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	<title>Migdal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Migdal&amp;diff=568133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2026-03-03T09:35:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Dorf in Israel. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Migdal (Begriffsklärung)]] und [[Magdala (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Israel&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Wappen = &lt;br /&gt;
|Karte = &lt;br /&gt;
|Bild = Migdal 2004.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Migdal am [[See Genezareth]]&lt;br /&gt;
|NameHebräisch = מגדל&lt;br /&gt;
|NameArabisch = &lt;br /&gt;
|Gemeindeart = &lt;br /&gt;
|Gegründet = &lt;br /&gt;
|lat_deg= 32&lt;br /&gt;
|lat_min= 50&lt;br /&gt;
|lat_sec= 20.515&lt;br /&gt;
|lon_deg= 35&lt;br /&gt;
|lon_min= 30&lt;br /&gt;
|lon_sec= 27.043&lt;br /&gt;
|Beschriftung = left&lt;br /&gt;
|Bezirk = Nordbezirk&lt;br /&gt;
|Gemeindecode = 0065&lt;br /&gt;
|Fläche = &lt;br /&gt;
|Bürgermeister = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Migdal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|מִגְדָּל&amp;amp;lrm;|modern=1|de=Turm}}; im [[Neues Testament|Neuen Testament]] auf {{elS|Μαγδαλά}} nach der Namensform auf {{arcS-Hebr|מגדלא&amp;amp;lrm;|Magdalā}}, bei [[Flavius Josephus]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tarichea&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{arS|قرية المجدل&amp;amp;lrm;|DMG=Qaryat al-Maǧdal}}) ist ein Dorf am Westufer des [[See Genezareth]], rund sechs Kilometer nördlich von [[Tiberias]] in [[Israel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MAGDALA AERIAL.JPG|mini|Archäologischer Park Magdala – Luftbild]]&lt;br /&gt;
In der Antike war Magdala eine größere Stadt. Das hellenistisch geprägte &amp;#039;&amp;#039;Tarichea&amp;#039;&amp;#039; war wahrscheinlich spätestens seit dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. einer der größten Orte Galiläas mit, nach Flavius Josephus, 37.600 Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Claussen: &amp;#039;&amp;#039;Versammlung, Gemeinde, Synagoge – das hellenistisch-jüdische Umfeld der frühchristlichen Gemeinden&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2002, S.&amp;amp;nbsp;182.&amp;lt;/ref&amp;gt; Historische Quellen unter anderem von Flavius Josephus, [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]], [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] und [[Sueton]] betonen die Bedeutung dieser Stadt in frührömischer Zeit aufgrund der ausgezeichneten gesalzenen Fische und des Marktes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garza-Díaz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrea Garza-Díaz |Titel=The Archaeological Excavations at Magdala |Sammelwerk=Ancient History Encyclopedia |Datum=2018-04-19 |Online=[https://www.ancient.eu/article/1219/the-archaeological-excavations-at-magdala online] |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neutestamentliche Magdala ist bekannt als die Heimat von [[Maria Magdalena]] (Maria von Magdala), einer frühen Anhängerin [[Jesus von Nazaret|Jesu]]. Magdala wird in der Bibel elf Mal – und da ausschließlich in den vier [[Evangelium (Literaturgattung)|Evangelien]] – im Zusammenhang mit Maria Magdalena erwähnt. Außerdem wird im [[Evangelium nach Matthäus]] berichtet, dass Jesus nach dem [[Wunder Jesu#Geschenkwunder|Wunder der Speisung der 4000]] ins Boot stieg und in die Gegend von Magadan fuhr {{Bibel|Mt|15|39}}. Dieser Ort wird im [[Evangelium nach Markus|Markus-Evangelium]] als [[Dalmanutha]] {{Bibel|Mk|8|10}} bezeichnet und in einigen älteren Bibelübersetzungen (unter anderem der [[Lutherbibel]] von 1953 und in der [[Jörg-Zink-Bibel]]) mit Magdala gleichgesetzt. Für diese Ansicht spricht, dass der Laut n (Buchstabe ‹[[Nun (Hebräisch)|נ]]›) in hebräischen Wörtern im Aramäischen oft durch ein l (Buchstabe ‹[[Lamed|ל]]›) ersetzt wird. Es ist also möglich, dass aus Magadan Magdala wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibleatlas.org/magadan.htm Bibleatlas.org/Magadan]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass