: &amp;#039;&amp;#039;Synergy between actin depolymerizing factor/cofilin and profilin in increasing actin filament turnover.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[J Biol Chem]].&amp;#039;&amp;#039; 273(40), 1998, S. 25602–25611. PMID 9748225&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[posttranslationale Modifikation]]en von Aktin sind an der Polymerisierung beteiligt. So wird jedes fünfte Aktinmonomer in [[Fibroblast]]en mit einer [[Arginylierung]] versehen, was eine direkte Auswirkung auf die erhöhte Stabilität von Aktinfilamenten hat. Dabei wird vorrangig Beta-Aktin modifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Karakozova, M. Kozak, C. C. Wong, A. O. Bailey, J. R. Yates, A. Mogilner, H. Zebroski, A. Kashina: &amp;#039;&amp;#039;Arginylation of beta-actin regulates actin cytoskeleton and cell motility.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; 313(5784), 2006, S. 192–196. PMID 16794040&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auf- und Abbau von Aktinfilamenten kann durch [[Zytoskelett-Inhibitor]]en gehemmt werden. Ein bakterielles [[Homologie (Genetik)|Homolog]] des Aktins ist [[FtsA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:focaladhesiondetail.jpg|mini|Immunfluoreszenzfärbung des Aktin-Cytoskeletts (grün) und des fokalen Adhäsionsproteins [[Vinculin]] (rot) bei einer [[Fibroblast]]en-Zelle. Die Adhäsionsstellen sind als rote Flecken an den Enden der Aktin-Bündel erkennbar.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adapter- und Verbindungsproteine ==&lt;br /&gt;
Eine große Gruppe von Begleitproteinen, die auch als [[Actin-bindendes Protein|Actin-bindende Proteine]] (ABP) bezeichnet werden, vernetzt Aktinfilamente untereinander und mit anderen Proteinen. [[Fimbrin]], [[Villin]] (Binnengerüst der Mikrovilli), [[Filamin]] und [[Espin (Protein)|Espin]] bilden Querverbindungen und so mechanisch steife Bündel. α-Actinin bildet ebenfalls Bündel, die typischerweise mit Myosin (siehe unten) verspannt werden. Das Filamin wiederum bildet dreidimensionale Netze (Gele), wie man sie unter der Plasmamembran antrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Actinfilamente strahlen in mehrere [[Zellkontakt]]e ein, die [[Adherens junction|Adhärens-Kontakte]] und die [[Fokale Adhäsion|Fokalkontakte]], aber auch in [[Tight Junction]]s. Dabei werden sie über [[Gerüstprotein|Adaptorproteine]] an den Proteinstrukturen der Kontakte verankert. Verantwortlich dafür sind unter anderem wieder das α-[[Actinin]], das [[Vinculin]] und [[Talin (Protein)|Talin]]. Die Proteine der Familie um Ezrin, [[Radixin]], [[Moesin]] (ERM-Proteine) vermitteln kurzzeitige und dynamische Bindungen an die Plasmamembran, zum Beispiel bei Änderung der Zellform und aktiver Zellbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Proteingruppen stellen eine mechanisch stabile Verbindung zwischen dem unter der [[Zellmembran|Plasmamembran]] liegenden dichten Aktinnetz und der Membran her. Diese wegen verschiedener Erbkrankheiten auch klinisch bedeutsamen Proteine sind die [[Dystrophin]]e (u.&amp;amp;nbsp;a. im [[Muskelgewebe]], bei Mutationen im Dystrophin-Komplex [[Muskeldystrophie]]n) und die [[Spektrin|Spectrine]] (u.&amp;amp;nbsp;a. verantwortlich für die Form der [[Erythrozyt]]en, bei Defekt z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kugelzellenanämie]]). Es handelt sich um lange, dünnere Proteine, die ihre Aufgaben in Komplexen mit zahlreichen anderen Proteinen erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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