Jesus selbst in Magdala gewesen ist und in der [[Synagoge (Magdala)|dortigen Synagoge]] lehrte {{Bibel|Mt|4|23}}. Damit bekommt der archäologische Park mit Ruinen aus dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine besondere geschichtliche Bedeutung sowohl aus jüdischer als auch aus christlicher Sicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrich W. Sahm |url=https://www.israelnetz.com/magdala-die-neue-heilige-staette-am-see-genezareth/ |titel=Magdala, die neue heilige Stätte am See Genezareth |hrsg=israelnetz.com |datum=2014-04-22 |abruf=2023-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gil Yaron |url=https://www.welt.de/politik/ausland/article135720377/Magdala-ein-Geschenk-Gottes-fuer-alle-Religionen.html |titel=Magdala, „ein Geschenk Gottes“ für alle Religionen |hrsg=welt.de |datum=2014-12-24 |abruf=2023-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josephus zufolge kämpften die Einwohner des Ortes gegen [[Herodes]] und die [[Römisches Reich|Römer]]. Schutz fanden sie vor den Verfolgern in den zahllosen Höhlen des [[Wadi al-Hamam]], einem [[canyon]]artigen Tal westlich von Migdal. Im Rahmen dieser Auseinandersetzungen wurde der Ort im Jahre 67 n.&amp;amp;nbsp;Chr. zerstört. Nach dem Talmud hat Gott Magdala wegen Prostitution zerstören lassen: “Why were they destroyed? [...] Magdala, due to prostitution.” (Midrasch Eicha Rabba 2, 4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut historischer Quellen hat im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)]] Ruinen des alten Magdala aufgesucht und eine [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] über dem Ort errichten lassen, wo damals das Haus von Maria Magdalena vermutet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garza-Díaz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kreuzzug|Kreuzfahrer]] errichteten im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine Kirche, die später gänzlich verfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1948 befand sich am Ufer des Sees Genezareth das arabische Fischerdorf al-Medschdel ({{arS|المجدل&amp;amp;lrm;|DMG=al-Maǧdal}}). Im [[Palästinakrieg#Bürgerkrieg im Mandatsgebiet|Bürgerkrieg im Mandatsgebiet]] nahm die [[Hagana]] das Dorf am 22.&amp;amp;nbsp;April 1948 ein, außer den Schreinen wurden die Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige landwirtschaftliche Siedlung Migdal geht auf das Jahr 1910 zurück und hatte am 31. Dezember 2016 1880 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.cbs.gov.il/ishuvim/reshimalefishem.pdf |text=Israelisches Zentralbüro für Statistik |wayback=20180517053146 }} [[Israelisches Zentralbüro für Statistik]] abgerufen am 12. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdala Synagoge.JPG|mini|Synagoge von Magdala, Leseraum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdala Stone (4).jpg|mini|Magdala-Stein mit Darstellung der Menora an der Frontseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0031מגדלא רהיט אבן ופסיפס בבית הכנסת כנראה שימש להנחת ספר תורה.jpg|mini|Rosette im Korridor der Synagoge von Magdala]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fish pans 5261.JPG|mini|Fischbecken im Marktbereich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdala Fischerhaus.JPG|mini|Fischerhaus von Magdala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er-Jahren und von 2007 bis 2009 wurden auf dem Gelände der [[Franziskaner (OFM)]] Ausgrabungen durchgeführt. Bei [[Notgrabung]]en vor dem Bau eines Hotels auf dem benachbarten Grundstück der [[Legionäre Christi]] wurden im August 2009 Überreste einer circa 120&amp;amp;nbsp;m² großen antiken [[Synagoge]] mit Mosaikfußboden, umlaufenden Steinbänken und freskengeschmückten Wänden gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Mai 2014 wurde der touristisch zugängliche archäologische Park von Magdala eröffnet. Er umfasst außer dem bedeutendsten Fund, der Synagoge aus dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, den Marktbereich, Privathausanlagen, das Fischerhaus, den rituellen Bezirk mit dem &amp;#039;&amp;#039;Haus des Würfels&amp;#039;&amp;#039; und ein Lagerhaus am Kai. Das Besondere der hier gefundenen Siedlungsreste ist, dass die Schicht [[Stratum (Archäologie)|Stratum&amp;amp;nbsp;3]] aus der frühen römischen Periode, also dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. und 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. dominiert, da dieser Ort nach seiner Zerstörung im Jahr 67 n.&amp;amp;nbsp;Chr. kaum noch besiedelt und überbaut wurde (nur wenig Reste im Stratum&amp;amp;nbsp;1 aus der byzantinischen Periode und im Stratum&amp;amp;nbsp;2 aus der späten römischen Periode).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblewalks.com/sites/magdala.html Biblewalks.com: Magdala]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden 2.500 Münzen sowohl aus dem 1. als auch aus dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gefunden. Letztere zeigen, dass Magdala wohl doch nicht komplett zerstört wurde – entgegen dem Bericht von Flavius Josephus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garza-Díaz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synagogen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Synagoge (Magdala)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2009 wurde unter einer 30&amp;amp;nbsp;cm tiefen Erdschicht die Ruine einer Synagoge aus dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gefunden, die wahrscheinlich auch zur Zeit Jesu genutzt wurde und in der er gelehrt haben könnte. Nach Ansicht der Grabungsleiterin Dina Avschalom-Gorni handelt es sich um die älteste bekannte Synagoge aus der Zeit des [[Herodianischer Tempel|Zweiten Tempels]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Todd Bolen |url=https://www.bibleplaces.com/blog/2010/06/questioning-date-of-magdala-synagogue/ |titel=Questioning the Identification of the Magdala Synagogue |hrsg=bibleplaces.com |datum=2010-06-18 |sprache=en |abruf=2023-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Synagoge ist eine der sieben Synagogen des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, die bisher (2018) in Israel gefunden wurden. Das frühe Alter wird unter anderem belegt durch gefundene Keramikfragmente und dadurch, dass in der Synagoge eine Münze gefunden wurde, die im Jahr 29 in Tiberias geprägt worden war. Wichtigster Fund in der Synagoge ist ein Steinblock, der auf vier Seiten und der Oberfläche mit Reliefs verziert ist und auf der Frontseite eine [[Menora]] zeigt. Die Darstellung der Menora hält Dina Avschalom-Gorni für die älteste erhaltene.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eli Ashkenazi |url=http://www.haaretz.com/hasen/spages/1113823.html |titel=Earliest known depiction of Second Temple lamp uncovered |hrsg=[[Haaretz|Haʾaretz]] |datum=2009-09-11 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20091208045531/http://www.haaretz.com/hasen/spages/1113823.html |archiv-datum=2009-12-08 |abruf=2023-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Wenning]]: “Israel Magdala – Die wirkliche Synagoge? Und die älteste?” In: &amp;#039;&amp;#039;[[Welt und Umwelt der Bibel]], Archäologie – Kunst – Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 1/2010, S.&amp;amp;nbsp;65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beiden Längsseiten sowie die Rückseite zeigen drei bzw. zwei Bögen getragen von vier bzw. drei Säulen. Das Rosettenmuster auf der oberen Seite besteht aus zwölf Blättern und bildet die Grundlage für das Logo des archäologischen Parks von Magdala. Das Rosettenmuster wurde auch in Mosaiken im rituellen Bezirk gefunden. Es wird vermutet, dass der Stein als Lesetisch für [[Tora#Die Torarolle|Torarollen]] gedient hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garza-Díaz&amp;quot; /&amp;gt; Die Synagoge besteht aus zwei großen Räumen (Vorraum an der Westseite und Leseraum an der Ostseite) und einem kleineren Raum (an der Südwestecke). Der Leseraum ist von einem erhöhten Korridor umgeben, dessen Boden mit Ornamenten, darunter einer Rosette mit acht Blättern, verziert ist. Die Wände und Säulen zeigen farbige Fresken (dunkelrot, gelb, blau, schwarz und weiß).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2021 wurden Strukturen einer zweiten Synagoge weniger als 200 Meter entfernt von der ersten, 2009 ausgegrabenen Synagoge bei Ausbau der Nationalstraße &amp;#039;&amp;#039;Kvisch {{RSIGN|IL|H|90|Nationalstraße 90 (Israel)}}&amp;#039;&amp;#039; entdeckt und unter Leitung des Zinman-Instituts für Archäologie der [[Universität Haifa]] ausgegraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stuart Winer |url=https://www.timesofisrael.com/second-ancient-synagogue-found-in-migdal-alters-ideas-of-jewish-life-2000-years-ago/ |titel=Second ancient synagogue found in Migdal alters ideas of Jewish life 2,000 years ago |datum=2021-12-12 |abruf=2022-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese zweite Synagoge von Migdal wird ebenfalls auf die [[Jerusalemer Tempel#Zweiter Tempel|zweite Tempelperiode]] datiert. Im Unterschied zur 2009 ausgegrabenen Synagoge, die sich in einem Gewerbegebiet am Seeufer befand, wird die 2021 ausgegrabene Synagoge in einem antiken Wohngebiet lokalisiert. Die Synagoge hatte die Form eines Quadrats und wurde aus Basalt und Kalkstein gebaut. Sie bestand aus einer Haupthalle und zwei weiteren Räumen. Ein kleiner Raum am südlichen Ende der Haupthalle hatte ein Regal, das möglicherweise zur Aufbewahrung von Torarollen diente. Bei den Ausgrabungen wurden Kerzenhalter aus Keramik, geformte Glasschalen, sowie Utensilien für [[Rituelle Reinheit|Reinigungsrituale]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markt ===&lt;br /&gt;
Eine gepflasterte Straße in Nord-Süd-Richtung schließt südlich an die Synagoge an. Östlich dieser Straße sind Reste von kleinen Geschäften erkennbar. Hier wurden Reste von Tongeschirr, von Webgut und Lebensmitteln gefunden. Einige dieser Geschäfte sind mit kleinen Becken ausgestattet, die der Verarbeitung und dem Handel mit Fischen gedient haben mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohn- und Wirtschaftsgebäude ===&lt;br /&gt;
Südlich des Marktes schließt sich ein Bezirk mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden an, wobei der östliche Teil vorwiegend der Lebensmittelproduktion (zum Beispiel Mahlen von Getreide, Trocknen und Salzen von Fleisch und Fisch) und der westliche Teil der Lagerhaltung, zum Beispiel für Getreide, diente – wie chemische Analysen bestätigten. Der Wohnbereich ist in Gitterform angelegt mit geradlinigen und sich kreuzenden Straßen. Reste von Treppen aus Basalt deuten an, dass die Gebäude zwei Etagen hatten. Östlich dieses Bezirkes wurde ein Arbeitsbereich gefunden, der als Fischerhaus bezeichnet wird. Es handelt sich um ein Gebäude mit verschiedenen Räumen und einem gepflasterten Innenhof, in dem Fischereiobjekte wie Haken, Gewichte und Fischernetze gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ritueller Bezirk ===&lt;br /&gt;
Ebenfalls südlich des Marktes schließt ein ritueller Bezirk an mit drei (oder vier?) [[Mikwe|Miqwaʾot]] (Plural von Miqwe) für die Reinigung nach jüdischem Ritus, die aus dem Grundwasser gespeist werden. Der Bezirk besteht aus kleinen Straßen und Räumen, teils mit Mosaikböden. Solche Mosaike wurden gefunden im sogenannten „Haus des Würfels“. Der Mosaikboden ist mehrfarbig (rot, schwarz und weiß) und zeigt das Rosettenmuster, das auch in der Synagoge gefunden wurde, in einem Rhombus. Dieser Fund sowie das höherwertige Baumaterial (behauene Steine aus Basalt) weisen auf einen höheren ökonomischen Status des Besitzers hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lagerhaus und Kai ===&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil des archäologischen Parks in der Nähe des Sees Genezareth wurden Reste eines großen Lagerhauses, das in Hallen aufgeteilt war, und eines steinernen [[Kai (Uferbauwerk)|Kais]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magdala-Zentrum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdala Kapelle der Berufung.JPG|mini|Mosaik-Kapelle der Berufung der Jünger Simon Petrus und Andreas durch Jesus]]&lt;br /&gt;
Die Legionäre Christi betreiben seit 2004 das &amp;#039;&amp;#039;Magdala Center&amp;#039;&amp;#039;, dessen Grundstein durch Papst [[Benedikt XVI.]] gesegnet wurde, und engagieren sich bei den Ausgrabungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.magdala.org/ Website des Magdala-Zentrums], abgerufen am 17. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Zentrum besteht aus dem Spiritualitätszentrum sowie (teils noch im Bau bzw. in Planung) einem Gästehaus, Restaurant, Besucherzentrum, Magdalena-Institut&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.magdala.org/2016/02/magdalena-institute/ |text=Magdalena-Institut |wayback=20180728131441 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und einem Freiluft-Spiritualitätszentrum als [[Amphitheater]] am Seeufer (für bis zu 1000 Personen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spiritualitätszentrum &amp;#039;&amp;#039;Duc In Altum&amp;#039;&amp;#039; (Namensgebung nach {{B|Lk|5|4}}) umfasst das Frauenatrium, die Boot-Kapelle (für etwa 300 Personen), vier Mosaik-Kapellen (für jeweils 50 Personen) und eine Begegnungskapelle (für 120 Personen). Im Frauenatrium repräsentieren sieben Säulen verschiedene Frauen aus dem Neuen Testament, die Jesus gefolgt sind. Eine achte Säule würdigt alle Frauen, die den christlichen Glauben gelebt haben. In der Boot-Kapelle erinnern der Altar in Boot-Form und der Blick hinaus auf den See Genezareth an die Predigt Jesu vom Boot aus. Die Mosaike in den Mosaik-Kapellen stellen verschiedene biblische Szenen aus der Umgebung des Sees Genezareth dar: Maria Magdalena {{Bibel|Lk|8|2}}, Gehen Jesu auf dem Wasser {{Bibel|Mt|14|29-31}}, die Heilung der Tochter des [[Jaïrus]] {{Bibel|Mk|5|41}} und die Berufung der Jünger [[Simon Petrus]] und [[Andreas (Apostel)|Andreas]] {{Bibel|Mt|4|19}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[HaAguda leMa’an haJeled haNizkak beJisra’el]] (Vereinigung für das Bedürftige Kind in Israel), eine deutsch-israelische Wohlfahrtsorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Zangenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Magdala am See Gennesaret. Überlegungen zur sogenannten „mini-sinagoga“ und einige andere Beobachtungen zum kulturellen Profil des Ortes in neutestamentlicher Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Spenner, Waltrop 2001, ISBN 3-933688-49-3.&lt;br /&gt;
* Marcela Zapata Meza: &amp;#039;&amp;#039;Neue Mexikanische Ausgrabungen in Magdala – Das „Magdala Archaeological Project“.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Zangenberg, [[Jens Schröter (Theologe)|Jens Schröter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bauern, Fischer und Propheten. Galiläa zur Zeit Jesu&amp;#039;&amp;#039;. von Zabern, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-8053-4543-9, S.&amp;amp;nbsp;85–98 ([http://issuu.com/proyectomagdala/docs/___los_agricultores__los_pescadores Digitalisat eines Nachdrucks]).&lt;br /&gt;
* [[Richard Bauckham]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Magdala of Galilee. A Jewish city in the Hellenistic and Roman period&amp;#039;&amp;#039;. Baylor University Press, Waco 2018, ISBN 978-1-4813-0293-7.&lt;br /&gt;
* Bruno Callegher: &amp;#039;&amp;#039;Coins and economy in Magdala/Taricheae from the Hasmoneans to the Umayyad Period&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Novum Testamentum et orbis antiquus. Series archaeologica.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Vandenhoeck and Ruprecht, Göttingen 2023, ISBN 978-3-525-50193-1 (mit Einleitung zur Geschichte und Forschungsgeschichte des Ortes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Migdal (Israel)|Migdal}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20091227065424/http://www.magdalaproject.org/WP/ Website] der Ausgrabung des Studium Biblicum Franciscanum (archivierte Seite)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20150812185933/http://www.magdalacenterarchaeology.com/ Website] der Ausgrabung der Israelischen Antikenbehörde (archivierte Seite)&lt;br /&gt;
* [https://www.magdala.org/ Website] des Magdala Zentrums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migdal| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Neuen Testament]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am See Genezareth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maria Magdalena]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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